Es ist Zeit für den Monatsrückblick November 24 nach der Anleitung von Judith Peters. Ganz ehrlich, die Wahl in den USA und die politische Entwicklung in Deutschland haben mich ziemlich beschäftigt. Das ist mir auch daran aufgefallen, wie weniger Photos ich im November gemacht habe. Es war natürlich schon etwas los, aber ich war tatsächlich oft mit den Gedanken woanders. Immerhin hat mir das Ganze die Energie gegeben, mir einiges von der Seele zu bloggen 🙂
Was hatte ich vor und was ist daraus geworden?
Auf diesem Blog den Artikel Nummer 100 posten. -> Abgehakt!
Meiner Webseite neue Schriftarten und neue Farben verpassen. -> Nicht abgehakt 😄
Die Weihnachtshäkeldeko aus dem Adventskalender 23 fertigstellen. -> Noch nicht fertig, aber auf einem guten Weg.
Auch wenn es schwer fällt, in Zeiten besonders frustrierender politischer Entwicklungen Nachrichten hilft es mir, wenn ich deutlich weniger Nachrichten verfolge.
Katzenzähne
Unsere 17 Jahre alte Lilly hat schon einiges hinter sich. Jetzt waren die Zähne dran, aber bevor die OP stattfinden konnte, mussten wir erst mal eine eventuelle Herzmuskelschwäche abklären und die Schilddrüse einstellen. Beim dritten Versuch wurde unter der Zunge eine Wucherung festgestellt und statt der Zahnextraktion hat die Praxis eine Probe eingeschickt. Wir sind wirklich von einem bösartigen Gewebe ausgegangen und hatten geglaubt, sie hätte nur noch ein paar Wochen.
Das Ergebnis war überraschend: Die Probe war gutartig und die Zähne konnten im Oktober gezogen werden. Über den November hat sie sich davon erholt und wir haben festgestellt, dass sie ohne Eck- und Reißzähne im Oberkiefer mit größerem Appetit isst als vorher mit. Den ganzen Monat über haben wir es genossen, dass es ihr so viel besser geht und dass sie uns noch erhalten bleiben wird. So ein Haustier ist schon ein Familienmitglied , vor allem nach so vielen Jahren 🩷
Draußen im Herbst
Der Herbst ist meine Lieblingsjahreszeit. Und in meiner ToWant-Liste für das letzte Quartal des Jahres hatte ich mir ausdrücklich vorgenommen, jeden Monat eine längere Runde (>10km) mit Komoot in der Umgebung zu machen.
Im November bin ich nach Heidgraben gefahren und habe dort eine Runde gedreht. Der Ort ist vermutlich nicht so bekannt, allerdings hat eine meiner Tanten dort mal mit zwei meiner Cousinen dort gewohnt. entsprechend kannte ich Heidgraben nur von Besuchen, aber nicht von Spaziergängen.
Dabei gab es auf der vorgeschlagenen Runde eine Menge über die Gegend zu lernen. Ich kam bei der Liether Kalkgrube vorbei, die ich noch einmal gezielt besichtigen werde. Vor Ort gibt es zum Beispiel einen „Findlingsgarten“ mit diversen Steinen aus verschiedenen Regionen, alle nach Gesteinsart und Alter beschildert.
Eine weitere „touristische Attraktion“ ist dieser Stein. Er markiert die Stelle, an der in den 1870ern eine Bohrung in für damalige Zeiten Rekordtiefe vorgenommen worden ist. Solche geologischen Lernorte finde ich super spannend. Ich bin im Kreis Pinneberg geboren und wusste viele Jahre sehr wenig über diese Gegend. Jetzt wohne ich seit 2016 hier und lerne immer wieder ein bisschen dazu. Oft zufällig, wenn ich eigentlich nur zum Schrittemachen antrete und nicht gezielt zum Entdecken.
Die Geschichte hinter diesem Statuenarrangement in einem Garten in Heidgraben wüsste ich auch gerne 😀
Als begeisterte Fahrradfahrerin fallen mir solche Bügel immer besonders positiv auf. Gerade weil sie bisher noch eher selten sind. Wenn eine Kommune sich Gedanken und Mühe macht und am Ende dann für Fahrradwanderungen solche Raststationen einrichtet, da wird mir warm ums Herz 🙂
Lichter für den Frieden
Am 9. November veranstaltete das Repair-Café Halstenbek eine Lichterkette. Es gab Ansprachen zu den verschiedenen aktuellen Kriegsschauplätzen und gemeinsames Singen. Ich fand es ermutigend, wie viele andere Menschen sich genauso wie ich mehr Frieden auf dieser Welt wünschen.
Daneben ist mir aufgefallen, wie hoch der Frauenanteil bei dieser Veranstaltung war, und zwar quer durch die Altersgruppen. Frauen sind häufig besonders schwer von Gewalt und Krieg betroffen. Gleichzeitig waren Frauen entscheidend an der Entwicklung der Friedensbewegungen beteiligt. Das Thema hatte ich schon immer auf meinem Zettel mit Themen, mit denen ich mich beschäftigen möchte. Diese Veranstaltung hat mich daran erinnert.
Besonders bewegt hat mich ein Junge, der mich ansprach, als sich die Versammlung gerade auflöste. Er fragte mich, was wir da gemacht hätten. Ich antwortete, dass es um Frieden ging. Da fing er an zu erzählen, dass in Palästina Kinder getötet würden. Ich gehe davon aus, dass er dort Familie hat. Was die Kriege vor allem mit Kindern machen, ist unvorstellbar und herzzerreißend.
In Deutschland sprechen wir oft über Phänomene im Leben von Kriegsenkelkindern. Gleichzeitig werden heute an vielen Orten dieser Welt Menschen traumatisiert und damit wird für zukünftige Kriegsnachkommen gesorgt. Das alles wird mit Friedensverhandlungen, so wünschenswert die auch sind, nicht vorbei sein. Was wir am Trauma unserer Großeltern mitschleppen, wird die Enkel der heutigen Kinder belasten. Umso wichtiger ist es, dass wir uns im Rahmen unserer Möglichkeiten für Frieden einsetzen.
Was denkst du über Gendersprache? In meinem abschließenden Blogpost zu dieser Frage erfährst du, wie ich wirklich dazu stehe und wie ich das begründe. Im Grunde geht es um polarisierende Fragen, die Populisten nützen und uns von den wirklich wichtigen Debatten ablenken.
Wie hat meine Ausbildung zum Coach mein Leben und meinen Nachhilfeunterricht geprägt? Und warum arbeite ich nicht als Coach? Eine Erinnerung während einer Walkingrunde hat mich inspiriert, meine Erfahrung zu teilen.
Und was war sonst noch los?
Diese arme Hexe hat Halloween nicht überlebt.Mir ist immer noch nicht klar, was da ging und an welchem Tag konkret 😄Wir haben hintereinander weg die Infinitysaga angesehen. Einige Details wurden im Zusammenhang deutlich klarer. So einen Marvel-Marathon kann ich im Rückblick sehr empfehlen.
Immer noch Baustelle
Leider ist unsere Straßeneinfahrt seit Wochen gesperrt.
Dafür haben wir Ampeln mit Ostmännchen ❤️
Vorgeschmack auf den Winter
Für einen ganzen wunderbaren Tag hatten wir eine schneeweiße Landschaft.
Platz eins im Schneemannwettbewerb. Dass Chilis als Nasen funktionieren, war mir neu.
Platz zwei im Schneemannwettbewerb. Es gab insgesamt zwei eingereichte Exemplare 😄
Monatsrückblick November 24 in Zahlen
Im November 24 komme ich auf 8453 gebloggte Wörter. Da hatte ich eine Menge mitzuteilen 😉
Die Schrittzähler-App zeigte Ende November einen Stand von 202089, das sind ca. 6936 Schritte pro Tag.
Die PV-Anlage hat im November 116 kWh geliefert, dabei haben wir 473 kWh verbraucht. Unterm Strich lag der Autarkiegrad bei 22 %. Bei all dem Wolkendrama kein Wunder, außerdem heizen wir mit einer Wärmepumpe, also elektrisch. Im Dezember werden wir zum ersten Mal auf ein ganzes Jahr mit Solarenergie zurück blicken und Bilanz ziehen.
Das war mein Monatsrückblick November 24. Schreibst du auch mehr oder weniger regelmäßig Rückblicke? Was sind deine Erfahrungen damit? Wie ging es dir mit der politischen Weltlage im November? Schaffst du es, dir rechtzeitig ein Nachrichtenfasten zu gönnen?
Mehr meiner regelmäßigen Rückblicke findest du hier
Neulich unterhielt ich mich bei einer Walking-Runde mit meinem Mann. Und ganz nebenbei sprudelte mein Erfahrungsbericht über eine Einheit meiner Coaching-Ausbildung aus mir heraus. Weil das so erfreulich war, möchte ich die Geschichte teilen.
Warum habe ich Coaching gelernt?
Nach wenigen Jahren als Lehrerin war ich frustriert. Ich musste ein Klassenbuch ordentlich führen, Hausaufgaben aufgeben und kontrollieren, Disziplin durchsetzen, mit vielen Menschen telephonieren, endlose Konferenzen absitzen, vorgegebene Lernmethoden nach vorgegebenen Zeitplänen abarbeiten, dafür stapelweise vorgegebene Arbeitsblätter kopieren.
In dieses System passte ich nicht hinein. Unterrichten an sich war mein Ding, mich hauptsächlich den Vorstellungen anderer Menschen unterzuordnen war es nicht. Das war schon mein zweiter beruflicher Start und ich fragte mich, ob ich an dieser Stelle jetzt stecken bleiben sollte, oder zum dritten Mal das Risiko eingehen, ganz neu anzufangen.
Per Zufall sah ich eine Werbung für eine Ausbildung zum Coach. Ich arbeite gerne (in Maßen) mit Menschen und bin gerne dabei, wenn sich scheinbare Knoten lösen. Auch auf der menschlichen Ebene fühlte sich das Vorgespräch gut an. Also habe ich das Buchungsformular ausgefüllt und abgeschickt.
Wie hat mich die Ausbildung geprägt?
Wir haben nicht nur viel über die Grundlagen menschlichen Verhaltens erfahren. Wer Coaching lernt, ist in den Übungseinheiten auch selbst immer wieder Coachee. Dabei bin ich regelmäßig tief in den Keller meiner Schatten und Glaubenssätze gestiegen und habe viel über meine Verhaltensmuster gelernt. Einiges davon war mir vorher diffus bewusst, aber das wenigste so schonungslos klar.
Es gab viele Tränen und Aha-Erlebnisse. Manche Erkenntnisse tauchten bei verschiedenen Lerneinheiten immer wieder auf. Manches, was ich damals über mich gelernt habe, begegnet mir heute noch als neue Lektion in anderen Zusammenhängen. Auch das haben wir aus der Ausbildung mitgenommen, dass manche Dellen in der Persönlichkeit so tief sitzen, dass wir uns mehrfach damit beschäftigen müssen, bis sie sich nicht mehr so destruktiv auswirken.
Die einzelnen Formate wende ich in meinem Alltag nicht an. Als Nachhilfelehrerin habe ich ja auch keinen ausdrücklichen Auftrag zum Coaching. Gleichzeitig habe ich einen erweiterten Blick darauf bekommen, was einem leichten und erfolgreichen Lernprozess alles im Weg stehen kann. Daraus ergibt sich eine andere Haltung als Lehrerin.
Die Ausbildung hat mir den Mut zur Kündigung gegeben. Weil ich jetzt nicht mehr über zwanzig Schüler:innen gleichzeitig unterrichte, habe ich auch viel mehr Freiheit, einen oder mehr Schritte zurückzutreten und in aller Ruhe die Situation, mich als Lehrende und die andere Person als Lernende aus einer Metaebene zu betrachten.
Die Heldinnenreise
Vor kurzem erinnerte ich mich lebhaft an eine Übungssitzung. Es ging um den Klassiker, die Heldenreise. Bei diesem Format wird der/die Coachee durch verschiedene Stationen begleitet, von der als unpassend erlebten Ausgangslage über eine Schwelle in eine rituelle Welt, in der mehr oder weniger tiefliegende Schatten und Glaubenssätze konfrontiert werden. Am Ende steht idealerweise eine Vision, aus der die Person etwas für ihr Leben in der „wirklichen“ Welt mitnimmt.
