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  • ToDo-Listen und das Streben nach Produktivität

    ToDo-Listen und das Streben nach Produktivität

    Dieser Blogbeitrag biegt überraschend konstruktiv und erfreulich ab. Als ich anfing, ihn zu schreiben, war ich noch ziemlich frustriert. Der Anlass war ein Gespräch über ToDo-Listen mit einer Bekannten.

    Sie war mit dem Zustand ihres Schreibtisches nicht zufrieden. Aber es sei immer so ein tolles Gefühl, „alles abgehakt zu haben“. An der Stelle realisierte ich, dass ich mich nicht erinnern konnte, jemals dieses Gefühl gehabt zu haben.

    Meine Bekannte war sehr erstaunt. Und sie fand meinen Kommentar wirklich traurig. Für mich war das eher normal, wie die Tatsache, dass ich kurzsichtig bin. Aber seitdem denke ich immer wieder darüber nach, wie wenig mich Listen darin unterstützen, meine Zeit effektiv zu strukturieren.

    Und ich frage mich, ob Produktivität wirklich etwas ist, was mich motiviert. Vor allem frage ich mich, ob ich mit meinen Erfahrungen wirklich alleine bin. Auch mit der überraschenden Wende in meiner Geschichte 😉

    Was ist überhaupt eine ToDo-Liste?

    Viele Konzepte

    Anleitungen dazu gibt es unzählige, online und in Buchform. Sie alle versprechen effektives Zeitmanagement und dass uns dabei unterstützen, Prioritäten zu setzen.

    • Wie schreibe ich eine ToDo-Liste zum Abhaken?
    • Wie funktioniert sie?
    • Auf welche Weise kann ich damit meine Produktivität steigern?
    • Warum kann ich damit mein Zeitmanagement verbessern?

    Auf alle diese Fragen scheint es eine Menge Antworten zu geben.

    Es gibt Systeme wie Getting Things Done, Zen To Done oder das Konzept des Bullet Journals. Sie alle versuchen am Ende, Listen mit Aufgaben und Vorhaben so zu strukturieren und zu speichern, dass wir möglichst alles davon möglichst gerne schaffen. Andererseits gibt es die Not-To-Do-Liste mit Dingen, die wir uns abgewöhnen wollen oder sollten.

    Grundprinzipien

    Bei allen Unterschieden haben die verschiedenen Konzepte ein paar Gemeinsamkeiten:

    Es geht nicht um reines Auflisten zum Erinnern. Stattdessen ist es zunächst wichtig, Prioritäten herauszuarbeiten, unter anderem mit dem Eisenhower-Prinzip. Dieses teilt Aufgaben in die Kategorien „dringend“ und „nicht dringend“, sowie „wichtig“ und nicht wichtig“ ein. Offensichtlich sollten Dinge aus der Abteilung „dringend und wichtig“ zuerst erledigt werden, während „unwichtige und nicht dringende“ Aufgaben im Zweifel gestrichen werden können.

    Für eine angemessene Motivation brauchen wir eine sinnvolle Zielformulierung. Hier gilt unter anderem das SMART-Konzept. Wir setzen Ziele wahrscheinlicher um, wenn sie bei der Festlegung

    • spezifisch (Specific)
    • messbar (Measurable)
    • erreichbar (Achievable)
    • angemessen (Reasonable) und
    • mit einer klaren Zeitmarke versehen (Time-Bound)

    sind. Das Thema Zielformulierung war ein Bestandteil meiner Coachingausbildung. Die sogenannte Zielökologie fragt außerdem danach, was der Preis dafür ist, ein Ziel zu erreichen und auch, wie unsere Umwelt darauf reagieren würde. So können wir später auftauchende Hindernisse schon im Voraus erkennen.

    Entsprechend finden dann verschiedene Projekte und Vorhaben ihren Platz auf unserer Liste und warten darauf, abgehakt zu werden.

    Das klingt etwas hoch gehängt für eine ToDo-Liste. Allerdings kann das Scheitern eines ToDos tatsächlich daran liegen, dass wir uns mehr anstrengen müssten, als wir eigentlich wollten. Und dann liegt uns dieses ToDo lange auf der Seele. Mir jedenfalls.

    Meine Probleme mit ToDo-Listen

    Trotz meiner Coachingausbildung haben solche Listen mein Leben lang nicht funktioniert. Daran haben weder wiederholte Versuche, meine Prioritäten abzuklopfen, noch die Arbeit an Glaubenssätzen, Schatten, der Zielökologie etwas geändert.

    Müssen oder wollen

    Das ist meine erste Hürde: Zu sortieren, ob ein Ziel wirklich meinem eigenen Bedürfnis entspricht, ober ob ich irgendwann einmal Ja gesagt habe und jetzt eine Aufgabe im Nacken habe, die mir nur sehr vage wie mein eigenes Ziel vorkommt. Oder ob ich Ja gesagt habe und das auch wirklich meinte und wollte, aber im Verlauf der Geschichte feststellte, dass einige ungeplante Extrapunkte dran hängen.

    Für mich ist wirklich oft unklar, ob ich etwas wirklich will oder muss. In manchen Fällen glaube ich nur lange, dass ich etwas tun muss. Und dann gibt es auch Dinge, die wirklich getan werden müssen, wie der allseits beliebte Bürokratiekram, den ich immer wieder schaffe, sehr lange zu verschleppen.

    Und dann verknote ich mir regelmäßig selbst die Schnürsenkel. Es gibt ToDos, die ich gerne machen möchte, also echte ToWants. Die kann ich aber nicht angehen, bevor ich den „Das muss ich“-Berg nicht abgetragen habe. Und den gehe ich nicht an, weil es ja so viel gibt, was ich machen will. Womit ich aber nicht anfangen kann, weil… Und so weiter.

    Was ist wirklich wichtig?

    Der gute Herr Eisenhower hätte sein Freude mit mir. Die Entscheidung, was wirklich wichtig ist, ist nur ein weiteres ToDo auf meiner Liste. Genauso habe ich wenig Gefühl für die Dringlichkeit.

    Für mich scheinen so viele Dinge gleichzeitig wichtig zu sein, dass mir eine zügige Triage unmöglich erscheint. Besonders, wenn ich Bürokratiekram lange vor mir hergeschoben habe und er überdringend wird.

    Der Entscheidungsstress blockiert so meine Fähigkeit zu entscheiden. Aus meiner Sicht sind auch wichtige und dringende Aufgaben gerade die, die mir besonders schwer fallen. Sie zu ignorieren fällt mir dagegen verführerisch leicht.

    Wiederholende Aufgaben

    Manches lässt sich nicht einfach endgültig erledigen, zum Beispiel das Entrümpeln von alten E-Mails. Es sammelt sich auch im realen Leben immer wieder neuer Krimskrams an. Haushaltsaufgaben fallen immer wieder an, Fenster werden immer wieder neu putzbedürftig.

    Mich frustriert das kolossal. Wenn ich mir unter diesen wiederkehrenden Aufgaben vor allem die langweiligen nicht auf eine Liste schreibe, sinkt die Wahrscheinlichkeit, dass ich sie erledige. Aber dadurch werden meine diversen ToDo-Listen noch unattraktiver. Weil ich zwar vorübergehend einen Haken setzen kann, aber irgendwann steht dasselbe ToDo wieder an.

    Der Haken ist eigentlich eine Illusion. Auf der Liste oder nicht: Wiederholungsaufgaben sind dadurch ein extra Frustanlass.

    Alte ToDos

    Durch die Aufschieberei haben meine ToDo-Listen Punkte, die ich vor Jahrzehnten aufgeschrieben habe. Ein paar davon möchte ich tatächlich „irgendwann“ und „auf jeden Fall“ erledigen.

    Bei anderen Dingen ist es so, dass ich es nicht übers Herz bringe, sie zu löschen, obwohl sie aussichtslos oder nicht mehr interessant für mich sind.

    Aber irgendetwas lässt mich an ihnen festhalten. Vielleicht das Gefühl, die Angela aus der Vergangenheit zu enttäuschen. Zu scheitern und mir eingestehen müssen, etwas nicht geschafft zu haben. Wie zum Beispiel meinen inzwischen horizontal gelagerten Bücherstapel.

    Eine Reihe Bücher auf einem Bord and der Wand

    Diese Ladenhüter-ToDos verhindern, dass aktuellere und attraktivere ToDos beziehungsweise ToWant in meinem Bewusstsein eine höhere Priorität einnehmen. Gleichzeitig hindert mich das nicht, stetig neue ToDos auf die liste zu setzen. Es kann ja sein, dass ich „irgendwann einmal“ dazu komme, das alles umzusetzen.

    Je länger die Liste, desto geringer ist natürlich die Motivation. Und damit die Wahrscheinlichkeit, dass sie kürzer wird.

    Ehemalige Hobbys und Kreativprojekte

    Ich bin vermutlich nicht alleine mit meiner Sammlung an Hobbykram. Einiges davon fand ich mal richtig spannend und habe diese Aktivitäten auch lange eifrig betrieben. Anderes landete relativ schnell in einer Kiste, wurde allerdings meistens nicht endgültig aussortiert.

    Auf diesem Weg werden erfreuliche Freizeitaktivitäten zu ToDos. Entweder schreibe ich mir auf den Plan, das Material zu sichten und wegzugeben. Oder ich bin überzeugt, dass ich mich noch einmal damit beschäftigen werde.

    Ein Beispiel sind die vielen unfertigen Häkelfiguren. Es würde vermutlich nicht so lange dauern, sie zu vernähen und Gesichter aufzusticken. Aber dann käme ich ja in der Zeit nicht dazu, meine alten Blogbeiträge zu optimieren. Oder was ich sonst noch so geplant hatte.

    Diesen Teil meiner ToDo-Misere finde ich besonders deprimierend: Dinge, die ich einmal bereichernd fand, türmen sich jetzt als Liste mit Aufgaben auf, die ich eigentlich abarbeiten müsste. Und schon habe ich eigentlich keine Lust mehr dazu, obwohl ich eigentlich wieder Spaß an diesen Tätigkeiten haben, wenn ich mich einmal dran setze.

    Perfektionismus

    Natürlich scheitern ToDos auch gerne an meinen hohen Ansprüchen. In meiner Vorstellung sehe ich vor mir, wie etwas auszugehen hat. Und gleichzeitig sehe ich die vielen unterschiedlichen Fehler, die auf dem Weg passieren können. Und auch die Schwierigkeiten und Hürden. Mit diesem inneren Film ist es nicht leicht, überhaupt anzufangen.

    Wie gesagt, natürlich habe ich gerade über diesen Aspekt in meiner Coachingausbildung viel gelernt. Ich habe eine ganze Liste an Glaubenssätzen ans Licht geholt und mit ihnen verhandelt. Ich habe Ziele und Ökologien bearbeitet. Und doch gibt es noch so viel Restperfektionismus, dass ToDo-Listen ein rotes Tuch für mich sind.

    Und zusätzlich sorgt mein Anspruch an mich dafür, dass ich mir immer wieder neue Aufgaben auf den Zettel schreibe und von mir erwarte, sie in einem angemessenen Zeitrahmen und einigermaßen ordentlich zu erledigen.

    In diesem Zusammenhang schätze ich gerne meine Umgebung falsch ein. Natürlich müssen Behördenformulare ausgefüllt werden. Ich sollte das, was ich anderen versprochen habe, auch einhalten.

    Aber ich wundere mich manchmal im Nachhinein, dass die jeweilige Behörde auch nicht hundertprozentige Formulierungen akzeptiert und abheftet. Und dass Menschen gar nicht so extreme Erwartungen stellen, wenn ihnen ein Gefallen getan wird.

    Belohnungen

    Oft lese ich davon, dass Belohnungen für Meilensteine die Motivation steigern. Auch da sagt meine Erfahrung etwas anderes. Wenn ich wirklich nicht motiviert oder blockiert bin, gibt es keine Belohnung dieser Welt, die mich über die Hürde trägt.

    Es kann sogar eher sein, dass ich mir das als Belohnung gedachte Stück Schokolade trotzdem nehme. Ich bin ja ein freier Mensch und mache meine eigenen Regeln. Wer bin ich, dass ich mir etwas vorenthalte, nur weil ich ein ToDo immer noch vor mir schiebe?

    Hinterher lastet dann diese „Belohnung für Nichtleistung“ zusätzlich auf meiner Beziehung zur Aufgabe. Wenn sie überhaupt wirken soll, muss eine Belohnung von außen kommen.

