Das hier ist mein zweiter Beitrag zu „12 von 12“, dieses Mal im November 24. Die Aktion geht zurück auf „Draußen nur Kännchen“.












Das waren meine 12 von 12 im November 24. Wir sehen uns spätestens im Dezember wieder 🙂

Das hier ist mein zweiter Beitrag zu „12 von 12“, dieses Mal im November 24. Die Aktion geht zurück auf „Draußen nur Kännchen“.












Das waren meine 12 von 12 im November 24. Wir sehen uns spätestens im Dezember wieder 🙂

Wie stehst du zur Gendersprache? Was hältst du von Lastenrädern? Wie siehst du die Frauenquote? Was ist deine Meinung zu veganen Würstchen? Wie sollten wir mit Menschen umgehen, die Bürgergeld beziehen? Und was meinst du zum Tempolimit?
Alle diese Fragen haben ein paar Gemeinsamkeiten. Sie…
Die aufkommenden Emotionen sind echt. Und gleichzeitig oder sogar genau deswegen überschätzen wir die Bedeutung dieser Fragen. Frage dich selbst, wie sehr auf einer Skala von 0 bis 100 deine alltäglichen Probleme und Belastungen auf Pronomen zurück gehen. Oder darauf, ob jemand pflanzliche Produkte isst. Wie viele Euro kosten falsche Angaben beim Bürgergeld den deutschen Staat?
Ein paar geschätzte Kostenpunkte für den deutschen Staat im Vergleich:
Dagegen:
Viele unserer gesellschaftlichen Probleme (Bildungsmisere, Gesundheitssystem, Wohnungsnot) wären mit mehr Geld in der Staatskasse leichter zu lösen. Die Prioritäten, die wir bei Diskussionsthemen setzen, sind aber leider alles andere als zielführend.
Die endlosen Debatten um nicht-existenzielle Themen lenken uns ab. Sie binden Zeit und Energie, die dann dringend an anderer Stelle fehlen. Sie ziehen uns auch durch die Polarisierung unnötig emotional herunter, was zusätzliche Energie kostet.
Und: Sie entscheiden Wahlen. Aktuell gerade in den USA zu beobachten. Und die gleichen Mechanismen greifen überall.
Das Stöckchen wirkt auch bei mir. Ich habe selbst zwei Blogartikel zum Thema geschrieben: „Streit um Sprache“ und „Sprachen ändern sich“. Offensichtlich ist der Genderstern ein beliebter Aufhänger für Blogparaden. Und ich fühle mich davon mit angesprochen, habe das Bedürfnis, mich zu äußern.
In beiden Beiträgen war mir die Haltung wichtiger als das eigentliche Gendern. Ich wünsche mir in diesem Zusammenhang, dass wir nachsichtiger miteinander umgehen, egal was wir jeweils von Sprachveränderungen halten.
Und gleichzeitig ist dies definitiv mein letzter Beitrag zum Gendern. Weil diese endlose Debatte meistens nur darin besteht, dass verschiedene Menschen ihren Standpunkt präsentieren und sich im Idealfall gegenseitig akzeptieren. Im nicht idealen Fall gehen sie auseinander, bestätigt in der Haltung, dass mit der anderen Person ja nicht zu reden sei.
Ich will mich nicht mehr daran beteiligen, wenn wir Menschen Zeit und Energie für im Vergleich wenig bedeutsame Debatten verpulvern. Ich will diese Polarisierung nicht mehr mit befeuern. Nicht im Zusammenhang mit Gendersprache und nicht bei all den anderen Stöckchen.
Im Coaching gibt es ein wirkungsvolles Format für scheinbar polare Fragen. Beim sogenannten Tetralemma führt der Weg zuerst in die „Eine“ Haltung, dann in die „Andere“. Im nächsten Schritt werden Gemeinsamkeiten betrachtet („Sowohl als auch“), danach erlebt der/die Coachee eine Haltung außerhalb der Polarität („Weder noch“) und eventuell noch eine Position einen Schritt weiter entfernt („Und auch das nicht“).
Das Ergebnis ist ein Gefühl der Befreiung und Erleichterung. Wenn wir glauben, wir müssten uns zwischen zwei Optionen entscheiden, sind wir eingeengt. Eine Metabetrachtung lockert das Denken und auch das Fühlen. Sie macht wieder handlungsfähig, genau das, was wir eigentlich mehr denn je bräuchten.
Diese Debatten nützen Populist:innen. In einer Vorlesung erklärte Bernie Sanders 2003, wie es die Republikaner schaffen, gewählt zu werden. Deren politische Ziele sind nicht im Sinne der Mehrheit der Bevölkerung. Und auch nicht populär: Steuererleichterungen für Reiche, Abtreibungsverbote, Senkung des Mindestlohns, weniger Zugang zu bezahlbarer Gesundheitsversorgung. Welche Strategie wählen sie? Sie streuen Themen, die die Bevölkerung spalten: Rechte für marginalisierte Gruppen, Waffenbesitz, heute auch LGBTQI+.
Die Strategie heißt „Teile und herrsche“ und ist so alt wie wirkungsvoll. Und sie funktioniert mit den oben aufgelisteten Themen genauso auch in Deutschland. Jede Nation hat ihre passenden Polaritätsangebote, obwohl es auch viele Überschneidungen gibt. Populist:innen sind global gut vernetzt und lernen voneinander. Wer sich nicht länger von existenziellen Fragen ablenken lassen will, sollte genauso daraus lernen.
Wir können weiterhin die gleichen Fragen stellen. „Wie stehst du zur Gendersprache?“ und „Was meinst du zu veganen Würstchen?“
Weiter bringen uns allerdings Fragen wie:
Die USA haben gerade gewählt. Gerade weil wir dort gesehen haben, wie die Mehrheit nachweislich gegen ihre eigenen Überzeugungen gewählt hat, habe ich Wünsche für mein eigenes Land und die Zukunft.
Noch einmal, weil es mir wichtig ist: Die Emotionen, die wir bei diesen Themenfühlen, sind real. Die Bedürfnisse nach Identität und Zugehörigkeit sind für uns Menschen essenziell. Ich kann und möchte niemandem einen Vorwurf machen, wenn sie die Polarisationsangebote aufgreifen und darüber sprechen oder schreiben.
Und gleichzeitig ist die Frage nach Gendersprache eher ein Thema für die Soziologie und die Linguistik, als dass wir in unserem Alltag davon beeinträchtigt würden. Gleichzeitig richten wir zu wenig Energie, Zeit und Aufmerksamkeit auf das, was uns als Menschheit wirklich bedroht.
Ich wünsche mir, dass wir unsere Prioritäten neu sortieren. Dass wir Populist:innen nicht gestatten, unsere Debatten zu kontrollieren. Dass wir uns nicht weiter auseinander treiben lassen, sondern stattdessen nachsichtiger und solidarischer miteinander werden. Denn auch Kooperation war für uns Menschen ein Evolutionsvorteil.
In meiner idealen Vorstellung ist es okay, wenn jemand Lastenräder nicht mag. Weil das grundsätzliche Miteinander davon nicht abhängt, sondern von der Frage, was uns gemeinsam wirklich voran bringt. Ich wünsche mir für uns alle die Freiheit und Handlungsfähigkeit, die sich durch das Tetralemma einstellt.
Wie schätzt du das ablenkende Potential der Diskussionen über Tempolimit und Co ein?
Welche Themen möchtest du gerne in der öffentlichen Debatte sehen?
Was können wir tun, damit wir miteinander konstruktiver in Beziehung kommen?

Lernen ist nicht nur echt krass, eine Pflichtveranstaltung oder ein Hobby für ein paar Nerds. Lernen ist auch grundsätzlich politisch.
Für meine To-Want-Liste 4/24 habe ich beschlossen, mich deutlicher zu positionieren. Die Folge 184 von Piratensender Powerplay ist dafür ein guter Aufhänger. Unter dem Titel „Blaue Machtergreifung und grüne Ohnmacht“ besprechen Friedemann Karig und Samira El Ouassil die Folgen der Landtagswahlen 2024 für die Demokratie und für die Grünen. An der Stelle wurde mir klar:
Sehr viel Potential für Selbstwirksamkeit verpufft in der Realität, wenn wir als Menschheit wichtige Lektionen nicht lernen.
Deshalb beleuchte ich in diesem Blogpost die Verzahnungen zwischen Bildung, Wissen und Lernen einerseits und Politik und Demokratie andererseits. Dabei gehe ich auf ein paar ausgewählte Problemfelder ein. Ich berichte aus meinen Erfahrungen und Beobachtungen und schreibe am Ende, welche Schritte und Haltungen ich mir von den unterschiedlichen beteiligten Gruppen wünsche.
Das Wort „lernen“ kommt vom gotischen lais. Das hieß so so viel wie „ich bin wissend geworden, ich habe erfahren“. Im Alltag denken wir bei Lernen hauptsächlich an Fächer wie Mathematik, Deutsch und Englisch. Kinder lernen aber Dinge wie Laufen, Schleifebinden, Benehmen und Fahrradfahren meist lange bevor sie in die Schule kommen.
Die Psychologie versteht unter „lernen“ den „Prozess des relativ dauerhaften Aufbaus und/oder der Veränderung von Verhaltensdispositionen aufgrund von Erfahrungen“. Es gibt systematisches und zielgerichtetes Lernen wie im Bildungssystem. Dort sind Lernziele und erprobte Lernmethoden vorgegeben. Daneben lernen wir Menschen allerdings unser Leben lang durch Ausprobieren und Erfahrungen, genau wie Pflanzen und andere Tiere.
Je nach Rückmeldung der Umwelt werden diese Erfahrungen im Gehirn abgespeichert. Und je nach den Umständen während der Lernerfahrung, der Häufigkeit der Wiederholung und der Aufnahmekapazität des Gehirns werden die neuen Informationen mehr oder weniger dauerhaft in neuen neuronalen Verbindungen abgelegt.
Auf der anderen Seite gehören auch das Vergessen und das Verlernen dazu. Die gute Nachricht: Was wir einmal gelernt haben, müssen wir nicht lebenslang beibehalten. Auch in hohem Alter sind wir Menschen noch in der Lage, Gehirnzellen neu zu verbinden, obwohl diese sogenannte Plastizität des Gehirns mit den Jahren allmählich nachlässt.
In einer Studie des UKE Hamburg haben zum Beispiel Menschen zwischen 50 und 67 Jahren jonglieren gelernt. Parallel wurde beobachtet, dass ihre Gehirne darauf reagierten. Die Regionen, die mit dem Lernen zusammen hängen, vergrößerten sich.
Grundsätzlich gibt es beim Lernprozess keine Wertung: Wir können hilfreiche Dinge lernen, aber auch solche, die für uns Nachteile bringen. Das können zum Beispiel Verhaltensweisen sein, die wir in traumatischen Situationen gelernt haben. Diese waren in der Situation wichtig und haben für uns etwas sicher gestellt. In den meisten anderen Situationen stehen wir uns damit eher im Weg oder schaden anderen.
Ich konzentriere mich für diesen Blogbeitrag auf das Lernen von Dingen, die sachlich richtig oder für uns oder unsere Umwelt sinnvoll und wichtig sind. Damit sind aber nicht nur Lernfächer wie Mathematik oder Erdkunde gemeint, sondern besonders auch Verhaltensweisen, Werte und soziale Kompetenzen.
Wie effektiv ein Lernprozess abläuft, hängt ab von:
Entweder gewinne ich neues Wissen, an dem ich meine Handlungen neu ausrichte. Oder das Lernen bestätigt meine bisherigen Kenntnisse. Dann kann ich meine Handlungsweisen beibehalten, aber auf einer neuen Haltung basierend.
Woran erkenne ich einen erfolgreichen Lernprozess? Daran dass ich mit komplexen Situationen und Widersprüche in Alltag leichter und gelassener umgehe. Wiederholungen der Lektionen mit positiven Rückmeldungen verstärken die Verankerung im Gehirn.
Beim Lernen stoßen wir oft auf ein Paradox: Je mehr Wissen wir erwerben, um so stärker wird uns oft bewusst, was wir nicht wissen. Über mein Verhältnis zum Nichtwissen, habe ich den Blogbeitrag „Was ich nicht weiß“ geschrieben. Darin liest du, wie mich perönlich Nichtwissen gleichzeitig irritiert und beflügelt. Unterm Strich wird das, was wir nicht wissen, immer mehr sein als unser Wissen.
Das Wort „politisch“ geht zurück auf „pólis“ (griechisch: Burg, Stadt, Staat). Es bedeutet „auf die Politik bezogen“, aber auch „klug“. Für mich heißt der Satz „Lernen ist politisch“, dass ein Grundschatz an Wissen, Bildung und konstruktiven Verhaltensweisen wichtig für unser Zusammenleben ist. Im Extremfall ist es sogar wichtig für das Überleben einer Gesellschaft. So gesehen ist Lernen tatsächlich auch klug.
Lernen war schon immer politisch. Schon in der Antike gab es Schulen, allerdings wurden dort längst nicht alle Kinder unterrichtet. Bildung war zum Beispiel im antiken Griechenland Kindern aus freien Familien vorbehalten. Immerhin durften ab dem Hellenismus auch Mädchen am Unterricht teilnehmen.
Das Ziel der Bildung änderte sich historisch gesehen immer wieder. Und erst zwischen dem 16ten und 18ten Jahrhundert wurde in verschiedenen deutschen Regionen eine Schulpflicht eingeführt. Die Gesetze dahinter waren allerdings eher ein Flickenteppich und nicht nachhaltig durchsetzbar.
Erst mit der „Verfassung des deutschen Reichs“ wurde am 11. August 1919 Folgendes festgelegt:
„Es besteht allgemeine Schulpflicht. Ihrer Erfüllung dient grundsätzlich die Volksschule mit mindestens acht Schuljahren und die anschließende Fortbildungsschule bis zum vollendeten achtzehnten Lebensjahre. Der Unterricht und die Lernmittel in den Volksschulen und Fortbildungsschulen sind unentgeltlich.“
In Deutschland haben seitdem alle Kinder einen Anspruch auf Lernen. Wenigstens theoretisch könnte seitdem Bildungsgerechtigkeit bestehen. In der Realität ist allerdings das deutsche Bildungssystem immer noch nicht für alle Kinder gleich durchlässig. Der Bildungsbericht Deutschland 2022 erfasst drei sogenannte „Risikolagen“: Gering qualifizierte Eltern, erwerbslose Eltern oder finanzielle Risikolagen.
Mit anderen Worten: Kinder akademischer und wirtschaftlich erfolgreicher Eltern haben es leichter, selbst einen akademischen Abschluss zu erreichen und im Anschluss eine lukrative Karriere zu starten. Migrationshintergründe sind immer noch eher Hindernisse auf dem Weg zu einem gut bezahlten Beruf. Natürlich muss nicht jeder Mensch promovieren. Gerecht wäre es aber, wenn wir eine echte Chancengleichheit hätten.