Das war auch für mich ein langer und abenteuerlicher Weg durch mein Unterbewusstsein. Zu Beginn empfand ich mich in meinem derzeitigen Leben wie ein viereckiger Stöpsel in einer runden Flasche. Unterwegs lernte ich eine Menge unter anderem über Selbstannahme, bis ich am Ende der Reise ein Bild vor mir sah: Ein Raum in weichen Farben mit mir darin ruhend, in weicher Kleidung. In meiner Hand hielt ich eine Flasche mit einer goldfarben leuchtenden Flüssigkeit. Um mich herum waren fröhliche Menschen, für die meine goldene Flasche ein großes Geschenk war.
Dieses Bild holte mich emotional sehr ab. Ich wusste: Das ist genau das, was ich mit meiner Tätigkeit erleben und leisten will. Und es war das Gegenteil von meinem Alltag als Lehrerin. 2014 bestand ich im zweiten Anlauf die praktische Prüfung zum integralen Coach. Danach kündigte ich meinen Vertrag beim Land Schleswig-Holstein und machte mich selbstständig. Erst neulich, also zehn Jahre später, realisierte ich:
Meine Vision ist wahr geworden.
Meine goldene Flasche
Ich habe einen gemütlichen Unterrichtsraum. Dessen Wände waren schon in einem warmen Gelb gestrichen, als wir einzogen. Durch meine Selbstständigkeit habe ich für die Art, wie ich arbeite, viel Freiheit. Und ich merke in der Begegnung mit meinen Schüler:innen, dass ich genau an der richtigen Stelle gelandet bin.
Mit meiner Art, meinen Kenntnissen und meinen Erfahrungen kann ich sie genau dort und genau auf die Weise abholen, wie es nötig ist. Ich habe lange gedacht, ich müsste diese goldene Flasche erst noch für mich finden. Und im Rückblick weiß ich: Ich hatte sie schon längst in der Tasche.
Ich war meinem Coach schon damals sehr dankbar für diese Erfahrung. Interessanterweise ist er mit mir zusammen durch die praktische Prüfung durchgefallen. Auch das hat im Rückblick zu meiner goldenen Flasche beigetragen. Heute sehe ich noch mit größerer Dankbarkeit auf dieses kleine Wunder zurück, das in mir die Sehnsucht nach der Erfüllung dieser Vision geweckt hat.
Und warum arbeite ich nicht als Coach?
Genau wegen meiner Vision. So schön es war, zu coachen und zu sehen, wie sich dabei scheinbare Knoten lösten: Coaching ist nicht meine Berufung. Was ich brauche und was ich kann: Die Verbindung von Mathematik, Sprachen oder Naturwissenschaften auf der einen Seite, die Leidenschaft zum Lernen auf der anderen Seite und die Herangehensweise, die ich in der Coachingausbildung gelernt habe auf der dritten Seite.
Ich habe eine Weile mit der Nachhilfe gehadert. Als Chemikerin hätte ich mehr Geld verdient und wäre mehr auf Konferenzen herum gekommen. Als Coach könnte ich mich online einem viel größeren Publikum als Begleiterin durch Lebensprobleme präsentieren. Und ganz leise, im Tun und Erleben, stellte sich meine Entscheidung für die Nachhilfe als genau richtig heraus.
Das ist meine goldene Flasche. Und damit kann ich bei jungen Menschen mehr Freude am Lernen und mehr Sicherheit bewirken. Das ist, was mich bewegt und interessiert. Wenn ich mich schon als Heldin auf meine persönliche Reise begebe und dann mit so einem starken Bild in die Wirklichkeit zurück komme, dann nehme ich dieses Geschenk auch an.
Was kann Coaching nicht?
Es gibt eine Reihe Dinge, die Coaching nicht kann:
Dir eine Entscheidung abnehmen. Es klärt deine Motivation und deine Umstände, aber entscheiden musst du dich immer noch selbst.
Die grundlegenden Schritte für dich gehen. Es kann in dir wie in meinem Beispiel eine Sehnsucht wecken, die dir idealerweise die Energie gibt, dass du deine Furcht vor dem großen Schritt überwindest.
Dir deine eigenen Bilder erklären. Wenn dein Unterbewusstsein mit dir in Symbolen spricht, ist es am wirkungsvollsten, wenn du aus dir heraus selbst ein Verständnis für die Botschaft entwickelst. Coaching kann Hinweise geben. Aber die letzte Übersetzung kommt aus dir selbst.
Eine Abkürzung durch den Heilungs- oder Lernprozess bieten. Coaching kann klären, wie dieser Prozess aussehen könnte. Damit lösen sich die meisten Probleme nicht sofort in Wohlgefallen auf. Du wirst Geduld mit dir und dem Prozess haben müssen.
Diagnosen geben oder ersetzen. Es gibt Dinge, die lassen sich mit Coaching nicht lösen. Manchmal geht es auch an Symptomen vorbei, sodass nicht an der entscheidenden Stellschraube angesetzt wird. Dadurch kann die eigentlich wichtige Veränderung verzögert werden.
Und bei allen genannten Punkten gehe ich vom Idealfall aus. Bei dem immer noch stetig wachsenden Angebot an Coaching gibt es auch Schattenseiten, wohl nicht überraschend. Im schlimmsten Fall werden Menschen statt ihrer Probleme viel Geld los und geraten teils in emotionale Abhängigkeiten.
Das ist mit ein Grund, aus dem ich kein Coaching mehr anbiete. Es gibt sehr viele Coaches und sehr viele Ansätze und nicht alles daran entspricht dem, was ich in meiner Ausbildung gelernt und erfahren habe.
Und gleichzeitig habe ich dieser Erfahrung so viel zu verdanken. Ohne dieses Coaching hätte ich mich vermutlich nicht auf die Suche nach meinem Ort und meiner goldenen Flasche gemacht. Ich wäre vermutlich immer noch Lehrerin an einer Schule, frustriert und überlastet. Und ich würde nicht auf meinem Blog darüber schreiben, was Coaching kann.
Wie sind deine Erfahrungen?
Hast du mal Coaching in Anspruch genommen? Und hat es dich weiter gebracht?
Oder hast du auch selbst eine Coachingausbildung gemacht? Und wenn ja, hast du sie in deinen Berufsalltag eingebaut?
Wie stehst du zu der Entwicklung des breiten Angebotes an Coaching?
Das hier ist mein zweiter Beitrag zu „12 von 12“, dieses Mal im November 24. Die Aktion geht zurück auf „Draußen nur Kännchen“.
So sieht der Ahorn, den ich von meinem Bett aus sehe, jetzt aus.Die Kerze hatten wir für die Lichterkette am 9.11 gekauft. Jetzt machen wir uns damit das Frühstück gemütlich.So guckt eine Katze, die nach der Zahn-OP jetzt mit den blöden Antibiotikums-Tabletten durch ist und wieder in der Lage ist, am Frühstück rumzumäkeln.In den letzten Monaten habe ich viele Youtube-Videos zur politischen Lage in den USA gesehen. Jetzt gibt es wieder Videos über Mathematik, Acrylmalerei und Tortendeko ☺️ToWant Nr. 1: Meal Prep. Grundlage ist eine große Portion Gemüse im Dämpftopf.Meal Prep, nicht ganz so gesund: Leider sind zu Halloween nur sehr wenige Kinder vorbei gekommen. Daher muss ich jetzt alleine mit dieser Schüssel fertig werden.Nachdem wir mit „Agatha All Along“ fertig sind, will ich nochmal mein Marvel-Gedächtnis auffrischen und habe dafür einen Stapel Filme auf die Watchliste gesetzt.So sieht die Baustelle vor der Einfahrt in unsere Straße aktuell aus. Mal sehen, wie lange wir noch in einer Fußgängerzone wohnen werden.To-Want Nr.2: Ich gehe jeden Tag eine Runde an der frischen Luft. Das Herbstlaub hört langsam auf zu rascheln.Weihnachten steht so gut wie fast vor der Tür.Das neue Tablet hilft, eine Menge Papier zu sparen 😁ToWant Nr.3: Ich sorge jeden Tag mindestens 15 Minuten in meinem Zuhause für Ordnung. Heute war das CD-Kuddelmuddel dran.
Das waren meine 12 von 12 im November 24. Wir sehen uns spätestens im Dezember wieder 🙂
Wie stehst du zur Gendersprache? Was hältst du von Lastenrädern? Wie siehst du die Frauenquote? Was ist deine Meinung zu veganen Würstchen? Wie sollten wir mit Menschen umgehen, die Bürgergeld beziehen? Und was meinst du zum Tempolimit?
Alle diese Fragen haben ein paar Gemeinsamkeiten. Sie…
… polarisieren
… erzeugen bei vielen von uns starke Emotionen
… zielen auf Identitätszugehörigkeiten ab
… nützen Populist:innen
Wo ist das Problem?
Die aufkommenden Emotionen sind echt. Und gleichzeitig oder sogar genau deswegen überschätzen wir die Bedeutung dieser Fragen. Frage dich selbst, wie sehr auf einer Skala von 0 bis 100 deine alltäglichen Probleme und Belastungen auf Pronomen zurück gehen. Oder darauf, ob jemand pflanzliche Produkte isst. Wie viele Euro kosten falsche Angaben beim Bürgergeld den deutschen Staat?
Ein paar geschätzte Kostenpunkte für den deutschen Staat im Vergleich:
Viele unserer gesellschaftlichen Probleme (Bildungsmisere, Gesundheitssystem, Wohnungsnot) wären mit mehr Geld in der Staatskasse leichter zu lösen. Die Prioritäten, die wir bei Diskussionsthemen setzen, sind aber leider alles andere als zielführend.
Die endlosen Debatten um nicht-existenzielle Themen lenken uns ab. Sie binden Zeit und Energie, die dann dringend an anderer Stelle fehlen. Sie ziehen uns auch durch die Polarisierung unnötig emotional herunter, was zusätzliche Energie kostet.
Und: Sie entscheiden Wahlen. Aktuell gerade in den USA zu beobachten. Und die gleichen Mechanismen greifen überall.
Was ist meine Haltung zur Gendersprache?
Das Stöckchen wirkt auch bei mir. Ich habe selbst zwei Blogartikel zum Thema geschrieben: „Streit um Sprache“ und „Sprachen ändern sich“. Offensichtlich ist der Genderstern ein beliebter Aufhänger für Blogparaden. Und ich fühle mich davon mit angesprochen, habe das Bedürfnis, mich zu äußern.
In beiden Beiträgen war mir die Haltung wichtiger als das eigentliche Gendern. Ich wünsche mir in diesem Zusammenhang, dass wir nachsichtiger miteinander umgehen, egal was wir jeweils von Sprachveränderungen halten.
Und gleichzeitig ist dies definitiv mein letzter Beitrag zum Gendern. Weil diese endlose Debatte meistens nur darin besteht, dass verschiedene Menschen ihren Standpunkt präsentieren und sich im Idealfall gegenseitig akzeptieren. Im nicht idealen Fall gehen sie auseinander, bestätigt in der Haltung, dass mit der anderen Person ja nicht zu reden sei.
Ich will mich nicht mehr daran beteiligen, wenn wir Menschen Zeit und Energie für im Vergleich wenig bedeutsame Debatten verpulvern. Ich will diese Polarisierung nicht mehr mit befeuern. Nicht im Zusammenhang mit Gendersprache und nicht bei all den anderen Stöckchen.
Was hat das Tempolimit mit dem Tetralemma zu tun?
Im Coaching gibt es ein wirkungsvolles Format für scheinbar polare Fragen. Beim sogenannten Tetralemma führt der Weg zuerst in die „Eine“ Haltung, dann in die „Andere“. Im nächsten Schritt werden Gemeinsamkeiten betrachtet („Sowohl als auch“), danach erlebt der/die Coachee eine Haltung außerhalb der Polarität („Weder noch“) und eventuell noch eine Position einen Schritt weiter entfernt („Und auch das nicht“).