    Oder sie muss wirklich intrinsisch sein. Dabei muss also das Erledigen der Aufgaben auf meinen ToDo-Listen die eigentliche Belohnung sein. Und auch damit bin ich in den meisten Fällen nicht gut gefahren. Die Erleichterung darüber, eine nervige Sache erledigt zu haben war selten so groß, dass sie die Anstrengung gerechtfertigt hätte.

    ToWant-Listen

    Seit dem Blogtoberfest 2023 blogge ich quartalsweise ToWant-Listen. Darauf steht, was ich in den nächsten drei Monaten jeweils erleben will. Ich habe im Laufe der Zeit gelernt, darauf mit Dingen die „zu erledigen“ sind, extrem sparsam zu sein. Ich sehe schon kommen, dass ich mir für das dritte Quartal 25 nur noch attraktive ToWants vornehme, damit diese Liste wirklich nichts mehr mit ToDo-Listen gemeinsam hat.

    Denn das war eine Erfahrung mit den ersten ToWant-Blogposts: ToDos machen sogar ToWants schwierig. Jedenfalls für mich und das werde ich in Zukunft genauer trennen. Das Schöne ist ja, dass dies mein Blog ist, dass es meine ToWant-Listen sind und ich meine eigenen Regeln mache. Und dass ich aus dieser Blogserie so viel über mich gelernt habe.

    Der Wert der Produktivität

    Gehen wir noch einmal an den Anfang zurück: Warum gilt es eigentlich als so wichtig, produktiv zu sein? Diese Frage scheint mir ein bedeutender Baustein in meiner Erfahrung mit ToDo-Listen zu sein.

    Es gibt tatsächlich unvermeidliche Aufgaben: Rechnungen zu schreiben oder bezahlen, Lebensmittel einzukaufen und zuzubereiten, einigermaßen Ordnung zu halten oder ein minimales Level an Gesundheitsvorsorge zu betreiben.

    Es gibt auch eine Menge Dinge, die ich gerne machen möchte: Musik, Malen, Yoga, Gartengestaltung, Aktivismus für meine gesellschaftlichen Werte und ähnliches.

    Und dann gibt es Dinge wie: Vorbildlich gemachtes SEO, adrette Auftritte in den sozialen Medien, alle möglichen Projekte, die von außen beeindruckend und produktiv aussehen. Und bei denen ein Teil von mir weiß, dass sie nicht komplett mir entsprechen und dass ich auch gut ohne sie klar käme.

    Diese Erwartung, produktiv zu sein, sehe ich manchmal klarer und manchmal überhaupt nicht klar. Dann ist sie eine zusätzliche scheinbare Karotte vor meiner Nase, die meinen Blick für meine sowieso schon verworrenen Prioritäten trübt.

    ToDo-Listen als Selbstsabotage

    Oliver Burkeman beschreibt das Phänomen der „Produktivitäts-Schulden“ in seinem Video „Why you’ll never “get on top of everything”“

    “Perfectionism for me has always been a kind of central part of what I’m struggling with. That sense that I’m kind of on the back foot, that I need to put in just a little bit more, maybe a lot more effort and self discipline, find the perfect organizational system, and, like, then then I would finally get into the driving seat of my own life.”

    Oliver Burkeman

    Genauso habe auch ich bisher noch nicht das perfekte Organisationswerkzeug gefunden. Und so langsam gehe ich ziemlich sicher davon aus, dass es nicht existiert und dass wir stattdessen besser beraten wären, unsere Erwartungen und unsere Vorstellungen von Produktivität neu zu justieren.

    Und vielleicht ist es auch nicht überraschend, dass ich nie in meinem Leben erlebt habe, dass wenigstens für einen kurzen Moment meine ToDo-Listen leer gewesen wären. Vielleicht ist das einfach normal.

    Auch Burkeman geht davon aus. Und er sieht einen großen Wert in dieser Erkenntnis, dass die Idee, jemals alles erledigt zu haben nicht nur schwierig, sondern unmöglich ist:

    And in that transition from really difficult to completely impossible, there’s a moment of real kind of relief and relaxation. There’s a sense of a weight being lifted from one’s shoulders.“

    Oliver Burkeman

    Ganz schön Zen für meinen Geschmack. Aber das trifft es auch für mich. Ein Teil von mir ist sehr bereit für diese Erleichterung. Andere Teile meiner Persönlichkeit hadern noch.

    Mach ein Spiel aus deinen ToDos

    Mein Mann weiß inzwischen, dass er diese Formulierung besser lässt. Wenn ich aus dem Abwasch „ein Spiel machen“ soll, findet er an dem Tag gar nicht mehr statt. Und doch gab es bis vor kurzem ein einziges Beispiel, dessen Gamifizierung bei mir exakt die richtigen Knöpfe drückte.

    Duolingo

    Im März 2022 begann ich den Dänischkurs der Duolingo-App. Einfach aus Spaß und weil ich durch den Shutdown viel Zeit hatte. Und heute, am 30. April 2025 blicke ich auf 1130 Tage zurück, in denen ich ohne Unterbrechung Dänisch, Französisch und Klingonisch gelernt habe. In den letzten Monaten kam noch der Musikkurs dazu.

    eine Statistik aus der Sprachenlernapp Duolingo

    Die App wird leider zunehmend merkwürdiger. Einige neue Lektionen und Bilder sind mit Hilfe von KI entstanden, und das fällt unangenehme auf. Trotzdem stört es mich noch nicht ausreichend, um Duolingo den Rücken zu kehren.

    Denn das System aus kleinen Einheiten, ineinander verschachtelten Belohnungssystemen, Questen, Punkten und Challenges, kombiniert mit den Comicfiguren und bunten Farben, holt mich unwiderstehlich ab.

    Wenn ich die Benachrichtigung lese, dass Duo langsam nervös wird, weil der Abend näher rückt und ich noch keine Lektion erledigt habe, dann gibt es keine Option: Dann klicke ich auf den Startknopf, und sei es nur für eine einzige Einheit für ein bis zwei Minuten.

    Vor kurzem verknüpfte ich zum ersten Mal meine ToDo-Misere mit dieser ungewohnten Erfahrung, dass ich etwas nachhaltig lange durchziehen kann. In der S-Bahn sitzend suchte ich spontan nach einer gamifizierten App. Im Nachhinein sollte es mich nicht überraschen, dass es eine ganze Reihe solcher Apps gab, unterschiedlich bunt für unterschiedliche Geschmäcker und Bedürfnisse.

    Und gleich der zweite Versuch war offensichtlich ein Volltreffer 🙂

    Mein neuer Habit Tracker

    Seit dem 11.04.2025 bin ich Mitglied bei Habitica. Diese Habit-Tracker-App (auch im Browser verfügbar) basiert auf einem Rollenspiel. Die Teilnehmenden bekommen einen Avatar, den sie am Leben halten und durch diverse Abenteuer gegen langzähnige „Dust Bunnies“ und durch Wälder mit ablenkenden Mondscherben begleiten.

    Aktueller Avatar 😍

    Worum es geht

    Ich kann eintragen, was ich mir an- oder abgewöhnen will. Darüber hinaus kann ich wiederkehrende sowie einmalig anstehende Tasks auflisten. Wenn ich davon etwas abhake, bekomme ich nach dem Zufallsprinzip mal mehr, mal weniger Gold, Erfahrungspunkte und lustige Dinge wie Dracheneier, Tränke zum Ausbrüten oder Futter für meinen stetig wachsenden Zoo an Haustieren.

    Mit dem Gold kann ich meine Ausrüstung erweitern. Und mit zunehmenden Erfahrungspunkten steige ich in den Levels auf. Inzwischen bin ich in der Klasse der Magier:innen angekommen 🧙‍♀️

    Erste Ergebnisse

    Der Witz an der Sache: Das alles bedeutet für mein reales Leben konkret genau nichts. Aber dass ich mir für meine virtuellen Goldmünzen den Hörnerhelm und die Doppelaxt zulegen konnte, hat dafür gesorgt, dass ich seit Beginn meiner Habitica-Karriere unter anderem folgendes geschafft habe:

    • nicht mehr zu spät im Bett
    • nicht mehr vor dem Einschlafen am Handy gedaddelt
    • WordPress-Update auf TTF
    • Computer-Update auf Ubuntu 24.04.2
    • alle angeschafften Samentütchen in Anzuchttöpfchen verteilt
    • wieder richtig Bücher gelesen
    • bereite mit großen Schritten meinen Notfallordner vor
    • ActivityPub installiert
    • mit der Änderung meiner diversen Passwörter fast fertig

    Und die Liste ist in Wirklichkeit noch viel länger. Ich bin erschüttert, wie viel ich abhaken konnte. Und vor allem: Was für einen Spaß ich dabei hatte! Es war mir fast körperlich unmöglich, mit einer unerledigten Tagesliste ins Bett zu gehen.

    Ich habe einmal probehalber morgens vor dem Aufstehen kurz Doomscrolling betrieben. Das kostete mich zwei Gesundheitspunkte. Und die schmerzten mich dermaßen, dass ich jetzt morgens ohne Doom auskomme.

    Meine inneren Knöpfe

    Offensichtlich gibt es einen großen Anteil meiner Persönlichkeit, der dieses Rollenspiel ernster nimmt als die Realität. Einen lila Panda auszubrüten ist mir wertvoller als einfach nur ein aufgeräumtes Wohnzimmer. Punkte zu verlieren ist schlimmer als jeglicher Ärger mit Behörden bei abgelaufenen Fristen.

    Und auch wenn ich Belohnungsschokolade trotzdem essen würde: Ich käme nicht auf die Idee, den Abhakbutton zu drücken, wenn ich etwas nicht wirklich gemacht hätte. Auch das scheint die vom Rollenspiel begeisterte Instanz in mir sehr ernst und sehr sportlich zu nehmen.

    Das perfekte Werkzeug gibt es nicht. Aber für mich ist Habitica dicht dran. Und vielleicht ist der Ansatz, ein spiel draus zu machen, doch richtig. Nur gilt das bei mir nicht für das ToDo, sondern für die Liste.

    Wie geht es jetzt mit meinen Listen weiter?

    Am Anfang des Jahres beschloss ich, meine vielen und teils sehr alten Listen zusammenzuführen und großzügig zu kürzen. Jetzt sehe ich einem wunderbaren und organischen Schmelzprozess zu. Teils weil ich Projekte umsetze, teils weil ich mich endlich von ihnen verabschiede.

    Für den Mai nehme ich an einer Habitica-Gruppenchallenge teil. Dafür habe ich 31 kleine Haushaltsprojekte wie „Tür zum Arbeitszimmer“ oder „Schlafzimmerfenster“. Der Plan ist, dass Ende Mai unser Haus deutlich glänzender sein wird.

    Langfristig warte ich mit der Skepsis meiner lebenslangen Erfahrung, ob dieses neue System nicht doch den Schub verlieren wird. Aber immerhin kann ich sagen, dass mich in meinen 51 Jahren noch nichts so sehr motiviert hat. Ich drücke mir die Daumen.

    Und dann bin ich gespannt, ob ich ihn irgendwann doch noch erleben werde, diesen kurzen Moment, in dem alle ToDo-Listen leer sind 🙂

    Wie ist deine Erfahrung?

    Führst du ToDo-Listen? Sind sie für dich hilfreich? Oder auch eher Quelle der Frustration und Blockade? Hast du für dich ein motivierendes und zuverlässiges System gefunden? Benutzt du dafür auch elektronische Unterstützung?


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    Fediverse-Reaktionen
  • Projekt52 April 25

    Projekt52 April 25

    So langsam organisiere ich mich effektiver: Drei der Beiträge für das Projekt52 April 25 habe ich schon am 25. April auf Pixelfed gepostet.

    Die Aktion wird angeboten und geleitet durch Frau Mondgras vom Heldenhaushalt. Auf ihrem Blog gibt es immer zum Monatsanfang vier bis fünf Themen und wenn du Lust hast, kannst du immer noch einsteigen.

    Am Ende des Jahres kommen so 52 Beiträge zusammen, das können Photos sein, aber auch Texte oder andere kreative Werke.

