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  • Projekt52 Juli 26 – Selbstgemacht, Sammlung, Sonnenstrahl, Ball

    Projekt52 Juli 26 – Selbstgemacht, Sammlung, Sonnenstrahl, Ball

    Diese kreative Gemeinschaftsaktion ist eine der Konstanten in meinem Blog. Jeden Monat gibt es vier bis fünf zufällig ausgeloste Stichworte und zu denen veröffentlichen die Teilnehmenden neu erstellte Bilder oder Texte. Bei mir sind es für Projekt52 Juli 26 wieder vier Photos geworden.

    Sari vom Heldenhaushalt organisiert das Ganze verlässlich und motivierend. Auf ihrem Blog findest du jetzt die neuen Themen für den August. Es ist jederzeit möglich, sich inspirieren zu lassen und neu einzusteigen. Und in ihrem Augustbeitrag kannst du außerdem deine P52-Beiträge verlinken.

    Meine Beiträge zum Projekt52 Juli 26

    Selbstgemacht

    Das hier wird ein Spültuch nach skandinavischem Vorbild. Mich nerven unsere Spülschwämme aus Kunststoff schon lange und ich habe noch von diversen Häkelprojekten Baumwolle übrig. Die Struktur finde ich besonders aus der Nähe faszinierend.

    Hier findest du eine Anleitung für gestrickte Spültücher. So richtig aufgefallen ist mir dieses Konzept, als wir im Mai 26 auf Amrum waren. Die Vermieterin hat ihre Ferienwohnungen sehr ökomäßig ausgestattet und um das Spültuch dort war eine informative Banderole gewickelt. Manche Dinge merke ich mir doch lange genug, um sie umzusetzen.

    Sammlung

    Für Projekt52 habe ich hier einen kleinen Teil meiner Anhängersammlung ordentlich aufgereiht. Über die Jahre ist da einiges zusammen gekommen, allerdings trage ich seit längerem kaum noch Ketten. Könnte ich mal wieder ändern.

    Mit einigen dieser Anhänger verbinde ich die Erinnerung daran, wo ich sie gekauft habe. Der Ganesha kommt zum Beispiel aus Wacken und der schwarze Stein aus Edinburgh. Viele dieser Anhänger haben mir auch liebe Menschen geschenkt, ein weiterer Grund, sie mal wieder zu tragen.

    Sonnenstrahl

    Das Thema Sonnenstrahl fand ich schwierig und habe jetzt ein Motiv gewählt, bei dem mehrere Sonnenstrahlen der untergehenden Sonne ein paar dekorativen Wolken noch einmal letzten Glanz verleihen.

    Zwischenzeitlich wollte ich Sonnenprojektionen auf dem Asphalt für dieses Thema teilen. Mich fasziniert, wie das Laub an Bäumen wie viele Lochkameras nebeneinander wirkt und lauter kreisrunde Bilder von der Sonne auf den Boden projiziert. (Auch gut zu wissen für Sonnenfinsternisse!) Allerdings war bei meinen Photos davon der Kontrast eher gering. Oft sind ja die Augen viel besser als eine Kamera, auch wenn sie so alt sind wie meine.

    Ball

    Dieses Stichwort fand ich noch schwieriger als den Sonnenstrahl. Ich habe keine Kinder und zuhause keine Bälle, jedenfalls keine dekorativen. Das WOA war meine letzte Hoffnung und dort flogen bei Eläkeläiset auch viele Bälle durch die Luft. Allerdings zu schnell zum Photographieren, außerdem musste ich derweil auch tanzen.

    Der Vollmond wollte bei all den Scheinwerfern und Lichterketten auch nicht so richtig aufs Bild. Also habe ich einen dieser großen Stoffbälle gewählt, die nachts leuchten und für die dringend nötige Orientierung sorgen.

    Meine Beiträge für Projekt52 2026

    Diesen Blogpost Projekt52 Juli 26 habe ich zuerst auf Pixelfed geteilt. Das werde ich in Zukunft immer so handhaben, und am Ende des Monats, beziehungsweise am Anfang des Folgemonats hier die Zusammenfassung bloggen.

    Falls du schon im Fediverse bist, freue ich mich, wenn du mir auch dort folgst. Wenn nicht, stehe ich jederzeit zur Unterstützung bereit, wenn du darüber nachdenkst, von Instagram dorthin zu wechseln. Am ersten Sonntag jedes Monats ist übrigens DI.Day, der Tag zum gemeinsamen Umstieg von Techbroplattformen zu Alternativen!

    Hier sind meine bisherigen Beiträge:

    Ansonsten erscheinen in meinem Blog regelmäßig Beiträge in der

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  • 12tel-Blick Juli 26

    12tel-Blick Juli 26

    Mein 12tel-Blick Juli 26 sollte mit einer Temperaturanzeige kommen. Nach dem unangenehm heißen Juni war es hier regelmäßig bewölkt und hat auch geregnet. Dadurch sieht der Himmel im aktuellen Bild nicht so quietschblau aus, dafür war meine Stimmung deutlich entspannter.

    Worum geht es beim 12tel-BLick?

    Der 12tel-Blick ist eine der vielen kreativen Gemeinschaftsaktionen der Blogosphäre. Eva von Verfuchst-Und-Zugenäht bietet einmal im Monat eine Linkliste zum Eintragen an. Außerdem findest du bei ihr eine ausführliche Erklärung mit Tipps.

    Zwölf Monate lang wird dafür ein festes Motiv verfolgt und in Bildern festgehalten. Dabei werden mir vor allem die Veränderungen durch die Jahreszeiten bewusst, obwohl es sich vermutlich auch lohnt, Motive zu wählen, die nicht draußen in der Natur liegen. Jedenfalls hilft mir die Aktion, bewusster auf meine Umgebung zu achten.

    Mein 12tel-Blick Juli 26

    In diesem Jahr beobachte ich eine kleine Insel im Schenefelder Regenrückhaltebecken. In meinem Beitrag von Januar 26 erzähle ich noch ein bisschen mehr darüber. Es freut mich sehr, dass ich auf diese Weise Wege für mich wiederentdeckt habe, auf denen ich eine Weile oft zum Nordic Walking unterwegs war. Auch bei diesem Hobby habe ich leider den Faden verloren.

    Der Himmel war wie gesagt bewölkt, und es hat den Juli über immer mal wieder geregnet und nicht nur eine Handvoll Tropfen. Dadurch sahen die Pflanzen richtig zufrieden aus und die wilden Rosen haben sich am untereren Rand ins Bild gewuchert. Der tot wirkende Baum auf der Insel hat sich in der Zwischenzeit allerdings nicht erholt.

    Wenn ich es mir aussuchen könnte, dürfte der Sommer hier immer so aussehen. Weniger photogen, dafür nicht so trocken.

    Gibt es auch bei dir Orte, die du im Laufe des Jahres immer wieder besuchst und photographierst?

    Hier noch einmal die Bilder von Januar bis Juni:

    Ich bin sehr gespannt, ab wann sich das Laub in Richtung Gold und Braun verfärbt..


    Weitere kreative Beiträge wie diesen 12tel-Blick Juni 26 findest du in meinem Blog in der

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  • Jeden Tag Musik machen – Meine Challenge im Juni 26

    Jeden Tag Musik machen – Meine Challenge im Juni 26

    Halbzeit! Sechs von zwölf Monatschallenges habe ich jetzt erlebt und bin sehr zufrieden. Mir schweben so oft so viele Dinge vor, die ich machen möchte, und dann komme ich vor lauter Bonbonladeneffekt nicht dazu, mich zu entscheiden. Oder der Zweifel, wie das alles in meinen Alltag passen soll, schreckt mich ab. Also schnüre ich mir dieses Jahre zwölf kleine Pakete. Und im Juni 26 wollte ich jeden Tag Musik machen.

    Die Inspiration hinter allem ist Astrid Engel, die im Juli jeden Tag etwas lesen wird. Das steht bei mir auch noch an, aber etwas später im Jahr. Dieser Beitrag erklärt, was meine Absicht hinter dem täglichen Musikmachen war, wie die Challenge gelaufen ist, und was ich dabei eventuell sogar gelernt habe.

    Warum wollte ich jeden Tag Musik machen?

    Ein Instrument zu spielen hält das Gehirn fit. Außerdem kann die richtige Art von Musik zu einer besseren Stimmung beitragen. Ich lerne generell gerne Neues dazu und habe schon eine ganze Reihe Instrumente wenigstens kurzfristig in der Hand gehabt: Piccoloflöte, Blockflöte (Sopran- und Alt), Lyra, Trompete, Harmonium, Geige, Gitarre, Rahmentrommel und Ukulele.

    Nichts davon kann ich wirklich so gut spielen, dass ich gerne Publikum dran teilhaben lassen würde. Und ich besitze auch nur noch die Ukulele, die Altflöte und die Trommel. Ich bin die Sorte Mensch, die sich gerne in Dinge reinfuchst, aber bei Schwierigkeiten (Barré auf der Gitarre oder Vibrato auf der Geige) schnell die Geduld und Motivation verliert.

    Mit der Trompete war ich nach einer Woche durch, muss ich zugeben. Auch, weil sie aus nächster Nähe so laut ist. Wenigstens den Instrumenten, die ich habe, wollte ich eine neue Chance geben. Denn ich kann sie immerhin gut genug spielen, dass ich in der selbstgemachten Musik versinken könnte.