Das Ergebnis ist ein Gefühl der Befreiung und Erleichterung. Wenn wir glauben, wir müssten uns zwischen zwei Optionen entscheiden, sind wir eingeengt. Eine Metabetrachtung lockert das Denken und auch das Fühlen. Sie macht wieder handlungsfähig, genau das, was wir eigentlich mehr denn je bräuchten.
Wieso diskutieren wir über Gendersprache?
Diese Debatten nützen Populist:innen. In einer Vorlesung erklärte Bernie Sanders 2003, wie es die Republikaner schaffen, gewählt zu werden. Deren politische Ziele sind nicht im Sinne der Mehrheit der Bevölkerung. Und auch nicht populär: Steuererleichterungen für Reiche, Abtreibungsverbote, Senkung des Mindestlohns, weniger Zugang zu bezahlbarer Gesundheitsversorgung. Welche Strategie wählen sie? Sie streuen Themen, die die Bevölkerung spalten: Rechte für marginalisierte Gruppen, Waffenbesitz, heute auch LGBTQI+.
Die Strategie heißt „Teile und herrsche“ und ist so alt wie wirkungsvoll. Und sie funktioniert mit den oben aufgelisteten Themen genauso auch in Deutschland. Jede Nation hat ihre passenden Polaritätsangebote, obwohl es auch viele Überschneidungen gibt. Populist:innen sind global gut vernetzt und lernen voneinander. Wer sich nicht länger von existenziellen Fragen ablenken lassen will, sollte genauso daraus lernen.
Alternative Fragen
Wir können weiterhin die gleichen Fragen stellen. „Wie stehst du zur Gendersprache?“ und „Was meinst du zu veganen Würstchen?“
Weiter bringen uns allerdings Fragen wie:
Wer bringt das jeweilige polarisierende Thema besonders häufig in der öffentlichen Debatte auf?
Wie gut vertritt diese Person bzw. die Organisation/Partei dahinter die Interessen der Mehrheit?
Was sind die grundsätzlichen Forderungen dieser Person und wie populär sind diese?
Welche Themen werden vor Wahlen extrem oft besprochen und verschwinden danach fast sofort aus dem Bewusstsein?
Welche Interessen haben wir als Gesellschaft und wie gründlich werden diese besprochen?
Wenn mich ein Thema spontan emotionalisiert, warum ist das so?
Kann ich für einen Moment innehalten und die Absicht hinter der Nennung des Themas hinterfragen?
Welche Interessen habe ich mit Menschen gemeinsam, die bei einem oder mehreren dieser (scheinbar) polarisierenden Themen einen anderen Standpunkt haben?
Welche Gruppierung will sich wirklich in mein Leben einmischen?
Welche Gruppierung will wirklich Verbote durchsetzen oder macht das sogar schon konkret?
Noch einmal, weil es mir wichtig ist: Die Emotionen, die wir bei diesen Themenfühlen, sind real. Die Bedürfnisse nach Identität und Zugehörigkeitsind für uns Menschen essenziell. Ich kann und möchte niemandem einen Vorwurf machen, wenn sie die Polarisationsangebote aufgreifen und darüber sprechen oder schreiben.
Und gleichzeitig ist die Frage nach Gendersprache eher ein Thema für die Soziologie und die Linguistik, als dass wir in unserem Alltag davon beeinträchtigt würden. Gleichzeitig richten wir zu wenig Energie, Zeit und Aufmerksamkeit auf das, was uns als Menschheit wirklich bedroht.
Ich wünsche mir, dass wir unsere Prioritäten neu sortieren. Dass wir Populist:innen nicht gestatten, unsere Debatten zu kontrollieren. Dass wir uns nicht weiter auseinander treiben lassen, sondern stattdessen nachsichtiger und solidarischer miteinander werden. Denn auch Kooperation war für uns Menschen ein Evolutionsvorteil.
In meiner idealen Vorstellung ist es okay, wenn jemand Lastenräder nicht mag. Weil das grundsätzliche Miteinander davon nicht abhängt, sondern von der Frage, was uns gemeinsam wirklich voran bringt. Ich wünsche mir für uns alle die Freiheit und Handlungsfähigkeit, die sich durch das Tetralemma einstellt.
Wie schätzt du das ablenkende Potential der Diskussionen über Tempolimit und Co ein?
Welche Themen möchtest du gerne in der öffentlichen Debatte sehen?
Was können wir tun, damit wir miteinander konstruktiver in Beziehung kommen?
Lernen ist nicht nur echt krass, eine Pflichtveranstaltung oder ein Hobby für ein paar Nerds. Lernen ist auch grundsätzlich politisch.
Für meine To-Want-Liste 4/24 habe ich beschlossen, mich deutlicher zu positionieren. Die Folge 184 von Piratensender Powerplay ist dafür ein guter Aufhänger. Unter dem Titel „Blaue Machtergreifung und grüne Ohnmacht“ besprechen Friedemann Karig und Samira El Ouassil die Folgen der Landtagswahlen 2024 für die Demokratie und für die Grünen. An der Stelle wurde mir klar:
Sehr viel Potential für Selbstwirksamkeit verpufft in der Realität, wenn wir als Menschheit wichtige Lektionen nicht lernen.
Deshalb beleuchte ich in diesem Blogpost die Verzahnungen zwischen Bildung, Wissen und Lernen einerseits und Politik und Demokratie andererseits. Dabei gehe ich auf ein paar ausgewählte Problemfelder ein. Ich berichte aus meinen Erfahrungen und Beobachtungen und schreibe am Ende, welche Schritte und Haltungen ich mir von den unterschiedlichen beteiligten Gruppen wünsche.
Was bedeutet „Lernen“?
Wortbedeutung
Das Wort „lernen“ kommt vom gotischen lais. Das hieß so so viel wie „ich bin wissend geworden, ich habe erfahren“. Im Alltag denken wir bei Lernen hauptsächlich an Fächer wie Mathematik, Deutsch und Englisch. Kinder lernen aber Dinge wie Laufen, Schleifebinden, Benehmen und Fahrradfahren meist lange bevor sie in die Schule kommen.
Je nach Rückmeldung der Umwelt werden diese Erfahrungen im Gehirn abgespeichert. Und je nach den Umständen während der Lernerfahrung, der Häufigkeit der Wiederholung und der Aufnahmekapazität des Gehirns werden die neuen Informationen mehr oder weniger dauerhaft in neuen neuronalen Verbindungen abgelegt.
Auf der anderen Seite gehören auch das Vergessen und das Verlernen dazu. Die gute Nachricht: Was wir einmal gelernt haben, müssen wir nicht lebenslang beibehalten. Auch in hohem Alter sind wir Menschen noch in der Lage, Gehirnzellen neu zu verbinden, obwohl diese sogenannte Plastizität des Gehirns mit den Jahren allmählich nachlässt.
Grundsätzlich gibt es beim Lernprozess keine Wertung: Wir können hilfreiche Dinge lernen, aber auch solche, die für uns Nachteile bringen. Das können zum Beispiel Verhaltensweisen sein, die wir in traumatischen Situationen gelernt haben. Diese waren in der Situation wichtig und haben für uns etwas sicher gestellt. In den meisten anderen Situationen stehen wir uns damit eher im Weg oder schaden anderen.
Ich konzentriere mich für diesen Blogbeitrag auf das Lernen von Dingen, die sachlich richtig oder für uns oder unsere Umwelt sinnvoll und wichtig sind. Damit sind aber nicht nur Lernfächer wie Mathematik oder Erdkunde gemeint, sondern besonders auch Verhaltensweisen, Werte und soziale Kompetenzen.
Was hilft beim Lernen?
Wie effektiv ein Lernprozess abläuft, hängt ab von:
der individuellen Begabung
dem Vorwissen
der Motivation zum Lernen
der Aufmerksamkeit des Gehirns
der Offenheit für neue Informationen
der entspannten Atmosphäre
der Erwartung, dass das neu Gelernte für uns einen Vorteil bietet
dem Ort und der Zeit
dem Vertrauen in die Informationsquelle oder die Lehrenden
der Wiederholung
dem Gleichgewicht zwischen Herausforderung und Unterstützung
wie handfest die Lernerfahrung ist
Was macht Lernen mit uns?
Entweder gewinne ich neues Wissen, an dem ich meine Handlungen neu ausrichte. Oder das Lernen bestätigt meine bisherigen Kenntnisse. Dann kann ich meine Handlungsweisen beibehalten, aber auf einer neuen Haltung basierend.
Woran erkenne ich einen erfolgreichen Lernprozess? Daran dass ich mit komplexen Situationen und Widersprüche in Alltag leichter und gelassener umgehe. Wiederholungen der Lektionen mit positiven Rückmeldungen verstärken die Verankerung im Gehirn.
Beim Lernen stoßen wir oft auf ein Paradox: Je mehr Wissen wir erwerben, um so stärker wird uns oft bewusst, was wir nicht wissen. Über mein Verhältnis zum Nichtwissen, habe ich den Blogbeitrag „Was ich nicht weiß“ geschrieben. Darin liest du, wie mich perönlich Nichtwissen gleichzeitig irritiert und beflügelt. Unterm Strich wird das, was wir nicht wissen, immer mehr sein als unser Wissen.
Was bedeutet „politisch“?
Das Wort „politisch“ geht zurück auf „pólis“ (griechisch: Burg, Stadt, Staat). Es bedeutet „auf die Politik bezogen“, aber auch „klug“. Für mich heißt der Satz „Lernen ist politisch“, dass ein Grundschatz an Wissen, Bildung und konstruktiven Verhaltensweisen wichtig für unser Zusammenleben ist. Im Extremfall ist es sogar wichtig für das Überleben einer Gesellschaft. So gesehen ist Lernen tatsächlich auch klug.
Lernen ist ein Privileg
Lernen war schon immer politisch. Schon in der Antike gab es Schulen, allerdings wurden dort längst nicht alle Kinder unterrichtet. Bildung war zum Beispiel im antiken Griechenland Kindern aus freien Familien vorbehalten. Immerhin durften ab dem Hellenismus auch Mädchen am Unterricht teilnehmen.
Schulpflicht in Deutschland
Das Ziel der Bildung änderte sich historisch gesehen immer wieder. Und erst zwischen dem 16ten und 18ten Jahrhundert wurde in verschiedenen deutschen Regionen eine Schulpflicht eingeführt. Die Gesetze dahinter waren allerdings eher ein Flickenteppich und nicht nachhaltig durchsetzbar.
„Es besteht allgemeine Schulpflicht. Ihrer Erfüllung dient grundsätzlich die Volksschule mit mindestens acht Schuljahren und die anschließende Fortbildungsschule bis zum vollendeten achtzehnten Lebensjahre. Der Unterricht und die Lernmittel in den Volksschulen und Fortbildungsschulen sind unentgeltlich.“
Bildungsgerechtigkeit
In Deutschland haben seitdem alle Kinder einen Anspruch auf Lernen. Wenigstens theoretisch könnte seitdem Bildungsgerechtigkeit bestehen. In der Realität ist allerdings das deutsche Bildungssystem immer noch nicht für alle Kinder gleich durchlässig. Der Bildungsbericht Deutschland 2022 erfasst drei sogenannte „Risikolagen“: Gering qualifizierte Eltern, erwerbslose Eltern oder finanzielle Risikolagen.
Mit anderen Worten: Kinder akademischer und wirtschaftlich erfolgreicher Eltern haben es leichter, selbst einen akademischen Abschluss zu erreichen und im Anschluss eine lukrative Karriere zu starten. Migrationshintergründe sind immer noch eher Hindernisse auf dem Weg zu einem gut bezahlten Beruf. Natürlich muss nicht jeder Mensch promovieren. Gerecht wäre es aber, wenn wir eine echte Chancengleichheit hätten.
Einfluss des Bildungsstandes der Eltern auf die Laufbahn von Kindern1
Inklusion ist ein weiteres Problemthema in Deutschland. International wird Teilhabe am Lernen als Menschenrecht eingestuft. In der Praxis ist der Weg dorthin in Deutschland noch weit. Raul Krauthausen ist ein bekannter Aktivist für wirkliche Inklusion behinderter Menschen, nicht nur aber auch an Schulen.