    Meine Beiträge zu Projekt52 April 25

    Mein Hobby

    An diesem Thema habe ich lange überlegt, denn so ein richtiges Hobby habe ich zur Zeit gar nicht. Finde ich jedenfalls. Wenn ich mal davon absehen, dass ich mein Hobby Matheaufgabenlösen zum Beruf gemacht habe 😄

    Aber dafür wie auch für das Spazierengehen haben sich mir keine kreativen Gestaltungsideen aufgedrängt. Letzteres betreibe ich tatsächlich täglich, um meine post-COVID-Kondition wieder aufzubauen. Da stand ich zwischen Landschaftsaufnahme und einem Bild von meinen Turnschuhen auf einem Wanderweg. Naja.

    Dann sind es eben doch die Podcasts geworden, ohne die ich das Gehen inzwischen manchmal unzumutbar langweilig finde. Und seit ich die Noise-Cancelling-Kopfhörer habe, bin ich fast nur noch mit Podcast im Ohr unterwegs 🚶‍♀️‍➡️

    Jeden Sonntag

    Jeden Sonntag bereite ich vier Mahlzeiten für die kommende Woche vor. Jedenfalls ist das der Plan 😄 Wenn ich das schaffe, macht es mir das Leben sehr viel leichter, weil ich dann an vier Tagen sehr unkompliziert an ein warmes Gericht komme. Ich sehe das wie einen Liebesbrief an mein zukünftiges Ich.

    Bei der Zusammenstellung halte ich mich an 50% Gemüse, 25% Stärkebeilage und 25% Hülsenfrüchte. Oft ist das Tofu oder Tempeh, aber wenn ich mir richtig Mühe gebe, dann koche ich die Leguminosen echt selbst. So wie hier. Das ist eine bunte Mischung, die es im Bioladen gab 😍

    Leider sah das Ganze in fertig gekocht nicht mehr ganz so farbenfroh aus, war aber trotzdem lecker.

    Im Bad

    Eins der Themen war Im Bad. Mein Badezimmer ist sehr undekoriert und optisch für mich nicht so interessant.

    Allerdings ist dort das Dachfenster, von dem aus ich aktuell jeden Morgen um die gleiche Zeit den Himmel photographiere. Wenn ich es nicht komplett vergesse, beziehungsweise den Handyalarm zur Kenntnis nehme und denke „Ja, gleich gehe ich dann mal ein Bild machen“ und dann dieses Vorhaben innerhalb weniger Sekunden vergesse 🫠

    Ich liebe diese Aussicht auf die Rückseite des Gärtnereigeländes einfach!

    Gegensätze

    Das Thema Gegensätze fand ich auch richtig schwierig. In meinem Leben und in meiner Umgebung fallen mir schon diverse Beispiele dafür auf, aber nichts bot sich so richtig für ein Bild an. Ich war schon kurz davor, das Thema als Zentangle umzusetzen.

    Auf einem Spaziergang sah ich dann mal wieder dieses Hochhaus, das für mich in dieser Landschaft jedesmal überraschend kommt. Der Kreis Pinneberg ist sowohl dicht besiedelt als auch für seine ausgedehnten Baumschulen bekannt. Hier gibt es wildes Grün und dann dazwischen so einen Kasten Zivilisation. Wird nicht langweilig 💚

    Meine bisherigen Beiträge für Projekt52

    Seit Januar habe ich bisher noch kein Thema ausgelassen:

    Wie gesagt, die Bilder teile ich auch regelmäßig auf Pixelfed. Ich freue mich, wenn du mir auch dort folgst oder wenn dich das motiviert, auch von Instagram dorthin zu wechseln 😉

    Und jetzt freue ich mich auf die Themen für Mai 25!

    Fediverse-Reaktionen
  • Story Challenge April 2025 – Futile

    Story Challenge April 2025 – Futile

    My contribution to the deadlinesforwriters short story challenge April 2025. The prompt was „Futile“ and the required word count was 500.

    Bryony’s Garden

    ‘Are you sure you don’t want to come with us?’

    Bryony’s neighbour Patricia leaned over the hedge and wiped the sweat from her brow. She was pink in the face from packing.

    ‘Where would I go? Thanks for the offer, but I am not done with my garden yet. See? These saplings are ready to be planted.’ Bryony gestured to a tray on her garden table.

    Patricia frowned. ‘There is space enough in our car, you know. We can wait a bit for you to get your things.’

    ‘I know. Safe travels, Pat, and let me know when you have arrived!’

    They looked at each other until Pat nodded, turned around and got into her car. Her husband had been staring at them for the last five minutes and started the engine before Pat had a chance to shut her door properly.

    Bryony watched them speed down the otherwise quiet road, a smile on her face. Only when they were nearly at the end of it did she remember to wave.

    She picked up the tray with her left hand. It was full of planting pots sprouting fresh green plants. With her right, Bryony stroked across their leaves, feeling the energy buzzing in them. They all looked so determined to grow and thrive.

    She scanned her garden to choose just the right spots for planting each sapling. Pat had always been a bit jealous of Bryony’s green thumb. On the other side of the hedge there were no flower beds, only lawn and a neatly paved area. Bryony remembered sitting under the sunshade, a glass of cold lemonade in her hand, chatting with Pat about nothing of consequence.

    Bryony’s own plot had always been overflowing with fruit trees, flowers, bushes and early vegetables this time of year. The climbers usually would have made some strides up the fence already. The greenhouse would be ready to protect another year’s batch of tomatoes. Well, maybe not this year.

    With a sigh, she took in the state of the smallest apple tree. It had managed to blossom, but its leaves were small and brown at the edges.

    She shook her head, knelt down and dug a hole for each sapling, deep enough to add some compost first, brown, crumbly and rich.

    When she checked the rain barrel, there was just enough water left in there to give the new flower bed inhabitants a much needed shower. She managed two rounds back and forth with her watering can, but the roses and fruit trees would have to go without today.

    Hands on her hips, she observed her work. Then she took out her phone, and with a carefully neutral face, she scrolled down the news. The fires would be here tomorrow. She closed her eyes for a few long seconds.

    Bryony stuffed her smartphone back into her apron pocket and sat down on the ground. Once settled, she leaned back on her arms and let her eyes drink in the beauty of her garden.



    Like my contribution to the story challenge April 2025? On my blog you can find and read more of my stories!

  • Perspektiven auf Zuversicht

    Perspektiven auf Zuversicht

    Die Zusammenfassung meiner Blogparade

    Am 27. Februar startete ich meine erste eigene Blogparade. Dadurch habe verschiedene Perspektiven auf Zuversicht kennengelernt. Nur eine davon war meine 😉 Diese Resonanz hat mich wirklich gefreut, mir viele Denkanstöße gegeben und mich in meiner Zuversicht bestärkt.

    1. Bruno Schelig

    Bruno war der Erste, der seine Sicht auf das Thema präsentiert hat. Zu meiner Begeisterung hat er das in Form eines Real-Talk-Videos gemacht.

    Er zieht seine Zuversicht aus sich selbst. Aus dem, was er schon erreicht hat, und daraus, dass er für seine Pläne konkrete und realistische Schritte vor sich sieht. Es sieht vor allem auch alle seine Projekte miteinander verkettet und ineinander greifend.

    Dieses Zoomen aus der kleinen Aktivität an einer Stelle hinaus zu einem gelassenen Blick auf das große System seiner Onlinetätigkeit fand ich beeindruckend und inspirierend.

    Und auch das, was nicht wie geplant funktioniert hat, bringt Bruno auf seinem Weg weiter. Nicht alles, was auf den ersten Blick als Rückschlag erscheint, macht unseren Weg unmöglich. Manches ist einfach eine Gelegenheit zum Neusortieren, zum Anpassen der Pläne und Vorstellungen.

    „Vielleicht bin ich doch eine Marke, denn ich, meine Persönlichkeit, meine Authentizität, vielleicht auch meine Sympathie, die ich erwecke […], das ist das Zeichen meiner Marke“

    Bruno Schelig

    Er ruht in sich selbst und vertraut auf seinen inneren Kern und seine äußere Aktivität. So haben wir es leichter Zuversicht zu finden, als wenn wir danach gucken, was andere so machen und uns nach einem Maßstab außerhalb ausrichten.

    2. Katja von Nachtlan.de

    Als Zweite hat Katja geantwortet. Statt angesichts der Weltlage in Zynismus abzugleiten oder sich mit der Bubble gegenseitig zu bestätigen, wie schlimm es ist, lässt sie sich vom Vorbild starker Frauen inspirieren.

    „…bei vielen dieser Frauen entdecke ich einen Lebensmut, der sie auch durch dunkle Zeiten trägt. Die Bereitschaft, das Leben anzunehmen mit allen Schmerzen, die es mit sich bringt, und dabei nicht die Freude an den schönen Dingen zu verlieren.“

    Katja

    So unterschiedlich die Philosophinnen und Schriftstellerinnen sind, von denen Katja liest: Sie haben auch in dunklen Zeiten nicht ihren Lebensmut verloren. Und zwar haben sie dafür nicht die Umstände schön geredet. Aber sie haben ihre Prioritäten und ihre Perspektiven auf Zuversicht so ausgerichtet, dass Unwesentliches sie nicht von dem abgelenkt hat, was das Leben lebenswert macht.

    Vieles, was heutzutage durch die Nachrichten geht, sind ja eigentlich Ablenkmanöver. Wenn autoritäre Regime die Medienkanäle mit emotionalisierenden Erzählungen fluten wie mit einem Horror-Wasserwerfer, damit die Menschen möglichst wenig handlungsfähig sind, sollten wir ihnen diesen Gefallen nicht tun.

    3. Roswitha Böhm

    Rosi von Gedankenteiler.de hat ein wunderbares Bild entworfen. Sie schreibt, dass sie bei Zuversicht an einen Garten denkt: Ihre Gedanken sind die Samen, das Wasser ist Selbstfürsorge, positive Erfahrungen und Mitmenschen sind die Sonne und Zweifel und Ängste sind immer wiederkehrendes Unkraut.

    In diesem Bild ist sehr viel Platz für Selbstwirksamkeit. Wir entscheiden, wie wir uns um uns selbst kümmern und viel viel Platz wir den Zweifeln einräumen.

    „Ich glaube fest daran, dass Zuversicht der Schlüssel zu einem selbstbestimmten Leben ist. Sie bedeutet nicht, blind optimistisch zu sein oder Probleme zu ignorieren – sondern darauf zu vertrauen, dass ich Lösungen finde, wenn es nötig ist.

    Und wenn ich mal wieder Zweifel habe? Dann stelle ich mir meinen Zuversichtsgarten vor – und sorge dafür, dass er genug Wasser, Sonne und Pflege bekommt.“


    Rosi

    Dieses Bild berührt mich sehr. Es ist so einfach und anschaulich wie kraftvoll und wirksam. Und ich werde mir in Zukunft meinen eigenen mentalen Zuversichtsgarten einrichten 🙂

    4. Lydia G. Gajewsky

    Auch Lydia bezieht ihre Inpisration aus der Natur. Allerdings aus der direkten Anschauung. Und zwar hat sie in ihrem ganz realen Garten einen Zaunkönig beobachtet, der eine Auswahl an Nistmöglichkeiten vorbereitete, mit der er dann seine Auserwählte überzeugen wollte. Alleine dieser Einstieg ist so herzallerliebst 🙂

    Und doch ist die Natur nicht wie im Disneyfilm. Stattdessen greift angesichts der Vergänglichkeit trotzdem alles mit einer nicht zu bändigenden Zuversicht ineinander.

    „Meine Inspiration und mein Vorbild ist die Natur. Die Erfahrung, dass es immer wieder weitergeht zeigen mir die Vorbilder rund um mich herum.“

    Lydia

    Ein zweiter Aspekt an Lydias Beitrag hat mich auf einer anderen Ebene abgeholt. Sie hat im Wiktionary die Begriffsdefinition nachgeschlagen. Und beschreibt ihre Begeisterung an den Wortbestandteilen Zu und Sicht, die andeuten, dass wir mit der Zuversicht in die Zukunft sehen. Und dann mit der „Zauberkraft des Trotzdem“ ans Bergeversetzen gehen können.

    Meine eigene Perspektive auf Zuversicht

    Für mich lebt die Zuversicht in der Grenzregion zwischen Verzweiflung und Verdrängung. Gerade weil wir in guten Zeiten nicht auf sie angewiesen sind, geht es viel um Widersprüchlichkeit, für mich persönlich ein herausforderndes Thema. Allerdings auch eins, das sich lohnt.

    „Wie der friedfertige Krieger in sich selbst ruht, weiß eine zuversichtliche Person, dass sie vorbereitet ist.“

    Angela

    Fazit

    In manchen Punkten ähneln sich die Beiträge: Es geht um den Wechsel vom großen Bild zum Detail und zurück. Um das Ineinandergreifen von Einzelteilen. Wenn das möglichst effektiv und reibungslos läuft, ist schon viel geschafft.