    Wie bin ich vorgegangen?

    Die Instrumente lagen schon da, auch meine Notenbücher. Die Vorbereitung an offline-Zubehör war also überhaupt keine Hürde. Zusätzlich habe ich online nach Notenmaterial gesucht. Für die Flöte bin ich bei 8Notes fündig geworden. Für die Ukulele ist Ultimate-Guitar eine scheinbar unerschöpfliche Suchmaschine für mehr oder weniger passende Akkorde in diversen Genres und Schwierigkeitsstufen.

    Verschiedene Notenbücher, eins zum Lernen der Altflöte inklusive Grifftabelle, ein sehr altes Heft namens Liedersonne und ein Buch mit Liedern der Ärzte für Ukulele für mein Vorhaben "jeden Tag musik machen"

    Bei mir sind oft eher zu viele Browsertabs gleichzeitig offen. Mit Brave kann ich sie mir wenigstens gruppieren und so verbergen, dass Arbeitsspeicher gespart wird. Einer dieser offenen Tabs im Juni war der YouTube-Kanal vom Ukulele Teacher. Dem bin ich früher schon mal eine Weile gefolgt. Er hat eine mitreißende Art und präsentiert eine große Bandbreite an unterschiedlichen Liedern an.

    Ein weiterer offener Tab ist (immer noch) eine Anleitung für „Island in the Sun“ von Weezer (YouTube-Link). Auch die hatte ich in meinem Hinterkopf noch von vor Jahren herum liegen. Und es hätte ja sein können, dass ich mich nochmal dran mache, das Chunking zu üben. Es soll ja auch eine Challenge sein 😉

    Ich habe beschlossen, mich auf die Flöte und die Ukulele zu beschränken, die Trommel bekommt dann noch irgendwann ihre eigene Monatschallenge.

    Jeden Tag Musik machen – Einsichten

    Den Faden wieder aufnehmen

    Beide Instrumente waren etwas eingestaubt. Und es fällt mir oft schwer, den Faden wieder aufzunehmen, wenn ich ihn bei Aktivitäten mal verloren habe. Das bezieht sich nicht nur auf das Musizieren, sondern auf meine breit gefächerte Hobbyablagehalde. (Um das Ganze nicht Friedhof nennen zu müssen.) Wie sich herausstellte, waren aber meine Ukulele und meine Flöte auf keinen Fall an der Endstation angekommen.

    Nur das erste Aufraffen ist jeweil schwierig für mich. Danach übernimmt der Spaß und ich stelle fest, dass vieles von der Technik noch im Muskelgedächtnis abrufbar ist. Jetzt ist meine nächste Aufgabe, diese Erkenntnis einzusehen und auf andere Tätigkeiten zu übertragen, eventuell sogar das Bloggen, das sich derzeit hinter einem größeren Aktivierungshubbel verschanzt als sonst üblich.

    Was ich (nicht) kann

    Barrégriffe klappen besser als gedacht, wenn ich mich drauf einlasse, sie auszuprobieren. Und zu üben. Richtig komplizierte Rhythmen bringen mich mit der Ukulele aus dem Fluss, und das kann ich hinnehmen lernen. Einfach durchatmen und entweder ein simpleres Schlagmuster spielen oder ein anderes Lied aussuchen. Hauptsache, ich lasse mich nicht ganz davon abschrecken, Musik zu machen.

    Die ganz hohen Töne auf der Flöte fallen mir schwer. Die brauche ich aber auch für meine Zwecke gar nicht. Durchatmen und weiter Spaß haben sind die Zauberworte. Die Emmerdale-Titelmelodie (YouTube-Link) klappt einwandfrei, mehr brauchte ich gar nicht.

    Wie schön das alles ist

    Ein Teil von mir vergisst manchmal, wie gut es meiner Seele tut, Musik zu machen. Ein anderer weiß das ganz genau und hatte deswegen Sehnsucht danach. Besonders nach der Harmonie, die beim Singen zur Ukulele entsteht, oder wenn ich die Emmerdale-Noten in Musescore eintippe und mich dann beim Blockflötespielen begleiten lasse.

    Im Grunde wäre es das Beste für mich, wenn ich wieder in einem Chor mitsingen könnte. Allerdings müsste es dafür einen in meiner Umgebung geben, der keine Kirchenlieder singt, auch keine Gospels. Als ich noch in Brunsbüttel lebte, waren wir im Watt’n Chor, dessen Repertoire angenehm Rock-Pop-lastig ist. Das vermisse ich schon ziemlich. Umso mehr weiß ich meine Juni-Challenge zu schätzen und das erklärt auch, warum ich jeden einzelnen Tag reichlich Zeit damit verbracht habe, Musik zu machen.

    Was ich in den Juli mitnehme

    Ich schreibe diesen Blogpost mit 26 Tagen Verspätung. Dafür kann ich vermelden, dass ich im Juli zwar nicht konsequent an jedem Tag ein Instrument heraus geholt habe, trotzdem aber an vielen Tagen. Und das ist signifikant mehr als vorher. Obwohl ich mich vor lauter Überangebot an Noten wieder an „Island in the Sun“ und dem Chunking vorbeigewieselt habe.

    Ultimate-Guitar hält noch so viele Lieder bereit, die ich bisher nicht ausprobiert habe und auch die Emmerdale-Noten habe ich mir erst im Juli gekauft und bin noch mitten dabei, sie in MuseScore zu übertragen. Da habe ich begründete Hoffnung, dass ich diesen Faden in nächster Zeit nicht wieder loslassen werde. Und wenn, dann habe ich Hoffnung, dass ich ihn leichter wieder aufnehmen können werde.

    Im Juli lerne ich jeden Tag Vokabeln. Ganz altmodisch mit kleinen Karteikarten, die ich auch nach Wacken mitnehmen werde.

    Meine bisherigen Challenges

    „Jeden Tag Musik machen“ war mein sechstes Monatsprojekt. Bisher habe ich

    Auch jetzt noch trinke ich weiterhin morgens Tee. Und es kommen auch oft Tanzpausen im meinem Alltag vor. Der Plan scheint also echt aufzugehen. Der Sport ist leider etwas in Vergessenheit geraten, aber anscheinend kann ich doch Fäden besser wieder aufnehmen als befürchtet.

    Machst du auch Musik?

    Spielst du auch Instrumente oder singst du gerne? Machst du das auch lieber für dich alleine oder mit anderen zusammen? Und wie schaffst du es, dabei am Ball zu bleiben?


    Im Juli heißt meine Monatschallenge „Jeden Tag Vokabeln lernen“. Nicht umsonst ist eins meiner Mottos „Lernen ist echt krass„.

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    Fediverse-Reaktionen
  • Monatsrückblick Juni 26 – Im Regen stehen und im Stadtpark hopsen

    Monatsrückblick Juni 26 – Im Regen stehen und im Stadtpark hopsen

    So langsam komme ich aus meiner Blogflaute wieder heraus: Es ist erst der 2. Juli und mein Monatsrückblick Juni 26 ist bereit zur Veröffentlichung. Das macht mich optimistisch für den Juli!

    Engel, Mentalisten und Skeletor

    Im Rückblick bin ich sehr zufrieden damit, wie inspirierend der Juni war. Natürlich war es auch heiß und mir persönlich ist alles über 25°C unangenehm. Trotzdem gab es einiges, was mir gut getan hat. Und diese Monatsrückblicke sind ein toller Anlass für mich, dass alles noch einmal wertzuschätzen.

    (Besagter Inspirational Skeletor ist eine Person im Fediverse, die Bilder der Figur aus den „Masters of the Universe“ mit erbaulichen Sprüchen kombiniert. Auch das eine gern genommene Quelle der Zuversicht. Siehe meine Mastodönekes.)

    Was hatte ich im Juni 26 vor und was ist daraus geworden?

    Weil ich meinen Mairückblick vorgestern erst fertig bekommen habe, gab es keine richtigen Pläne für den Juni. Nur ein Ticket für ein Bloodywood-Konzert im Knust, das ich schweren Herzens spontan habe verfallen lassen, weil es mir zu heiß war und ich nicht in einer Sauna mit zig anderen Menschen herum hopsen wollte.

    Von meinen ToWants für das dritte Quartal 2026 haben sich einige realisiert: Ich habe einen Monat lang fast jeden Tag Musik gemacht, meine Bilder für den 12tel-Blick und Projekt52 fertig bekommen und Madsen im Stadtpark gesehen.

    Macht Euch laut 1

    Im Mai waren wir durch den Inselurlaub demomäßig verhindert. Der Juni bot aber eine zusätzliche Veranstaltung: „Es reicht“, organisiert von Gewerkschaften und der Linken. Diese Demo richtete sich gegen die radikalen Sparmaßnahmen bei denen, die sowieso schon sehr wenig, im Grunde zu wenig haben. (Karte mit aktuellen Terminen für den Juli)

    In diesem Bereich wünsche ich mir mehr Solidarität von den nicht Betroffenen. Wenn wir weiter daran vorbei sehen, wie arme, behinderte oder sonstwie marginalisierte Menschen immer mehr drangsalisiert und für alle möglichen gesellschaftlichen Probleme verantwortlich gemacht werden, sehe ich unser Land und den Zusammenhalt hier in eine sehr beunruhigende Richtung abrutschen.