Der Sektor der Privatschulen wächst, genauso wie der Nachhilfemarkt. Damit diese nicht nur wohlhabenden Familien offen steht, gibt es politische Forderungen nach einem Rechtsanspruch auf Nachhilfe, um effektives Lernen für alle zu sichern.
Inklusion ist ein weiteres Problemthema in Deutschland. International wird Teilhabe am Lernen als Menschenrecht eingestuft. In der Praxis ist der Weg dorthin in Deutschland noch weit. Raul Krauthausen ist ein bekannter Aktivist für wirkliche Inklusion behinderter Menschen, nicht nur aber auch an Schulen.
Ich beobachte als Nachhilfelehrerin direkt, wie neurodivergente Kinder und ihre Eltern regelmäßig von Schulen und Schulämtern hängen gelassen werden. Wie der rechtlich zugesicherte Nachteilsausgleich aus organisatorischen Gründen nicht gewährt wird. Wie Dyskalkulie nicht ernst genommen wird und Kinder stattdessen durch Schimpfen und zusätzlichen Druck unnötig verunsichert werden. In diesem Bereich ist Saskia Niechzial eine gute Quelle, besonders in ihren Social-Media-Auftritten.
In manchen anderen Regionen der Welt ist die Lage noch dramatisch schlimmer. Hier nur drei Beispiele:
In Kenia sorgen frühe Verheiratungen, Schwangerschaften und hohe Gebühren der weiterführenden Schulen dafür, dass viele Mädchen frühzeitig aus der Schulbildung aussteigen. Das ändert sich aktuell praktisch nur durch private Initiativen.
In Afghanistan sind Frauen und Mädchen seit der Machtergreifung der Taliban 2021 großenteils aus dem öffentlichen Leben verbannt. Der Besuch der Sekundarstufe ist jugendlichen Mädchen verboten.
Kinder in Kriegsgebieten wie derzeit in Gaza, können oft nicht lernen, weil ihre Schulen schlicht zerstört worden sind. Stattdessen kämpfen ihre Familien buchstäblich um das Überleben. Selbst wenn irgendwann der Krieg vorbei sein wird, fehlen den betroffenen Generationen Jahre, in denen sie hätten lernen sollen.
An diesen extremen Negativbeispielen gemessen geht es dem deutschen Bildungssystem gut. Und gleichzeitig knirscht es schon lange an allen Ecken und Enden. Von idealer Bildungsgerechtigkeit möchte ich hierzulande nicht sprechen.
Außerdem hat Bildung und faktenbasiertes Denken manchmal nicht den angemessenen Stellenwert. Die regelmäßig schlechten PISA-Ergebnisse zeigen jedenfalls, dass wir noch viel zu verbessern haben.
Wie politisch Lernen ist, haben wir in den Pandemie-Jahren gesehen. Um Schulschließungen wurde ausführlich debattiert, und auch im Rückblick sind wir uns noch nicht einig, welche Entscheidungen im Bildungsbereich angemessen waren. Politiker:innen mussten zwischen mehr Beschränkungen für die Wirtschaft oder für Schulen abwägen. In Deutschland haben sie dabei längere Schulschließungen beschlossen.
Die Auswirkungen sehe ich jetzt im Tagesgeschäft. Und ich habe damals miterlebt, wie unterschiedlich Online-Unterricht lief. In manchen Fächern ertranken meine Schüler:innen in Aufgaben, in anderen Fällen hörten sie nur selten von der Lehrkraft. Oft hing der Lernerfolg davon ab, wie gut die Internetverbindungen waren. Und manche Kinder sind von komplett selbstorganisiertem Lernen am Computer überfordert.
Schulen hätten zum Beispiel auch mit Luftfiltern ausgestattet werden können. Zusammen mit regelmäßigem Lüften hätte dadurch die Aerosolbelastung stark gesenkt und Anwesenheitsunterricht ermöglicht werden können. In Schulen wurden allerdings eher selten Luftreinigungsgeräte aufgestellt, und das bezahlen die jetzigen Schüler:innen mit teils großen Lücken.
Aus meiner Sicht wurde in der Pandemiephase mal wieder an den Schulen gespart. Unter anderem, weil erfahrungsgemäß wenig Gegenwehr zu erwarten war.
Ein weiteres langes Thema sind die großen Unterschiede zwischen den Bundesländern. Kultusministerien wollen ihren Einfluss nicht abgeben. Deswegen hören Schüler:innen nach einem Umzug manchmal, dass sie zum Beispiel eine Sprache zu wenig gelernt haben, um jetzt nahtlos an einer neuen Schule aufgenommen zu werden.
Das Chaos um die Entscheidung zwischen G8 und G9 wäre noch eine weitere lange Geschichte in diesem Bereich.
Behinderte Schüler:innen haben einen Anspruch auf Nachteilsausgleich. Der Unterschied zwischen Theorie und Realität ist aber fustrierend groß. Oft gibt es zum Beispiel einen ruhigen Extraraum. Dieser wird leider im alltäglichen Schulbetrieb manchmal trotzdem anders verwendet, unter anderem als Gruppenarbeitsraum für nicht behinderte Kinder.
Von 2005 bis 2014 war ich selbst Lehrerin an verschiedenen Schulen. Inklusion bedeutete für uns Lehrkräfte, dass uns mehr oder weniger ohne große Erklärung Kinder mit Förderbedarf zugeteilt wurden und wir dann für den größten Teil der Inklusion selbst zuständig waren, neben dem sonstigen Unterricht.
In meinem Fall kam eine Förderschullehrerin für meistens zwei Stunden in der Woche und nahm meine Inklusionsschülerin für Einzelsitzungen mit. Wir haben uns oft abgesprochen, mit welchem Material ich die Schülerin unterrichten sollte. Ohne diese Kollegin hätte ich mir das alles selbst überlegen müssen. Die Lehrkräfte der ehemaligen Förderschule mussten außerdem zwischen den Lernorten ihrer Schüler:innen hin und her fahren.
Die Grundidee hinter der Inklusion ist sehr wichtig: Kinder mit verschiedenen Bedürfnissen sollten an Bildung gleichermaßen teilhaben. Das gemeinsame Lernen könnte dabei für alle Beteiligten wertvoll und fruchtbar sein. Im Idealfall würde nicht nur der reine Lehrstoff vermittelt, sondern zusätzlich Werte wie Gerechtigkeit, Solidarität und ein unvoreingenommenes Miteinander.
In der Praxis ist die Inklusion für Kinder mit Förderschwerpunkt Lernen hauptsächlich leider eine Sparmaßnahme. Jedenfalls wenn sie so läuft, wie zu meiner Zeit als Lehrerin in Schleswig-Holstein oder wie ich sie auch jetzt manchmal beobachte,
Nicht alle Lehrkräfte sind auf das Thema Bildungsgerechtigkeit vorbereitet. Was Kinder und Jugendliche mit Migrationshintergrund erleben, erzählt die Episode mit Burak Yilmaz aus dem Podcast Halbe Katoffl.
Burak berichtet darin von seiner Jugend. Er beschreibt den Kontrast zwischen dem Stadtteil Duisburgs, in dem er aufwächst, und dem katholischen Privatgymnasium, an dem Lehrkräfte ihn als einzigen Kurden immer wieder aufgefordern, sich von Terrorakten durch Muslime zu distanzieren.
Die Erfahrungen einer weiteren Schülerin beschreibe ich in meinem Artikel zur Mehrsprachigkeit. Diese intelligente junge Frau musste immer wieder gegen Schubladen kämpfen, in die sie gesteckt werden sollte. „Es ist ja auch okay, wenn du später auf dem Bau arbeitest“ war eine dieser Zuschreibungen aus der Grundschulzeit.
Ohne Begründung bekam sie schlechte Noten in Deutsch und musste sich für das Abiturzeugnis eine Neubewertung ihrer mündlichen Mitarbeit erstreiten. Obwohl sie akzentfrei Deutsch und Englisch spricht und um eine Sprache mehrsprachiger ist als Mitschüler:innen.
An mancher Stelle haben auch Lehrkräfte selbst noch Lernbedarf.
Es gab Gründe dafür, dass ich 2014 meinen Vertrag als Lehrerin kündigte. Und es lag nicht nur an der Streitlust meiner Schüler:innen oder dem fordernden Verhalten ihrer Eltern. Großenteils konnte ich mit dem Korsett der Vorgaben immer weniger leben. Denn gleichzeitig wurden wir bei der Umsetzung immer neuer Maßnahmen als Schule alleine gelassen (zum Beispiel bei der Umstellung zu Regionalschulen)
Der „Netzlehrer“ Bob Blume ist sehr aktiv dabei, die Öffentlichkeit über die dramatische Situation an deutschen Schulen zu informieren. Kürzlich teilte er diese Einschätzung:
„In Germany we don’t say „Investitionen in frühkindlicher Bildung zahlen sich später um ein Vielfaches aus, lasst uns Kitas und Grundschulen stärken“, we say „Die Schwarze Null muss stehen“ and I think that’s a Verrat an einer ganzen Generation!“
Netzlehrer Bob Blume
Ich kann ihm da nur zustimmen. Und dieser ständige Sparzwang auf der einen Seite, kombiniert mit immer neuen Aufträgen auf der anderen Seite, die aus den Ministerien herunter rieseln, sorgt für immer weniger Motivation, diesen eigentlich wunderbaren Beruf zu ergreifen.
Vor allem in den grundlegend wichtigen Kitas und Grundschulen ist die Bezahlung am geringsten und die Arbeitslast am höchsten. Immerhin werden inzwischen die Besoldungsgruppen zwischen verschiedenen Schultypen angeglichen.
Unser Gesellschaftssytem bietet nicht nur Lernerfahrungen in Kitas und Schulen für junge Menschen. Der ÖRR ist mit seinem Bildungsauftrag für alle Generationen da. Wenigstens ist das der Gedanke dahinter.
Ich selbst sehe nicht besonders häufig 3Sat. Trotzdem finde ich es bedenklich, dass hier ein Kultursender gestrichen werden soll. Die Ministerpräsidenten wollen das Rundfunkangebot „verschlanken“, auch aus Kostengründen. Auch hier zieht sich als roter Faden die Sparmaßnahme durch.
Der ÖRR ist allerdings nicht nur aus Geldgründen in Gefahr. Sollten sich neue politische Mehrheiten durchsetzen, ist es für einen neuen und entschlossenen Ministerpräsidenten möglich, den Rundfunkstaatsvertrag zu kündigen. Damit gäbe es in dem betroffenen Bundesland keine unabhängigen Fernseh- und Radiosender mehr.
Das mag unspektakulär klingen. Wenn allerdings demokratiefeindliche Parteien einen sogenannten „Grundfunk“ planen, habe ich wenig Hoffnung, dass dessen Inhalte das gesellschaftliche Miteinander fördern werden.
Politische Gremien haben großen Einfluss auf Finanzierung und Gestaltung der Bildung. Dazu gehören Ministerpräsidentenkonferenz, Ministerien für Bildung, aber auch Schulämter. Die meisten Probleme sehe ich im Schulsystem an sich, in dem die Zukunft der jungen Generationen angelegt wird.
Aber auch die Wissensvermittlung und das allgemeine Ansehen von Bildung bei Erwachsenen sind verletzliche Bausteine unserer Demokratie.
Lernen ist politisch, weil die Politik über den Bildungserfolg deutlich mit entscheidet.
Auch wenn es keinen monokausalen Zusammenhang gibt: Mit steigendem Bildungsgrad sinkt der Prozentanteil der Stimmen für die AfD. Das macht Menschen ohne akademische Abschlüsse nicht zu undemokratischeren Menschen. Es ist eher so, dass ein geringerer Bildungsstand niedrigere Chancen auf dem Arbeitsmarkt bietet. Und damit tendenziell größere Ängste um die finanzielle Zukunft.
Wenn wir unserer Demokratie nicht weiter beim Zerbröseln zusehen wollen, ist eine solide Bildung und damit eine bessere Aussicht auf eine sichere Zukunft eine wichtige Stellschraube, wenn auch natürlich nicht die einzige.
Nicht nur an Wahltagen wäre es wünschenswert, wenn wir aus der Geschichte nachhaltiger gelernt hätten. Speziell aus der deutschen Geschichte. Die Tendenz zur Ablehnung der Menschen, die irgendwie „fremd“ oder „anders“ scheinen, macht sich jeden Tag in unserer Mitte bemerkbar.
Es wird nicht nur schon wieder davon phantasiert, zugezogene Menschen zu deportieren. Auch die Existenz behinderter Menschen war nie diskriminierungsfrei. Und nun sind sie wieder Gewaltandrohungen mit Nazivokabular ausgesetzt. Der Lebenshilfe Mönchengladbach wurde eine Fensterscheibe eingeworfen. Am Stein war eine Botschaft angebracht: „Euthanasie ist die Lösung“
„Nie wieder!“ darf kein leerer Slogan sein. Wenn Lernen politisch ist, dann besonders in diesem Zusammenhang. Diese Lektion hätte sich so nachhaltig einprägen müssen, dass eine Wiederholung undenkbar wäre.
Wir leben in einer Zeit der multiplen Krisen. Besonders im Zusammenhang mit dem Klima streut die Fossilindustrie gezielt Falschinformationen, um ihr Geschäftsmodell aufrecht zu erhalten. In einer Krise ist es allerdings besonders wichtig, rechtzeitig und mit effektiven Maßnahmen zu reagieren.
Unter dem Druck der sich teils gegenseitig verstärkenden Krisen und bei sinkendem Vertrauen in politische Entscheidungsträger:innen wirkt ein Mangel an solidem naturwissenschaftlichem Grundwissen fatal.
Wir sehen, wohin es uns als Gesellschaft bringt, wenn Menschen sich aus Verunsicherung den notwendigen Verhaltensänderungen verweigern. So blockieren wir uns unnötig gegenseitig und politische Entscheidungen und Maßnahmen stoßen auf teils massive Widerstände. Letztlich kann eine Krise dadurch unnötig in die Katastrophe kippen.
Auch Verschwörungsmythen verhindern demokratische Weiterentwicklung. Und auch hier gilt: Es gibt keinen einfachen Kausalzusammenhang. Gleichzeitig glauben Menschen mit höherem Bildungsgrad tendenziell weniger oft an Verschwörungsgeschichten.
Leider sind Menschen, die fest in diese Geschichten verstrickt sind, nur noch schwer mit Fakten zu erreichen. Stattdessen ist es wichtig, dass wir alles tun, damit die Zahl der Verschwörungsgläubigen nicht weiter wächst. Dafür gibt es von verschiedenen Organisationen Ansätze für politische Bildung, zum Teil durch Apps und über soziale Medien.
Diese Maßnahmen bringen allerdings wenig, wenn das zum Lernen notwendige Vertrauen fehlt. Hier müssen Politiker:innen dafür sorgen, dass sich die Mehrheit der Bevölkerung sicher genug fühlt, dass Falschbehauptungen weniger Chancen haben. Wenn in diesem Bereich wieder am falschen Ende gespart wird, machen es sich die politisch Verantwortlichen selbst unnötig schwer.
Das Deutsche Bildungssystem ist im Vergleich gerechter als in vielen anderen Ländern. Hier wird Mädchen das Lernen nicht verboten. Und doch haben wir als Gesellschaft noch einige Lektionen vor uns.
Ein Beispiel für politische Konsequenzen sind die wirtschaftlichen Kosten von Gewalt gegen Frauen. Fachleute schätzen, dass durch Polizeieinsätze, Gerichtsverhandlungen, Krankmeldungen, Traumabehandlung von Kindern, vor allem aber nicht ausgeschöpftes weibliches Potential in der Arbeitswelt der deutschen Wirtschaft 20 Milliarden Euro entgehen. Ganz abgesehen von den psychischen Belastungen.
Diese Zahlen wurden 2017 veröffentlicht. Und bisher scheinen wir nicht in der Lage oder entschlossen zu sein, dieses Wissen aufzunehmen und umzusetzen.
Lernen ist politisch, weil politische Entscheidungen von unserer Lernfähigkeit und Offenheit für neue Informationen und Fakten, sowie dem Wissensstand einer Gesellschaft abhängen.
Am gesellschaftlichen Lernprozess sind mehrere Gruppen beteiligt. Damit Fakten und Informationen nachhaltig aufgenommen und solidarische konstruktive Werte und Verhaltensweisen vermittelt werden, braucht es einerseits Offenheit. Dafür sind Jugendliche in der Schule und Erwachsene im Alltag verantwortlich.
Außerdem brauchen wir eine vertrauensvolle Atmosphäre und Zuverlässigkeit. Dafür sind Lehrkräfte und Politikerinnen verantwortlich. Konkret fallen mir folgende Wunschlisten ein:
Wenn Lernen politisch ist, sind offensichtlich Menschen aus der Politik besonders für seinen Erfolg zuständig. Was können sie also tun?
Lehrkräfte sind aktuell schon sehr unter Druck. Was viele von ihnen aber schon tun und was uns allen hilft:
Jugendliche haben am wenigsten Einfluss auf das System. Und gleichzeitig haben auch sie Optionen:
Wir als Erwachsene sehen meistens scheinbar von außen zu. Dabei gibt es auch für uns eine reiche Liste an Einflussmöglichkeiten:
Die Lage ist ernst. Außerdem ist sie kompliziert, weil Bildung und Politik gegenseitig voneinander abhängen. Und gleichzeitig gibt es viele Hebel, mit denen unterschiedliche Menschen ihren Beitrag leisten können.
Lasst uns dabei alle unser Bestes geben, damit wir die Lektionen der Vergangenheit nicht wiederholen müssen, damit das Lernen wieder einen höheren Stellenwert bekommt und damit wir hoffentlich eine gerechtere Zukunft für alle möglich machen.
Wie stehst du zu der Aussage, dass Lernen politisch ist? Hat dieser Satz für dich überhaupt eine Bedeutung?
Und wie schätzt du für die Zukunft den Zusammenhang zwischen Lernen und dem politischen Miteinander ein? Fallen dir noch weitere Dinge ein, die die verschiedenen beteiligten Gruppen machen sollten?