    Ein großer Teil der Zuversicht hat auch mit Vertrauen zu tun. Und zwar sowohl auf mich selbst und meine Selbstwirksamkeit als auch auf die Sonne, die Natur und die Mitmenschen.

    Was ich auch in allen diesen Perspektiven auf Zuversicht sehe: Den Umgang mit Widersprüchen, das Lernen aus scheinbaren Misserfolgen, das große Trotzdem, das Annehmen von dunklen Zeiten und den ausgewogenen Umgang mit Ängsten.

    An dieser Stelle verweise ich auch noch auf Gabi Kremeskötter. Mit ihrem Fragengedicht zum Frieden hat sie auf ihre Weise auch einen Beitrag zu dieser Blogparade geschrieben 🙂

    Zuversicht ist nicht einfach das Hoffen, das alles schon gut wird. Sondern die immer neue Suche nach dem Gleichgewicht, die uns hilft, trotz der Umstände Lösungen zu finden.

    Was meinst du?

    Was ziehst du aus den verschiedenen Beiträgen zu meiner Blogparade?

    Hast du noch eine ganz andere Sicht auf das Thema?

    Welches Bild und welche Inspiration hilft dir, zuversichtlich zu bleiben?

  • Story Challenge March 2025 – Contract

    Story Challenge March 2025 – Contract

    My contribution to the deadlinesforwriters short story challenge March 2025. The prompt was „Contract“ and the required word count was 2500. Cover photo by Jarl Schmidt on Unsplash.

    Fair Price

    Ron woke up with the headache from hell. Yesterday they had celebrated Dario’s first conclusion of a deal. With some clients, the payment made the higher-ups really happy, so their boss had even given the team the afternoon off.

    On this particular morning it was a blessing to live on the basement level. No windows meant less pesky sunlight adding to this giant hangover. Still, Ron had to get up and ready for another day in the office. He nibbled on a dry slice of toast and flushed it down with some herbal tea.

    Before he left his flat, he pulled up the hood of his sweatshirt and pushed the sunglasses up his nose. Ron was glad for people not commenting on other commuters on the underground. He liked traveling through these dark tunnels; it made him feel like being summoned through the earth. It also beat idling in his car during rush hour.

    At the entrance to the multi-company building, he pulled down his hood and smoothed out his hair. The receptionist told him with a grin that Dario had made the wise choice to call in sick for the day.

    Ron himself had a full day of checking up on clients ahead of him. For some reason he had been assigned to the show business section. On the one hand that meant colourful requests, on the other hand, these people could turn a bit dramatic from one moment to the next. In any case, he was a bit apprehensive of his own first collection.

    He took the lift down to his basement office. As he waved his hand in front of it, the wooden door opened with a satisfying click. He removed the sunglasses and placed them on their spot on the desk. A fresh stack of parchments waited for him. In these modern times, a lot of their work was prepared and filed digitally, but the bosses still wanted to see signatures on the dotted line. Ron didn’t even have his own company email address yet.

    In a way he was jealous of Dario. Not because of the praise and attention or the raise that was coming his way. It was because Dario had passed the test and proven his worth. On top of an email address, he was going to get access to the exclusive business transport system. As soothing as the swish of the underground train was, this kind of commute had its own intrigue.

    Ron sat down and scanned the new requests. A young actor hoping for her breakthrough, an aging screenwriter worried about dwindling demand, a dancer tired of training against her body’s capabilities. A few others, all of them desperate for his services.

    He checked their addresses on the map. Four of them lived within a small enough radius to bundle them together. He called the operator to have her arrange the appointments, ideally today.

    Ron could almost hear her rolling her eyes at the other end of the line.

    “It’s high time you got your first conclusion. I still don’t see why they need you to go through it before they trust you enough to make your own appointments. Nevermind, I’ll let you know.”

    “Thanks, Elatha. Let’s all hope that it happens soon and that I’ll pass, and then I’ll be out of your hair.”

    “I never said I didn’t like you in my hair, Ron,” she teased.

    He squirmed, but very quietly. It wasn’t a good idea to get on the wrong side of the operators, personal email or not.

    “One thing’s for sure, I am not going to drink as much for my own party!”

    “Oh, that’s just your headache talking. Would you like me to get you some painkiller?”

    “No, thank you, I’ll be fine, as long as you sort out my appointments. It may even help me get in the proper mood.”

    “As you wish, Ron!” she sing-songed and hung up.

    He held back his sigh until he was sure they were disconnected. You never knew.

    Ron opened the cabinet drawer with his running cases. He remembered how nervous he had been to meet his first client, even though the case had been straightforward. An author aged 51, out of ideas and under pressure from her manager. He had empathised with her from the beginning. There were few things worse than someone breathing down your neck like that.

    They had set up an agreement for Ron supporting her through her next novel. She had laughed at the mention of his price. Like she hadn’t taken it all seriously. Actually, he had found her giggles charming. But what had really mattered was that she had signed. Now he expected her latest book to come out any day and made a mental note to check the bookstore near the station later. Once he was done with his probationary period, he would be updated on the progress of his deals automatically. He couldn’t wait.

    When he heard a commotion in the hallway, he went and opened his door to see Kieran, another novice colleague, stomping towards him with a big cardboard box in his arms.

    Kieran shouted over his shoulder, “And good luck getting a signature out of that one! I am out of this circus!”

    When Kieran noticed his audience, he slowed down and said in a much friendlier tone, “Hi Ron! You remember when I said that politicians are not my thing? They really aren’t. Today was the last straw.”

    “So what are you going to do instead? Not many other job opportunities around.”

    “Dunno. Maybe I’ll start my own freelance agency like we used to talk about. It’s not like I need a license. Or anyone’s blessing.”

    Ron gave his friend a pat on the shoulder. The thought of their own little business, Dario, Kieran, and him, made him a little nostalgic.

    “You know me, Kieran. Malphas might be a giant nuisance, but all the accounting and the insurance stuff is to me what politicians are to you.”

    “Whatever you say, Ronwe. You know, sometimes I wonder if this is really all there is we can be. Maybe I could be good at something completely different, like gardening? Or pottery?”

    Ron laughed, not in a mean way.

    “You wonder too much, always have! Take some time off and then let me know once you start your freelancing!”

    They nodded at each other, then Kieran trudged on towards the lift and Ron went back to his parchments. The light on his office phone told him that he had news.

    Elatha’s voice-message said, “I managed to fix four assignments for you. First one is due in 20 minutes. Pick up the schedule on your way out!”

    Ron grabbed the tool case and left his office.

    First on the list was the dancer. She opened almost as soon as he rang at her door and steered him inside, looking up and down the street.

    “Thank you for coming here so soon! A friend recommended you, and I really am so tired, I just…”

    Ron waved a hand.

    “No worries, I am here to help. But first of all, could you draw the curtains? And could you confirm your name?”

    “May, my name’s May,” she answered breathlessly as she complied.

    With the light dimmed, Ron took off his hood and sunglasses. He was impressed by how she flinched only very little. Most people managed to look past the eyes but found his horns unsettling. Even though it was all laid out clearly in the brochure. This case promised to lead to smooth negotiations.

    “So May, what is it that you want exactly?”

    It took May a long moment to answer.

    “I want to be noticed. All those years of training, and they never see me! They never choose me for a leading role!”

    Ron felt for her. Who wouldn’t want to be seen for all the hard work they did?

    What he said was, “We can certainly help you there. Did your friend also tell you what it would cost you?”

    “Yeah! Yes, she did. You know, I have tried mental coaches, all the nutrition fads out there, several body trainers, everything shy of surgery! Ballet is my life! It’s what I was made for!”

    Ron held up both hands saying, “Wow, okay! You have me convinced! That’s the kind of energy we are looking for to be able to support you. Have you already made the preparations?”

    “Well, I am not sure I did everything right, but I cleared out a basement room.”

    “Perfect! Then let’s not waste any more time!”

    May led the way downstairs. She had really put some effort into it all: There were candles flickering in the corners, the sigils chalked accurately onto the concrete, and an ornate wine glass in the centre of the room.

    “Well done, May, I love the choice of goblet! Are you sure your calling is not more in the direction of interior design or clergy? Oh, don’t mind me! I am sure you are going to be a fantastic prima ballerina!”

    He set down his case and, among other props, took a dagger from it. At May’s alarmed look, he winked at her.

    “Don’t worry, nothing is going to hurt you today. But tradition is tradition. Please be seated in the centre and hold the goblet for me.”

    Again, May did as she had been told. Ron paced around her in seven flawless anti-clockwise circles, mumbling under his breath. This bit of the ritual was mostly decorative to get the client into a solemn mood. The elaborate gestures he made with the dagger were not necessary either, strictly speaking. Some of his colleagues even did without the candles. But Ron liked the overall old-timey atmosphere. It also seemed to relax May as well as excite her.

    Eventually he pointed the blade at her and asked, “Are you willing to exchange your soul for that which you desire me to give you?”

    This part was absolutely indispensable. Ron held his breath.

    “Yes, I am. I promise to surrender my eternal soul, if you give me what I want in return!”

    Ron was fascinated by the firmness in her voice as well as the impeccable delivery of the formula. She was going to be very happy with the strength of the changes. Until payday came around, obviously.

    He exclaimed, “Then it is done!”

    In a puff of smoke, the wine glass filled with ruby red ink, and Ron handed May a quill. It looked ancient, except for its modern metal nib.

    With a last flourish, he produced the parchment bearing her name, which he had taken from his desk earlier. He indicated the little neon yellow arrows he had stuck on it in three different places.

    “Please sign here and initial here and here! Thank you so much for doing business with us! You can expect to see improvements within days at most. Once our side of the deal is fully done, I will return to collect what you owe us.”

    When May had finished signing and Ron had stored the dagger, quill, and parchment, she looked at him, her head tilted.

    “What if someone doesn’t even believe in souls? Would all this work anyway?” She gestured around the room.

    “Oh, don’t even say that! Why would you even think that?”

    And here Ron had thought this was going to be an easy deal.

    “No reason,” May hastened to say.

    At the door, Ron waved at her, sunglasses and hood firmly replaced. Within a few hours her memories would fade enough for her to stop thinking about her soul. Kieran had regularly worried what would happen to them afterwards. But the way Ron saw it, it was only fair recompensation for services rendered generously. It was not his fault that most of them were somewhat desperate. It really wasn’t.

    The bookshop window featured large stacks of a certain bestselling novel, so Ron called Elatha to let her know he was going to change plans and collect. The excitement added a bounce to his step on the way to his big moment.

    At first, the author did not seem to recognise him, so he reintroduced himself.

    “Ronwe. We’ve met, and I am here to receive payment as agreed.”

    Her face sank as she whispered, “Oh, it’s you! You’re real?”

    “As real as your debt towards us.”

    “It wasn’t a dream? But I don’t even believe in souls! Or magic! And it turned out I didn’t need you! I came up with a story all by myself!”

    Ron pinched the bridge of his nose. He wasn’t sure how he had expected his first collection to go, but this wasn’t it. He questioned the wisdom behind blurring their clients’ memories.

    “No, it wasn’t a dream. And no, the idea was not yours, it was sent by us as promised. Can I come in? Please?”

    “Yes, sure, I’m sorry!”

    She took him to her living room and gestured for him to sit on the sofa. He declined the tea she offered and pulled her parchment from his tool case.

    “I need you to place your hand on your signature,” he told her.

    “Oh!”

    The tears were a surprise. As was his reaction to them. Things had suddenly become real, and his stomach clenched up.

    “I beg you, isn’t there anything else I can give you? Can’t you give me more time?”

    With a quiver in his voice he replied, “But you agreed! You knew the price, and you signed anyway! You should have been ready!”

    She pressed her hands together as if in prayer and pleaded, “Please, just one more month, so I can prepare myself! Please!”

    Ron felt the parchment rustle in his hands. He let his head fall back, eyes closed.

    “Alright. But just one month! I will return. And there will be no more delay!”

    The odd noise the author made caused him to open his eyes again. In her stead he saw his boss jumping up from the suddenly more than incongruous armchair.

    “Ronwe of Thrax, I had such high hopes, but you failed the test! What a pitiful performance, giving in to tears like that! You do know the punishment for failing: With this, I extract your essence!”