Ich beobachte als Nachhilfelehrerin direkt, wie neurodivergente Kinder und ihre Eltern regelmäßig von Schulen und Schulämtern hängen gelassen werden. Wie der rechtlich zugesicherte Nachteilsausgleich aus organisatorischen Gründen nicht gewährt wird. Wie Dyskalkulie nicht ernst genommen wird und Kinder stattdessen durch Schimpfen und zusätzlichen Druck unnötig verunsichert werden. In diesem Bereich ist Saskia Niechzial eine gute Quelle, besonders in ihren Social-Media-Auftritten.
Internationaler Vergleich
In manchen anderen Regionen der Welt ist die Lage noch dramatisch schlimmer. Hier nur drei Beispiele:
Kinder in Kriegsgebieten wie derzeit in Gaza, können oft nicht lernen, weil ihre Schulen schlicht zerstört worden sind. Stattdessen kämpfen ihre Familien buchstäblich um das Überleben. Selbst wenn irgendwann der Krieg vorbei sein wird, fehlen den betroffenen Generationen Jahre, in denen sie hätten lernen sollen.
An diesen extremen Negativbeispielen gemessen geht es dem deutschen Bildungssystem gut. Und gleichzeitig knirscht es schon lange an allen Ecken und Enden. Von idealer Bildungsgerechtigkeit möchte ich hierzulande nicht sprechen.
Wie politisch Lernen ist, haben wir in den Pandemie-Jahren gesehen. Um Schulschließungen wurde ausführlich debattiert, und auch im Rückblick sind wir uns noch nicht einig, welche Entscheidungen im Bildungsbereich angemessen waren. Politiker:innen mussten zwischen mehr Beschränkungen für die Wirtschaft oder für Schulen abwägen. In Deutschland haben sie dabei längere Schulschließungen beschlossen.
Die Auswirkungen sehe ich jetzt im Tagesgeschäft. Und ich habe damals miterlebt, wie unterschiedlich Online-Unterricht lief. In manchen Fächern ertranken meine Schüler:innen in Aufgaben, in anderen Fällen hörten sie nur selten von der Lehrkraft. Oft hing der Lernerfolg davon ab, wie gut die Internetverbindungen waren. Und manche Kinder sind von komplett selbstorganisiertem Lernen am Computer überfordert.
Aus meiner Sicht wurde in der Pandemiephase mal wieder an den Schulen gespart. Unter anderem, weil erfahrungsgemäß wenig Gegenwehr zu erwarten war.
Der Flickenteppich der Bildungspolitik
Ein weiteres langes Thema sind die großen Unterschiede zwischen den Bundesländern. Kultusministerien wollen ihren Einfluss nicht abgeben. Deswegen hören Schüler:innen nach einem Umzug manchmal, dass sie zum Beispiel eine Sprache zu wenig gelernt haben, um jetzt nahtlos an einer neuen Schule aufgenommen zu werden.
Das Chaos um die Entscheidung zwischen G8 und G9 wäre noch eine weitere lange Geschichte in diesem Bereich.
Woran Inklusion häufig scheitert
Behinderte Schüler:innen haben einen Anspruch auf Nachteilsausgleich. Der Unterschied zwischen Theorie und Realität ist aber fustrierend groß. Oft gibt es zum Beispiel einen ruhigen Extraraum. Dieser wird leider im alltäglichen Schulbetrieb manchmal trotzdem anders verwendet, unter anderem als Gruppenarbeitsraum für nicht behinderte Kinder.
Von 2005 bis 2014 war ich selbst Lehrerin an verschiedenen Schulen. Inklusion bedeutete für uns Lehrkräfte, dass uns mehr oder weniger ohne große Erklärung Kinder mit Förderbedarf zugeteilt wurden und wir dann für den größten Teil der Inklusion selbst zuständig waren, neben dem sonstigen Unterricht.
In meinem Fall kam eine Förderschullehrerin für meistens zwei Stunden in der Woche und nahm meine Inklusionsschülerin für Einzelsitzungen mit. Wir haben uns oft abgesprochen, mit welchem Material ich die Schülerin unterrichten sollte. Ohne diese Kollegin hätte ich mir das alles selbst überlegen müssen. Die Lehrkräfte der ehemaligen Förderschule mussten außerdem zwischen den Lernorten ihrer Schüler:innen hin und her fahren.
Die Grundidee hinter der Inklusion ist sehr wichtig: Kinder mit verschiedenen Bedürfnissen sollten an Bildung gleichermaßen teilhaben. Das gemeinsame Lernen könnte dabei für alle Beteiligten wertvoll und fruchtbar sein. Im Idealfall würde nicht nur der reine Lehrstoff vermittelt, sondern zusätzlich Werte wie Gerechtigkeit, Solidarität und ein unvoreingenommenes Miteinander.
In der Praxis ist die Inklusion für Kinder mit Förderschwerpunkt Lernen hauptsächlich leider eine Sparmaßnahme. Jedenfalls wenn sie so läuft, wie zu meiner Zeit als Lehrerin in Schleswig-Holstein oder wie ich sie auch jetzt manchmal beobachte,
Burak berichtet darin von seiner Jugend. Er beschreibt den Kontrast zwischen dem Stadtteil Duisburgs, in dem er aufwächst, und dem katholischen Privatgymnasium, an dem Lehrkräfte ihn als einzigen Kurden immer wieder aufgefordern, sich von Terrorakten durch Muslime zu distanzieren.
Die Erfahrungen einer weiteren Schülerin beschreibe ich in meinem Artikel zur Mehrsprachigkeit. Diese intelligente junge Frau musste immer wieder gegen Schubladen kämpfen, in die sie gesteckt werden sollte. „Es ist ja auch okay, wenn du später auf dem Bau arbeitest“ war eine dieser Zuschreibungen aus der Grundschulzeit.
Ohne Begründung bekam sie schlechte Noten in Deutsch und musste sich für das Abiturzeugnis eine Neubewertung ihrer mündlichen Mitarbeit erstreiten. Obwohl sie akzentfrei Deutsch und Englisch spricht und um eine Sprache mehrsprachiger ist als Mitschüler:innen.
An mancher Stelle haben auch Lehrkräfte selbst noch Lernbedarf.
Der Lehrkräftemangel
Es gab Gründe dafür, dass ich 2014 meinen Vertrag als Lehrerin kündigte. Und es lag nicht nur an der Streitlust meiner Schüler:innen oder dem fordernden Verhalten ihrer Eltern. Großenteils konnte ich mit dem Korsett der Vorgaben immer weniger leben. Denn gleichzeitig wurden wir bei der Umsetzung immer neuer Maßnahmen als Schule alleine gelassen (zum Beispiel bei der Umstellung zu Regionalschulen)
Der „Netzlehrer“ Bob Blume ist sehr aktiv dabei, die Öffentlichkeit über die dramatische Situation an deutschen Schulen zu informieren. Kürzlich teilte er diese Einschätzung:
„In Germany we don’t say „Investitionen in frühkindlicher Bildung zahlen sich später um ein Vielfaches aus, lasst uns Kitas und Grundschulen stärken“, we say „Die Schwarze Null muss stehen“ and I think that’s a Verrat an einer ganzen Generation!“
Ich kann ihm da nur zustimmen. Und dieser ständige Sparzwang auf der einen Seite, kombiniert mit immer neuen Aufträgen auf der anderen Seite, die aus den Ministerien herunter rieseln, sorgt für immer weniger Motivation, diesen eigentlich wunderbaren Beruf zu ergreifen.
Vor allem in den grundlegend wichtigen Kitas und Grundschulen ist die Bezahlung am geringsten und die Arbeitslast am höchsten. Immerhin werden inzwischen die Besoldungsgruppen zwischen verschiedenen Schultypen angeglichen.
Der Bildungsauftrag der Öffentlich-Rechtlichen
Unser Gesellschaftssytem bietet nicht nur Lernerfahrungen in Kitas und Schulen für junge Menschen. Der ÖRR ist mit seinem Bildungsauftrag für alle Generationen da. Wenigstens ist das der Gedanke dahinter.
Ich selbst sehe nicht besonders häufig 3Sat. Trotzdem finde ich es bedenklich, dass hier ein Kultursender gestrichen werden soll. Die Ministerpräsidenten wollen das Rundfunkangebot „verschlanken“, auch aus Kostengründen. Auch hier zieht sich als roter Faden die Sparmaßnahme durch.
Der ÖRR ist allerdings nicht nur aus Geldgründen in Gefahr. Sollten sich neue politische Mehrheiten durchsetzen, ist es für einen neuen und entschlossenen Ministerpräsidenten möglich, den Rundfunkstaatsvertrag zu kündigen. Damit gäbe es in dem betroffenen Bundesland keine unabhängigen Fernseh- und Radiosender mehr.
Das mag unspektakulär klingen. Wenn allerdings demokratiefeindliche Parteien einen sogenannten „Grundfunk“ planen, habe ich wenig Hoffnung, dass dessen Inhalte das gesellschaftliche Miteinander fördern werden.
Fazit
Politische Gremien haben großen Einfluss auf Finanzierung und Gestaltung der Bildung. Dazu gehören Ministerpräsidentenkonferenz, Ministerien für Bildung, aber auch Schulämter. Die meisten Probleme sehe ich im Schulsystem an sich, in dem die Zukunft der jungen Generationen angelegt wird.
Aber auch die Wissensvermittlung und das allgemeine Ansehen von Bildung bei Erwachsenen sind verletzliche Bausteine unserer Demokratie.
Lernen ist politisch, weil die Politik über den Bildungserfolg deutlich mit entscheidet.
Die Politik hängt am Lernen
Wahlergebnisse
Auch wenn es keinen monokausalen Zusammenhang gibt: Mit steigendem Bildungsgrad sinkt der Prozentanteil der Stimmen für die AfD. Das macht Menschen ohne akademische Abschlüsse nicht zu undemokratischeren Menschen. Es ist eher so, dass ein geringerer Bildungsstand niedrigere Chancen auf dem Arbeitsmarkt bietet. Und damit tendenziell größere Ängste um die finanzielle Zukunft.
Wenn wir unserer Demokratie nicht weiter beim Zerbröseln zusehen wollen, ist eine solide Bildung und damit eine bessere Aussicht auf eine sichere Zukunft eine wichtige Stellschraube, wenn auch natürlich nicht die einzige.
Lernen aus der Geschichte
Nicht nur an Wahltagen wäre es wünschenswert, wenn wir aus der Geschichte nachhaltiger gelernt hätten. Speziell aus der deutschen Geschichte. Die Tendenz zur Ablehnung der Menschen, die irgendwie „fremd“ oder „anders“ scheinen, macht sich jeden Tag in unserer Mitte bemerkbar.
Es wird nicht nur schon wieder davon phantasiert, zugezogene Menschen zu deportieren. Auch die Existenz behinderter Menschen war nie diskriminierungsfrei. Und nun sind sie wieder Gewaltandrohungen mit Nazivokabular ausgesetzt. Der Lebenshilfe Mönchengladbach wurde eine Fensterscheibe eingeworfen. Am Stein war eine Botschaft angebracht: „Euthanasie ist die Lösung“
„Nie wieder!“ darf kein leerer Slogan sein. Wenn Lernen politisch ist, dann besonders in diesem Zusammenhang. Diese Lektion hätte sich so nachhaltig einprägen müssen, dass eine Wiederholung undenkbar wäre.
Krisenverhalten
Wir leben in einer Zeit der multiplen Krisen. Besonders im Zusammenhang mit dem Klima streut die Fossilindustrie gezielt Falschinformationen, um ihr Geschäftsmodell aufrecht zu erhalten. In einer Krise ist es allerdings besonders wichtig, rechtzeitig und mit effektiven Maßnahmen zu reagieren.
Unter dem Druck der sich teils gegenseitig verstärkenden Krisen und bei sinkendem Vertrauen in politische Entscheidungsträger:innen wirkt ein Mangel an solidem naturwissenschaftlichem Grundwissen fatal.
Wir sehen, wohin es uns als Gesellschaft bringt, wenn Menschen sich aus Verunsicherung den notwendigen Verhaltensänderungen verweigern. So blockieren wir uns unnötig gegenseitig und politische Entscheidungen und Maßnahmen stoßen auf teils massive Widerstände. Letztlich kann eine Krise dadurch unnötig in die Katastrophe kippen.