Es ist Zeit für den Monatsrückblick Oktober 24 nach der Anleitung von Judith Peters. Ich liebe den Herbst und blühe im Oktober immer extra auf. Das ist der goldene, raschelige Teil dieser Jahreszeit, bevor im November alles etwas kahler und matschiger wird. Und er entschädigt mich für das Schmelzen und Schwitzen im Sommer.
In der Grundschule hatte ich Zeugnisse mit Dreien in Sprache und Mathematik, weil meine Lehrerinnen glaubten, ein Kind, das schon lesen und rechnen kann, muss ja mogeln. Und/oder meine Mutter hätte mich zuhause darauf gedrillt.
Dass mir das nicht die Motivation am Lernen genommen hat, ist ein kleines Wunder.
Ich kann tatsächlich mit Menschen ganz anderer Überzeugungen regelmäßig fröhliche Gespräche führen und sie wirklich gerne mögen, solange irgendwie Mathematik im Spiel ist 😀
Lernapps mit Wettbewerbscharakter sind für mich sehr motivierend, was mich immer noch überrascht und auf Dauer so sehr stresst, dass ich mein Duolingo-Profil wieder auf privat gestellt habe.
ToWants der Sorte „Ich mache jeden Tag X Minuten Y“ führen bei meinen irrationalen Persönlichkeitsanteilen dazu, dass sie zunächst spontan gar keine Lust dazu haben.
Wenn ich dann einen Tag ausfallen lasse, glauben diese Teile in mir, ich hätte „Schulden“, die ich durch extra Einheiten an Y an folgenden Tagen ausgleichen müsste.
Was mich noch mehr abschreckt, bis sich die „Schulden“ auftürmen und irgendwann die rationalen Anteile durchgreifen und beschließen, dass vergangene Tage vergangen sind und es nichts nachzuholen gibt.
In Halstenbek hängen oft große Plakate für Veranstaltungen. Oder sie fallen mir inzwischen einfach mehr auf. An der Einfahrt zu unserer Straße steht sogar eine ganz traditionelle Litfaßsäule. Besonders seit ich ToWant-Listen schreibe, lasse ich mich davon gerne inspirieren, was ich unternehmen möchte.
Vor ein paar Monaten sah ich eine Werbung mit einem Mann unter Wasser und den Worten „Christoph Spangenberg plays Nirvana“. Zu meiner Freude war mein Mann gleich mit an Bord. Also ging es Anfang Oktober nach Hamburg in die Laeiszhalle.