    As his boss pointed his bare hands towards him in a simple gesture, Ron tried to cover his horns with his arms, but it was too late. They were gone.

    “No, please! What am I supposed to do, Malphas? I don’t know how to be a human being!”

    Malphas looked down his long nose at Ron.

    “You should have known that before and prepared yourself. But never let it be said that I am not always open to cooperation. If at some point you find yourself in need of support, do not hesitate to give us a call.”

    Malphas handed something to Ron before he disappeared in an impressive burst of flames.

    In his hand, Ron held a slightly singed but familiar leaflet.



    Like my contribution to the story challenge March 2025? On my blog you can find and read more of my stories!

  • Story Challenge February 2025 – Charge

    Story Challenge February 2025 – Charge

    My contribution to the deadlinesforwriters short story challenge February 2025. The prompt was „Charge“ and the required word count was 1250. Cover photo by Tingey Injury Law Firm on Unsplash.

    Guilty as Charged

    Kel took pride in his job. He enjoyed providing safety and justice to the people. Kel often wished for less violence in the world. On the other hand, he had to admit that others breaking the law gave him purpose. Whenever he spent too much mental energy on this conundrum, he ended up rearranging the utensils on his desk. Today was especially busy and his workspace spotless, apart from a stack of forms in the inbox tray.

    His manager had recently rewarded Kel with a new office. She had praised him for being so reliable and exemplary with his work. Kel wouldn’t have minded a promotion with higher wages. Then again, that would have meant a different role with different assignments. All things considered, he preferred to have a more spacious room, a new wooden desk and this seriously comfy swivel chair.

    His task was mainly processing defendants. Ten minutes ago, he had delivered another group of them to the courtroom. Trials usually took an hour, but this morning the judge seemed to be in some kind of hurry. Kel expected to have to pick them up soon. Depending on the verdict, he would stamp their documents and lead them to the exit. Or he would escort them to the room of assembly.

    Anyone found guilty would face work in the padonium mines. Most of them would be let go after a year or two and as far as Kel knew, extracting the ore was hard and dirty work, but not exactly a health risk. A valuable lesson, a deterrent, and also important for meeting the general padonium demand.

    Either way, any person going through the process meant paperwork. In general, he quite liked filling in forms and filing them. But right now, documents were piling up on his desk faster than he could work through them properly. Kel felt tension creep up into his neck, so he decided to looked at the swaying trees outside his window for a breather.

    A knock on the door brought Kel back into his whitewashed office. Before he could answer, Yat walked in, his uniform spick and span, his boots shiny.

    “Ready for the extra shift this afternoon, Kel?” he asked as he sat down on a corner of the desk.

    Kel stared at Yat’s boot connecting with the desk leg and took a deep breath before answering:

    “About that: What is going on? We’ve had so many cases this morning already, I don’t know how to get rid of the paper backlog as it is. And so many guilty verdicts that the room of assembly is getting crowded.”

    “I keep telling you, you need to follow the news more. The new Primus has issued a couple new decrees. Honestly, if you hadn’t moved into this room with an outside view, you wouldn’t know which season it was!”

    Kel scratched his tight neck muscles.

    “We have a new Primus? Since when?”

    Yat shook his head.

    “Since the election last week? If you ask me, it was about time someone took over with a mind to straighten things out. Now we need to clamp down on the unrest.”

    Kel didn’t have the heart to tell his colleague he hadn’t heard about any unrest, either. Not for the first time, he wished for society to get a grip and stop changing the rules again and again.

    “Was there anything you needed, Yat? As you can see, I am already behind and -”

    Kel was startled by the bell ringing so early. He rolled his eyes, rose from his chair, and pushed Yat off the desk. Luckily, he had prepared his clipboard and placed it by the door, so he could just hurry off towards the courtroom. On the way, he checked his pad for the verdict.

    Guilty. Oh, well.

    They had looked so harmless. But obviously, with some people you just couldn’t tell.

    As Kel jogged along the well-lit corridors, his rubber soles made squeaking noises he wished they didn’t. He arrived just in time to take the prisoners from the court officers’ hands.

    Usually, his charges struggled against their cuffs and ankle bracelets. This group threw him defiant looks, but were otherwise weirdly quiet. Kel touched a button on his pad. Now they would receive a mild shock via the cuffs, should they misbehave. Better safe than sorry, he thought. Also, it was common procedure.

    One of the prisoners spoke up anyway:

    “You must be really proud of yourself! Just because you control all the buttons gives you the power to send us to the mines! Remember: You never know when it’ll be your turn!”

    Kel was too stunned to order the prisoner to be quiet.

    “Why should it be my turn? I never break the law!”

    “Laws can change! Obviously!”

    Kel had had enough. He barked at the prisoner to shut up and gave him a shock for good measure.

    The assembly guards had opened up a second room for keeping their freshly assigned miners, because they had run out of space. Kel was happy to be rid of this lot and agreed with the guards that the transport coaches better turn up soon.

    The group he picked up next looked similarly mutinous. And for some reason just as unlikely to commit robbery or murder. Who knew what had made them do whatever they had done to get arrested?

    After handing them over to the court officers, Kel went back to his swivel chair. His clip board was full of fresh paperwork, and he didn’t feel up to doing any stamping or filing at the moment. For the first time in years, he opened one of the forms, leaned back and started reading.

    From the image stapled to the front page, he realised this was about the prisoner he had had to zap earlier. There was nothing interesting in the personal data section, just a very ordinary person with a very ordinary life prior to this morning.

    What made Kel sit up straight was what this person had been accused of. It didn’t make any sense. He swivelled around and looked at the trees outside. Their brown foliage reminded him of something Yat had said to him. Kel looked at his pad. Even with the fast pace of today, he had some time until the next bell. He grabbed the form and rushed over to Yat’s office.

    “Hey, what was it you said about clamping down? Since when do we sentence people to the mines for unrest?”

    “That’s what I tried to tell you, Kel: The new Primus is not having these traitors running around and stirring up trouble anymore like the last one. You should have seen it, just five minutes ago the entire bunch taken away! The admins had to organize four extra coaches, it was glorious! And the room of assembly is filling again as we speak!”

    “But Yat, we’re here to keep the world safe from violence, not from annoying protestors! Wait, what did you say? They took these people away to the mines? They’re gone?”

    Yat shook his head.

    “You’ll come around to my point of view, Kel. Hopefully.”

    The portable bell on Kel’s pad rang. His heart sank when he looked at the verdict.

    Guilty. All of them.

    There was no point in delaying it, so he trudged to the courtroom. He accepted the stack of papers from the court officers and led his charges towards his office, where he would have to take a serious decision.



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  • Story Challenge January 2025 – Found

    Story Challenge January 2025 – Found

    My contribution to the deadlinesforwriters short story challenge January 2025. The prompt was „Found“ and the required word count was 1200. Cover photo by Pierre Bamin on Unsplash.

    Puzzle

    Jen had always loved jigsaw puzzles. They gave her brain a happy tingling, even though she hadn’t done any in ages. This new one had come with a card.

    Happy birthday, Sis, my house is always open for you! Love, Cass”

    She knew she’d have to start preparing lunch soon, and the laundry basket kept giving her reproachful looks. But she just had to sneak the box open. The image was custom-made and based on a photograph of Cass and herself, their matching smiles so young and unshakeable. Jen remembered that particular summer Sunday afternoon at the beach.

    She rummaged through the pieces, hunting for the corners. With a guilty glance at the laundry, she placed them on the living room table. Soon, she had assembled the top border, all blue sky with the odd seagull wing poking up.

    “Jennifer! When’s lunch? I’m starving!”

    Robert’s voice shook her focus away from the puzzle. She could hear his steps coming downstairs.

    “I was just going to start, sorry! Do you think I can leave this on the table for the time being?”

    Robert frowned.

    “Your sister and her ideas again! Good thing we agreed to not have her come around as often. By the way, I can’t find any clean socks, don’t you think you should do the laundry soon?”

    Jen got up from the couch.

    “Sorry, I’ll go sort lunch. Maybe you could peel some potatoes?”

    “Hm.”

    They had been married for almost ten years now. Jen admired Robert’s focus on his work. Even on Sundays, he spent hours in his study doing calculations and writing articles. Initially, she had enrolled at university to study architecture. But as it turned out, they couldn’t afford to both attend uni, and he had been so gifted. They had agreed that Jen would work to earn their living.

    While she was peeling the potatoes, she thought about how they had met. It had been soon after the day pictured in her puzzle. She had been instantly smitten with his smile and the way he had had his life all planned out. Cass hadn’t been able to see the attraction, even after the wedding. What Jen thought was strength of character, Cassie called narrow-mindedness. It was a pity that she never saw how brilliant Robert was at his job, how funny.

    Ugh. Jen hated getting starchy potato juice all over her hands. She was glad when the last of them splashed into the salt water. They would take twenty minutes, as would the roasted vegetables. She decided to return to her puzzle for now. The laundry could wait.

    The box stood on the other end of the table now. Maybe she was getting old? Shaking her head, she picked some more border pieces. There was grass on the bottom of the image, sand and pebbles to the sides. Jen felt her surroundings staring to fade away, so she set the alarm on her smartphone so she wouldn’t forget the potatoes.

    Shortly after, the border was complete. It framed the empty rectangle in the middle, ready to accept more connections, to turn the bits and pieces into colourful memories. The two of them had been wearing almost identical summer dresses that day. Cassie’s had been pink and Jen’s purple. These days, most of her clothes were green or blue for some reason. Back then, purple had been her favourite colour. People changed, didn’t they?

    With the outside structure done, she scooped out another handful randomly. One of the pieces caught her eye: It showed two hands clasped together. Or at least parts of them. Cass obviously had remembered Jen’s preference for more intricate puzzles.

    She went digging in the box for more bits showing her and her sisters’ hands, but couldn’t find any before the alarm buzzed.

    “Jennifer? Are you done with the food?”

    She jumped to her feet, wondering not for the first time what this new article was about. Sometimes Robert talked to her about his research, and it sounded fascinating. Still, he might take a break every other Sunday or so. Her job was stressful too, and still she found the time to care for their home.

    During their meal, Robert and Jennifer talked about Cassandra and how she had been the one to break off contact. Strange, considering the fact that she had remembered Jennifer’s birthday and even sent a gift. But apparently her dislike for Robert was so strong that it was for the best to stay apart.

    Afterwards, Jen rushed back into the living room. She was determined to find the missing hand pieces first and start working from there. Eventually, contrary to her usual custom, she even upended the entire box. No luck. She shrugged and swept the loose pieces up into a neat pile. It was probably a question of too many tiny bits, and she would find their hands sooner or later. Also, she was obviously out of practice.

    Gradually, the image grew in front of her. Seagull bodies connected to white wings, children splashed in the waves and on there was even that scoop of ice cream on the ground the little boy had been crying about. The more clearly Jen relived her memories, the more the cardboard pile melted away. Soon there were only five pieces left, only the puzzle was missing twenty.

    Jen shook the box. Nothing.

    She added the last pieces to find chunks of Cassie missing. Jen only recognised the faint sound in her ears as her heartbeat when it grew loud enough.

    “Robert?”

    On her way to his study, she saw a flash of colour on the ground next to the shoe cupboard. Nine more pieces, none of them showing Cassie’s face. She picked them up, took the stairs, knocked at his door and waited for him to open it.

    “What is it?”

    “Do you have any idea how these could have ended up at the front door?”

    “What do I have to do with anything? You were the one spreading chaos all over the living room, Jennifer.”

    “It’s just, … I haven’t been close to that part of the hallway.”

    The drumming increased.

    “Maybe if you did the laundry, that would help you clear your head enough to remember where you put your things. I really have to get back to my calculations now.”

    The door snapped shut. She took a breath.

    Jen returned to the puzzle and added the pieces from the hallway. There was a hole where her sister’s face should have been. Her fingers traced the image and when they got caught in the gap, a hungry pain spread beneath her lower ribs.

    Jen wiped her eyes and decided to bake herself a cake after all.

    With the tin in the oven, she threw empty bags into the rubbish. It was close to overflowing, so she pulled up the bag and took it outside.

    And there they were, in the dustbin: Six skin coloured puzzle pieces, the familiar grin, the boisterous curls.

    Jen rescued them from the grime and carried them inside. With the puzzle nearly finished, they found their way home as if by themselves until with a dry crunch the last piece clicked into place.