    Die Prüfdemo war deutlich besser besucht. Und das bei einem Wetter, das meinem Sonnenscheinfan einiges abverlangte. Einerseits finde ich es schade, dass sich bei Protesten gegen den Sparkurs weniger Menschen einfinden. Andererseits liebe ich Hamburg dafür, dass es in Sachen AfD-Prüfverfahren so stabil ist. Selbst massive Wolkenbrüche hindern die norddeutsche Seele nicht am Tanzen für die Demokratie.

    Beim eigentlichen Demozug wurde es zum Glück trockener. Die Seifenblasendüse und die vielen musikalischen Zwischenstationen sind wieder mal Beispiele dafür, wie fröhlich und kreativ linke Demos sind. Und diese zuversichtliche Gemeinschaft brauche ich von Zeit zu Zeit, um nicht mental unterzugehen. Das, und außerdem ist es ermutigend, wie beharrlich diese Prüf-Demos am Ball bleiben.

    Im Juli ist in Hamburg zunächst Sommerpause, der nächste Prüftermin ist erst am 8. August. Da sind wir selbstverständlich wieder dabei.

    Macht Euch laut 2

    An der Einfahrt zu unserer Straße steht eine Litfaßsäule. Und dieses Old-School-Informationsmedium hat mir schon diverse Ideen zur Gestaltung meiner Freizeit mitgegeben. Unter anderem hing dort die Liste mit Veranstaltungen im Stadtpark. So kam es, dass ich mir vor dieser lauschigen Freiluftkulisse Madsen angesehen habe.

    Zum ersten Mal habe ich sie 2005 auf dem Hurricane gesehen. Da spielten sie im ersten Slot, schätzungsweise um 11 Uhr vor einem ziemlich überschaubaren Publikum. Und sie haben sie gefreut wie die Schneekönige. Diese bodenständige Haltung und Freude am Musikmachen vor Menschen haben sie sich über die Zeit super bewahrt.

    Ich mag an Madsen die wilde Genremischung und ihre klare Haltung zu ihren Mitmenschen. Mit beiden Füßen auf dem Teppich und mit dem Herzen voller Zuversicht haben sie im Stadtpark Menschen aller Altersklassen mitgerissen. Inklusive der immer noch beliebten Geschichte, bei der sich alle hinhocken und dann auf Ansage hochhopsen und dann total eskalieren. Ich dachte eigentlich, ich sei zu alt für diese Art Mumpitz, allerdings hat sich mein Schrittzähler am Ende sehr bedankt.

    In den Tagen danach habe ich das Lied „Macht Euch laut“ (YouTube-Link) rauf und runter gehört und auch im Rahmen meiner noch zu verbloggenden Monatschallenge „Jeden Tag Musik machen“ zur Ukulele gesungen. Sie haben so recht, es bringt uns als Gesellschaft nicht weiter, wenn wir uns auf dem Sofa über Missstände ärgern. Oder uns in den sozialen Medien beschweren, aber nicht bei denen, die wirklich etwas ändern könnten.

    „Von allein kommt keine Rebellion
    Schweigen bringt keine Revolution!
    Ich kann euch nicht hören. Warum dreht ihr nicht auf?
    Macht euch laut!

    Von allein hören keine Kriege auf!
    Nichts passiert, wenn man nur daran glaubt
    Sagt was ihr denkt, dann hört man euch auch
    Macht euch laut!“

    Madsen

    Die Vorband „Kochkraft durch KMA“ kann ich auch rundherum empfehlen. Eine junge Post-Punk-Band beim Gand Hotel van Cleef, die viel zu sagen hat und sehr charmant damit umging, dass die Frau am Synthesizer einen Soundschnipsel zuhause vergessen hatte, der für einen Song essentiell war. Sie haben dann ein anderes Lied präsentiert und das freundliche Hamburger Publikum hat sie umso herzlicher abgefeiert.

    Was habe ich im Juni 26 gelesen?

    Geklaute Federn

    Auf LinkedIn gab es eine merkwürdige Begebenheit. Ich habe davon im Fediverse erfahren, weil das inszwischen mein einziges Online-Netzwerk ist. Und zwar stellte Eva Wolfangel fest, dass der Post eines andereren Menschen teils wortgleich mit einem ihrer früheren Beiträge war. Er wunderte sich selbst darüber, denn er hatte ihren Post wohl nicht gelesen.

    Anscheinend hat die von ihm genutzte KI ihren Text gefressen und nicht weiter verdaut, sondern in großen Brocken einfach wiederverwendet. Was sie an Recherche investiert hatte, konnte der spätere Poster sich sparen, weil sich das Sprachmodell einfach an Eva Wolfangels Arbeit bediente.

    Und das ist das, worauf es mit großer Wahrscheinlichkeit hinaus läuft: Dass sich Menschen fragen, wofür sie Zeit und Energie investieren, wenn andere sich einfach per Prompt dranhängen. Wie Inhaltsvampire, die sich nicht einmal Gedanken machen, wo die Federn herkommen, mit denen sie sich schmücken.

    „Der Journalismus läuft gerade Gefahr, genau in diese kaum auflösbare Tragödie zu laufen. Weil es für einzelne attraktiv ist, berufsethische Maßstäbe außen vor zu lassen und weil sie vom Diebstahl profitieren, ist ihnen sowohl der Vertrauensverlust in die Branche als auch die langfristigen Folgen für die Existenz des Journalismus egal.“

    Eva Wolfangel

    Disclaimer: Es geht mir nicht darum, ob jemand sich bei der Rechtschreibung oder dem Formulieren eigener Gedanken unterstützen lässt. Sondern dem Verfassen von ganzen „Beiträgen“, die scheinbar magisch aus dem Nichts kommen, deren Bestandteile in Wirklichkeit aber woanders geklaut wurden.

    Was habe ich im Juni 26 gehört?

    Sitzstreik und Stoffwechsel

    Ich höre gerne historische Podcasts über Frauen. Einer davon behandelt spezifisch Wissenschaftlerinnen, über die die meisten von uns heute nichts mehr wissen: Lost Women of Science. Eine davon ist Kamala Sohonie. Sie hat unter anderem in der Forschungsgruppe des indischen Nobelpreisträgers Raman gearbeitet. Weil ich während meiner kurzen Zeit als Chemikerin selbst Ramanspektroskopie betrieben habe, war das für mich noch ein extra Anknüpfungspunkt.

    Raman selbst war ein Beispiel dafür, wie jemand Erwartungen sprengen kann. Er war der erste indische Nobelpreisträger und hat dabei selbst gegen Widerstände arbeiten müssen. Und gleichzeitig hat er zunächst Kamala Sohonie als Mitarbeiterin abgelehnt. Weil sie eine Frau war. Daraufhin setzte sie sich, inspiriert von Mahatma Gandhi, vor sein Büro, bis er nachgab.

    Sei entdeckte, dass das Enzym Cytochrome C nicht nur in Tieren, sondern auch in Pflanzen am Stoffwechsel beteiligt ist. Später arbeitete sie allerdings an der Frage, wie die indische Bevölkerung, vor allem deren Kinder, bezahlbar mit wichtigen Nährstoffen versorgt werden konnte.

    Ihre Geschichte ist für mich so faszinierend, weil ich persönlich mit Widerständen nicht so mutig umgehe. Ich bewundere ihr Durchhaltevermögen genauso wie ihren Idealismus. Und Geschichten wie ihre dürften viel öfter erzählt werden.

    Was habe ich im Juni 26 gesehen?

    Good Omens 3

    Es kann sein, dass wir den dritten Teil von „Good Omens“ schon im Mai gesehen haben. Wichtiger aber ist, dass ich heillos begeistert war von diesem Finale. Die Geschichte dreht sich um zwei Engel, die im Originalroman namens „Good Omens“ (der Grundlage der ersten Staffel) versuchen, die Apokalypse zu verhindern.

    Aziraphale bekommt dabei Ärger von den bürokratischen Mächten des Himmels, Crowley als gefallener Engel muss den Interventionen der Dämonen aus der Unterwelt ausweichen. Das Ganze ist lustiger, als es klingt.

    Die zweite Staffel endete mit einem Cliffhanger. Aziraphale wurde im Himmel befördert, Crowley war enttäuscht, dass sein bester Freund diese Position annahm, statt anzuerkennen, wie tief die Beziehung war, die sich zwischen den beiden entwickelt hatte. Crowley wäre lieber aus dem ganzen System ausgestiegen und hätte sich mit Aziraphale irgendwohin verkrümelt.

    Der dritte Teil von Good Omens war keine Serie, sondern eine einzige Erzählung in Spielfilmlänge. Das Ende hat für mich alle Fäden sehr erfreulich verknotet und war zumindest einem der beiden Autoren, Terry Pratchett, mehr als angemessen. Und Crowely wurde endlich so wertgeschätzt, wie ich ihm das gewünscht habe.