Das Gebäude an sich ist schon zauberhaft. Dieses Konzert war im kleinen Saal, den kannten wir noch gar nicht und mussten uns zum Eingang fast auf der anderen Seite durchfragen 😀
Christoph Spangenberg saß schon zur Einlasszeit vor seinem Flügel und meditierte. Er hat sich viel mit Shaolinweisheiten befasst und betrachtet seine Musik und Auftritte als Dienst an der Welt und als Weitergabe dessen, was er empfängt.

Das erste Stück war sehr jazzig und sehr improvisiert. An der Stelle dachten mein Mann und ich noch, das wäre wohl doch nicht so unser Ding. Danach waren wir aber beide begeistert. Ich finde es faszinierend, wie ein junger Mensch heute die Stimmung der Grungebewegung so nachempfinden und wertschätzend leben kann.
Die Nevermind-CD war der Soundtrack meines letzten Schuljahres vor dem Abitur. Gleichzeitig liebe ich klassische Musik und besonders Klavier. Und ich bin eine große Freundin von Minimalismus. Dieses Konzert voller Nostalgie und Energie, im kleinen Konzertsaal mit spärlicher Bühnenausstattung (ein Hocker, ein Flügel, ein Scheinwerfer) hat mich extrem abgeholt.
Er spielt Nirvana mit viel Wiedererkennungswert und trotzdem variantenreich. Manchmal sehr nah an der Originalmelodie und dafür leise und minimalistisch. Manchmal mit vollem Körpereinsatz und so verfremdet, dass gerade noch klar ist, um welches Lied es geht.
Am Ende gab es einen Ausblick auf seinen kommenden musikalischen Schwerpunkt, eine Band, die Kurt Cobain beeinflusst hat, die Spangenberg allerdings längere Zeit nicht so recht interessiert hat. Da werde ich mal auf die kommende Plakatierung achten müssen.
Wenn ich schon bei Plakaten bin: Bei dieser Werbung war ich hin und her gerissen:

Lebendige Dinosaurier reiten? Okay. Ich lachte und winkte erstmal ab. Und ein Teil in mir hoppelte auf und ab und wollte sich diese Dinos dringend ansehen 😀 Im Nachhinein bin ich froh, dass ich auf diese Stimme gehört habe.
Ich gehe davon aus, dass diese Gruppe ehemals als Zirkus herum gezogen ist. Der Hauptsprecher scheint jedenfalls ein ehemaliger Clown gewesen zu sein. Die Show war deutlich auf Kinder ausgelegt und entsprechend war auch der Humor 🩷 Auf dieser Bühne rannte er auf Anweisung des Publikums zum Beispiel zu Anfang von links nach rechts und zurück und gab vor, den Eingang zum Dinopark nicht zu finden:

Ich war im Vorlauf extrem gehypt, wie diese „lebendigen Dinos“ wohl aussehen würden. Das hätte auch richtig schlecht laufen können 😀 Allerdings war ich tatsächlich beeindruckt: Es gab kleine Figuren, die die Schauspieler:innen als eine Art Handpuppen getragen haben. Bei denen bewegten sich die Gesichter animatronisch und recht überzeugend.
Dann gab es große Modelle. In einem Teil davon steckten Menschen und liefen durch die Manege. Andere waren fahrbar, sodass Kinder darauf reiten konnten. Vom ausgewachsenen Brontosaurier haben wir nur den Kopf und den Hals gesehen, der durch die Plane herausragte.

Zu lernen gab es auch eine Menge. Der Hauptsprecher trat als Hobbypaläontologe auf, sein Kollege als Ranger, der immer in den Park musste, um den einen oder anderen Dino einzufangen und zu präsentieren. Ich habe gestaunt, wie viel die Kinder wussten, aber eigentlich hätte ich damit rechnen müssen 😀

Was mich auch überrascht hat: Wie viele Kinder sich meldeten, als es darum ging, wer sich mal gerne vom T-Rex fressen lassen wollte. Die Art, wie die beiden mit den Kindern umgingen, war richtig schön. Auch als ein Junge sagte, er sei vier Jahre alt und sein Name sei „Ich“, haben sie nicht mit der Wimper gezuckt und um Applaus für „Ich, vier Jahre alt“ gebeten.
Außer uns waren noch drei andere unbegleitete Erwachsene im Publikum 😉 Meinen Humor hat die Veranstaltung allerdings getroffen. Mein Mann sagte mir hinterher, ohne mich hätte er diese Show nie gesehen, genauso auch nicht die Sesamstraßenausstellung oder die zum Jubiläum der Pixi-Bücher. Ich liebe es, mir diese Art Unterhaltung zu gönnen, und ich werde auch in dreißig Jahren nicht zu alt dafür sein.
Ich sehe in diesem Konzept mit animatronischen Figuren ein riesiges Potential. Zirkusse, die heutzutage noch mit Tieren arbeiten, sind ein Auslaufmodell. Stattdessen können die Betriebe sich auf die unterschiedlichsten Themen spezialisieren, zum Beispiel Tiere aus unterschiedlichen Klimazonen, Unterwassertiere, andere ausgestorbene Arten, Insekten und so weiter. Wenn das die Zukunft von Zirkussen ist, bin ich sofort dabei!
Komoot ist an sich eine feine Sache. Auf meiner To-Want Liste für das vierte Quartal 24 steht: „Jeden Monat einen langen Spaziergang mit Komoot unternehmen, also 10 bis 15 km.“ Wie ich schon weiter oben schrieb, bin ich da oft in einem Spannungsfeld aus „Möchte ich gerne machen“ und „Ohje, der Oktober ist schon fast rum, muss ich noch machen“. Da habe ich am 30. den geplanten Besuch einer Ausstellung ausfallen lassen, mich dafür aber am 31. zu einer Runde im Wald aufgerafft.
Es ist dann oft so, dass ich zuhause noch Bedenken habe, vor Ort dann aber ziemlich schnell begeistert bin. Irgendwann verinnerliche ich diese Lektion hoffentlich noch 😀 Dieses Mal war ich im Wald östlich des Arboretums Ellerhoop.

Die Anwohner:innen haben bestimmt schon eine Menge Menschen beim falsch Abbiegen beobachtet. Diesen Wegweiser fand ich einen hilfreichen Service.

Immer wieder gerate ich beim Wandern hier in der Umgebung auf einen Abschnitt des E1-Weges. Er verbindet mich mit ein paar Freundinnen im Süden sowie Norden und erinnert mich daran, dass ich ihn gerne mal in einer mehrtägigen Wanderung weiter erkunden will.

Auch wenn nicht vor Sackgassen gewarnt wurde, gab es eine Menge dieser Beschilderungen. Das unterste Bild war aber wohl nicht deutlich genug. Oder die Farbe leuchtete nicht ausreichend. Vielleicht müsste die Aufforderung, Hunde anzuleinen, einfach noch blinken oder so.
Ein Grund für meine Bedenken war die Angabe „Wegbeschaffenheit: Naturbelassen, 5,27 km“. Das kann bei Komoot alles und nichts heißen. Ich bin bei so einer Gelegenheit schon über Äcker geschickt worden und habe mich vor der Konfrontation mit den Landwirt:innen gefürchtet.

Einige der naturbelassenen Kilometer waren fester Untergrund mit einer dicken Schicht Laub zum Durchrascheln.

Andere Abschnitte waren eine breite Seenlandschaft. Dieser Wald liegt in der Nähe des Himmelmoores und es ist Herbst, da kann ich mich wohl nicht beklagen 😀

Neben richtig breiten Wegen, die andere Komoot-Nutzer:innen als „Waldautobahn“ bezeichnet hatten, gab es auch sehr romantische schmale Pfade wie diesen. Die Herbstfarben waren einfach fantastisch und ich war extrem glücklich, dass ich mich auf den letzten Drücker zum Abhaken des To-Wants durchgerungen hatte.

Und dann gab es noch ein paar solche Kilometer. Hätte ich nicht immer wieder auf die App gesehen, wäre ich nicht sicher gewesen, dass ich mich nicht hoffnungslos verlaufen hätte. Von den Kommentaren her ist das eine beliebte Strecke für Mountainbikes, aber dort würde ich nicht für Geld und gute Worte entlang radeln bei all den Gräben, Wurzeln und Schlangenlinien. Zu Fuß war es aber richtig lauschig.
Nebenbei habe ich noch unerwartet die mächtigste Eiche des Kreises Pinneberg gesehen und festgestellt, dass es im Kummerfeld einen Ruheforst gibt. Den habe ich mir mal auf die Liste gesetzt, um meine eigene Beerdigung zu planen. Das Schöne am Wandern ist, wie ich dabei die Landkarte einer Region immer mehr aufdecken kann. Praktisch jedesmal sehe ich etwas Überraschendes oder etwas, was mich zur nächsten Unternehmung anregt.

Unterwegs gab es eine Menge Naturschönheiten zu bewundern. Google behauptet, das hier sei der Buchen-Schleimrübling. Er sah im Herbstwald richtig romantisch aus!

Genauso wie diese Rose, die außen beim Gelände des Arboretums noch tapfer blühte.
Für den November habe ich mir fest vorgenommen, nicht mehr bis zum letzten Tag zu warten. Dann ist so eine lange Spazierrunde beziehungsweise kurze Wanderung auch nicht mehr so ein Aufraffen 🙂
Anja Manleitner war auf ein Bild von einem Kind am Strand gestoßen. Es hatte keine Unterschenkel und saß mit Prothesen im Sand. Dieses Photo hatte jemand genutzt, um online Menschen zu emotionalisieren. Es war aber ursprünglich in einem ganz anderen Zusammenhang veröffentlicht worden.
Anja hat sich daraufhin mit Hilfe von Google Lense auf die Suche gemacht. Später hat auch Correctiv darüber berichtet, wie das Photo gestohlen und zweckentfremdet worden ist.
Mich strengen Menschen, die bewusst und absichtlich online solche Falschinformationen streuen, sehr an. Die Gesellschaft ist schon polarisiert und gestresst genug, und dann gießen diese Leute noch unnötig extra Öl ins Feuer. Umso dankbarer bin ich Menschen wie Anja, dass sie sich klar zu solchen Lügen äußern 🩷
Einer meiner Lieblingspodcasts ist „Mal angenommen“ aus der ARD-Audiothek. Dort werden unterschiedliche Szenarien abgeklopft, wie realistisch oder zukunftstauglich sie sind.
In dieser Episode ging es darum, welche Folgen es hätte, wenn es keine Gewalt gegen Frauen mehr gäbe. Ein Punkt kam für mich besonders unerwartet: Die konkreten Folgekosten (Frauenhäuser, Polizeieinsätze, Gerichtsverhandlungen, Krankmeldungen, Traumabehandlung von Kindern etc.) werden sehr vorsichtig auf 2,5 Milliarden Euro pro Jahr geschätzt.
Dazu kommen indirekte wirtschaftliche Kosten, weil Frauen nicht ihr volles berufliches Potential ausschöpfen. Insgesamt geht Deutschland so jedes Jahr eine Summe von ungefähr 20 Milliarden Euro verloren. Und dabei ist die Dunkelziffer an Fällen häuslicher Gewalt nicht einberechnet.
Ein Teil der Rechnungen kommen vom Wirtschaftswissenschaftler und Männerberater Boris von Heesen. Ein anderer Teil wurde von Prof. Dr. Sylvia Sacco veröffentlicht.
Natürlich sind das wirklich Schlimme an Gewalt gegen Frauen die körperlichen und psychischen Traumata. Gleichzeitig finde ich es bemerkenswert, wie sich eine kapitalistische Gesellschaft diesen Missstand so viel Geld kosten lässt, statt kollektiv dagegen vorzugehen.
„Da hätte ich schon ein paar Ideen, was man mit diesen 20 Milliarden Euro machen könnte“
Bianca Schwarz, Birthe Sönnichsen
Die hätte ich auch. Eine ganze Menge Ideen.