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  • Mathe Abi Vorbereitung

    Mathe Abi Vorbereitung

    Viele Schüler:innen sind jetzt auf der Zielgeraden. Aber was ist wirklich sinnvoll und wichtig bei der Mathe Abi Vorbereitung? Dafür teile ich heute mit dir die Erkennntnisse, die ich in meinem täglichen Unterricht über die Jahre gesammelt habe.

    Sieh diesen Artikel als eine Checkliste für dich, damit du überprüfen kannst, wo du stehst und was dir vielleicht noch fehlt.

    Meine Tipps zur Mathe Abi Vorbereitung

    Alles außer Mathe

    Am Tag des Mathe-Abis soll dein Gehirn möglichst unbelastet abliefern. Dafür ist es sinnvoll, alle Umstände vorher genau zu klären. Die folgenden Punkte klingen eventuell etwas lustig, aber ich habe schon Menschen erlebt, die fünf Minuten vorher realisierten, dass sie gleich eine Uniklausur schreiben sollten 😉

    • Datum, Raumnummer und Uhrzeit
    • Welche Teile umfasst die Klausur? In welcher Reihenfolge?
    • Wie viel Zeit habe ich für jeden Teil?
    • Wie viele Teile davon muss ich nicht bearbeiten?
    • Was darf ich mitbringen?
    • Wie ist die Punktevergabe bei Folgefehlern?
    • Wie ausführlich soll der Rechenweg dargestellt werden?
    • Welche Fragen brennen mir noch unter den Nägeln?

    Je genauer und frühzeitiger du das alles geklärt hast, desto besser. Wenn du dein Gehirn entlasten möchtest, schreibe alle Informationen auf ein Blatt und lege es auf deinen Schreibtisch.

    Themenliste durchgehen

    Bundesweit gibt es diese drei Themenbereiche

    • Analysis
    • Stochastik
    • Analytische Geometrie und lineare Algebra

    Analytische Geometrie und lineare Algebra werden „im Volksmund“ so oft „Vektorrechung“ genannt, dass ich diesen Begriff auf meinem Blog auch verwende 😉

    Das Institut zur Qualitätsentwicklung im Bildungswesen schreibt die Aufgaben, auf denen die Abiturklausuren bestehen. Dieses IQB bietet ein Dokument an, in dem steht, was von dir erwartet wird. Ich habe diese eher allgemein gehaltenen Punkte hier mit mehr Details aufgelistet:

    Klick für meine Themencheckliste

    Grundsätzliches

    • Strecke : Zeit = Geschwindigkeit
    • Σals Zeichen für eine Summe
    • Verständnis von Grenzwerten
    • Gleichungen der Sorte x4 + 2x² – 8 = 0 lösen
    • Ungleichungen
    • lineare Gleichungssysteme
    • Rechne mit Kombinationen der drei Oberthemen, zum Beispiel einer quadratischen Gleichung als eine Koordinate eines Punktes in der Vektorrechnung!

    Analysis

    • Funktionstypen
      • e-Funktionen und allgemeine einfache Exponentialfunktionen wie
        f(x) = 3 · 2x-3 + 1
      • ganzrationale Funktionen
      • einfache gebrochen-rationale Funktionen
      • einfache Wurzelfunktionen
      • einfache natürliche Logarithmusfunktionen wie
        f(x) = ln(x+2) – 3
      • Sinus und Kosinus
      • Verschiebung rechts-links sowie hoch-runter
      • Stauchung und Streckung
      • Spiegelung an x- oder y-Achse
    • Wissen über diese Funktionstypen
      • Aussehen
      • Nullstellen (Satz vom Nullprodukt, pq-Formel,
      • Definitionsbereich
      • Wertebereich
      • Umformungen in Gleichungen ☞ Umkehrfunktionen
      • Graph der Umkehrfunktion als Spiegelung des Graphen der Funktion an der Geraden y = x
    • Kurvendiskussion
      • Ableitungsregeln
      • momentane und durchschnittliche Steigung
      • Extrempunkte
      • Wendepunkte
      • Sattelpunkte
      • Krümmungsverhalten
      • Monotonie
      • Funktionen skizzieren
      • Funktionen verschiedenen Graphen zuordnen
      • Tangentengleichungen
      • Schnittpunkte
      • Schnittwinkel
      • Verständnis für das Aussehen von f(x), f'(x) und f“(x)
      • graphisches Ableiten (Tangente einzeichnen)
      • Steigungswinkel ☞ tan(α) = f'(x)
      • Integrale berechnen
      • Mittelwert aus dem Integral
      • graphisches Integrieren ☞ „Kästchen zählen“
      • Verhältnis zwischen Stammfunktion und Ausgangsfunktion F'(x) = f(x)
      • Rotationsvolumen
    • Steckbriefaufgaben
    • Argumentieren im Sachzusammenhang, also auf die Geschichte hinter einer Aufgabe bezogen

    Vektorrechnung

    In manchen Bundesländern kommt das Rechnen mit Matrizen im Unterricht nicht vor. Die Schulen suchen dann die Aufgaben aus, in denen es wirklich nur um Vektoren geht.

    • Eigenschaften von Körpern kennen (z.B. Zylinder, Quader, Pyramide, Würfel, Kegel, Kugel)
    • Punkte in Koordinatensystem einzeichnen
    • Koordinaten aus Zeichnung ermitteln
    • Vektoren zwischen zwei Punkten berechnen
    • Länge eines Vektors aus seinem Betrag ermitteln
    • Skalar- und Vektorprodukt
    • Geradengleichungen
    • Ebenengleichungen
      • Parameterform
      • Normalenform
      • Koordinatenform
    • Spurpunkte und Spurgeraden
    • Schnittpunkte
    • Punktproben
    • Koordinaten eines Punktes auf einer Geraden beziehungsweise Ebene
    • Mittelpunkte
    • Lagebeziehungen zwischen Geraden beziehungsweise Ebenen
    • rechte Winkel
    • Winkelberechnungen
    • Abstände zwischen Objekten
    • Flächen von Dreiecken oder Vierecken
    • Volumen von Körpern
    • Spiegelungen an Ebenen

    Stochastik

    • Ereignisse und logische Verknüpfungen, zum Beispiel P(A∩B) als Wahrscheinlichkeit für „A und B“
    • Baumdiagramme und Vierfeldertafeln
    • Ziehen mit und ohne Zurücklegen
    • Bedingte Wahrscheinlichkeiten
    • Stochastische Unabhängigkeit
    • Anzahl von Möglichkeiten
      • ohne Reihenfolge und ohne Zurücklegen
      • mit Reihenfolge und ohne Zurücklegen
      • mit Reihenfolge und mit Zurücklegen
      • Kombinationen
    • Standardabweichung und Varianz
    • Erwartungswert bei Spielsituationen ☞ faires Spiel
    • Bernoulli (Experiment, Kette, Formel)
    • Verteilungen
      • Binomialverteilung
      • hypergeometrische Verteilung
      • Normalverteilung
    • Hypothesentests
    • Sigma-Regeln
    • Konfidenzintervalle (werden in der Aufgabenstellung jeweils mit Angabe der Formel erklärt)

    Operatoren verstehen

    Wie ich in einem weiteren Beitrag schrieb, ist Mathematik teilweise einer Fremdsprache sehr ähnlich. Gerade Sachaufgaben scheinen auf den ersten Blick schwer verständlich. Wichtig für deine Mathe Abi Vorbereitung ist es, dass du die sogenannten Operatoren kennst und verstehst.

    Hier ein paar in meinen Augen besonders wichtige Operatoren:

    Logik

    begründen
    beweisen
    zeigen
    nachweisen
    Bei diesen Operatoren ist vorgegeben, was heraus kommt. Deine Aufgabe ist es, das zu belegen.

    Eine Begründung schreibst du als Text, für einen Beweis führst du Umformungen an einer Gleichung oder einem Term aus. Dabei muss die geforderte Aussage heraus kommen.
    widerlegenBei diesem Operator steht auch fest, was heraus kommt. Und zwar sollst du belegen, dass eine Aussage falsch ist.

    Dafür führst du Umformungen an einer Gleichung oder einem Term durch, bis du auf einen Widerspruch stößt (zum Beispiel 3 = 5).
    beurteilen
    entscheiden
    überprüfen
    untersuchen
    Bei diesen Operatoren ist offen, was heraus kommt. Deine Aufgabe ist es, die richtige Aussage auszuwählen.

    Dafür werden dir entweder Optionen angeboten, oder du musst dir selbst Möglichkeiten überlegen.
    interpretieren
    deuten
    Hier geht es meistens um die Interpretation im „Sachzusammenhang“. Wenn du zum Beispiel eine Tangente im Wendepunkt ermittelt hast und es in der Aufgabe um eine Achterbahn geht, kannst du sagen, wie stark der Anstieg an der steilsten Stelle der Bahn ist.

    Werte herausfinden

    angeben
    nennen
    berechnen
    bestimmen
    ermitteln
    Hier sollst du mit einer Rechnung oder mit logischem Überlegen ein Ergebnis erhalten und angeben. Das kann eine Zahl, ein Term, eine Variable oder zum Beispiel der Name eines Winkels oder einer Seite in einem Dreieck sein.

    Zeichnungen

    skizzierenHier sollst du eine ungefähre Zeichnung anfertigen oder einen ungefähren Rechenweg beschreiben.
    zeichnen
    konstruieren
    Hier sollst du eine genaue Zeichnung anfertigen.

    Oft vorkommende Aufgaben üben

    Ich habe im vergangenen Jahr eine Blogserie darüber geschrieben, welche Aufgabentypen in der Vergangenheit besonders oft abgefragt wurden. Entsprechend findest du für die drei verschiedenen Teilbereiche und den hilfsmittelfreien Teil hier detaillierte Informationen und Beispielrechnungen:

    Lernzettel, ja oder nein?

    Ich sehe oft sehr dekorative Lernzettel. Und ich bin begeistert davon, wie manche Schüler:innen es durchhalten, so ordentlich zu schreiben, und wie liebevoll sie mit verschiedenfarbigen Textmarkern arbeiten.

    Bei einigen ist das eine effektive Lernmethode. Und einige Studienergebnisse deuten darauf hin, dass Handgeschriebenes im Gedächtnis hängenbleibt. Allerdings bezweifle ich, dass es für die Mathe Abi Vorbereitung viel hilft, wenn so ein Zettel einmal liebevoll angefertigt und dann abgeheftet wird.

    Auch wenn es sie online für praktisch jedes Prüfungsthema zu geben scheint: Herunterladbare Lernzettel sind erst recht nicht die ultimative Lösung. Es sei denn, du nutzt sie als Grundlage zum mehrfachen Wiederholen und Üben und heftest sie nicht nur einfach ab. Mehr zu diesem Thema liest du hier:

    Jetzt ist auf jeden Fall noch genug Zeit, dich über effektive Lernmethoden zu informieren 🙂 Dabei empfehle ich eine Mischung verschiedener Methoden. Erstens, damit dir nicht langweilig wird. Und zweitens, damit du deinem Gehirn die Informationen auf möglichst unterschiedlichen Wegen anbietest.

    Präsentationsleistung – Ja oder Nein?

    In manchen Bundesländern ist es möglich, die mündliche Prüfung in Form einer Präsentationsleistung abzulegen. Ob das für dich eine gute Idee ist, solltest du dir gründlich überlegen. Ich habe in einem extra Beitrag die Vor- und Nachteile aufgelistet:

    Falls du dich für eine Präsentationsleistung in der Prüfung entscheidest, habe ich wichtige Tipps für dich:

    Skizzen zeichnen üben

    Oft scheinen in Matheklausuren Aufgaben schwierig, wenn wir uns Zusammenhänge nur vorstellen. Einer meiner häufigsten Sätze in der Nachhilfe ist:

    Mach dir eine Skizze!

    Darüber, wie uns Skizzen besonders bei Textaufgaben helfen, habe ich auch einen Blogartikel geschrieben. In diesem Zusammenhang ist das Wichtigste: Eine Skizze muss nicht schön sein. Sie muss auch nicht maßstäblich sein. Sie soll nur helfen, einen Zusammenhang verständlicher zu machen.

    Außerdem ist eine Skizze besonders bei einer Kurvendiskussion eine gute Gelegenheit, Zwischenergebnisse zu notieren, so dass im Verlauf der Rechnung ein immer klareres Bild vom Funktionsgraphen entsteht. Und so hast du deine Ergebnisse immer an einer zentralen Stelle abgelegt und verlierst im Eifer des Gefechts nicht zwischendurch zum Beispiel die Koordinaten wichtiger Punkte.