    Spoiler

    Die Trilogie basiert hauptsächlich auf dem biblischen dualistischen Weltbild mit all seinen Figuren und Widersprüchen. Crowley hat immer wieder die relevanten Fragen gestellt, zum Beispiel, womit die Menschen außerhalb der Arche die Sintflut denn nun wirklich so sehr verdient hatten. Alles wird als gut und böse eingeteilt und zwar immer aus der Sicht der himmlischen Bürokratie.

    Kurz vor Schluss wird deutlich, dass Crowley der „beste Engel“ ist. Er hat zwar als Dämon schon fiese Dinge angezettelt, zum Beispiel für einen Dauerstau auf der M25 um London herum gesorgt. Allerdings wirkt er auf mich eher wie Loki. Wie eine dringend notwendige Figur, die den Status Quo hinterfragt. Die nicht einfach nur die Phrasen von oben zur Kenntnis nimmt und Aufträge abarbeitet. Da hat Aziraphale nicht immer eine gute Figur gemacht.

    Zum Schluss zerstört Gott auf Crowleys und Aziraphales Bitte hin das ganze Universum, um Platz zu machen für ein neues Universum ohne Götter, Engel oder Dämonen, dafür mit freiem Willen. Das war so ein Terry-mäßiges Ende der ganzen großen Geschichte, dass ich in ein Dauergrinsen verfallen bin.

    Zumal auch alle wichtigen Figuren des Films in diesem neuen Universum wieder auftauchten und sich wieder fanden. Als am Ende auch noch etwas fürs Herz, als Anthony Crowley und Asa Fell im gemeinsamen Garten sitzen und in die Sterne blicken.

    Kommunikation und Manipulation

    FunFacts ist ein tolles Format. Hier gibt es täglich zehn bis zwanzig Minuten unterhaltsam präsentierte Informationen über gesellschaftliche Phänomene und Entwicklungen. In einer besonders schönen Folge erklärt der Mentalist Timon Krause, mit welchen Mitteln Menschen sehr einfach manipulierbar sind: mit Wiederholungen, der Erzeugung von Angst, scheinbaren Begründungen und bildhafter Sprache zum Beispiel.

    Netterweise gibt er auch Tipps, wie wir uns vor Manipulationen schützen können. Ich verrate wohl nicht zuviel, wenn ich schreibe, dass ein Bewusstsein für diese Techniken schon die halbe Miete ist.

    Was habe ich im Juni 26 gebloggt?

    Projekt52 April 26 – Kochen, Fantasie, Gelernt, Kuscheltier

    Mein Beitrag zu Projekt52 April 26. Die Themen waren „Kochen“, „Gelernt“, „Fantasie“ und „Kuscheltier“.

    Projekt52 Mai 26 – Lesen, Funkeln, LED, Handy, Sehnsucht

    Meine fünf Bilder zum Projekt52 Mai 26 zu den Stichworten „Lesen“, „Funkeln“, „LED“, „Handy“ und „Sehnsucht“.

    Jeden Tag tanzen – Meine Challenge im Mai 26

    Im Mai 26 hieß mein Monatsvorhaben „Jeden Tag tanzen“. Das war wieder eine Challenge, die super lief und bereichernd war.

    Projekt52 Juni 26 – Baum, Wald, (Un)-Gemütlich, Buchstabe

    Meine vier Bilder zum Projekt52 Juni 26 passend zu den Stichworten „Ungemütlich“, „Baum“, „Wald“ und „Buchstabe“.

    12tel-Blick Juni 26

    Für meinen Beitrag zum 12tel-Blick Juni 26 wollten die Schwäne mal wieder nicht mit ins Bild. Vielleicht war ihnen auch zu heiß?

    Monatsrückblick Mai 26 – Flieder und Fluxkompensator

    Mein Monatsrückblick Mai 26: Spät aber doch berichte ich über einen Inselurlaub, ein Nostalgiemusical und Generationenverständigung.

    ToWants für das 3. Quartal 26

    Meine ToWants für das 3. Quartal 26 erscheinen wie geplant vor dem Juli. Es wird wieder musikalisch und kreativ und nachsichtig.

    Monatsrückblick Juni 26 in Mastodönekes:

    „Making your ancestors proud is commendable, but it is far more crucial to make your descendants proud.“

    Herbivore

    „bitte vergesst bei dem heißen wetter nicht eine schale wasser für ein französisches kernkraftwerk rauszustellen“

    1 Primåt

    „The only thing you can do about awful people is not be one of them.“

    „If you have the power to offer someone a little relief, do it. You know what a little relief feels like? It feels like a lot.“

    Inspirational Skeletor

    „There is more to be learned from wearing a dress for a day, than there is from wearing a suit for a lifetime.“

    Zitat von Larry Mitchell (1977). The Faggots & Their Friends Between Revolutions.

    Gepostet von Fuzzy Leapfrog

    Und was war sonst noch los?

    Im Juni hat der Holunder geblüht und ich habe jede Gelegenheit genutzt, meine Nase in die Blüten zu stecken.

    Nahaufnahme von braunen Pilzen in einem Gartenbeet.

    Ich habe im Garten Braunkappen angepflanzt. Zwischenzeitlich konnten wir drei davon ernten, die es wohl eilig hatten.

    Vorherige Junirückblicke

    Juni 23: Es war heiß und trocken, dafür bin ich viel zum Wandern draußen gewesen. Und zum Schnuppern an den Lindenblüten.

    Juni 24: Es gab ein Cousinentreffen in Osnabrück, eine Pixi-Ausstellung in Hamburg und leider eine Dauerbaustelle vor unserer Straßenausfahrt.

    Juni 25: Ich war im Ernst-Barlach-Museum in Wedel und ansonsten zum Untersuchungsmarathon wegen meiner Dauermüdigkeit.

    Was habe ich im Juli 26 vor?

    • Wacken
    • Nichtstun
    • Klingonische Vokabeln lernen
    • Sauerteige ansetzen

    Das war mein Monatsrückblick Juni 26. Schreibst du auch mehr oder weniger regelmäßig Rückblicke? Mir hat zum Einstieg die Anleitung von Judith Peters geholfen. 

    Wie ging es dir mit der Hitzewelle? Und welche Möglichkeiten hast du, dich laut zu machen?


    Auf meinem Blog erscheinen regelmäßig Beiträge wie dieser in der

    Fediverse-Reaktionen
  • ToWants für das 3. Quartal 26

    ToWants für das 3. Quartal 26

    Ein Punkt auf meiner Liste aus dem vergangenen Quartal war: Die ToWants für das 3. Quartal 26 schon im Juni verbloggen. Knapp, aber hier sind sie! Angestoßen hat diese Aktion Judith Peters, inspiriert durch das Buch „Das 12-Wochen-Jahr“.

    ToWants sind keine ToDos. Ich schreibe mir ganz bewusst nichts auf diese Liste, was mir Druck oder Stress macht, sondern Aktivitäten und Pläne, die ich ansonsten vergessen würde. Eine Art Wunschzettel an mich selbst, in einem überschaubaren, aber doch ausreichend langen Zeitfenster.

    Außerdem sind die ToWants eine effektive Prüfstation für meine Vorhaben. Wenn ich merke, dass ich sie mehr von einem Quartal ins nächste übertrage, sind sie wohl doch eher To-NichtSoSehr-Wants. Und auch das handhabe ich aus dem Bauch heraus. Ein paar Aktionen liegen mir doch am Herzen und ich bin einfach auf diversen Gründen nicht dazu gekommen.

    Was im 2. Quartal 26 liegen blieb

    Was waren das für Punkte, die im 2. Quartal nicht stattfanden?

    • Jeden Tag einen Blogartikel zu lesen ist in sich zusammen geschmolzen, als mein Energiepegel in den Keller fiel.
    • Unter der gleichen Flaute litt meine generelle Morgenroutine, daher habe ich auch für Zukunftsangela nicht so viele Ideen für kleine Gefallen gehabt.
    • Ich habe mein Snackverhalten nicht tiefer ergründet, mich allerdings gegen Ende Juni entschlossener gegen das Snacken entschieden. Oder es war zu warm, und ich hatte weniger Appetit, kann auch sein.
    • Meine Spargelpflanzen haben mich im Stich gelassen, ich selbst wäre bereit gewesen, ihnen beim Wachsen zuzusehen. Mal sehen, ob sie sich nächstes Jahr zurück melden.
    • Ich habe mir keinen Bibliotheksausweis zugelegt. Es scheint mir nach wie vor eine gute Idee zu sein, einen zu haben und die lokale Bücherei zu unterstützen. Die Möglichkeit, mir hier Bücher auszuleihen, hätte allerdings mein schlechtes Gewissen über meinen Lesestapel nur verstärkt.

    Meine To-Wants für das 3. Quartal 26

    Ich sortiere ToWants auch dieses Mal nicht nach Kategorien, sondern schreibe sie in der Reihenfolge auf, in der sie mir einfallen.