Diese Maßnahmen bringen allerdings wenig, wenn das zum Lernen notwendige Vertrauen fehlt. Hier müssen Politiker:innen dafür sorgen, dass sich die Mehrheit der Bevölkerung sicher genug fühlt, dass Falschbehauptungen weniger Chancen haben. Wenn in diesem Bereich wieder am falschen Ende gespart wird, machen es sich die politisch Verantwortlichen selbst unnötig schwer.
Geschlechtergerechtigkeit
Das Deutsche Bildungssystem ist im Vergleich gerechter als in vielen anderen Ländern. Hier wird Mädchen das Lernen nicht verboten. Und doch haben wir als Gesellschaft noch einige Lektionen vor uns.
Ein Beispiel für politische Konsequenzen sind die wirtschaftlichen Kosten von Gewalt gegen Frauen. Fachleute schätzen, dass durch Polizeieinsätze, Gerichtsverhandlungen, Krankmeldungen, Traumabehandlung von Kindern, vor allem aber nicht ausgeschöpftes weibliches Potential in der Arbeitswelt der deutschen Wirtschaft 20 Milliarden Euro entgehen. Ganz abgesehen von den psychischen Belastungen.
Diese Zahlen wurden 2017 veröffentlicht. Und bisher scheinen wir nicht in der Lage oder entschlossen zu sein, dieses Wissen aufzunehmen und umzusetzen.
Fazit
Lernen ist politisch, weil politische Entscheidungen von unserer Lernfähigkeit und Offenheit für neue Informationen und Fakten, sowie dem Wissensstand einer Gesellschaft abhängen.
Was können wir tun?
Am gesellschaftlichen Lernprozess sind mehrere Gruppen beteiligt. Damit Fakten und Informationen nachhaltig aufgenommen und solidarische konstruktive Werte und Verhaltensweisen vermittelt werden, braucht es einerseits Offenheit. Dafür sind Jugendliche in der Schule und Erwachsene im Alltag verantwortlich.
Außerdem brauchen wir eine vertrauensvolle Atmosphäre und Zuverlässigkeit. Dafür sind Lehrkräfte und Politikerinnen verantwortlich. Konkret fallen mir folgende Wunschlisten ein:
Politiker:innen
Wenn Lernen politisch ist, sind offensichtlich Menschen aus der Politik besonders für seinen Erfolg zuständig. Was können sie also tun?
weniger auf die nächsten Wahlergebnisse schauen
mehr in das Bildungssystem, vor allem in frühkindliche Förderung und Grundschulen investieren
mehr in Bildungsgerechtigkeit investieren
Lehrkräfte bei Inklusionsmaßnahmen besser ausbilden und unterstützen
Die Lage ist ernst. Außerdem ist sie kompliziert, weil Bildung und Politik gegenseitig voneinander abhängen. Und gleichzeitig gibt es viele Hebel, mit denen unterschiedliche Menschen ihren Beitrag leisten können.
Lasst uns dabei alle unser Bestes geben, damit wir die Lektionen der Vergangenheit nicht wiederholen müssen, damit das Lernen wieder einen höheren Stellenwert bekommt und damit wir hoffentlich eine gerechtere Zukunft für alle möglich machen.
Was meinst du?
Wie stehst du zu der Aussage, dass Lernen politisch ist? Hat dieser Satz für dich überhaupt eine Bedeutung?
Und wie schätzt du für die Zukunft den Zusammenhang zwischen Lernen und dem politischen Miteinander ein? Fallen dir noch weitere Dinge ein, die die verschiedenen beteiligten Gruppen machen sollten?
In meinem Blog findest du weitere ähnliche Beiträge in der
Es ist Zeit für den Monatsrückblick Oktober 24 nach der Anleitung von Judith Peters. Ich liebe den Herbst und blühe im Oktober immer extra auf. Das ist der goldene, raschelige Teil dieser Jahreszeit, bevor im November alles etwas kahler und matschiger wird. Und er entschädigt mich für das Schmelzen und Schwitzen im Sommer.
Was hatte ich vor und was ist daraus geworden?
Im Baumschulmuseum einen Vortrag über Torfersatz im Gartenbau hören. -> Das habe ich komplett vertorft. Den ganzen 20.10. habe ich mich gefragt, ob da nicht irgendein interessanter Termin war. Naja. Ich werde noch mehr mit meinem elektronischen Kalender und Erinnerungspiepsen arbeiten 😆
Einen bestehenden Blogartikel überarbeiten. -> Der Artikel zu den Aktivitäten rund um den 1. November ist noch nicht perfekt, aber verbessert!
Meine „Über mich“-Seite überarbeiten. -> Ist noch nicht abgeschlossen, aber ich habe einiges daran gemacht.
Die Ausstellung „Pippis Papa“ ansehen -> Das schiebe ich auf den November.
Was habe ich im Oktober 24 über mich gelernt?
In der Grundschule hatte ich Zeugnisse mit Dreien in Sprache und Mathematik, weil meine Lehrerinnen glaubten, ein Kind, das schon lesen und rechnen kann, muss ja mogeln. Und/oder meine Mutter hätte mich zuhause darauf gedrillt.
Dass mir das nicht die Motivation am Lernen genommen hat, ist ein kleines Wunder.
Ich kann tatsächlich mit Menschen ganz anderer Überzeugungen regelmäßig fröhliche Gespräche führen und sie wirklich gerne mögen, solange irgendwie Mathematik im Spiel ist 😀
Lernapps mit Wettbewerbscharakter sind für mich sehr motivierend, was mich immer noch überrascht und auf Dauer so sehr stresst, dass ich mein Duolingo-Profil wieder auf privat gestellt habe.
ToWants der Sorte „Ich mache jeden Tag X Minuten Y“ führen bei meinen irrationalen Persönlichkeitsanteilen dazu, dass sie zunächst spontan gar keine Lust dazu haben.
Wenn ich dann einen Tag ausfallen lasse, glauben diese Teile in mir, ich hätte „Schulden“, die ich durch extra Einheiten an Y an folgenden Tagen ausgleichen müsste.
Was mich noch mehr abschreckt, bis sich die „Schulden“ auftürmen und irgendwann die rationalen Anteile durchgreifen und beschließen, dass vergangene Tage vergangen sind und es nichts nachzuholen gibt.
Smells Like Piano Music
In Halstenbek hängen oft große Plakate für Veranstaltungen. Oder sie fallen mir inzwischen einfach mehr auf. An der Einfahrt zu unserer Straße steht sogar eine ganz traditionelle Litfaßsäule. Besonders seit ich ToWant-Listen schreibe, lasse ich mich davon gerne inspirieren, was ich unternehmen möchte.
Vor ein paar Monaten sah ich eine Werbung mit einem Mann unter Wasser und den Worten „Christoph Spangenberg plays Nirvana“. Zu meiner Freude war mein Mann gleich mit an Bord. Also ging es Anfang Oktober nach Hamburg in die Laeiszhalle.
Das Gebäude an sich ist schon zauberhaft. Dieses Konzert war im kleinen Saal, den kannten wir noch gar nicht und mussten uns zum Eingang fast auf der anderen Seite durchfragen 😀
Christoph Spangenberg saß schon zur Einlasszeit vor seinem Flügel und meditierte. Er hat sich viel mit Shaolinweisheiten befasst und betrachtet seine Musik und Auftritte als Dienst an der Welt und als Weitergabe dessen, was er empfängt.
Das erste Stück war sehr jazzig und sehr improvisiert. An der Stelle dachten mein Mann und ich noch, das wäre wohl doch nicht so unser Ding. Danach waren wir aber beide begeistert. Ich finde es faszinierend, wie ein junger Mensch heute die Stimmung der Grungebewegung so nachempfinden und wertschätzend leben kann.
Die Nevermind-CD war der Soundtrack meines letzten Schuljahres vor dem Abitur. Gleichzeitig liebe ich klassische Musik und besonders Klavier. Und ich bin eine große Freundin von Minimalismus. Dieses Konzert voller Nostalgie und Energie, im kleinen Konzertsaal mit spärlicher Bühnenausstattung (ein Hocker, ein Flügel, ein Scheinwerfer) hat mich extrem abgeholt.
Er spielt Nirvana mit viel Wiedererkennungswert und trotzdem variantenreich. Manchmal sehr nah an der Originalmelodie und dafür leise und minimalistisch. Manchmal mit vollem Körpereinsatz und so verfremdet, dass gerade noch klar ist, um welches Lied es geht.
Am Ende gab es einen Ausblick auf seinen kommenden musikalischen Schwerpunkt, eine Band, die Kurt Cobain beeinflusst hat, die Spangenberg allerdings längere Zeit nicht so recht interessiert hat. Da werde ich mal auf die kommende Plakatierung achten müssen.
Dinos in Halstenbek
Wenn ich schon bei Plakaten bin: Bei dieser Werbung war ich hin und her gerissen:
Lebendige Dinosaurier reiten? Okay. Ich lachte und winkte erstmal ab. Und ein Teil in mir hoppelte auf und ab und wollte sich diese Dinos dringend ansehen 😀 Im Nachhinein bin ich froh, dass ich auf diese Stimme gehört habe.
Ich gehe davon aus, dass diese Gruppe ehemals als Zirkus herum gezogen ist. Der Hauptsprecher scheint jedenfalls ein ehemaliger Clown gewesen zu sein. Die Show war deutlich auf Kinder ausgelegt und entsprechend war auch der Humor 🩷 Auf dieser Bühne rannte er auf Anweisung des Publikums zum Beispiel zu Anfang von links nach rechts und zurück und gab vor, den Eingang zum Dinopark nicht zu finden:
Ich war im Vorlauf extrem gehypt, wie diese „lebendigen Dinos“ wohl aussehen würden. Das hätte auch richtig schlecht laufen können 😀 Allerdings war ich tatsächlich beeindruckt: Es gab kleine Figuren, die die Schauspieler:innen als eine Art Handpuppen getragen haben. Bei denen bewegten sich die Gesichter animatronisch und recht überzeugend.
Dann gab es große Modelle. In einem Teil davon steckten Menschen und liefen durch die Manege. Andere waren fahrbar, sodass Kinder darauf reiten konnten. Vom ausgewachsenen Brontosaurier haben wir nur den Kopf und den Hals gesehen, der durch die Plane herausragte.
Zu lernen gab es auch eine Menge. Der Hauptsprecher trat als Hobbypaläontologe auf, sein Kollege als Ranger, der immer in den Park musste, um den einen oder anderen Dino einzufangen und zu präsentieren. Ich habe gestaunt, wie viel die Kinder wussten, aber eigentlich hätte ich damit rechnen müssen 😀
Was mich auch überrascht hat: Wie viele Kinder sich meldeten, als es darum ging, wer sich mal gerne vom T-Rex fressen lassen wollte. Die Art, wie die beiden mit den Kindern umgingen, war richtig schön. Auch als ein Junge sagte, er sei vier Jahre alt und sein Name sei „Ich“, haben sie nicht mit der Wimper gezuckt und um Applaus für „Ich, vier Jahre alt“ gebeten.
Außer uns waren noch drei andere unbegleitete Erwachsene im Publikum 😉 Meinen Humor hat die Veranstaltung allerdings getroffen. Mein Mann sagte mir hinterher, ohne mich hätte er diese Show nie gesehen, genauso auch nicht die Sesamstraßenausstellung oder die zum Jubiläum der Pixi-Bücher. Ich liebe es, mir diese Art Unterhaltung zu gönnen, und ich werde auch in dreißig Jahren nicht zu alt dafür sein.
Ich sehe in diesem Konzept mit animatronischen Figuren ein riesiges Potential. Zirkusse, die heutzutage noch mit Tieren arbeiten, sind ein Auslaufmodell. Stattdessen können die Betriebe sich auf die unterschiedlichsten Themen spezialisieren, zum Beispiel Tiere aus unterschiedlichen Klimazonen, Unterwassertiere, andere ausgestorbene Arten, Insekten und so weiter. Wenn das die Zukunft von Zirkussen ist, bin ich sofort dabei!