    Auch das Skizzenüben gehört zur Mathe Abi Vorbereitung dazu.

    Vorbereitung gegen Prüfungsstress

    Wenn wir uns fachlich gut vorbereitet haben, ist es besonders frustrierend, unser Wissen in der Prüfung nicht abrufen zu können. Stress ist normal. Auch das Phänomen, dass unser Gehirn unter Druck manchmal den Dienst verweigert, ist ganz einfach menschlich.

    Allerdings gibt es auch hier Möglichkeiten, sich darauf vorzubereiten. Alleine, sich bewusst zu machen, dass wir in einer Prüfung gestresst sein werden, ist hilfreich. Denn dann trifft es uns nicht unvorbereitet, und wir sind motiviert, uns im Voraus Strategien zurechtzulegen, wie wir mit Stress umgehen werden.

    Es ist sinnvoll, sich vor dem Prüfungstermin zu überlegen, was du tun wirst, wenn du merkst, wie dein Gehirn blockiert. Hier ein paar Möglichkeiten:

    • von zehn herunter zählen
    • für zehn Sekunden die Augen schließen
    • für zehn Sekunden aus dem Fenster gucken
    • Atemübungen
    • das Gehirn mit dem Zeichnen einer Skizze ablenken und entspannen 🙂
    • sich vorher einen Ort der Entspannung ausmalen und bei Prüfungsstress „dorthin gehen“. Zum Beispiel:
      • eine Hängematte am Strand
      • das eigene Bett
      • ein Berggipfel
    • in der Zeit der Vorbereitung regelmäßig meditieren oder andere Entspannungsübungen machen
    • diese Entspannungsübungen mit einem Gegenstand verbinden und diesen in die Klausur mitnehmen. (Vorher fragen, siehe „Alles außer Mathe“) Zum Beispiel:
      • ein besonderer Stift
      • deine Lieblingssocken
      • ein T-Shirt
      • ein Halstuch
      • ein Plüschtier
    • sich klar machen, dass nicht alle Probleme in Mathe mit mangelndem Talent oder Lernaufwand zu erklären sind
    • sich vorherige Erfolge klar bewusst machen und in der Prüfungssituation in Erinnerung rufen

    Für den letzten Punkt habe ich eine Meditation geschrieben, mit der du solche vorherigen Erfolge in deinem Bewusstsein verankerst.

    Fazit für deine Mathe Abi Vorbereitung

    Abschließend sehen wir: Es gibt viele Stellschrauben für eine effektive Mathe Abi Vorbereitung. Und zwar geht es nicht nur darum, Faktenwissen auswendig zu lernen.

    Stattdessen tust du dir auch einen großen Gefallen, wenn du alle Nebenfragen zum Prüfungsort, -ablauf und -datum vorher genau klärst. Außerdem, wenn du weißt, wofür es Punkte gibt und welche Aufgabentypen oft vorkommen.

    Und wenn du dir dann noch rechtzeitig vorher eine Strategie zurechtlegst, um in der Prüfung möglichst entspannt zu bleiben, bist du von deiner Seite aus so gut vorbereitet, wie es nur geht.

    Wenn du es noch genauer wissen willst, habe ich auf meinem Blog noch diese Listen für dich:

    Auf jeden Fall wünsche ich dir viel Erfolg bei deiner Abiklausur in Mathematik!

    🍀


    Fallen dir noch weitere Tipps ein? dann freue ich mich über Kommentare.

    Kennst du Personen, die sich gerade auf die Matheklausuren vorbereiten? Dann teile diesen Artikel gerne mit ihnen 🙂

  • Technology – Blog Question Challenge

    Technology – Blog Question Challenge

    I first came across this question challenge via Frank Hamm’s blog post. Originally, it was the Seer of Souls who asked a series of questions about technology and its impact on our lives. His inspiration was that people kept asking him, how he had become interested in technology.

    Weirdly enough, nobody asks me that type of question 😀 Yet here I am, answering the challenge questions anyway.

    What does technology mean in the first place?

    „The application of scientific knowledge to the practical aims of human life—or, as it is sometimes phrased, to the change and manipulation of the human environment.“

    Britannica.com

    These days, we associate the word technology with computers and mostly electronic devices. However, my fascination with technology is generally based on how imaginative humanity is. How we shape the world around us, for better or worse, to have safer and more convenient lives than our ancestors.

    When Did You First Get Interested In This Subject?

    I was the type of kid that asked their parents how a combustion engine worked. Unfortunately for them, I came up with these questions while they were trying to focus on the traffic in front of them. Other times, I wanted to know how a nuclear bomb operated.

    Growing up in the 70s my sister and I played with toy cars, Lego and Fischertechnik. So I find it hard to pinpoint when exactly my interest in this subject area began. I didn’t take apart devices as a habit. Instead, I was more interested in understanding how they worked on a theoretical level. So when I was younger I read a lot of non-fiction literature.

    My first contact with a „real“ computer was when ALDI sold C64s as a special offer. I spent weeks with the manual and the BASIC course that was included. After that, the IT class in school was a bit of a disappointment. Our teacher gave all the girls lower grades than the boys. Even though we worked through the same problems and managed to solve them.

    Later at university, one of my supervisors was a very old school person. He must have been over 70 years old back then, had a four-circle diffractometer that could be operated by hand with a brass crank and always liked to write his own software. He made me learn Fortran to analyse data. And he all around didn’t seem surprised by my love for computers or science. a bit of compensation for my earlier frustration in school 🙂

    What’s Your Favorite Piece Of Technology All-Time?

    With all its flaws and annoying developments, the internet is an amazing achievement. We have all of humanity’s knowledge instantly available, at least in theory. As long as you have the basic equipment and connection, you can join in the debate.

    Online classes made teaching possible during the Corona shutdowns. Again, at least theoretically. There is more knowledge on hand in YouTube videos than I could ever get through completely during my lifetime. Which is brilliant in one way and FOMO inducing in another 😉

    Obviously, in some regions this is easier than in others. People in richer countries tend to hoard old smart phones in their drawers, whereas others in less fortunate areas depend on laptop donations. Also, not all governments seem to agree with me in seeing the internet as a great opportunity for humans to grow and exchange ideas.

    What’s Your Favorite Piece Of Technology Right Now?

    This is a tricky one. I enjoy mobile use of the internet via my smartphone and my tablet computer very much, maybe too much even. This is all so much Star Trek coming true, including video calls, which as a kid I was doubtful I would see happen.

    Right now, however, I would choose all the pieces of technology that we can use to avoid the worst in climate heating. Regenerative power systems are an amazing gift: They directly convert the energy that the sun sends our way in abundance and for free. They work in a decentralised way and help disconnect dependencies on a handful of regimes selling fossil fuels.

    Heat pumps are similarly impressive. The principle behind them has been described in 1852. My home country Germany is a bit hesitant in getting enthusiastic about this technology, mainly due to political agendas. My own house already had a heat pump installed when we bought it, luckily.

    With solar and wind power as well as heat pumps and electrical vehicles, I see a lot of potential for decreasing CO2 emissions. That makes them my current favourite.

    Cool Piece Of Technology We’ll Have In 25 Years

    One thing is certain: Our current model of feeding humans is not sustainable. So agriculture is another area that I would like to see some more progress in. There is already a lot of research in precision fermentation in food production.

    We could drastically decrease use of land, water, and resources, if we were to convert waste plant matter into proteins directly. Not keeping that many animals would also reduce the risk of new zoonotic pathogens.

    In the tree nursery museum close by we saw an agricultural robot. It detects weeds and other problems in a field and deals with them autonomously. This kind of device will save a lot of pesticides and herbicides as well as

    It would be great if we could have a combination of these technologies running globally much sooner. But if we are still going to be here in 25 years, it will probably be also due to humanity rethinking their stance on agriculture.

    Final Thoughts

    This blog challenge took me down memory lane and into the future. It made me realise again how the human way of looking at and solving problems delights me and gives me hope.

    I would love to hear what your relationship with technology s a topic is like. What are your hopes and fears? Is it something you are personally interested in, or are you just happy it works?


    You can find more of my thoughts on being human on my blog!

  • Monatsrückblick März 25

    Monatsrückblick März 25

    Der Frühling kommt sehr gelegen

    Der Monatsrückblick März 25 ist auch wieder so eine gemischte Tüte. Jedes Jahr freue ich mich sehr über das viele neue Grün in meiner Umgebung. Und es ist wirklich viel von dem, was ich vorhatte, Wirklichkeit geworden.

    Auf der anderen Seite gab es politisch wie privat ein paar Dinge, die genervt haben. Immerhin hat mir das für meine Blogparade #Zuversicht25 genug Inspiration gegeben 🙂

    Was hatte ich vor und was ist daraus geworden?

    • Erstmal die Wolle für den Narren kaufen. -> Habe ich komplett vergessen.
    • Am 2. März Bloodywood sehen 🤩 ->
    • Pinterest ausprobieren -> Ich werde wohl einfach mein privates Profil weiter laufen lassen, um dort meine Blogposts zu teilen.
    • Weiter ESA und MSA Matheprüfungsaufgaben sammeln und sortieren -> Das lief automatisch beim Unterrichten mit, weil ich gerade zwei Schülerinnen habe, von denen sich eine auf den ESA, die andere auf den MSA vorbereitet.
    • Einen Beitrag zu meiner Blogparade über Zuversicht schreiben -> Punktgenau am letzten Tag 😀
    • Einen Beitrag über mein Verhältnis zu ToDo-Listen schreiben -> Dieser Beitrag ist noch in der Entwürfevorratskammer.
    • Beim Schleswig-Holstein-Klimathon unter 2Zero teilnehmen. -> Das meiste, was dort unter „neue Tipps“ läuft, mache ich schon lange Zeit. Ich frage mich, ob wirklich viele Menschen diese Tipps noch brauchen. Oder ob sich die meisten anderen Teilnehmenden auch wundern.

    Meine erste Blogparade

    Das war ganz schön aufregend! Ich wollte schon länger mal selbst eine Blogparade ausrufen. Mit fehlte dafür weniger das Thema, sondern eher das Vertrauen, dass sich Menschen für mein Thema genug interessieren und mitschreiben würden. Oder die Haltung, dass mir fehlendes Interesse egal sein würde.

    Photo von einer Topfpfanze in einem Wohnzimmer. Die Pflanze hat rosa Blüten und steckt in einem rosa Übertop mit einem Herz in der Glasur. Dr Hintergrund ist unscharf. Für zuversichtlich bleiben

    Mir scheint in der Welt immer mehr immer schräger zu laufen. Und gerade deswegen war mir das Thema Zuversicht so ein Anliegen. Zu meiner Begeisterung haben vier Menschen teilgenommen. Drei davon kannte ich vorher noch nicht einmal 😊

    Ich kann gar nicht ausdrücken, wie begeistert ich davon immer noch bin. Und ich freue mich schon, in den nächsten Tagen eine Auswertung zu schreiben. Ich habe von wirklich allen vier Beiträgen viel an neuen Erkenntnissen mitgenommen. Und ich habe auch einiges an Übereinstimmung festgestellt, genauso wie spannende Unterschiede.

    Das war ganz sicher nicht meine letzte Blogparade, so viel steht jetzt schon fest. Denn beim nächsten Mal bin ich durch diese Erfahrung von Anfang an zuversichtlich, dass ich am Ende mit meinem Thema nicht alleine stehen werde.

    Briefe schreiben

    Friedrich Merz hatte ja gemeint, die Protestierenden hätten „nicht alle Tassen im Schrank“. Mehrere Tausend Pakete stapeln sich seitdem in Berlin. Und Philipp Amthor meinte, daraus ein „lustiges“ Video für seinen TikTok-Kanal drehen zu müssen.

    Photo von einem Brief, den eine Hand vor einem gelben Briefkasten hält. Der Brief ist adressiert an Philipp Amthor im Bundestag in Berlin. Die Schriftfarbe ist grün. Für meinen Monatsrückblick März 25

    Entsprechend hat er von mir einen Brief mit höflichen, aber bestimmten Fragen bekommen. Ich empfehle diesen Weg der Kontaktaufnahme wirklich. Erstens kommt dadurch die Botschaft an der Stelle an, wo sie gehört werden muss, zweitens entlastet mich das und drittens wissen wir ja nie, ob der/die Angeschriebene nicht ins Nachdenken kommt und tatsächlich antwortet.