    ToWants 1 bis 10

    1. Ich schwelge morgens auf Pixelfed in Bildern.
    2. Ich etabliere meine Morgenroutine wieder neu.
    3. Dabei lese ich jeden Tag einen Blogpost, im vollen Bewusstsein, dass ich diesen unendlichen Bonbonladen an spannenden Artikeln nicht werde komplett durchlesen können.
    4. Gemeinsam mit meinem inneren Team nehme ich mir jeden Tag neu vor, online-Debatten an mir vorbeiziehen zu lassen als die Zeitverschwendung, die sie sind. (Diesen Punkt übernehme ich aus dem 1. Quartal, weil er mir so gut getan hat)
    5. Bei Regenwetter mache ich Schritte auf dem Laufband und sehe mir dabei YouTube-Videos von meiner immer wieder neu anwachsenden Watchlist an. Dafür habe ich auf meinem Tablet den Browser Brave installiert, damit ich nicht dauernd Werbung überspringen muss.
    6. Ich plane wieder Zeit für kleine Gefallen für Zukunftsangela in meinen Tagesablauf.
    7. Für die Aktionen Projekt52 und 12tel-Blick teile ich mir den Monat gleichmäßiger ein, damit ich nicht wieder in der zweiten Monatshälfte kreativen Druck habe.
    8. Die Sommerferien nutze ich zu einem angemessen Anteil fürs Nichtstun.
    9. Einen weiteren Teil meiner Zeit widme ich mit voller Absicht meiner aktuellen Faszination für die britische Soap Emmerdale.
    10. Nach dem Vorbild von Astrid Engel findet jeden Monat bei mir eine persönliche Challenge statt.
      • Im Juli lerne ich Vokabel mit Karteikarten.
      • Im August höre ich jeden Tag Hörbücher auf Bookbeat.
      • Im September gehe ich um 22 Uhr ins Bett.

    ToWants 11 bis 20

    1. Ich sehe mir die Videos zu den Zentangle-Project-Packs nicht nur an, sondern ich zeichne da auch aktiv mit.
    2. Die Nikotinpflaster gegen die Long-COVID-Müdigkeit wende ich weiter an und schreibe über meine Erfahrungen damit einen Blogartikel.
    3. Im August fahren wir ein paar Tage nach Langeoog. Nordsee geht immer.
    4. Mein Dauer-ToWant ist eine längere Spazierwanderung im Monat, solange die Temperaturen das zulassen.
    5. Die touristischen Ziele, die mir jetzt zum Ende Juni erst wieder eingefallen sind, möchte ich noch immer gerne sehen:
    6. Im September sehe ich Fear Factory (YouTube-Link) in der Hamburger Markthalle, eine meiner Lieblingsbands in einer meiner Lieblingslokalitäten. Der neue Sänger ist so jung und hochmotiviert!
    7. Ende Juli, Anfang August bin ich in Wacken und treffe dort eventuell ja ein paar Mitbloggerinnen, zwinkerzwinker! Es werden noch Wetten angenommen, ob wir dieses Mal wieder Staubwolken und Bruthitze oder doch Regen und Matsch haben werden.
    8. Wenn es schon so schön warm ist, setze ich mir wieder einen Weizen- und einen Roggensauerteig an.
    9. In diese ToWant-Liste sehe ich wöchentlich hinein, in der Hoffnung, dass mir dann nicht Vorhaben durchs schiere Vergessen durch die Lappen gehen.
    10. Meine ToWants für das vierte Quartal 26 liste ich schon Ende September auf. Was heute geklappt hat, kann ich mir ja zur Gewohnheit machen 🙂

    Hast du ToWants für 26?

    Das sind sie also, meine bisher zwanzig ToWants für das 3. Quartal 26! Es kann sein, dass ich noch Dinge hinzufüge, wenn sie mir einfallen. Nimmst du dir auch quartalsweise oder in einem anderen Zeitrahmen Aktivitäten vor? Was ist dir dabei wichtig?

    Und hast du auch im Laufe der Zeit so viel über dich, deine Bedürfnisse und deine Motivationsknöpfe gelernt?


    Frühere ToWant-Listen und mehr über das Thema Zielsetzung findest du in der

    Fediverse-Reaktionen
  • Monatsrückblick Mai 26 – Flieder und Fluxkompensator

    Monatsrückblick Mai 26 – Flieder und Fluxkompensator

    Wer hat jetzt wieder so schnell durch den Kalender geblättert? Ich möchte nicht wieder eine zweimonatige Ausgabe schreiben wie für März und April, also präsentiere ich Ende Juni meinen Monatsrückblick Mai 26. Einfach, damit ich mich sortierter fühle. Und es war echt zauberhaft, durch den Photoordner zu scrollen.

    Rückkehr der Geruchsnerven

    Am Mai 26 hat mich am meisten gefreut, dass ich wieder Fliederduft wahrnehmen konnte. 2024 war der komplett aus meinem Gehirn gestrichen, 2025 nur ansatzweise wieder wahrnehmbar. In diesem Frühling haben Fliederblüten wieder fast zu 100% wieder so gerochen, wie ich es in Erinnerung hatte. Wenn auch dieser Sinneseindruck immer nach kurzer Zeit abriss und ich eine Weile warten musste, bis die nächste Blüte wieder ihr komplettes Spektakel entfaltete.

    Beonders im Rückblick wird mir klar, wie traurig mich der Fliederduftmangel gemacht hatte. Es ist so eine scheinbar kleine Sache, aber für mich gab es diese Frühlingstradition, alle Bäume in meiner Umgebung abzuschnüffeln und den Fliedergeruch zu trinken. Außerdem ist die Vorstellung beunruhigend, dass das Corona-Virus offenbar meine Nerven beschädigt hat.

    Jetzt habe ich aber wieder Hoffnung und insgesamt einen schönen Mai erlebt. Auch wenn ich wenig gebloggt habe.

    Was hatte ich im Mai 26 vor und was ist daraus geworden?

    • Beltane feiern – Wie immer alleine und im kleinen Rahmen.
    • In die „Katzen!“-Ausstellung gehen – Mal sehen, ob ich Ende Juni ins Museum komme.
    • Ein paar Tage auf Amrum verbringen 👍
    • Mit dem Kurs „Learn Ubuntu“ anfangen. – Ganz vergessen.
    • Monatschallenge für Mai 26: Jeden Tag einmal tanzen. 👍
    • Mit voller Absicht weiter alte Emmerdale-Videos ansehen 👍
    • Mein Bedürfnis nach Snacks hinterfragen. – Auch vergessen.
    • Die Playlist zum Zentangle-Project-Pack 3 (YouTube-Link) durcharbeiten. – Da habe ich im Juni reingeguckt, aber noch nichts selbst gezeichnet.
    • Einen stabilen HabiticaGroove wiederfinden. – Ich bin dran, das bedeutet allerdings auch immer noch, weiterhin Dinge von der Liste zu nehmen.

    Warum ist Amrum so schön?

    Meine Eltern sind mit uns früher oft in den Sommerferien in Nordfriesland gewesen. Allerdings nie auf Amrum, obwohl meine Mutter dort getauft wurde und eine enge persönliche Beziehung zu dieser Insel hat. Ich selbst habe Amrum erst im November 25 für mich entdeckt. Und weil es uns so gut gefällt, unseren Hochzeitstag im ganz kleinen Zweierkreis and der Nordsee zu verbringen, haben wir uns dieses Jahr für einen Amrum-Kurzurlaub entschieden.

    Zu Fuß unterwegs

    Mir persönlich hat Nebel im November super gefallen. Auch wenn die Sonne immer sehr früh unterging. Dafür waren dann alle Fenster golden beleuchtet, und diese umfassende Dunkelheit am Himmel hat auch etwas Romantisches. Auch im Mai waren die Temperaturen nicht zum Baden geeignet, dafür war aber der Wind nicht so schneidend kalt. Entsprechend hatte die Schrittzählerapp viel zu tun. Ich bin dabei auch deutlich mehr herum gekommen als im Herbst.

    Im Mai sind noch nicht so viele Tourist:innen vor Ort und gleichzeitig haben schon mehr Cafés und Restaurants mit veganen Optionen geöffnet. Und die Bohlenwege liebe ich wirklich, mit denen es möglich ist, die Dünenlandschaften zu erkunden, ohne dass die Natur darunter leidet. Allerdings gibt es immer wieder zwischendurch Treppenstufen, für die Barrierefreiheit ist noch Luft nach oben.

    Kulturelles

    Obwohl mein Vater geborener Nordfriese ist (daher auch mein Nachname), spricht er kein Friesisch. Auch Plattdeutsch hat er nicht an uns Kinder weitergegeben. Auf Amrum ist Friesisch überall präsent, in Straßennamen und Schildern mit Sprüchen an diversen Sitzbänken.

    Wenn es um romanische Sprachen oder auch Dänisch geht, hat mein Gehirn eine Art Automatismus, mit dem es mir das Allermeiste an Wortbedeutungen erschließt. Bei Friesisch funktioniert das so ziemlich gar nicht. Mit einem Onlineübersetzungstool für Friesisch habe ich mir den Spruch gerade zurecht geknobelt. Okay, im Nachhinein doch nicht so schwierig zu erkennen bis auf das letzte Wort.

    Hi maaget faan en fört en sonersliak.

    Er macht aus einem Furz einen Donnerschlag.

    Das Labyrinth kam mir dagegen kulturell sehr vertraut vor. Und dieses Mal sind wir es zu zweit abgelaufen. Gerade in dieser Umgebung, direkt am Wasser wirkte das extra stimmungsvoll.