Aufraffen und Landkarte aufdecken
Komoot ist an sich eine feine Sache. Auf meiner To-Want Liste für das vierte Quartal 24 steht: „Jeden Monat einen langen Spaziergang mit Komoot unternehmen, also 10 bis 15 km.“ Wie ich schon weiter oben schrieb, bin ich da oft in einem Spannungsfeld aus „Möchte ich gerne machen“ und „Ohje, der Oktober ist schon fast rum, muss ich noch machen“. Da habe ich am 30. den geplanten Besuch einer Ausstellung ausfallen lassen, mich dafür aber am 31. zu einer Runde im Wald aufgerafft.
Es ist dann oft so, dass ich zuhause noch Bedenken habe, vor Ort dann aber ziemlich schnell begeistert bin. Irgendwann verinnerliche ich diese Lektion hoffentlich noch 😀 Dieses Mal war ich im Wald östlich des Arboretums Ellerhoop.
Die Anwohner:innen haben bestimmt schon eine Menge Menschen beim falsch Abbiegen beobachtet. Diesen Wegweiser fand ich einen hilfreichen Service.
Immer wieder gerate ich beim Wandern hier in der Umgebung auf einen Abschnitt des E1-Weges. Er verbindet mich mit ein paar Freundinnen im Süden sowie Norden und erinnert mich daran, dass ich ihn gerne mal in einer mehrtägigen Wanderung weiter erkunden will.
Auch wenn nicht vor Sackgassen gewarnt wurde, gab es eine Menge dieser Beschilderungen. Das unterste Bild war aber wohl nicht deutlich genug. Oder die Farbe leuchtete nicht ausreichend. Vielleicht müsste die Aufforderung, Hunde anzuleinen, einfach noch blinken oder so.
Ein Grund für meine Bedenken war die Angabe „Wegbeschaffenheit: Naturbelassen, 5,27 km“. Das kann bei Komoot alles und nichts heißen. Ich bin bei so einer Gelegenheit schon über Äcker geschickt worden und habe mich vor der Konfrontation mit den Landwirt:innen gefürchtet.
Einige der naturbelassenen Kilometer waren fester Untergrund mit einer dicken Schicht Laub zum Durchrascheln.
Andere Abschnitte waren eine breite Seenlandschaft. Dieser Wald liegt in der Nähe des Himmelmoores und es ist Herbst, da kann ich mich wohl nicht beklagen 😀
Neben richtig breiten Wegen, die andere Komoot-Nutzer:innen als „Waldautobahn“ bezeichnet hatten, gab es auch sehr romantische schmale Pfade wie diesen. Die Herbstfarben waren einfach fantastisch und ich war extrem glücklich, dass ich mich auf den letzten Drücker zum Abhaken des To-Wants durchgerungen hatte.
Und dann gab es noch ein paar solche Kilometer. Hätte ich nicht immer wieder auf die App gesehen, wäre ich nicht sicher gewesen, dass ich mich nicht hoffnungslos verlaufen hätte. Von den Kommentaren her ist das eine beliebte Strecke für Mountainbikes, aber dort würde ich nicht für Geld und gute Worte entlang radeln bei all den Gräben, Wurzeln und Schlangenlinien. Zu Fuß war es aber richtig lauschig.
Nebenbei habe ich noch unerwartet die mächtigste Eiche des Kreises Pinneberg gesehen und festgestellt, dass es im Kummerfeld einen Ruheforst gibt. Den habe ich mir mal auf die Liste gesetzt, um meine eigene Beerdigung zu planen. Das Schöne am Wandern ist, wie ich dabei die Landkarte einer Region immer mehr aufdecken kann. Praktisch jedesmal sehe ich etwas Überraschendes oder etwas, was mich zur nächsten Unternehmung anregt.
Unterwegs gab es eine Menge Naturschönheiten zu bewundern. Google behauptet, das hier sei der Buchen-Schleimrübling. Er sah im Herbstwald richtig romantisch aus!
Genauso wie diese Rose, die außen beim Gelände des Arboretums noch tapfer blühte.
Für den November habe ich mir fest vorgenommen, nicht mehr bis zum letzten Tag zu warten. Dann ist so eine lange Spazierrunde beziehungsweise kurze Wanderung auch nicht mehr so ein Aufraffen 🙂
Was habe ich im Oktober 24 gelesen?
„Wahrheit oder Lüge“
Anja Manleitner war auf ein Bild von einem Kind am Strand gestoßen. Es hatte keine Unterschenkel und saß mit Prothesen im Sand. Dieses Photo hatte jemand genutzt, um online Menschen zu emotionalisieren. Es war aber ursprünglich in einem ganz anderen Zusammenhang veröffentlicht worden.
Anja hat sich daraufhin mit Hilfe von Google Lense auf die Suche gemacht. Später hat auch Correctiv darüber berichtet, wie das Photo gestohlen und zweckentfremdet worden ist.
Mich strengen Menschen, die bewusst und absichtlich online solche Falschinformationen streuen, sehr an. Die Gesellschaft ist schon polarisiert und gestresst genug, und dann gießen diese Leute noch unnötig extra Öl ins Feuer. Umso dankbarer bin ich Menschen wie Anja, dass sie sich klar zu solchen Lügen äußern 🩷
Was habe ich im Oktober 24 gehört?
„Keine Gewalt mehr gegen Frauen? Was dann?“
Einer meiner Lieblingspodcasts ist „Mal angenommen“ aus der ARD-Audiothek. Dort werden unterschiedliche Szenarien abgeklopft, wie realistisch oder zukunftstauglich sie sind.
In dieser Episode ging es darum, welche Folgen es hätte, wenn es keine Gewalt gegen Frauen mehr gäbe. Ein Punkt kam für mich besonders unerwartet: Die konkreten Folgekosten (Frauenhäuser, Polizeieinsätze, Gerichtsverhandlungen, Krankmeldungen, Traumabehandlung von Kindern etc.) werden sehr vorsichtig auf 2,5 Milliarden Euro pro Jahr geschätzt.
Dazu kommen indirekte wirtschaftliche Kosten, weil Frauen nicht ihr volles berufliches Potential ausschöpfen. Insgesamt geht Deutschland so jedes Jahr eine Summe von ungefähr 20 Milliarden Euro verloren. Und dabei ist die Dunkelziffer an Fällen häuslicher Gewalt nicht einberechnet.
Natürlich sind das wirklich Schlimme an Gewalt gegen Frauen die körperlichen und psychischen Traumata. Gleichzeitig finde ich es bemerkenswert, wie sich eine kapitalistische Gesellschaft diesen Missstand so viel Geld kosten lässt, statt kollektiv dagegen vorzugehen.
„Da hätte ich schon ein paar Ideen, was man mit diesen 20 Milliarden Euro machen könnte“
Im September ging das Unterrichten wieder richtig los, außerdem habe ich ein paar touristische Punkte von meiner To-Want-Liste abgehakt und mit zweieinhalb Jahren Verzug ein Konzertticket eingelöst.
Eine meiner Blogkategorien ist „Selbstfürsorge“. Dieser Artikel erklärt, was ich darunter verstehe und welche Missverständnisse daran hängen.
Und was war sonst noch los?
Verkehrsberuhigung: Aktuell parken alle Autos aus unserer Straße ca. einen Kilometer entfernt.
Mit der Asphaltdecke kurzen Prozess gemacht. Die Sperrung soll bis Anfang 25 bleiben, ich bin gespannt.
Geschenke in der Nachbarschaft
Mein neuer Zweitlieblingskurs bei Duolingo
Suchbild mit Äpfeln
Bei einem Spaziergang entdeckte Kunst
Nebel hatten wir reichlich.
Auf den Tag genau zwei Jahre später gab es eine Auffrischungsimpfung.
Meine letzte Aktion, bevor ich mein Duolingoprofil wieder auf Privat gestellt habe.
In Sachen Halloween-Deko ist die Nachbarschaft auf ganz hohem Niveau dabei.
In Sachen neue Erkenntnisse auch.
Den Ahorn sehe ich jeden Morgen beim Aufwachen
Monatsrückblick in Zahlen
Im Oktober 24 komme ich auf 5521 gebloggte Wörter.
Die Schrittzähler-App zeigte Ende Oktober einen Stand von 227465, das sind ca. 7300 Schritte pro Tag.
Die PV-Anlage hat im Oktober 374 kWh geliefert, dabei haben wir 388 kWh verbraucht. Unterm Strich lag der Autarkiegrad bei 55 %. Es ist deutlich zu merken, dass die Sonnenstunden abnehmen und die Wärmepumpe angesprungen ist.
Was habe ich im November 24 vor?
Auf diesem Blog den Artikel Nummer 100 posten.
Meiner Webseite neue Schriftarten und neue Farben verpassen.
Das war mein Monatsrückblick Oktober 24. Schreibst du auch mehr oder weniger regelmäßig Rückblicke? Was sind deine Erfahrungen damit? Hast du dir den Oktober auch so bunt und unterhaltsam machen können wie ich?
Danke fürs Lesen! Mehr meiner regelmäßigen Rückblicke findest du hier.
This is the Samhain post in my series about activities for the eight holidays throughout the wheel of the year. Around the 1st of November, we are now in the middle between the autumn equinox and the winter solstice.
killing off surplus herd animals and preparing for the dark season
My thoughts about this day crystallised into the following main themes: Letting go as an empowering experience, transformation, composting old ideas, resilience and finding your strong roots and solid backbone, celebrating your genetic ancestors as well as the metaphoric ones, resting, mourning and thinking about what you want your own legacy to be.
In the following paragraphs you will find suggestions that may help you experience these themes more tangibly, also some descriptions of my own activities and experiences. I will keep adding new thoughts and ideas in the future.
The 21st of September kicked off autumn‘s colourful phase. Now we enter the next stage and a lot of the leaves are already on the ground. Part of them still rustle enthusiastically but a lot of them have turned into mush not remotely reminiscent of summer.
I have seen and heard some flocks of geese starting their southbound trek. Unfortunately, at those times I had forgotten to bring my camera with me. On those occasions I had it, there were no geese to be found ready to pose for a picture.
The forests nearby are still quite colourful. A few trees really are completely bare, some are sporting a few dry and dark grey leaves. A lot of the foliage is surprisingly green, just a bit muted. Depending on where I look and from which kind of mood, I see nature retreating and exhaling and at the same time dashes of colour and life bravely mobilising its last reserves. Retreat often is a slow process.
This year‘s October was another very warm one. Warm enough to be outside wearing a T-shirt on some days. The planet slowly heating up is just another kind of goodbye. Even if there is still a lot we can do to prevent the worst, the climate is not return to the way it was when I was young. Thinking about this is hard for me.
In my region it has become customary to leave deadwood to stay on the forest floor. So we can follow the slow but steady process of decay. I have always been fascinated by this calm recycling of organic matter. And either I have been paying special attention or there are just very many mushrooms this year, some of them also past their prime by now.
What about your region around the 1st of November? Are the trees still green and full of leaves? Or has nature proceeded even further towards the dark season? Can you see the signs of transience around you?
Gardening
I really should pull myself together and start winterising the garden. Let go of the hope of a successful cauliflower harvest and at the same time look back at what went well.
Every year I am surprised by the resilience of some of the flowers in my garden. After surviving the snails and slugs during summer they are now offering their last hurrah.
You can find advice on gardening in November here and here. Of course when exactly you have to do certain tasks depends on the region you live in.
What is the current state of your garden, balcony or windowsill? Which plants have already started decaying? Where can you still see the odd dash of colour? Have you already winterised your garden?
Meditating
Apart from my own meditation, there is a broad variety of other choices to be found online, covering different styles and durations. I would suggest the search terms “Samhain“, “letting go“ or even “death“ in combination with “meditation“. There are also yoga flows suited for the occasion, some very fun ones by Adriene Mishler. Another option would be to create a fitting atmosphere and just quietly meditate on one or more of the themes of the day.
Getting creative
To celebrate the season around the 1st of November, I looked for and found crotchet patterns to make skulls. To me these little amigurumi are fitting for the season and also just adorable.
A couple of years ago I crocheted a scarf with a skull pattern. It took quite a while but it was well worth the effort. This pattern can be adapted for differently shaped objects for different uses and will also look great in white or even other colours.
Now that autumn is in full swing, why not make an old-fashioned paper kite? Or a lantern to take on a walk outside or to place in your home?