Im September ging das Unterrichten wieder richtig los, außerdem habe ich ein paar touristische Punkte von meiner To-Want-Liste abgehakt und mit zweieinhalb Jahren Verzug ein Konzertticket eingelöst.
Meine To-Want-Liste für das 4. Quartal 24! Was möchte ich in den letzten drei Monaten des Jahres gerne erleben, lernen oder sehen?


Mit 12 von 12 nehme ich dich in zwölf Bildern mit durch meinen Tag. Der Herbst zeigt sich von seiner goldenen Seite und es wird aufgeräumt.
Eine Blogparade inspirierte mich zu diesem Artikel über eine Kindheitserinnerung. Und darüber, welches Gericht ich im Herbst gerne in vegan koche.


Eine meiner Blogkategorien ist „Selbstfürsorge“. Dieser Artikel erklärt, was ich darunter verstehe und welche Missverständnisse daran hängen.












Im Oktober 24 komme ich auf 5521 gebloggte Wörter.
Die Schrittzähler-App zeigte Ende Oktober einen Stand von 227465, das sind ca. 7300 Schritte pro Tag.
Die PV-Anlage hat im Oktober 374 kWh geliefert, dabei haben wir 388 kWh verbraucht. Unterm Strich lag der Autarkiegrad bei 55 %. Es ist deutlich zu merken, dass die Sonnenstunden abnehmen und die Wärmepumpe angesprungen ist.
Das war mein Monatsrückblick Oktober 24. Schreibst du auch mehr oder weniger regelmäßig Rückblicke? Was sind deine Erfahrungen damit? Hast du dir den Oktober auch so bunt und unterhaltsam machen können wie ich?
Danke fürs Lesen! Mehr meiner regelmäßigen Rückblicke findest du hier.

This is the Samhain post in my series about activities for the eight holidays throughout the wheel of the year. Around the 1st of November, we are now in the middle between the autumn equinox and the winter solstice.
In 2020 I wrote a blog post about this holiday. There are a few traditional threads that weave through it all:
My thoughts about this day crystallised into the following main themes: Letting go as an empowering experience, transformation, composting old ideas, resilience and finding your strong roots and solid backbone, celebrating your genetic ancestors as well as the metaphoric ones, resting, mourning and thinking about what you want your own legacy to be.
In the following paragraphs you will find suggestions that may help you experience these themes more tangibly, also some descriptions of my own activities and experiences. I will keep adding new thoughts and ideas in the future.
You can find another perspective and additional insights into this time of year in one of the Samhain podcast episodes of “The Wonder”.
The 21st of September kicked off autumn‘s colourful phase. Now we enter the next stage and a lot of the leaves are already on the ground. Part of them still rustle enthusiastically but a lot of them have turned into mush not remotely reminiscent of summer.
I have seen and heard some flocks of geese starting their southbound trek. Unfortunately, at those times I had forgotten to bring my camera with me. On those occasions I had it, there were no geese to be found ready to pose for a picture.
The forests nearby are still quite colourful. A few trees really are completely bare, some are sporting a few dry and dark grey leaves. A lot of the foliage is surprisingly green, just a bit muted. Depending on where I look and from which kind of mood, I see nature retreating and exhaling and at the same time dashes of colour and life bravely mobilising its last reserves. Retreat often is a slow process.




This year‘s October was another very warm one. Warm enough to be outside wearing a T-shirt on some days. The planet slowly heating up is just another kind of goodbye. Even if there is still a lot we can do to prevent the worst, the climate is not return to the way it was when I was young. Thinking about this is hard for me.




In my region it has become customary to leave deadwood to stay on the forest floor. So we can follow the slow but steady process of decay. I have always been fascinated by this calm recycling of organic matter. And either I have been paying special attention or there are just very many mushrooms this year, some of them also past their prime by now.
What about your region around the 1st of November? Are the trees still green and full of leaves? Or has nature proceeded even further towards the dark season? Can you see the signs of transience around you?
I really should pull myself together and start winterising the garden. Let go of the hope of a successful cauliflower harvest and at the same time look back at what went well.



Every year I am surprised by the resilience of some of the flowers in my garden. After surviving the snails and slugs during summer they are now offering their last hurrah.




You can find advice on gardening in November here and here. Of course when exactly you have to do certain tasks depends on the region you live in.
What is the current state of your garden, balcony or windowsill? Which plants have already started decaying? Where can you still see the odd dash of colour? Have you already winterised your garden?
Apart from my own meditation, there is a broad variety of other choices to be found online, covering different styles and durations. I would suggest the search terms “Samhain“, “letting go“ or even “death“ in combination with “meditation“. There are also yoga flows suited for the occasion, some very fun ones by Adriene Mishler. Another option would be to create a fitting atmosphere and just quietly meditate on one or more of the themes of the day.
To celebrate the season around the 1st of November, I looked for and found crotchet patterns to make skulls. To me these little amigurumi are fitting for the season and also just adorable.

A couple of years ago I crocheted a scarf with a skull pattern. It took quite a while but it was well worth the effort. This pattern can be adapted for differently shaped objects for different uses and will also look great in white or even other colours.
Now that autumn is in full swing, why not make an old-fashioned paper kite? Or a lantern to take on a walk outside or to place in your home?
Another fitting crafting project could be to gather some family photos and arrange them in a collage on the wall or on your focus. Or you could create a family tree with or without pictures, including actual relatives as well as other people you stand on the shoulders of.

I made a mini cardboard easel for my focus. With this I can present different pictures throughout the year. I followed these instructions originally meant for making a phone stand. Over the course of the following year I created a new picture for each holiday to put on the easel.
For the 1st of May there is an overwhelming list of songs about love and weddings. There seems to be almost as much music centered on death and goodbyes.
When looking for classical music for the 1st of November, we probably all know Chopin’s funeral march, which sounds measured and melancholy, reminding us of a cinematic funeral scenes. Fanny Mendelssohn’s November is also mournful and at the same time dignified and elegant.
Tori Amos is looking forward towards her days as a „Happy Phantom“. She optimistically envisions the kinds of pranks she will play and how many happy moments this type of existence will provide. The German band “Die Ärzte” present the life of a zombie in a similar way in their song „Pro-Zombie“.
Art Garfunkel is much less upbeat with his ballad „Bright Eyes“. He asks:
„Bright eyes, burning like fire
Art Garfunkel
Bright eyes, how can you close and fail?
How can the light that burned so brightly
Suddenly burn so pale?“
Taylor Swift’s „Marjorie“ pays homage to her late grandmother. She revels in the memories of their shared experiences and words of wisdom. Even though they are no longer together, an important part of her grandmother is still with her.
„If I didn’t know better
Taylor Swift
I’d think you were still around
What died didn’t stay dead
What died didn’t stay dead
You’re alive, you’re alive in my head“
With „Tears in Heaven„, Eric Clapton shares his grief for his son who died at a young age. He also sings about the strength he has to find to carry on.
The metal genre revels in the morbid and the exploration of the dark. One well known classic is Iron Maiden’s „Fear of the Dark“ describing the feeling of some unnamed presence always hanging around close by.
Bloodywood’s „Yaad“ on the other hand is about grieving the loss of a loved one, even though this does not always have to be a human being, as can be seen from the video.
Another band even chose the very fitting name Evanescence. Their song „My Immortal“ is about the breakup of an unfortunate relationship and the inability of the protagonist to let go.
My list for this holiday includes two tracks from children’s movies. Of course the first of them has to be „This is Halloween“ from „Nightmare before Christmas“. The inhabitants of Halloween Town may look scary and enjoy startling humans by jumping out from underneath their beds. However, this is all meant in good, lighthearted fun. It just is what it is.
The second song is „Let it Go“ from Disney’s „Frozen“. In this film, the protagonist Elsa overcomes her internal resistance and lets go of expectations of who she should be. This also touches on the topics of this day in my opinion. Letting go can be uncomfortable and is thus often unpopular. On the other side of it, you will find freedom with a level of intensity that personally still makes tears stream down my face when I listen to this song.
During this time of contemplation and introspection it may be time to flip through those old photo albums again or maybe read some old letter. Even though one of the themes is letting go, a bit of nostalgia can complete the experience.
You can count on Terry Pratchett to also have written a Discworld novel matching the mood of the 1st of November. „Mort“ is about the personification of Death choosing an apprentice who gains a brand new perspective on human mortality and the questions of justice and inevitability that come with his new job.
Do not stand
Clare Harner
By my grave, and weep.
I am not there,
I do not sleep—
I am the thousand winds that blow
I am the diamond glints in snow
I am the sunlight on ripened grain,
I am the gentle, autumn rain.
As you awake with morning’s hush,
I am the swift, up-flinging rush
Of quiet birds in circling flight,
I am the day transcending night.
Do not stand
By my grave, and cry—
I am not there,
I did not die.
Harner talks about what happens with what we are made of after we die. What really matters is never gone. And we can take comfort in being surrounded by nature and our memories of those we had to let go.
On the other hand, in her „Blessing for the Brokenhearted„, Jan Richardson advocates for acknowledging feelings of loss and sadness. Even though death is a part of life we do not have to toughen up and deny our emotions. Resilience is not about denial but about looking at things honestly and still going on with our lives.
Let us agree
Jan Richardson
for now
that we will not say
the breaking
makes us stronger
or that it is better
to have this pain
than to have done
without this love.
Let us promise
we will not
tell ourselves
time will heal
the wound,
when every day
our waking
opens it anew.
Perhaps for now
it can be enough
to simply marvel
at the mystery
of how a heart
so broken
can go on beating,
as if it were made
for precisely this—
as if it knows
the only cure for love
is more of it,
as if it sees
the heart’s sole remedy
for breaking
is to love still,
as if it trusts
that its own
persistent pulse
is the rhythm
of a blessing
we cannot
begin to fathom
but will save us
nonetheless.
Finally, Rupi Kaur suggests celebrating death as the culmination of a life that she enjoyed on her own terms:
when i go from this place
Rupi Kaur
dress the porch with garlands
as you would for a wedding my dear
pull the people from their homes
and dance in the streets
when death arrives
like a bride at the aisle
send me off in my brightest clothing
serve ice cream with rose petals to our guests
there’s no reason to cry my dear
i have waited my whole life
for such a beauty to take
my breath away
when i go let it be a celebration
for i have been here
i have lived
i have won at this game called life
Fliederbeersuppe is a recipe from Northern Germany. It is a sweet soup made from elderberries, served with semolina dumplings. With its colour of dark red, almost black and the white dumplings it is perfect for celebrating the dark season. Also I love that it combines earthy and bitter tastes with softness and sweetness.