    Architektur und Natur

    Die ganze Woche hatten wir quietschblauen Himmel. Mir ging mit der Zeit die viele Sonne schon etwas auf die Nerven, die lokale Architektur allerdings nicht. Daran kann ich mich nicht sattsehen, vor allem nicht in Nebel. Dort steht die Mühle aus dem zweiten Bild, der Leuchtturm ist weiter südlich. Den Aufstieg haben wir uns verkniffen, weil wir auch so schon genug Sport hatten.

    Was auch für einen Inselaufenthalt im Mai spricht: Es waren überwältigend viele (Zug-)Vögel dort, die meisten mit der Aufzucht ihrer Küken beschäftigt. Und die Zeit des Sonnenaufgangs war auch ideal, um ihn aus dem Stubenfenster zu beobachten. Das wird wohl ab jetzt Tradition, Anfang Mai nach Amrum zu reisen.

    Zurück in die Zukunft

    Mein vorletztes Musical war „Anatevka“ in der Freilichtbühne Porta Westfalica Ende der Achtziger. Das letzte war der „König der Löwen“ im Londoner Lyceum in den Nullerjahren. Ansonsten bin ich eher nicht so Musical-affin. Als ich aber las, dass es eine Bühnenversion von „Zurück in die Zukunft“ gibt, war die Sache schnell entschieden. Und in der Bilanz hat mir die Vorstellung sehr gut gefallen.

    Der Theaterraum an sich ist deutlich kleiner als ich es erwartet hatte. Und das Bühnenbild ist fantastisch: Wie viel Liebe zum Detail drinsteckte, fiel uns deswegen auf, weil wir noch am gleichen Abend nach der Show an einem Sonntagnachmittag den Film ansahen. Dabei gab es viel „Wow!“ und „Ach nein!“ Und auch die Dialoge waren zum großen Teil sehr nah am Original

    Ich hätte mir gewünscht, dass die Musik aus dem Film stärker in die Lieder des Musicals eingeflossen wäre. Die Kompositionen klangen für mich weder sonderlich nach den Achtzigern noch nach den Fünfzigern.

    Richtig anstrengend war für mich die Zeit nach dem Einlass und vor Beginn der Aufführung. Da fiepte im Hintergrund unerwartet laut ein „Computergeräusch“, wohl um eine Science-Fiction-Atmosphäre zu vermitteln. Das hätten sie gerne weglassen können, ich habe währenddessen versucht, mich durch tiefes Durchatmen zu entspannen.

    Wenn auch manche Teile der Handlung umgeschrieben worden waren, die Grundgeschichte wurde sehr liebevoll transportiert. Und an einigen Stellen brachte die kreative Freiheit auch kleine Geschenke für Fans anderer Serien, zum Beispiel als die Tardis durch Doc Browns Traumsequenz flog.

    Aus mir wird vermutlich nie der große Musicalfan. Trotzdem war Zurück in die Zukunft ein großes Mai-Highlight.

    Was habe ich im Mai 26 gelesen?

    Sadisten und Verkehrslärm

    Der Artikel ist schon älter, ich wurde aber erst im Mai 26 darauf aufmerksam gemacht. Eine Studie brachte das nicht sehr überraschende Ergebnis hervor, dass Menschen, die gerne lärmende Fahrzeuge fahren, eine signifikant höhere Tendenz haben, männlich, Sadisten und Psychopathen zu sein.

    Mich würde mal eine ähnliche Untersuchung zum Thema Böllern interessieren. Mein Verdacht ist, dass es dort ähnlich aussieht. Was wir mit den Ergebnissen machen, ist dann eine zweite Frage.

    Was habe ich im Mai 26 gesehen?

    Boomerwort des Jahres

    Das Thema „Jugendwort des Jahres“ finde ich jedes Jahr wieder unangenehm. Die jungen Menschen, die ich in meinem Alltag erlebe, lachen jedenfalls oft über diese Tradition. Jährlich kratzen sich mittelalte bis alte Menschen am Kopf, was das nun wieder alles soll, Susanne Daubner gibt sich Mühe, das Jugendwort unfallfrei auszusprechen, und viele Jugendliche erklären, diese Begriffe gar nicht zu verwenden.

    Als Alternativprogramm wird seit einiger Zeit das Boomerwort des Jahres (YouTube-Link) gekürt. Und zwar mehr oder weniger liebevoll und mit einem Augenwzinkern gemeint. In diesem Kurzvideo fordert „DerTim“ seine Fans dazu auf, in den Kommentaren Wörter und Sprüche aufzulisten, die sie mit älteren Menschen assoziieren.

    Und ich muss sagen, ich habe ziemlich gelacht. Und mich in ein paar Dingen wieder gefunden. Vor allem die Klarsichthülle ist mir persönlich ein Anliegen. Denn immer, wenn meine Eltern mir ein vielseitiges Dokument übergeben, zum Beispiel Erinnerungen an ihre Kindheit, dann in Form eines Ordners mit allen gedruckten Seiten fein säuberlich einzeln in Klarsichthüllen. Fragen meinerseits nach PDFs per E-Mail verhallen ungehört.

    Während „Schlendrian“ und „Drückeberger“ in der Generationendebatte deprimierend aktuell sind, habe ich mich über „Firlefanz“, „Larifari“ und „Mumpitz“ sehr gefreut. Letzteres verwende ich selbst oft, obwohl ich wohlgemerkt GenX und nicht Boomerin bin. Aber darüber, dass meine Kohorte in der Debatte oft nicht auftaucht, will ich mich beim besten Willen auch nicht beschweren.

    Also große Empfehlung weniger für das Video als dieses Mal ernsthaft für die Kommentarspalte.

    Der Wal und die Neurowissenschaft

    Ich liebe das Format FunFacts. Das sind Videos von 10 bis 20 Minuten Länge, die täglich auf mehr oder weniger lustige Weise über eine große Bandbreite von aktuellen Phänomenen und Problemen informieren. Und zwar spendenbasiert und damit unabhängig.

    Im Mai war unter anderem die Neurowissenschaftlerin Maren Urner (PeerTube-Link) dran. Ich höre ihr sowieso gerne zu, und dass sie die Geschichte um den gestrandeten Wal aufgegriffen hat, fand ich sehr passend. Es geht darum, warum wir glauben, was wir glauben und wie wir mit kognitiver Dissonanz umgehen. Also Themen, die mich auch auf meinem Blog immer wieder beschäftigen.

    Maren schafft es, diese Mechanismen im Denken und der Kommunikation verständlich und ohne Vorwurf zu vermitteln. Aus meiner Sicht eine besonders hilfreiche FunFacts-Folge.

    Was habe ich im Mai 26 gebloggt?

    Tee statt Kaffee – Meine Challenge im April 26

    Im April 26 hieß mein Monatsvorhaben „Tee statt Kaffee“. Lies hier, warum ich das gemacht habe und wie das meine Morgenroutine verändert hat.

    Monatsrückblick März und April 26

    Mein Monatsrückblick März und April 26: Illusionen, Kultur, ein Dorf in Yorkshire, ewiges Treppensteigen und Wut auf das System.

    12tel-Blick Mai 26

    Mein Beitrag zum 12tel-Blick Mai 26 zeigt die aktuelle üppige Natur in meiner Umgebung und den Frühlingshimmel im Mai.

    Monatsrückblick Mai 26 in Mastodönekes:

    Wenn mir im Fediverse bemerkenswerte Beiträge auffallen, setze ich immer ein Lesezeichen und sehe sie mir zum Ende eines Monats noch einmal an. Es beeindruckt mich immer wieder, welche bewegenden Worte meine Mitmenschen oft finden.

    „Wenn die CDU/CSU der Ansicht ist, den Maifeiertag bräuchte es nicht mehr, weil 1886 schon so lange her und nur für einen kleinen Teil der Gesellschaft von ideologischer Bedeutung sei, dann bin ich gespannt, mit welcher Begründung wir weiterhin Ostern, Pfingsten und Weihnachten haben“

    bee

    „One of the great lessons in life is that we built this.

    All of it.

    And we choose throughout our days how we will continue or change the world we have built.

    We can build differently.“

    Natasha

    „You guys… we made it all up.

    ALL of it. Everything. Money. Bills. Gender. Capitalism. Femininity. Masculinity. Body image.

    The 5 day workweek. Three meals a day. School. College.

    Fashion. Expectations. Institutions. Holidays. Traditions.

    Literally every single thing that we take for granted as just the way it’s done is fucking made up and I just feel like it’s really important that we remember that.“

    Textkachel im Post von Natasha.

    „Die Zukunft liegt aktuell in den Händen reicher alter Männer, die in eine nostalgisch verklärte Vergangenheit zurück wollen, in der sie unwidersprochen Schei*e sein durften.
    Und zwar zu uns.
    Zu Frauen.
    Zu Queers.
    Zu Migrant:innen.
    Zu Armen.
    Zu Arbeitnehmer:innen.
    Zu Selbständigen.
    Zu Kranken.
    Zu Behinderten.
    Zu Kindern.
    Zu Jugendlichen.
    Zu Arbeitslosen.
    Zu Kreativen.
    Zu Wissenschaftler:innen.
    Also kurz gesagt zu allen außer zu anderen alten reichen Männern.

    Ändern wir das!“

    Carola Ottenburg

    Und was war sonst noch los?