Another fitting crafting project could be to gather some family photos and arrange them in a collage on the wall or on your focus. Or you could create a family tree with or without pictures, including actual relatives as well as other people you stand on the shoulders of.
I made a mini cardboard easel for my focus. With this I can present different pictures throughout the year. I followed these instructions originally meant for making a phone stand. Over the course of the following year I created a new picture for each holiday to put on the easel.
Listening to or making music around the 1st of November
For the 1st of May there is an overwhelming list of songs about love and weddings. There seems to be almost as much music centered on death and goodbyes.
When looking for classical music for the 1st of November, we probably all know Chopin’s funeral march, which sounds measured and melancholy, reminding us of a cinematic funeral scenes. Fanny Mendelssohn’s November is also mournful and at the same time dignified and elegant.
Tori Amos is looking forward towards her days as a „Happy Phantom“. She optimistically envisions the kinds of pranks she will play and how many happy moments this type of existence will provide. The German band “Die Ärzte” present the life of a zombie in a similar way in their song „Pro-Zombie“.
Art Garfunkel is much less upbeat with his ballad „Bright Eyes“. He asks:
„Bright eyes, burning like fire Bright eyes, how can you close and fail? How can the light that burned so brightly Suddenly burn so pale?“
Art Garfunkel
Taylor Swift’s „Marjorie“ pays homage to her late grandmother. She revels in the memories of their shared experiences and words of wisdom. Even though they are no longer together, an important part of her grandmother is still with her.
„If I didn’t know better I’d think you were still around What died didn’t stay dead What died didn’t stay dead You’re alive, you’re alive in my head“
Taylor Swift
With „Tears in Heaven„, Eric Clapton shares his grief for his son who died at a young age. He also sings about the strength he has to find to carry on.
The metal genre revels in the morbid and the exploration of the dark. One well known classic is Iron Maiden’s „Fear of the Dark“ describing the feeling of some unnamed presence always hanging around close by.
Bloodywood’s „Yaad“ on the other hand is about grieving the loss of a loved one, even though this does not always have to be a human being, as can be seen from the video.
Another band even chose the very fitting name Evanescence. Their song „My Immortal“ is about the breakup of an unfortunate relationship and the inability of the protagonist to let go.
My list for this holiday includes two tracks from children’s movies. Of course the first of them has to be „This is Halloween“ from „Nightmare before Christmas“. The inhabitants of Halloween Town may look scary and enjoy startling humans by jumping out from underneath their beds. However, this is all meant in good, lighthearted fun. It just is what it is.
The second song is „Let it Go“ from Disney’s „Frozen“. In this film, the protagonist Elsa overcomes her internal resistance and lets go of expectations of who she should be. This also touches on the topics of this day in my opinion. Letting go can be uncomfortable and is thus often unpopular. On the other side of it, you will find freedom with a level of intensity that personally still makes tears stream down my face when I listen to this song.
Samhain Reading
During this time of contemplation and introspection it may be time to flip through those old photo albums again or maybe read some old letter. Even though one of the themes is letting go, a bit of nostalgia can complete the experience.
You can count on Terry Pratchett to also have written a Discworld novel matching the mood of the 1st of November. „Mort“ is about the personification of Death choosing an apprentice who gains a brand new perspective on human mortality and the questions of justice and inevitability that come with his new job.
Do not stand By my grave, and weep. I am not there, I do not sleep— I am the thousand winds that blow I am the diamond glints in snow I am the sunlight on ripened grain, I am the gentle, autumn rain. As you awake with morning’s hush, I am the swift, up-flinging rush Of quiet birds in circling flight, I am the day transcending night. Do not stand By my grave, and cry— I am not there, I did not die.
Clare Harner
Harner talks about what happens with what we are made of after we die. What really matters is never gone. And we can take comfort in being surrounded by nature and our memories of those we had to let go.
On the other hand, in her „Blessing for the Brokenhearted„, Jan Richardson advocates for acknowledging feelings of loss and sadness. Even though death is a part of life we do not have to toughen up and deny our emotions. Resilience is not about denial but about looking at things honestly and still going on with our lives.
Let us agree for now that we will not say the breaking makes us stronger or that it is better to have this pain than to have done without this love.
Let us promise we will not tell ourselves time will heal the wound, when every day our waking opens it anew.
Perhaps for now it can be enough to simply marvel at the mystery of how a heart so broken can go on beating, as if it were made for precisely this—
as if it knows the only cure for love is more of it,
as if it sees the heart’s sole remedy for breaking is to love still,
as if it trusts that its own persistent pulse is the rhythm of a blessing we cannot begin to fathom but will save us nonetheless.
Jan Richardson
Finally, Rupi Kaur suggests celebrating death as the culmination of a life that she enjoyed on her own terms:
when i go from this place dress the porch with garlands as you would for a wedding my dear pull the people from their homes and dance in the streets when death arrives like a bride at the aisle send me off in my brightest clothing serve ice cream with rose petals to our guests there’s no reason to cry my dear i have waited my whole life for such a beauty to take my breath away when i go let it be a celebration for i have been here i have lived i have won at this game called life
Rupi Kaur
Food for the 1st of November
Fliederbeersuppe is a recipe from Northern Germany. It is a sweet soup made from elderberries, served with semolina dumplings. With its colour of dark red, almost black and the white dumplings it is perfect for celebrating the dark season. Also I love that it combines earthy and bitter tastes with softness and sweetness.
Asking questions
These are the questions that might be helpful to ask yourself or the oracle of your choice around the 1st of November:
Which traits did you inherit from your ancestors?
Whose shoulders are you standing on?
What does knowing you came before you have to do with your personal roots?
What is going to be your legacy, literally and metaphorically?
What would you have liked to keep, what are you grieving for?
What is easy for you to let go of?
In which area are you waiting for the autumn storm to make decisions for you and to make letting go easier?
Which parts of yourself do you feel are particularly resilient?
Who are you at you innermost and indestructible core?
What is your general relationship with transforming what you have become used to into compost for the future?
Which part of humanity’s history makes you particularly grateful?
Which projects have you invested energy in time in this year and which have come to a close now?
Focussing on your most important insights
What are your main answers to the questions above? Which poems, quotes or pieces of music do you find most relevant to the mood of the days around the 1st of November? Can you condense the most salient messages into a symbol or a word? Did you find an object outside in nature that you want to be present on your focus?
Do you have a tradition for this time of Halloween, Samhain or All Saint’s? Have you already sorted what projects of the past you want to dissolve and recycle for the future? How do you feel about the subject of mortality? What are your sugggestions for Samhain activities?
Wir leben in interessanten Zeiten. Und gleichzeitig hat der Begriff Selbstfürsorge Hochkonjunktur. An sich ist es zwar positiv, wenn Menschen auf ihr Wohlbefinden achten, anstatt sich von den aktuellen Krisen über ihre Grenzen hinweg stressen zu blassen. Trotzdem lohnt es sich, das Konzept der sogenannten Self-Care zu hinterfragen.
Selbstfürsorge ist nicht ohne Grund eine meiner Blogkategorien. Es passiert mir immer wieder, dass ich mich in einer Selbstblockade wiederfinde oder in unrealistischen Vorhabenlisten ertrinke. Manchmal drohe ich am Zustand der Welt und der Gesellschaft zu verzweifeln und kämpfe immer noch darum, nachhaltig Grenzen zu setzen. Bei einer von Judith Peters‘ wunderbaren Aktionen habe ich schließlich Selbstfürsorge als eine meiner Bestimmungen identifiziert.
Die Frage ist: Wovon sprechen wir überhaupt? Oder anders: Meinen wir wirklich dasselbe? Und gibt es vielleicht auch Fallen, in die wir tappen können?
Selbstfürsorge ist kein neuer Trend
Auch wenn Self-Care modern erscheint: Der Begriff in der heutigen Bedeutung geht zurück auf Audre Lorde, eine wichtige afroamerikanische Autorin, politische Aktivistin und Vordenkerin. 1988 schrieb sie:
“Caring for myself is not self-indulgence, it is self-preservation, and that is an act of political warfare.”
Audre Lorde
Diese Worte waren eine Reaktion auf ihre zweite Krebsdiagnose und auf rassistische Vorstellungen davon, wie sich eine Frau wie sie in die Gesellschaft einzufügen habe. Audre Lorde war eine hochbegabte Schriftstellerin und andererseits mehrfach von Diskriminierung betroffen. Sie starb im Alter von nur 58 Jahren.
Dass wir uns heute darüber unterhalten, wie wir wirksam auf uns achten, haben wir auch ihr zu verdanken. Es ist nur gerecht, auf die feministischen, antirassistischen und generell gesellschaftskritischen Ursprünge dieses Begriffes hinzuweisen. Für das Verständnis und das Vermeiden von Denkfallen ist es sogar grundlegend wichtig, wie wir noch sehen werden.
Selbstfürsorge ist nicht egoistisch
Sie ist auch kein Selbstzweck. Ich jedenfalls meine mit Selbstfürsorge nicht, dass wir nur noch die Füße hochlegen und uns auf unser eigenes Wohlbefinden konzentrieren. Es ist wie mit der Sauerstoffversorgung im Flugzeug: Wenn andere Menschen bei mir immer eine höhere Priorität haben als ich, ist das ein Raubbau an meinen Ressourcen. Nur dann, wenn ich für mich selbst sorge, kann ich für andere nachhaltig zur Verfügung stehen.
Natürlich ist es möglich, Selbstfürsorge so zu verstehen, dass ich nur noch auf mich achte. Damit isoliere ich mich allerdings und so eine Lebensstrategie wird nicht lange gut gehen.
Aus meiner Sicht ist es sinnvoll, meine Bedürfnisse so gut im Blick zu haben und zu erfüllen, dass ich mit anderen Menschen möglichst gut in Kontakt bleiben kann. Das ist kein Egoismus, sondern gesundes Miteinander.
Self-Care ist politisch
Wie Audre Lorde schon sagte, geht es um einen radikal politischen Akt. Unser westliches Gesellschafts- und Wirtschaftssystem lebt davon, dass wir uns möglichst nahtlos einfügen und seine Dogmen wie zum Beispiel das ständige Wachstum nicht hinterfragen.
Sehr zynisch formuliert: Wir arbeiten mehr Stunden, als wir müssten, um möglichst viel Geld zu verdienen, damit wir uns mehr Dinge kaufen können, die wir eigentlich nicht brauchen, die uns aber darüber hinweg trösten, dass wir so viel arbeiten. Damit es eine erfolgreiche Klasse geben kann, muss ein Teil der Gesellschaft am Rand zur Armut leben. Denn durch den künstlich herbei geführten Mangel lassen sich Menschen im Streit untereinander davon ablenken, was an anderer Stelle für ein Schaden am Planeten angerichtet wird. Bis es irgendwann zu spät ist.
Sobald wir Audre Lordes Prinzip befolgen und uns wenn auch nur zeitweise aus dem emotionalen und mentalen Stress heraus begeben, stehen wir für diesen Augenblick dem Hamsterrad nicht mehr zur Verfügung. Und in diesen Momenten realisieren wir idealerweise, worum es in diesem Leben wirklich geht und wie viel mehr Selbstwirksamkeit uns zur Verfügung steht, als wir dachten. Damit können wir an den Zuständen, die uns alle auf Dauer überlasten, etwas ändern.
Selbstfürsorge ist keine Selbstoptimierung
Die Sozialen Medien haben die Tendenz, sinnvolle Ansätze in absurde Extreme zu treiben. Irgendwann kippt der Gedanke, mir etwas Gutes zu tun, in einen Wettbewerb im Gutes-Tun. Wer Self-Care betreibt, ist gesund, erfolgreich und gutaussehend. Sonst kann es ja mit der Selbstfürsorge nicht so weit her sein, oder?
Influencer:innen präsentieren sich im Urlaub, beim Yoga, aufgeräumt, entspannt und gut gelaunt. Wenn es bei mir und dir nicht so aussieht, dann müssen wir uns wohl ein bisschen mehr anstrengen. Und so ziehen wir uns noch zusätzlich Energie ab, anstatt unseren Akku aufzufüllen.