These are the questions that might be helpful to ask yourself or the oracle of your choice around the 1st of November:

What are your main answers to the questions above? Which poems, quotes or pieces of music do you find most relevant to the mood of the days around the 1st of November? Can you condense the most salient messages into a symbol or a word? Did you find an object outside in nature that you want to be present on your focus?
Do you have a tradition for this time of Halloween, Samhain or All Saint’s? Have you already sorted what projects of the past you want to dissolve and recycle for the future? How do you feel about the subject of mortality? What are your sugggestions for Samhain activities?
The next date in the Wheel of the Year is the 21st of December. You can find more articles around the Wheel of the Year on my blog.

Wir leben in interessanten Zeiten. Und gleichzeitig hat der Begriff Selbstfürsorge Hochkonjunktur. An sich ist es zwar positiv, wenn Menschen auf ihr Wohlbefinden achten, anstatt sich von den aktuellen Krisen über ihre Grenzen hinweg stressen zu blassen. Trotzdem lohnt es sich, das Konzept der sogenannten Self-Care zu hinterfragen.
Selbstfürsorge ist nicht ohne Grund eine meiner Blogkategorien. Es passiert mir immer wieder, dass ich mich in einer Selbstblockade wiederfinde oder in unrealistischen Vorhabenlisten ertrinke. Manchmal drohe ich am Zustand der Welt und der Gesellschaft zu verzweifeln und kämpfe immer noch darum, nachhaltig Grenzen zu setzen. Bei einer von Judith Peters‘ wunderbaren Aktionen habe ich schließlich Selbstfürsorge als eine meiner Bestimmungen identifiziert.
Die Frage ist: Wovon sprechen wir überhaupt? Oder anders: Meinen wir wirklich dasselbe? Und gibt es vielleicht auch Fallen, in die wir tappen können?
Auch wenn Self-Care modern erscheint: Der Begriff in der heutigen Bedeutung geht zurück auf Audre Lorde, eine wichtige afroamerikanische Autorin, politische Aktivistin und Vordenkerin. 1988 schrieb sie:
“Caring for myself is not self-indulgence, it is self-preservation, and that is an act of political warfare.”
Audre Lorde
Diese Worte waren eine Reaktion auf ihre zweite Krebsdiagnose und auf rassistische Vorstellungen davon, wie sich eine Frau wie sie in die Gesellschaft einzufügen habe. Audre Lorde war eine hochbegabte Schriftstellerin und andererseits mehrfach von Diskriminierung betroffen. Sie starb im Alter von nur 58 Jahren.
Dass wir uns heute darüber unterhalten, wie wir wirksam auf uns achten, haben wir auch ihr zu verdanken. Es ist nur gerecht, auf die feministischen, antirassistischen und generell gesellschaftskritischen Ursprünge dieses Begriffes hinzuweisen. Für das Verständnis und das Vermeiden von Denkfallen ist es sogar grundlegend wichtig, wie wir noch sehen werden.
Sie ist auch kein Selbstzweck. Ich jedenfalls meine mit Selbstfürsorge nicht, dass wir nur noch die Füße hochlegen und uns auf unser eigenes Wohlbefinden konzentrieren. Es ist wie mit der Sauerstoffversorgung im Flugzeug: Wenn andere Menschen bei mir immer eine höhere Priorität haben als ich, ist das ein Raubbau an meinen Ressourcen. Nur dann, wenn ich für mich selbst sorge, kann ich für andere nachhaltig zur Verfügung stehen.
Natürlich ist es möglich, Selbstfürsorge so zu verstehen, dass ich nur noch auf mich achte. Damit isoliere ich mich allerdings und so eine Lebensstrategie wird nicht lange gut gehen.
Aus meiner Sicht ist es sinnvoll, meine Bedürfnisse so gut im Blick zu haben und zu erfüllen, dass ich mit anderen Menschen möglichst gut in Kontakt bleiben kann. Das ist kein Egoismus, sondern gesundes Miteinander.
Wie Audre Lorde schon sagte, geht es um einen radikal politischen Akt. Unser westliches Gesellschafts- und Wirtschaftssystem lebt davon, dass wir uns möglichst nahtlos einfügen und seine Dogmen wie zum Beispiel das ständige Wachstum nicht hinterfragen.
Sehr zynisch formuliert: Wir arbeiten mehr Stunden, als wir müssten, um möglichst viel Geld zu verdienen, damit wir uns mehr Dinge kaufen können, die wir eigentlich nicht brauchen, die uns aber darüber hinweg trösten, dass wir so viel arbeiten. Damit es eine erfolgreiche Klasse geben kann, muss ein Teil der Gesellschaft am Rand zur Armut leben. Denn durch den künstlich herbei geführten Mangel lassen sich Menschen im Streit untereinander davon ablenken, was an anderer Stelle für ein Schaden am Planeten angerichtet wird. Bis es irgendwann zu spät ist.
Sobald wir Audre Lordes Prinzip befolgen und uns wenn auch nur zeitweise aus dem emotionalen und mentalen Stress heraus begeben, stehen wir für diesen Augenblick dem Hamsterrad nicht mehr zur Verfügung. Und in diesen Momenten realisieren wir idealerweise, worum es in diesem Leben wirklich geht und wie viel mehr Selbstwirksamkeit uns zur Verfügung steht, als wir dachten. Damit können wir an den Zuständen, die uns alle auf Dauer überlasten, etwas ändern.
Die Sozialen Medien haben die Tendenz, sinnvolle Ansätze in absurde Extreme zu treiben. Irgendwann kippt der Gedanke, mir etwas Gutes zu tun, in einen Wettbewerb im Gutes-Tun. Wer Self-Care betreibt, ist gesund, erfolgreich und gutaussehend. Sonst kann es ja mit der Selbstfürsorge nicht so weit her sein, oder?
Influencer:innen präsentieren sich im Urlaub, beim Yoga, aufgeräumt, entspannt und gut gelaunt. Wenn es bei mir und dir nicht so aussieht, dann müssen wir uns wohl ein bisschen mehr anstrengen. Und so ziehen wir uns noch zusätzlich Energie ab, anstatt unseren Akku aufzufüllen.
Besonders schlimm wird es, wenn wir in den Strudel der toxischen Positivität geraten. Oft ist es wichtig, Wut, Traurigkeit oder Angst anzuerkennen und als Reaktionen auf Lebens- und Weltlagen anzunehmen, statt trotz der multiplen Krisen zwanghaft Heiterkeit auszustrahlen.
Das ist einer der Selbstregulationsmechanismen unseres Gesellschaftssystems: Manchmal tauchen Ideen auf, mit denen wir uns mehr mentale Freiheit verschaffen, die kollektiven Glaubenssätze mit etwas Abstand zu betrachten und dabei festzustellen, wie wenig der Kaiser anhat. Solche Aktivitäten werden wie automatisch gerne mit Wettbewerbscharakter vereinnahmt. Und schon streben wir ein weiteres Ziel an, in der knappen Zeit, die uns neben unserer Arbeit zur Verfügung steht.
Selbstoptimierung ist die paradoxe Antwort, mit der wir genau das Gegenteil von dem erreichen, was Audre Lorde für sich beschlossen hatte: Weniger Selbstwirksamkeit und weniger Möglichkeit, die Dinge zu ändern.
Eine weitere paradoxe Reaktion des bestehenden westlichen Systems ist es, aus Gegenbewegungen einen neuen Wirtschaftszweig zu machen. Wer das im Detail sehen möchte, braucht nur in der Suchmaschine der Wahl die Begriffe „Selfcare Produkte“ einzugeben.
Anscheinend brauche ich dringend Tees, Kerzen, Duftöle, Bücher, Kurse, Kissen, eine umfassende Yogaausrüstung, Badezusätze und die richtige Musik, wenn ich mich angemessen um mich kümmern möchte. Mindestens.
Wenn danach noch Geld übrig ist, kann ich in ein paar Wandtattoos investieren oder am besten gleich in eine Reise, für deren Ort ich mich wieder an den üblichen Influencer:innen orientiere. Diese Form von Self-Care hat einen Gewinner: Das Bruttosozialprodukt.
Immerhin erfülle ich so meine Aufgabe als brave Konsumentin. Dabei hatte ich mir eigentlich vorgestellt, mich weniger abhängig zu machen, weniger Geld verdienen zu müssen, weniger Müll zu verursachen und weniger Rohstoffe zu verbrauchen.
Wie wir sehen, ist unser System selbststabilisierend. Umso mehr Grund, auf uns zu achten, damit wir genug Zeit, Energie und mentale Kapazitäten haben, diese Mechanismen zu hinterfragen, und Mitmenschen zu einer gesünderen Form der Selbstfürsorge zu inspirieren.
Wenn ich mir im Flugzeug meine eigene Sauerstoffmaske aufgesetzt habe, sehe ich mich um, ob jemand anderes Unterstützung braucht. Ob irgendwo ein schwerer Gegenstand befestigt werden sollte.
Genauso ist auch die Selbstfürsorge nur der erste Schritt, der mich in die Lage bringt, meine Selbstwirksamkeit einzusetzen. Nur davon, dass es mir gut geht, ändern sich die Verhältnisse nicht. Gleichzeitig kann ich auf Dauer nicht an den Problemen unseres Systems arbeiten, wenn ich über meine Grenzen gehe. Beides bedingt sich gegenseitig. Wenn wir unseren Akku gefüllt haben, ist es Zeit, aktiv zu werden.
Es gibt viele Organisationen, die an unterschiedlichen Baustellen arbeiten. Sobald ich für mich herausgefunden habe, wie und wo ich mich für unserer gemeinsame Zukunft einsetzen will, kann ich mich ihnen anschließen. Und dann wird aus einer Gruppe von resilienten Individuen eine Gemeinschaft, die in einem ganz anderen Maßstab wirksam ist als viele vereinzelte Menschen, die auf Instagram den neuesten Meditationstrends folgen.
Wenn es also nicht darum geht, mein Zuhause mit Duftkerzen und harmonisierenden Postern zu gestalten, worum dann? Natürlich zünde auch ich gerne mal eine Kerze an. Auch in meinem Zuhause habe ich an vielen Stellen Zitate angebracht. Tatsächlich sind sie alle handgeschrieben, auf schlichten weißen Stücken Papier. Ich habe wenig Geld dafür ausgegeben, dafür fühle ich mich mit ihnen emotional sehr verbunden.
Wichtiger als ein Gerüst von Vorschriften ist ein Bewusstsein für die möglichen Fallen und Denkfehler und für das, was mir persönlich eigentlich bei der Sache wichtig ist. Was ich daraus für mich und die Welt gewinnen will. Ein Blick darauf, welche Ressourcen mir schon zur Verfügung stehen.
Wenn Selbstfürsorge für mich eine Reaktion auf ein nicht ideales Gesellschaftssystem ist, dann ist es logisch, dass ich mich mit meinen eigentlichen Wurzeln beschäftige und mich in die Natur begebe. Jedenfalls in die Variante von Natur, die ich in meiner Umgebung finde. Dort kann ich mit mir und der Welt so unmittelbar wie möglich in Kontakt treten.
Wenn ich auf der Basis dieser Haltung eine Liste schreiben sollte, die ohne Selbstoptimierung, Egoismus und Lifestyle-Produkte auskommt, dann wäre es diese:
Was heißt Selbstfürsorge für dich? Wo siehst du ihr Potential und wo Probleme? Hast du meiner Liste noch weitere Punkte zuzufügen? Für mich gehört auch gerade der Austausch um diese Begriffsklärung absolut dazu.