    Ich habe meine Nase in jeden Vorgarten gereckt, der Flieder, Rosen oder Jasmin hatte. Auch wenn sich in meinem Bilderordner nur dieses Jasminblütenbild fand.

    Der Ortsverband von Bündnis 90/Die Grünen hat einen Vortrag über die Mobilitätswende in Halstenbek veranstaltet. Leider nicht sehr gut besucht.

    Vorherige Mairückblicke

    Mai 23: Ich habe bei einer Judith-Peters-Aktion über meine Bestimmung nachgedacht, bewusst mit dem Lesen wieder angefangen und an einer Critical Mass teilgenommen.

    Mai 24: Wir haben in Sankt-Peter-Ording zu zweit unsere Silberhochzeit gefeiert. Außerdem gab es eine Familienmediation und Post für Politiker. Und dann hat zum ersten Mal der Flieder nach nichts gerochen.

    Mai 25: Ich habe das Industriemuseum Elmshorn besichtigt und über Hoffnung nachgedacht.


    Das war mein Monatsrückblick Mai 26. Schreibst du auch mehr oder weniger regelmäßig Rückblicke? Mir hat zum Einstieg die Anleitung von Judith Peters geholfen. 

    Siehst du dir gerne Musicals an? Oder bist du lieber am Meer? Und wie stehst du zu Boomerworten?

    Auf meinem Blog erscheinen regelmäßig Beiträge wie dieser in der

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  • 12tel-Blick Juni 26

    12tel-Blick Juni 26

    Natürlich ist es nicht nur bei mir so heiß. Umso stolzer bin ich auf mich, dass ich für meinen 12tel-Blick Juni 26 trotzdem losmarschiert bin. Immerhin war die Beleuchtung wirklich gut.

    Worum geht es bei dieser Aktion?

    Eva von Verfuchst-Und-Zugenäht organisiert den 12tel-Blick freundlicherweise. Auf ihrem Blog findest du eine ausführliche Erklärung mit Tipps und jeweils zum Ende des jeweiligen Monats eine Linkliste zum Eintragen.

    Bei dieser Photochallenge machst du ein Jahr lang jeden Monat ein Bild vom gleichen Motiv. Es geht (mir jedenfalls) darum, die Veränderungen durch die Jahreszeiten zu verfolgen und auch zu sehen, in welchem Verhältnis die äußere Entwicklung mit meiner inneren Verfassung steht.

    Außerdem ist die Aktion für mich ein willkommener Anlass, bewusster auf meine Umgebung zu achten. Für das kommende Jahr (und mindestens zwei weitere) habe ich schon neue Motive gefunden.

    Mein 12tel-Blick Juni 26

    Für 2026 ist mein Motiv eine kleine Insel im Schenefelder Regenrückhaltebecken. In meinem Beitrag von Januar 26 erzähle ich noch ein bisschen mehr darüber. Jedes Mal, wenn ich zum Photographieren hingehe, denke ich mir, dass ich dort wieder zum Nordic Walking vorbeilaufen möchte.

    Die Bäume und Büsche sind inzwischen noch gründlicher belaubt als im Mai. Allerdings hat der eine Baum ganz links auf der Insel immer noch keine Blätter. Das fällt mir dieses Jahr noch deutlicher auf, dass es selbst hier inzwischen einen Teil Bäume gibt, die kaputt sind, sehr wahrscheinlich wegen der Trockenheit. Mir macht das echt Sorgen.

    Die Schwäne haben sich wieder mal nicht gezeigt, dafür dümpelten ein paar Gänse über den See.

    Gibt es auch bei dir Orte, die du im Laufe des Jahres immer wieder besuchst und photographierst?

    Nach dem erstem halben Jahr lohnt sich wohl auch nochmal eine Galerie mit allen Bildern:

    Jetzt freue ich mich auf die zweite Jahreshälfte und goldenes Laub in den Bäumen.


    Weitere kreative Beiträge wie diesen 12tel-Blick Juni 26 findest du in meinem Blog in der

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  • Projekt52 Juni 26 – Baum, Wald, (Un)-Gemütlich, Buchstabe

    Projekt52 Juni 26 – Baum, Wald, (Un)-Gemütlich, Buchstabe

    Jeden Monat zieht mich das Projekt52 von Sari vom Heldenhaushalt wieder in meinen Groove. Wenn ich auch sonst nicht viel gebloggt habe, die Bilder für für Projekt52 Juni 26 haben mich vor die Tür gelockt. Ein bisschen überschneiden sich die Themen, aber das ist wohl einfach eine Frage des Zufalls beim Losen.

    Jeden Monat bekommen wir vier bis fünf Themen aus einer gemeinsam zusammen getragenen Liste. Und dazu überlegen wir uns mehr oder wenige kreative Antworten, meistens in form von Bildern. Wenn dich die Aktion anspricht, kannst du aber auch Texte oder anders gestaltete Werke einreichen. Sari bietet auch für den Juni wieder einen Blogpost, in dem du die Links zu deinen P52-Beiträgen eintragen kannst.

    Meine Beiträge zum Projekt52 Juni 26

    Ungemütlich

    Bei manchen Verkehrsschildern geht mir direkt der Hut hoch. Wenn sich auf einem schmalen Weg Menschen zu Fuß und mit dem Rad aneinander vorbeischlängeln und sich letztere auch noch unterordnen müssen, ist der Stress vorprogrammiert. Zumal die Straße, auf der die Autos nebenher brausen, übertrieben breit ist.

    Es wird in der Gemeindevertretung schon lange darüber diskutiert, dass die Autofahrbahn verschmälert und die Wege rechts und links dafür breiter werden sollen. Bisher hakt es mal wieder an der Finanzierung. Richtig ungemütlich wurde es auf diesem Abschnitt, als zum Teil hüfthohe Schneewehen auf den geteilten Fuß- und Radweg geweht beziehungsweise geschoben worden waren. Kein Gute-Laune-Bild, allerdings war das Thema auch „ungemütlich“.

    Baum

    Ich bin bekennende Baumumarmerin. Diese Perspektive liebe ich und zum Glück lebe ich in einem traditionellen Baumschulgebiet. In Brunsbüttel war ich dichter am Meer, dafür gibt es hier richtig alte und große Bäume verschiedener Arten.

    Mich fasziniert, wie unterschiedlich ihre Rinden sind, wie unterschiedlich früh sie Laub bekommen und was für eine Variation an Persönlichkeiten sie haben. Eichen sehen für mich zum Beispiel immer aus, als ob sie tanzen.

    Wald

    Mancher „Wald“ hier ist eine ehemalige Baumschule. Dort stehen lauter gleichartige Bäume in schnurgeraden Reihen. Und dann gibt es noch das Erholungsgebiet „Wedeler Au“. Wenn wir es organisiert bekommen, gehen wir hier sehr gerne am Wochenende eine Runde spazieren. Das Gelände ist so groß, dass sich das Publikum weiträumig verteilt und der Schatten ist gerade aktuell sehr willkommen.

    Am vergangenen Wochenende ist mir bei Blick nach oben aufgefallen, wie viele Baumkronen nicht mehr komplett gesund aussehen. Die Bäume bieten uns mehrere Grad Abkühlung und zum Dank befeuern wir die Klimaerhitzung und als Konsequenz die Trockenheit. Im Allgemeinen habe ich schon den Eindruck, dass in meiner Region die Welt noch ziemlich in Ordnung ist. Trotzdem mache ich mir Sorgen um „meinen“ Wald.

    Buchstabe

    Dieses X findet sich nicht nur auf dem Hamburger Fischmarkt. Eigentlich ist es ein weißes Kreuz auf schwarzem Grund, manchmal auch umgekehrt. Es markiert den Europafernwanderweg E1, der von Süditalien bis zum Nordkap führt. Hier in Norddeutschland gibt es einen alternativen westlichen Schlenker und die offizielle Route.

    Der Originalweg verläuft quer durch Hamburg. Währenddessen kommt die Westalternative fast bei mir zu Hause vorbei. Die Wanderroute verbindet mich mit lieben Menschen sowohl südlich als auch nördlich und ich mache immer Photos, wenn ich mal wieder so ein X entdecke.

    Meine Beiträge für Projekt52 2026

    Dieser Blogpost Projekt52 Juni 26 war für mich sensationell pünktlich. Jetzt muss ich nur noch wieder die Einzelbilder gewissenhaft auch auf Pixelfed teilen.

    Folge mir dort auch gerne, falls du schon im Fediverse bist. Wenn nicht, stehe ich jederzeit zur Unterstützung bereit, wenn du darüber nachdenkst, von Instagram dorthin zu wechseln. Am 5. Juli ist übrigens wieder DI.Day!

    Hier sind meine bisherigen Beiträge:

    Ansonsten erscheinen in meinem Blog regelmäßig Beiträge in der

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  • Jeden Tag tanzen – Meine Challenge im Mai 26

    Jeden Tag tanzen – Meine Challenge im Mai 26

    Das war jetzt schon meine fünfte Monatschallenge im Jahr 2026. Mein Plan ist es, jeden Monat in einem abgeschlossenen Zeitrahmen eine neue (oder ehemalige) Gewohnheit auszuprobieren. Ohne das Versprechen, dass ich sie dann für immer beibehalte, aber immer mit der Option dazu. Und im Mai 26 wollte ich jeden Tag tanzen.