Besonders schlimm wird es, wenn wir in den Strudel der toxischen Positivität geraten. Oft ist es wichtig, Wut, Traurigkeit oder Angst anzuerkennen und als Reaktionen auf Lebens- und Weltlagen anzunehmen, statt trotz der multiplen Krisen zwanghaft Heiterkeit auszustrahlen.
Das ist einer der Selbstregulationsmechanismen unseres Gesellschaftssystems: Manchmal tauchen Ideen auf, mit denen wir uns mehr mentale Freiheit verschaffen, die kollektiven Glaubenssätze mit etwas Abstand zu betrachten und dabei festzustellen, wie wenig der Kaiser anhat. Solche Aktivitäten werden wie automatisch gerne mit Wettbewerbscharakter vereinnahmt. Und schon streben wir ein weiteres Ziel an, in der knappen Zeit, die uns neben unserer Arbeit zur Verfügung steht.
Selbstoptimierung ist die paradoxe Antwort, mit der wir genau das Gegenteil von dem erreichen, was Audre Lorde für sich beschlossen hatte: Weniger Selbstwirksamkeit und weniger Möglichkeit, die Dinge zu ändern.
Selbstfürsorge ist nicht käuflich
Eine weitere paradoxe Reaktion des bestehenden westlichen Systems ist es, aus Gegenbewegungen einen neuen Wirtschaftszweig zu machen. Wer das im Detail sehen möchte, braucht nur in der Suchmaschine der Wahl die Begriffe „Selfcare Produkte“ einzugeben.
Anscheinend brauche ich dringend Tees, Kerzen, Duftöle, Bücher, Kurse, Kissen, eine umfassende Yogaausrüstung, Badezusätze und die richtige Musik, wenn ich mich angemessen um mich kümmern möchte. Mindestens.
Wenn danach noch Geld übrig ist, kann ich in ein paar Wandtattoos investieren oder am besten gleich in eine Reise, für deren Ort ich mich wieder an den üblichen Influencer:innen orientiere. Diese Form von Self-Care hat einen Gewinner: Das Bruttosozialprodukt.
Immerhin erfülle ich so meine Aufgabe als brave Konsumentin. Dabei hatte ich mir eigentlich vorgestellt, mich weniger abhängig zu machen, weniger Geld verdienen zu müssen, weniger Müll zu verursachen und weniger Rohstoffe zu verbrauchen.
Wie wir sehen, ist unser System selbststabilisierend. Umso mehr Grund, auf uns zu achten, damit wir genug Zeit, Energie und mentale Kapazitäten haben, diese Mechanismen zu hinterfragen, und Mitmenschen zu einer gesünderen Form der Selbstfürsorge zu inspirieren.
Selbstfürsorge ist kein Allheilmittel
Wenn ich mir im Flugzeug meine eigene Sauerstoffmaske aufgesetzt habe, sehe ich mich um, ob jemand anderes Unterstützung braucht. Ob irgendwo ein schwerer Gegenstand befestigt werden sollte.
Genauso ist auch die Selbstfürsorge nur der erste Schritt, der mich in die Lage bringt, meine Selbstwirksamkeit einzusetzen. Nur davon, dass es mir gut geht, ändern sich die Verhältnisse nicht. Gleichzeitig kann ich auf Dauer nicht an den Problemen unseres Systems arbeiten, wenn ich über meine Grenzen gehe. Beides bedingt sich gegenseitig. Wenn wir unseren Akku gefüllt haben, ist es Zeit, aktiv zu werden.
Es gibt vieleOrganisationen, die anunterschiedlichenBaustellenarbeiten. Sobald ich für mich herausgefunden habe, wie und wo ich mich für unserer gemeinsame Zukunft einsetzen will, kann ich mich ihnen anschließen. Und dann wird aus einer Gruppe von resilienten Individuen eine Gemeinschaft, die in einem ganz anderen Maßstab wirksam ist als viele vereinzelte Menschen, die auf Instagram den neuesten Meditationstrends folgen.
Self-Care ist eine Frage der Haltung
Wenn es also nicht darum geht, mein Zuhause mit Duftkerzen und harmonisierenden Postern zu gestalten, worum dann? Natürlich zünde auch ich gerne mal eine Kerze an. Auch in meinem Zuhause habe ich an vielen Stellen Zitate angebracht. Tatsächlich sind sie alle handgeschrieben, auf schlichten weißen Stücken Papier. Ich habe wenig Geld dafür ausgegeben, dafür fühle ich mich mit ihnen emotional sehr verbunden.
Wichtiger als ein Gerüst von Vorschriften ist ein Bewusstsein für die möglichen Fallen und Denkfehler und für das, was mir persönlich eigentlich bei der Sache wichtig ist. Was ich daraus für mich und die Welt gewinnen will. Ein Blick darauf, welche Ressourcen mir schon zur Verfügung stehen.
Wenn Selbstfürsorge für mich eine Reaktion auf ein nicht ideales Gesellschaftssystem ist, dann ist es logisch, dass ich mich mit meinen eigentlichen Wurzeln beschäftige und mich in die Natur begebe. Jedenfalls in die Variante von Natur, die ich in meiner Umgebung finde. Dort kann ich mit mir und der Welt so unmittelbar wie möglich in Kontakt treten.
Wenn ich auf der Basis dieser Haltung eine Liste schreiben sollte, die ohne Selbstoptimierung, Egoismus und Lifestyle-Produkte auskommt, dann wäre es diese:
Nein sagen und Grenzen setzen
Immer wieder mit der Natur in meiner Umgebung in Kontakt treten und auftanken
Für den Kontakt mit meinen Mitmenschen ein gesundes Maß finden
Meine Prioritäten immer wieder neu abklopfen
Mich im Rahmen meiner Möglichkeiten gesellschaftlich einbringen
Dogmen und Glaubenssätze hinterfragen
Mich bilden und mein Wissen weiter geben
Nachsicht mit mir und anderen haben
Was heißt Selbstfürsorge für dich? Wo siehst du ihr Potential und wo Probleme? Hast du meiner Liste noch weitere Punkte zuzufügen? Für mich gehört auch gerade der Austausch um diese Begriffsklärung absolut dazu.
Hurra! Es gibt noch eine nicht abgelaufene Blogparade! Und zwar bei Kakao & Karotte. Weil die beiden so lieb gefragt haben, erzähle ich heute etwas über ein tolles traditionelles Gericht, das ich für den Herbst in vegan nachkoche. Wer hier schon eine Weile mitliest, fragt sich eventuell: Moment mal, gab es das nicht schon einmal? Ja, ich habe schon an einer anderen Blogparade teilgenommen und ein veganes Gericht für den Herbst präsentiert 😉
Ich hatte dieses Gericht seit Jahrzehnten nicht mehr gegessen, hauptsächlich aus Speckgründen. Das Team auf Twitter hat mich aber motiviert, nach einer Alternative zu suchen. Unter anderem auch für Toast Hawaii habe ich einen festen Seitan mit Räuchersalz und Rote-Bete-Saft hergestellt. Allerdings gibt es inzwischen auch fertige Speck-Upgrades zu kaufen. Alternativ funktioniert dieses Gericht bestimmt auch mit gutem Räuchertofu oder Räuchertempeh.
Dieser Eintopf wird teils auch als Spätsommergericht beschrieben. Ich verbinde ihn in meiner Erinnerung aber mit dem frühen Herbst, wenn das Licht draußen golden ist und sich ein Füllhorn an Obst und Gemüse bietet. Heutzutage sind grüne Bohnen noch später im Jahr zu haben, ursprünglich lag ihr Erntezeitpunkt wohl aber vor dem Oktober. Für nächstes Jahr nehme ich mir entsprechend vor, Birnen, Bohnen und Speck zum Herbstanfang zuzubereiten.
Die Zutaten
Ich habe mich an ein Rezept auf Chefkoch angelehnt. Neben meinem selbstgemachten veganen Schinken habe ich Bohnen, Kochbirnen, Zwiebeln und Kartoffeln eingesetzt. So minimal und so lecker kann der Herbst sein 🙂
Allerdings habe ich meinen Räucherseitan nicht lange in Wasser gekocht, sondern nur mit den Zwiebeln angebraten und dann aus dem Topf genommen. Im Anschluss habe ich Brühe angegossen und die Bohnen und Birnen darin nach dem Chefkochrezept mit Bohnenkraut gegart. Parallel habe ich die Kartoffeln gegart und püriert.
Falls du dieses Gericht tatsächlich mit einem veganen Produkt nachkochen willst: Seitan und Co. müssen nur kurz angebrutzelt werden. Das Gericht hat dann deutlich weniger Fett als im Original. Auf der Kalorienseite sicher ein Vorteil, für den Geschmack ist es wichtig, das im Hinterkopf zu haben. Eventuell möchtest du am Ende einen Löffel gutes Pflanzenöl zufügen.
Das fertige Gericht
Dieses Essen war eine echte Zeitreise. Die Kombination von süß, salzig und geräuchert hat mich emotional stark in meiner Kindheit abgeholt. Was ich mitgenommen habe: Auch wenn ich mich pflanzlich ernähre, muss ich nicht auf Nostalgie und regionale Tradition verzichten. Und auch den Herbst feiern kann ich vegan 😀
Hast du auch schon einmal Birnen, Bohnen und Speck gegessen oder zubereitet? Was ist bei dir ein Gericht, mit dem du lecker (und vegan) in den Herbst kommst? Gibt es Gerichte aus deiner Kindheit, die du gerne einmal nachkochen möchtest?
Endlich schaffe ich es, an 12 von 12 teilzunehmen. Der 12 Oktober 24 ist dankenswerterweise ein Samstag, da ist der Einstieg ein bisschen einfacher. Wir hatten heute nicht viel vor und entsprechend gemütlich sind die Bilder geworden. Die Aktion geht auf „Draußen nur Kännchen“ zurück 🙂
Diesen Ahorn sehe ich durchs Fenster von meinem Bett aus beim Aufwachen. Gerade jetzt ist er besonders schön und ich freue mich jeden Morgen über den Anblick!Auf dem Weg zum Frühstück blicke ich durch die Haustür auf die Rückseite einer Gärtnerei. Deren Bäumchen durch das Jahr zu beobachten, ist einfach spannend.Den zweiten Becher Kaffee trinke ich gewöhnlich auf dem Sessel und höre dabei meine Lieblingspodcasts!Es hat für eine Weile so ausgesehen, als wären Lillys Tage gezählt, weil sie eine Wucherung unter der Zunge hat. Die Untersuchung hat aber ergeben, dass das Gewebe gutartig ist. Wir können es immer noch nicht fassen, dass sie uns noch eine Weile erhalten bleiben wird!Bisher habe ich mit Duolingo immer auf meinem Smartphone geübt. Mit dem neuen Tablet macht der Musikkurs noch mehr Spaß! Allerdings musste ich da erstmal wieder ganz neu die Töne und Animationen abstellen 😀Eins meiner aktuellen To-Wants ist tägliches digitales Entrümpeln. Heute habe ich meine große Sammlung heruntergeladener Rezepte sortiert. Da waren einige PDFs doppelt…Ein weiteres To-Want ist es, jeden Tag 15 Minuten Ordnung zu machen. Aktuell bin ich dabei meine Zettelwirtschaft aka Arbeitsblättersammlung zu organisieren. Heute hatte ich einen Stapel Abiturklausuren am Wickel.Wir mussten noch ein paar Dinge einkaufen und ich bin immer noch komplett geflasht davon, dass ich wieder genug Kondition zum Fahrradfahren habe!Um meine Kondition weiter zu trainieren, gehe ich jeden Tag spazieren oder mache Nordic Walking. Heute waren wir ohne Stöcke draußen, dafür eine große Runde.An der Vorderseite der Gärtnerei steht dieser farbenfrohe Strauch. Ich habe auch so einen im Vorgarten gepflanzt und warte darauf, dass der auch mal so üppig wächst.Und diese Zeitgenossen hatten andere Menschen auf unserer Spazierrunde im Vorgarten 🧡Der Samstagabend ist für uns immer die ideale Zeit für die HeuteShow und Extra 3 im Doppelpack. Bisschen frustrierend und bisschen erheiternd 😀
Jetzt drücke ich mir die Daumen, dass ich 12 von 12 im November wieder organisiert bekomme, auch wenn das ein Dienstag ist 😉