    Bisher habe ich von einigen Menschen aus der Politik schon Antwort bekommen, bei der Union nur von einem Politiker von vier. Ich werde berichten.

    Warten auf Gesundheit

    Es ist, als hätte ich die meiste Zeit einen Bleimantel an.

    Seit meiner Infektion im September 23 schleppe ich mich mit anhaltender Müdigkeit herum. Im November 23 habe ich mich deswegen bei meiner Hausärztin vorgestellt. Damals hat sie nichts gefunden und mir nicht weiterhelfen können.

    Ich war die meiste Zeit meines Lebens so gesund, dass ich kaum bis nie zu irgendwelchen Ärzten gehe. Außer einer Hashimoto-Thyreoditis, für die ich alle paar Monate ein neues Rezept für Thyroxin brauche. Deswegen habe ich zu meiner Hausärztin auch keine sonderlich ausgeprägte Beziehung.

    An dieses lose Verhältnis hatte ich mich wohl etwas zu sehr gewöhnt.

    Und ich bin selbst eine ganze Weile gar nicht auf die Idee gekommen, noch einmal nachzuhaken, ob es nicht doch irgendeine Möglichkeit gibt, etwas gegen den Bleimantel zu tun. Für sie schien mit dem EKG damals jedenfalls die Sache abgeschlossen zu sein.

    Im August 24 habe ich dann in einem Portal des Bundesministeriums für Gesundheit nachgesehen und mich bei der ambulanten Long-COVID-Klinik in Kiel auf die Warteliste geschrieben. Ende Februar kam die Nachricht, dass ich jetzt dort einen Platz habe und ein Formular für meine Hausärztin zum Ausfüllen.

    Dort habe ich trotz Termin eineinhalb Stunden gewartet.

    Das ist wohl auch einfach Teil unseres aktuellen Gesundheitssystems. Allerdings hat meine Ärztin wieder hauptsächlich vor sich hin gemurmelt, mir ein paar Fragen gestellt und zum Schluss gesagt, bevor sie das Formular mit Datum unterschreibt, müsse ich noch „ein paar Fachärzte abklappern“.

    Als ich im Vorzimmer dafür um Informationen fragte, wurde ich angeblafft: „Haben wir nicht!“ Ich bin sehr perplex nach Hause gegangen, weil ich keine Ahnung hatte, welche Fachärzte ich jetzt kontaktieren sollte.

    Am nächsten Tag habe ich der Praxis eine E-Mail geschrieben, ob sie mir nicht mehr Details nennen könnten. Die Antwort: Die Ärztin würde sich „zeitnah“ mit mir in Verbindung setzen.

    Zwölf Tage später hakte ich noch einmal nach. Und dann hieß es, am Tresen lägen drei Überweisungen für mich, die hätte ich „nicht mitgenommen“. Na klar.

    So sind zwölf Tage ins Land gegangen.

    In der Zeit hätte ich schon aktiv werden können. Währenddessen war ich mit der Klinik in Kiel im Austausch, was ich machen soll, wenn meine Ärztin mich nicht unterstützt. Ich habe zeitweise befürchtet, dass ich das Ganze abblasen kann und den Bleimantel einfach würde hinnehmen müssen.

    Meine wirklich diplomatische Rückmeldung, dass ich es schwierig finde, mich verantwortlich zu machen, Dinge nicht mitgenommen zu haben, ohne dass mir gesagt worden wäre, dass es sie gibt, führte dazu, dass ich per Mail noch einmal angeblafft wurde.

    Mir war das in den Jahren vorher gar nicht bewusst, wie von oben herab ich in dieser Praxis behandelt wurde und werde. Weil ich dort so selten war und es beim Ausdrucken eines Rezeptes auch wenig Anlass zu Konflikten gibt.

    Zeit für Konsequenzen.

    Mein Fazit ist: Wenn ich die Unterschrift mit dem Datum habe, suche ich nach einer neuen Ärztin. Wenn es mir schon nicht optimal geht, habe ich es nicht nötig, mich so behandeln zu lassen, nPicht ernst genommen zu werden und für Informationen mehrfach nachfassen zu müssen. An dieser Stelle weiß ich auch noch einmal extra zu schätzen, dass ich insgesamt ansonsten eine relativ stabile Gesundheit habe.

    Das Ganze war gleichzeitig eine Übung in Geduld und im Einstehen für mich selbst. Beides anscheinend gleichermaßen nötige wie eher nicht so willkommene Lektionen 😉

    Urbanes Wandern

    Das Wupperman-Denkmal liegt etwas dezentral. Es erinnert an den Besitzer einer zeitweise sehr erfolgreich laufenden Emaillefabrik.

    Eins meiner liebsten Schilder. Ich liebe es, wenn Straßen an Pollern vorbei in kleine Pfade übergehen und es leise wird.

    Der Wasserturm. Mir war vorher gar nicht bewusst, dass Pinneberg noch einen hat. Und dann ist er noch so dekorativ 🙂

    Komoot und andere Informationsquellen

    Ein wiederkehrender Punkt auf meiner ToWant-Liste sind die kurzen Wanderungen beziehungsweise langen Spaziergänge mit Komoot. Ich nehme mir dabei immer ungefähr 10 km vor, das überanstrengt mich nicht und ich komme gleichzeitig damit in meiner Umgebung herum.

    Nebenbei habe ich im März die Entdeckerrouten kennengelernt. An einem Pfosten im Naherholungsgebiet Wedeler Au hing dazu ein QR-Code. Diese Verbindung aus Bewegung an der frischen Luft und moderner Digitalisierung gefällt mir richtig gut. Und von den dort vorgestellten Rundwegen werde ich mich noch mehrfach inspirieren lassen.

    Noch eine Erkenntnis: Pinneberg hat einen Hafen! Insgesamt weiß ich über die Pinnau noch viel zu wenig. Dass ich dabei so viel lerne, ist ein schöner Effekt solcher Wanderungen in der Region.

    Über diese Brücke bin ich schon oft mit dem Auto gefahren. Von unten hatte ich sie mir bisher nicht angesehen und mir war nicht bewusst, wie viel Grün hinter ihr anfängt.

    Von Pinneberg nach Hause

    Im März habe ich mich beim Marktplatz in Pinneberg absetzen lassen und bin von dort gemütlich zurück nach Hause gegangen. Ich bewege mich sehr gerne auf Strecken, die Komoot „naturbelassen“ nennt. Auch wenn das hier in der Gegend am Ende meistens „matschig“ heißt. Genauso spannend finde ich es aber, im Übergangsbereich zwischen Natur und Stadt zu spazieren.

    Beim urbanen Wandern sind viele der Wege garantiert matschfrei und mit Straßenlaternen beleuchtet 🙂 Mich freut es sehr, dass hier so eine kleine, vom Autoverkehr separate Welt existiert.

    Ich versuche noch herauszufinden, ob diese Ringe Wunschdenken sein sollen, oder ob in dieser Halle wirklich einmal olympische Aktivitäten stattgefunden haben.

    Und irgendwann, neben dem Friedhofsgelände wird es richtig plüschig 🙂

    Mal sehen, wie viel städtisch grüne Plüschigkeit ich durch die Entdeckerrouten noch in und um Hamburg kennenlernen werde.

    Was habe ich im Monat 25 gelesen?

    „Normal und die Zero Heroes“ von Marc-Uwe Kling

    Statt meinen Bücherstapel abzulesen habe ich ein neues Comicbuch gekauft. Ich konnte einfach nicht dran vorbei gehen 😀 Der einzige Haken: Es ist der erste Teil von zwei Bänden und endet mit einem Cliffhanger.

    Es geht um eine Gesellschaft, in der alle Menschen Superkräfte haben. Alle bis auf einen: Normal. Er arbeitet in einer Notrufzentrale und ist ziemlich oft ziemlich frustriert darüber, dass er als einziger Mensch scheinbar kein besonderes Talent hat.

    Und dann taucht ein Superschurke auf, der anderen ihre Kräfte rauben kann. An der Stelle hat Normal doch noch seinen großen Auftritt 😉

    „Wie oft habe ich dir schon gesagt, dass du die Tür benutzen sollst! Und klopf vorher an!“

    Normal zu seinem besten Kumpel Walt

    Das Buch ist sehr witzig und die Prämisse ein echter Kling-Klassiker. Besonders schön fand ich die vielen popkulturellen Anspielungen. Mich holen diese literarischen Ostereier jedenfalls sehr ab. Der zweite Teil erscheint am 11.11.25, aus meiner Sicht noch viel zu lange hin.

    Was habe ich im Monat 25 gebloggt?

    Am Ende waren es tatsächlich fünf Blogbeiträge. Allerdings stammen die letzten drei alle vom 31. März 😆 Was so eine Deadline alles ausmacht und sei sie selbst gewählt!

    Eigentlich hatte ich noch mehr Entwürfe auf der Liste, aber so gehen mir dann im April die Ideen nicht aus 😉

    Beim Projekt52 war eins der Themen „Dekoriert“. Das hat meinen Blick auf meine Umgebung sehr erfreulich auf die kleinen und großen Dekorationen gerichtet, die mir sonst vermutlich nicht so deutlich aufgefallen wären. Ich bin dankbar für solche scheinbar einfachen Dinge, die mein Leben verschönern.

    So hat zum Beispiel jemand hier in Halstenbek an allen möglichen Orten Herzen aufgesprüht:

    Und was war sonst noch los?

    Frühlingszeichen

    Einerseits war der März wieder zu trocken. Andererseits waren die Auf- und Untergänge der Sonne sehr oft sehr malerisch.

    Farbtupfer mit Insekten. Ich freue mich sehr über beide.

    Hoffentlich kann ich dieses Jahr die Fliederblüten wieder riechen!

    Infrastruktur

    Hier ist jemand mit einem Eimer Farbe und einem Stapel Aufkleber den regionalen Abschnitt des E1-Weges abmarschiert und hat reichlich die Markierungen erneuert.

    So etwas geht hier als gemeinsamer Rad- und Fußweg durch. Gefühlt knapp einen Meter breit.

    Auch das soll ein Radweg sein. An manchen Stellen hatt diese Rille durch den Kies eine Breite von vielleicht 15 cm. Ich wette, die Verantwortlichen fahren selbst nicht Fahrrad.

    Was stand im Monatsrückblick März von 2023 und 2024?

    Jetzt schreibe ich seit genau zwei Jahren Monatsrückblicke. Es ist einfach schön, wie mir das hilft, meine Zeit zu strukturieren und zu verfolgen, wie ich mich und mein Leben entwickelt habe.

    Im März 23 bin ich mit meiner Webseite und meinem Blog zu WordPress zurück gekehrt. Kommt mir inzwischen viel länger vor 🙂 Außerdem war ich zur Krokusblüte in Husum.

    Im März 24 war ich zu einer Fortbildung in Berlin. Da habe ich wieder eher das Gefühl, als sei es erst vor kurzem gewesen. Und ich habe mir vor einem Jahr mit dem Onlinetool des Zürcher Ressourcenmodells eine Lotusblüte als Hintergrundbild für alle elektronischen Geräte festgelegt, als mentalen Anker für mein Jahresmotto 2024 🪷

    Was habe ich im April 25 vor?

    • Wolle für den Narren kaufen.
    • Für Post mit Herz drei Osterkarten schreiben 🐰
    • Am 7.4. endlich die Ausstellung „Pippis Papa“ sehen, nachdem ich gerade mit Bookbeat das Hörbuch zum ersten Pippi-Langstrumpf-Band auf Dänisch anhöre 🤗 🇩🇰
    • Die ESA und MSA Matheprüfungsaufgaben verbloggen.
    • Die Beiträge zum Mathe-Abitur um die Klausuren von 24 aktualisieren.
    • Eine Reihe von Voruntersuchungen machen lassen, damit ich in der Long-COVID-Klinik in Kiel antreten kann.
    • Pflanzen für den Garten vorziehen.
    • Die Zusammenfassung zu meiner Blogparade schreiben.
    • Auf Twenty Twenty Five umstellen.
    • Ubuntu updaten.
    • Auf Duolingo meinen Streak von 1111 Tagen feiern.

    Das war mein Monatsrückblick März 25. Schreibst du auch mehr oder weniger regelmäßig Rückblicke? Was sind deine Erfahrungen damit?

    Hast du noch etwas zum Thema Zuversicht mitzuteilen? Ich nehme gerne noch weitere Beiträge in die Zusammenfassung mit auf 😉


    Mehr meiner regelmäßigen Rückblicke findest du hier

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