    Dieser Beitrag erklärt, was meine Absicht dahinter war, wie die Challenge gelaufen ist und was ich dabei eventuell sogar gelernt habe.

    Warum wollte ich jeden Tag tanzen?

    Erstens ist Tanzen einfach gesund. Es ist eine kleine Cardio-Einheit, trainiert das Rhythmusgefühl (gut für das Gehirn!) und lässt sich nebenbei mit dem ansonsten eher langweilen Aufräumen kombinieren. Tanzen ist eher niedrigschwelliger Sport, jedenfalls so, wie ich es betreibe. Und ich brauche dazu keine Ausrüstung und keine Vorbereitung außer etwas Musik.

    Zweitens stelle ich fest, dass ich früher mehr getanzt habe. Früher waren einfach mehr Partys und damit mehr Anlässe. Obwohl ich traditionell immer eher unsportlich war, hat es mir immer Spaß gemacht. Zwischenzeitlich habe ich sogar mal orientalischen Tanz gelernt, auch wenn ich davon viel wieder vergessen habe.

    Und heute sitze ich viel zu viel, was mir mein Bewegungsapparat alles andere als dankt. Meine COVID-Nachwirkungen und der bunte Strauß an Spezialeffekten der Wechseljahre haben sich ungünstig zusammen gestapelt. Meine Muskeln fühlen sich schlapp und verkatert an, was mich zu oft dazu verleitet, sie weniger zu nutzen, was die Situation nur schlimmer macht. Zeit zum Aufraffen also, aber mit Spaßfaktor.

    Wie bin ich vorgegangen?

    Ursprünglich wollte ich mir extra eine Tanzplaylist zusammenstellen. Stattdessen habe ich ein paar wiedergefundene MP-Dateien auf meinem Smartphone geparkt für die Woche Urlaub auf Amrum. Für Zuhause habe ich spontan alte CDs durchgeblättert auf der Suche nach Musik, die ich schon ewig nicht mehr gehört habe.

    Auf dieser Basis habe ich dann einfach jeden Tag zufällig um die drei Stücke abgespielt und dazu getanzt. Meistens in der Küche, weil da relativ viel Platz ist. Ich hatte keine Ansprüche daran, wie ich dabei aussehen würde, mein Motto war wirklich „Tanze, als würde dich niemand sehen!“

    Es hat mich auch meistens niemand gesehen, außer meinem Mann. Der hat manchmal sogar mitgemacht, manchmal auch nur gegrinst.

    Jeden Tag tanzen – Einsichten

    Diese Monatschallenge war bisher die unterhaltsamste. Ich habe großartige Musik wiederentdeckt, meine Muskeln bewegt und Spaß dabei gehabt. Weil die Bewegungshäppchen so klein waren, hat mich daran auch nichts überlastet.

    Mir ist duch das Jeden Tag Tanzen überhaupt erst bewusst geworden, wie viel Platz in unserer Küche ist. Dieses Bewegungspotential darf genutzt werden.

    Schon ziemlich früh im Mai hat sich etabliert, dass ich diese tägliche Challenge „Tanzpause“ genannt habe. Und das ist genau, was sie ist: Mal hochkommen aus der sitzenden Haltung und auch aus dem Nachdenken oder Schreiben oder was auch immer ich denke, stundenlang machen zu sollen.

    Schreiben und Denken sind richtig schöne Aktivitäten. Und gleichzeitig kann mein Gehirn dann und wann mal eine Pause gebrauchen. Vor allem das generell niedrige Level an Absicht, Planung und Bewertung haben mir merklich gut getan.

    Was ich in den Juni mitnehme

    Im Juni mache ich jeden Tag selbst Musik. Weil ich mir zu den vorhandenen vierundzwanzig Stunden keine zusätzliche Zeit schnitzen kann, werde ich vermutlich nicht mehr jeden Tag eine Tanzpause machen. Trotzdem habe ich vor, vor allem die alten MP3- und CD-Sammlungen noch weiter auf Tanzbarkeit zu überprüfen.

    Besonders bei Aufgaben aus dem Bereich Hausarbeit werde ich wieder mehr Musik nebenbei abspielen. Früher habe ich das häufig gemacht, jetzt für mich wiederentdeckt. Es fegt sich deutlich angenehmer, wenn im Hintergrund etwas Metal (YouTube-Link) läuft. Oder Neunzigermusik (YouTube-Link). Oder der Barbie-Soundtrack (YouTube-Link).

    Meine bisherigen Challenges

    „Jeden Tag tanzen“ war mein fünftes Monatsprojekt. Bisher habe ich

    Tanzt du auch gerne?

    Macht Musik es dir auch leichter, dich zu bewegen? Tanzt du überhaupt gerne? Lieber alleine oder lieber in Gesellschaft?

    Und hast du bei einem Hobby auch mal den Faden verloren und dich dann über das Wiederentdecken gefreut?


    Im Juni heißt meine Monatschallenge „Jeden Tag Musik machen“. Offensichtlich mag ich Musik aktiv genauso wie passiv.

    Dir hat dieser Beitrag gefallen? Ähnliche Texte findest du in meinem Blog hier:

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  • Projekt52 Mai 26 – Lesen, Funkeln, LED, Handy, Sehnsucht

    Projekt52 Mai 26 – Lesen, Funkeln, LED, Handy, Sehnsucht

    Das Projekt52 wird organisiert von Sari vom Heldenhaushalt. Jeden Monat motiviert es mich, meine Umgebung aufmerksamer wahrzunehmen und zu den vier oder fünf Stichworten Bilder zu machen. Die Liste für Projekt52 Mai 26 war wieder echt inspirierend und unser Urlaub auf Amrum kam sehr passend.

    Wie läuft Projekt52 ab? Sari lost aus einer gemeinsam zusammen getragenen Liste vier bis fünf Stichworte aus. Und die nehmen die Teilnehmenden dann mit in ihren Alltag. Allerdings ist grundsätzlich ist die Umsetzung der Themen in Form von Photos nicht verpflichtend. Wenn dich die Aktion anspricht, kannst du auch Texte oder anders gestaltete Beiträge einreichen.

    Meine Beiträge zum Projekt52 Mai 26

    Lesen

    Als ich noch jünger war, habe ich sehr viel gelesen. Und ich habe nicht damit gerechnet, wie nervig es für eine kurzsichtige Person ist, wenn mit fortschreitendem Alter sich eine Weitsichtigkeit einfach darüberlagert. Damit ist nichts besser geworden, ich lese nur deutlich seltener.

    Ich konnte mich auch bisher nicht zu einer Gleitsichtbrille durchringen, stattdessen habe ich eine separate Lesebrille. So muss ich immer extra daran denken, sie aufzusetzen, dafür wird mir auf der Treppe nicht schwummerig.

    Funkeln

    Dieser Anhänger war Teil einer Perlenkette, die ich gemeinsam mit einer Frauengruppe geknüpft habe. Jede von uns hat Perlen mitgebracht und dann haben wir die in einer Gemeinschaftsaktion zusammen aufgefädelt. Eine Frau hatte sich vorher die Mühe gemacht, diese kleinen Sterne zu basteln.

    Irgendwann hat sich die Kette bei mir mal aufgelöst. Die Perlen habe ich aber aufgehoben und sie funkeln hier noch immer und erinnern mich an diese Gruppe.

    LED

    Das hier ist eine kleine Solarlampe von Jysk. Ich vergesse immer, die Dinger in den Garten zu hängen. Erst in der dunklen Jahreszeit fällt es mir dann wieder ein.

    Handy

    In meinem Leben habe ich zwei Handys von meinem Mann „geerbt“, ein Siemens C25 und ein Schiebehandy von Sony mit aufgeklebtem rotem Tartan.

    Mein erstes Samsung Smartphone habe ich 2016 von einer ehemaligen Nachbarin aus Brunsbüttel gebraucht gekauft. Als der Akku wirklich unzuverlässig wurde, habe ich mir dann mein Fairphone zugelegt. Letzteres funktioniert heute noch gut genug, dass ich es so schnell nicht ersetzen werde.

    Das Samsunggerät ist jetzt, nach einer Anregung von Zauberweib, meine Musiksammlung in der Küche.

    Sehnsucht

    Sehr passend zu diesem Stichwort waren wir Anfang Mai auf Amrum. Das könnten wir sehr gerne als Tradition etablieren, denn in der Zeit liegt auch unser Hochzeitstag. Und Sehnsucht nach dem Meer habe ich wirklich immer.

    Meine Beiträge für Projekt52 2026

    Im Vergleich war der Blogpost Projekt52 Mai 26 fast pünktlich. Für den Rest des Jahres nehme ich mir wieder vor, früher mit dem Photographieren anzufangen und die Bilder auch immer direkt auf Pixelfed zu teilen.

    Folge mir dort auch gerne, falls du schon im Fediverse bist. Wenn nicht, stehe ich jederzeit zur Unterstützung bereit, wenn du darüber nachdenkst, von Instagram dorthin zu wechseln. Am 7. Juni ist übrigens wieder DI.Day!

    Hier sind meine bisherigen Beiträge:

    Ansonsten erscheinen in meinem Blog regelmäßig Beiträge in der

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