Hurra! Es gibt noch eine nicht abgelaufene Blogparade! Und zwar bei Kakao & Karotte. Weil die beiden so lieb gefragt haben, erzähle ich heute etwas über ein tolles traditionelles Gericht, das ich für den Herbst in vegan nachkoche. Wer hier schon eine Weile mitliest, fragt sich eventuell: Moment mal, gab es das nicht schon einmal? Ja, ich habe schon an einer anderen Blogparade teilgenommen und ein veganes Gericht für den Herbst präsentiert 😉
Zugegeben, eine der Zutaten kommt vielleicht überraschend. Ich war allerdings nicht Zeit meines Lebens vegan und dieses Herbstgericht ist eine Kindheitserinnerung. Meine Oma hat gerne Kombinationen dieser Geschmacksrichtungen zubereitet und als ich 2022 für eine Gemeinschaftsaktion mit Freund:innen auf Twitter traditionelle Rezepte veganisiert habe, war das eins meiner Highlights.
Ich hatte dieses Gericht seit Jahrzehnten nicht mehr gegessen, hauptsächlich aus Speckgründen. Das Team auf Twitter hat mich aber motiviert, nach einer Alternative zu suchen. Unter anderem auch für Toast Hawaii habe ich einen festen Seitan mit Räuchersalz und Rote-Bete-Saft hergestellt. Allerdings gibt es inzwischen auch fertige Speck-Upgrades zu kaufen. Alternativ funktioniert dieses Gericht bestimmt auch mit gutem Räuchertofu oder Räuchertempeh.
Dieser Eintopf wird teils auch als Spätsommergericht beschrieben. Ich verbinde ihn in meiner Erinnerung aber mit dem frühen Herbst, wenn das Licht draußen golden ist und sich ein Füllhorn an Obst und Gemüse bietet. Heutzutage sind grüne Bohnen noch später im Jahr zu haben, ursprünglich lag ihr Erntezeitpunkt wohl aber vor dem Oktober. Für nächstes Jahr nehme ich mir entsprechend vor, Birnen, Bohnen und Speck zum Herbstanfang zuzubereiten.
Ich habe mich an ein Rezept auf Chefkoch angelehnt. Neben meinem selbstgemachten veganen Schinken habe ich Bohnen, Kochbirnen, Zwiebeln und Kartoffeln eingesetzt. So minimal und so lecker kann der Herbst sein 🙂

Allerdings habe ich meinen Räucherseitan nicht lange in Wasser gekocht, sondern nur mit den Zwiebeln angebraten und dann aus dem Topf genommen. Im Anschluss habe ich Brühe angegossen und die Bohnen und Birnen darin nach dem Chefkochrezept mit Bohnenkraut gegart. Parallel habe ich die Kartoffeln gegart und püriert.
Falls du dieses Gericht tatsächlich mit einem veganen Produkt nachkochen willst: Seitan und Co. müssen nur kurz angebrutzelt werden. Das Gericht hat dann deutlich weniger Fett als im Original. Auf der Kalorienseite sicher ein Vorteil, für den Geschmack ist es wichtig, das im Hinterkopf zu haben. Eventuell möchtest du am Ende einen Löffel gutes Pflanzenöl zufügen.

Dieses Essen war eine echte Zeitreise. Die Kombination von süß, salzig und geräuchert hat mich emotional stark in meiner Kindheit abgeholt. Was ich mitgenommen habe: Auch wenn ich mich pflanzlich ernähre, muss ich nicht auf Nostalgie und regionale Tradition verzichten. Und auch den Herbst feiern kann ich vegan 😀
Hast du auch schon einmal Birnen, Bohnen und Speck gegessen oder zubereitet? Was ist bei dir ein Gericht, mit dem du lecker (und vegan) in den Herbst kommst? Gibt es Gerichte aus deiner Kindheit, die du gerne einmal nachkochen möchtest?

Endlich schaffe ich es, an 12 von 12 teilzunehmen. Der 12 Oktober 24 ist dankenswerterweise ein Samstag, da ist der Einstieg ein bisschen einfacher. Wir hatten heute nicht viel vor und entsprechend gemütlich sind die Bilder geworden. Die Aktion geht auf „Draußen nur Kännchen“ zurück 🙂












Jetzt drücke ich mir die Daumen, dass ich 12 von 12 im November wieder organisiert bekomme, auch wenn das ein Dienstag ist 😉

Nach einem Jahr guter Erfahrungen schreibe ich hier und heute meine To-Want-Liste für das 4. Quartal 24 😀 Was will ich bis zum 31.12.2024 noch erleben?
Die Idee geht mal wieder zurück auf Judith Peters, die 2023 relativ spontan eine Menge Bloggerinnen dazu brachte, Listen aufzusetzen. Auf diesen sammelten wir Pläne und Wünsche für die letzten drei Monate des Jahres bis zum 31.12.2023.
Beim Blogtoberfest 2023 waren es bei mir noch optimistische 25 Punkte. Damals schrieb ich:
Mein Ergebnis enthält ganz bewusst Punkte meiner Selbstfürsorgestrategie, viele Wohlfühl-Aktivitäten, ein paar heimlich eingestreute berufliche To-Wants und nichts, bei dem der listenscheue Teil in mir schon wieder über alle Berge flüchtet. Ein Mix aus öffentlicher Absichtserklärung und Wahrnehmen meiner grundlegenden Bedürfnisse. Und bewusst wild gemischt 😁
Ganz offensichtlich hatte ich mir etwas dabei gedacht. Und doch hat sich am Ende des Jahres diese Liste noch nicht 100% anders angefühlt als die Zeit meines Lebens gefürchteten ToDo-Listen, die hauptsächlich für schlechte Laune, aber nicht für Ergebnisse sorgten.
Besonders unter den beruflichen To-Wants waren viele, die bis heute nicht abgehakt sind. Inzwischen sehe ich das so, dass ich diese Aktivitäten nicht so dringend gewollt habe. Die Welt ist darüber auch nicht untergegangen, dass ich sie bisher nicht erledigt habe.
Viele dieser Vorhaben haben mich eher demotiviert. Vor allem, wenn ich sie mehrere Male hintereinander nicht abhaken konnte. Daher nehme ich sie nur noch sehr sparsam und ausgewählt auf.
Ich sehe es so: Wenn ich mich in meiner Freizeit achtsam behandle, erledige ich auch beruflich das, was wirklich anliegt. Da hat sich meine Haltung zur To-Want-Liste mit der Zeit gewandelt.
Und manche Sahnehäubchen und Kirschen obendrauf sind in der Realität gar nicht nötig. Diese Punkte final und ohne schlechtes Gewissen zu streichen, hat etwas sehr Befreiendes. Dazu wäre ich ohne die Aktion To-Want gar nicht so leicht gekommen, den Schlenker war es also allemal wert.
Was ich von dieser Liste realisiert habe, waren Dinge wie „jeden Tag etwas zu lachen haben“, regelmäßige Bewegung an der frischen Luft und touristisch-kulturelle Unternehmungen in meiner Region. Durch die ständige Erinnerung habe ich „Barbie“, „The Marvels“ und den „Gott des Gemetzels“ gesehen.
Ich habe mir bewusster mit dem Sonntagsfrühstück Mühe gegeben und auch deutlich mehr gebloggt als in den Jahren zuvor. Mit den To-Wants habe ich mir insgesamt immer etwas Gutes getan, was ich ansonsten oft einfach vergessen hätte.
Ich habe viel über mich gelernt. Zum Beispiel, wie ich Zeit und den zu erwartenden Aufwand von Aktivitäten einschätze. Nämlich radikal unrealistisch. Kein Wunder, dass ToDo-Listen in meinem Leben bisher solche Frustquellen waren. Ich habe auch einen neuen Blick darauf gewonnen, was mich motiviert und was nicht.
Welche Kriterien sollen meine To-Wants erfüllen?
Sie sollen:
Mit anderen Worten, meine Liste ist schwerpunktmäßig auf Selbstfürsorge ausgerichtet. Das ist für mich immer mehr Thema geworden und da möchte ich auch immer mehr Vorbild sein und andere dazu inspirieren, dass weniger oft mehr ist 😀
Dinge, die ich schon auf einer vergangenen Liste hatte, verwende ich wieder, wenn sie besonders erfreulich waren. Aber auch, wenn ich nicht dazu gekommen bin, und trotzdem noch Lust darauf habe.
Nach einem Jahr mit der To-Want-Liste bin ich im Umfang der Liste zurückhaltend geworden. Wenn mir vor Silvester noch etwas einfällt, kann ich es immer noch anhängen. Oder wenn ich merke, dass schon ganz viel abgehakt und noch eine Menge vom Jahr übrig ist 😉
Hier ist er also, mein Wunschzettel bis Silvester 2024:



Mehr über meine Haltung zur Setzung von Zielen findest du hier. Wie läuft es bei dir mit der Formulierung und dem Erreichen von Zielen? Hast du auch eine To-Want-Liste?

Es ist Zeit für den Monatsrückblick September 24 nach der Anleitung von Judith Peters. In diesem Monat habe ich ein paar Dauerbrenner meiner To-Want-Liste abgehakt und bin nach den sehr späten Sommerferien gut in das neue Schuljahr gestartet, außerdem wieder etwas älter geworden.
Ich kann wieder Fahrradfahren! Mein Körper regeneriert sich und meine Kondition kommt zurück.
Am 7. September wurde ich 51 Jahre alt. Am selben Tag hat ein Freund meines Mannes geheiratet und wir waren eingeladen. Einerseits war ich noch nie besonders wild darauf, meinen Geburtstag zu feiern. Andererseits wollte ich ihn aber auch nicht auf der Feier anderer Menschen verbringen. Also ist mein Mann weggefahren und ich habe mir einen schönen Tag auf der A7 gemacht.

Zunächst haben wir aber noch gemeinsam vietnamesisch gegessen. Da lohnte es sich wieder, näher an Hamburg heran gezogen zu sein. Im Anschluss bin ich nach Winterhude gefahren und an der Tarpenbek und der Kollau entlang spaziert.



Es war überraschend idyllisch. Die Strecke, die mir Komoot zusammengestellt hatte, verlief nur zu einem sehr kleinen Teil an größeren Straßen. Und wenn, dann musste ich sie hauptsächlich queren, oder mal ein kurzes Stück daran entlang gehen. Oft grenzten Schrebergärten an Wohnblöcke. In dieser Mischung aus urbaner Architektur und ländlichem Grün fühle ich mich zu Hause.



Manche Treppe schien sehr selten benutzt zu werden. Dafür begegneten mir ein paar Stadtbewohner im Niendorfer Gehege, einem immerhin 150 Hektar großen zusammenhängenden „Wald“. Ich hoffe, der E-Scooter wurde dort bald wieder abgeholt.
An diesem Tag war es in Hamburg für meinen Geschmack ziemlich heiß. Und mir wurde sehr bewusst, was für einen Unterschied es macht, ob ich auf Asphalt und zwischen Gebäuden unterwegs bin, oder neben einem Gewässer und unter Bäumen. Es fühlte sich beim Wechsel jedes mal an wie ein Temperatursprung um mehrere Grad. Da ist jede Stadt gut beraten, möglichst viele hitzeresistente Bäume neu zu pflanzen.



Das eigentliche Ziel meiner Tour war der A7-Deckelpark. Nachdem die Autobahn dort eingehaust wurde, hat die Stadt die Oberfläche zu einem Park gestalten lassen. Es geht mit Treppen hoch, aber auch der Barrierefreiheit halber mit langen Rampen.
Von oben konnte ich durch kleine Stirnfenster die Autobahn bewundern. In die andere Richtung liegt die Naherholungsfläche. Die Bäumchen dort müssen in ihre Rolle als Schattenspender noch reinwachsen. So war es auf dem Pflaster noch ziemlich heiß. Die liegen wurden aber von einigen Menschen genutzt.



Nach Süden hin sind Schrebergärten vorgesehen. Das sieht aktuell allerdings so aus, dass dort kleine Heckenbegrenzungen mit Toren drin stehen. Ich werde dort immer mal wieder vorbei gucken, wie sich das alles entwickelt. Ganz am südlichen Ende sorgen die Blumen jetzt schon für Interesse bei einer Menge Insekten.
Ich kannte die Abfahrt Stellingen bisher nur aus der Autoperspektive. Es ist echt interessant, zu Fuß auf Trampelpfaden abzuzweigen und die Welt hinter den Lärmschutzwänden zu erkunden. Vom Ausgang des A7-DEckels war es dann nur ein kurzes Stück zur S-Bahn-Station und von dort aus nach Hause auf ein Stück Kuchen.
Wir sind große Fans der Nordsee. Mein Vater stammt aus Nordfriesland und mein Mann hat als Kind mit seinen Eltern die Sommerferien auf den ostfriesischen Inseln verbracht. Und manchmal sitzen wir am Samstag zusammen und fragen uns, was wir mit unserem Sonntag machen wollen. Im September realisierten wir beide, dass wir noch nie in Timmendorfer Strand gewesen sind.


Also habe ich wieder Komoot befragt und wir haben uns auf den Weg gemacht. Auch die Ostsee war im September schon erfrischend kühl. Aber nicht zu kühl, um mit den Füßen drin zu plantschen. Timmendorfer Strand an sich fanden wir nicht so hübsch. Über das klotzige Hotel „Seeschlösschen“ habe ich jedenfalls sehr gelacht.


Zum Glück hat uns Komoot auf eine schöne Runde am Strand entlang und später in Richtung Niendorf und durch die Aalbeker Niederung geleitet. Ich hatte weder mit Palmen noch mit Mangroven gerechnet, aber beides wurde mir geboten. Beim nächsten Mal würde ich mir vielleicht sogar Gummistiefel mitnehmen 😀
Mein Fazit: Es lohnt sich, auch mal an der anderen Küste Schleswig-Holsteins vorbei zu gucken.
Dieses Museum liegt an einer Fahrradstraße. Diese ist Teil des bisher nur in Teilen fertigen Radschnellwegs Elmshorn-Hamburg. wir nutzen gerne die Verbindung nach Pinneberg. Und immer, wenn ich an dem Wegweiser vorbei kam, dachte ich mir, da möchte ich mal reingucken.

Das Baumschulmuseum leistet einen wertvollen Beitrag zur Umweltbildung in der Region. Besonders in Zeiten der Klimakrise ist der Blick in die Zukunft der Bepflanzung für uns Menschen essentiell. Zu diesen Schwerpunkten gibt es wechselnde Ausstellungen und Vorträge.

Der Eintritt in die Ausstellung ist frei, du findeststattdessen eine Sammeldose für Spenden. Zu sehen sind Gerätschaften aus der Geschichte der Baumschulkunst, außerdem gut strukturierte Lerntafeln und Pflanzenpräparate.

Der Frau vom Förderverein war es wichtig, dass sie nicht nur Technik aus der Vergangenheit präsentieren, sondern auch diesen Protoypen für einen autonom arbeitenden Roboter, der mechanisch Unkraut beseitigt. Das Gerät „Bonirob“ hat die Fachhochschule Westküste zur Verfügung gestellt.
Ich habe mir ein paar Broschüren über Lernorte im Kreis Pinneberg und in der Metropolregion Hamburg mitgenommen und einen Vortragstermin zum Thema „Torfersatz im Gartenbau“ notiert.
Eigentlich wollte ich noch viel mehr Blogparadenbeiträge lesen. Zum Glück laufen die mir nicht weg 😉
Sabine Landua schreibt in ihrem Post zur Blogparade #Mehrsprachigkeit:
„Mehrsprachigkeit ist kein Hindernis, sondern eine Bereicherung – und diese Ressourcenorientierung sollte in der Lerntherapie stets im Mittelpunkt stehen.“
Sabine Landua
Damit spricht sie mir sehr aus der Seele. Auch ich habe mich in meinem Beitrag dafür ausgesprochen, multilinguale Kinder stärker wertzuschätzen. Egal, um welche Sprache es sich dabei handelt.
Anna Koschinski kannte ich von einer Entrümpelungs-Challenge Anfang 2022. In einem ihrer Blogs fand ich einen Artikel über alle möglichen Dinge, die nicht ihre großen Stärken sind.
„Es ist wieder passiert. Ich habe eine „für diese Sorte brauchst du keinen grünen Daumen, die ist unkaputtbar“ – Pflanze getötet. Also… sie ist eingegangen. Erst ein bisschen, dann ganz. Also so richtig. Dabei habe ich alles genau so gemacht, wie es in der Anleitung stand.“
Anna Koschinski
Mich hat das dazu inspiriert, selbst darüber zu schreiben, was ich nicht kann. Vor allem auch, weil ich mich in der Situation mit der angeblich unkaputtbaren Pflanze so wiedergefunden habe. Der Punkt kommt bei mir auch ganz oben auf die Liste.
Claudia Kielmann hat an der Blogparade zum geteilten Deutschland teilgenommen. Ihr Beitrag zeigt die Sicht einer Westdeutschen mit starker familiärer Anbindung an den Osten. Mich hat nicht nur fasziniert, dass auch sie mal in Bad Oeynhausen gelebt hat. Sondern auch, wie beklemmend die Grenzübergänge bei Familienbesuchen immer waren.
„Ich konnte es kaum fassen – ein halbes Jahr nach dem „Spießrutenlauf“ durch die Innenstadt von Rudolstadt, war die Grenze offen. Ich glaube, ich habe die ganze Nacht immer wieder geweint.“
Claudia Kielmann
Auch viele Jahre später ist das Thema Wiedervereinigung noch lange nicht auserzählt.

Das Ticket zeigte einen Konzerttermin von April 2022. Seitdem musste die Veranstaltung mehrere Male verschoben werden. Ursprünglich wollte ich mir die Band mit meiner Freundin Romy ansehen, mit der ich jahrelang auf Konzerten und Festivals war. Leider starb sie schon im Februar 2022.
Mir ist schon aufgefallen, dass ich die Einzige mit Maske war. Immerhin war das Logo ungewöhnlich wenig befüllt. Was ich jetzt, wo es mit meiner Gesundheit und Kondition so aufwärts geht, nicht gebrauchen kann, ist eine neue Infektion. Aber das müssen eben alle selbst für sich entscheiden.
Orphaned Land ist eine Band aus Israel. Sie singen seit Jahrzehnten für ein friedliches Miteinander und entsprechend bewegend waren die Ansagen zwischen den Stücken. einen Satz habe ich besonders in Erinnerung behalten:
„The metal community is so beautiful when otherwise we are currently living in an ocean of shit.“
Kobi Farhi
Für mich war der Abend auch persönlich sehr emotional. Wegen Romy, der politischen Lage im nahen Osten und weil ich noch Anfang August vom WOA nur einen Tag geschafft habe. Ich war etwas nervös, ob mein Ticket wirklich noch als gültig anerkannt werden würde und ob ich nicht schnell viel zu müde sein würde. Aber ich wurde kommentarlos rein gelassen und anscheinend hat sich mein Körper vom post-COVID wieder so weit erholt, dass ein Konzert in Hamburg wieder drin sitzt.
Hier paar ein Eindrücke: All Is One und Sapari.
Auf Samira El Ouassil und Friedemann Karig ist Verlass. Ich höre ihren Podcast fast immer am Samstag Vormittag mit dem Rest Frühstückskaffee auf dem Sessel im Wohnzimmer.
Eine der Septemberfolgen drehte sich um das Patriarchat, Femizide und was wir angesichts der Misere machen können. Auch wenn das Thema für manche nervig und „eigentlich durch“ erscheint: Die immer noch existierende Schieflage der gesellschaftlichen Strukturen steckt hinter einer Reihe anderer Probleme, die wir ohne ehrliches Hinsehen nicht lösen werden.
Ich war besonders zufrieden damit, wie sich Friedemann als (in diesem Zusammenhang) systematisch privilegierter Mensch auf die Debatte um den Fall der Gisèle Pelicot eingelassen hat.
Es geht nicht um Schuld oder Rache. Es geht um unsere Zukunft und wie wir sie gemeinsam gestalten wollen.

Mein Monatsrückblick August 24: Die Sommerferien waren vollgepackt. Ich habe mich gut erholt, viele Blogparaden mitgenommen und Freiluftmusik genossen.
Loslassen – Was, warum, wann und wie?
Mein letzter fristgerechter Beitrag zum Blogparadensommer dreht sich um das Loslassen, Gründe dafür und Schwierigkeiten dabei.


Mehrsprachig träumen und wünschen
Was bedeutet es für mich, mehrsprachig zu sein? Warum ist Mehrsprachigkeit so wertvoll und wie können wir sie gerechter leben? Ein weiterer Blogparadenbeitrag, ganz knapp zu spät eingereicht.
22. September: Die guten ins Töpfchen
Geeignete Aktivitäten für den 22. September: Was ernten wir jetzt? Was geben wir auf? Und welchen Früchten geben wir noch etwas Zeit? Meine Anregungen zum Lesen, Basteln, Draußensein, Meditieren, Musikmachen und mehr.


Wie fühle ich mich mit über 50? Meine Antwort auf diese Frage ist nach all der Zeit immer noch dieselbe: Im Grunde unverändert. Ich erzähle dir auch, warum, nachdem ich mich bei Blogs50plus eingetragen habe.

Die Erdbeeren wollten es noch einmal wissen, es war ja auch noch richtig warm. Ich habe sie andächtig einzeln geerntet.
Auch die eine Aubergine habe ich einzeln geerntet. Sie war vielleicht 5 cm lang an der längsten Stelle und hat echt gut geschmeckt. Im nächsten Jahr versuche ich es nochmal mit Auberginen.


Der Streak bei Duolingo läuft immer noch! Im Septmber schlug die grüne Eule mir vor, die Kurse in Mathematik und Musik auszuprobieren. Vor allem der Musikkurs ist sehr motivierend!
Eine Sprachverhunzung, bei der mir regelmäßig der Puls hochgeht. Und es ist immer „seine“, nie sehe ich es in der Form „Der XY macht ihre…“ Ich verstehe echt nicht, warum das so oft passiert.


Im September habe ich die Einstellungen meines Duolingo-Accounts wieder auf „öffentlich“ geändert. Seitdem bin ich wieder an den Ligen beteiligt. Erstaunlich, wie mich das motiviert 😆
Ich liebe die Natur im September. Denn da wird noch mal alles an Farben rausgeholt, was geht.


Und auch der Himmel dreht den Dramatikregler voll auf.
Ich freue mich immer, wie die Blüten im Herbst nicht nur etwas fürs Auge bieten, sondern auch die regionalen Insekten ernähren 💜


Jedes Jahr geht das Bemer Cyclassics Radrennen bei uns fast an der Haustür vorbei. Weil bei uns aktuell Baustelle ist, war am 8 September die Straße, von der unsere Sackgasse abzweigt, an beiden Enden gesperrt. Auch eine Art von Entschleuninung, denn zu Fuß oder mit dem Rad konnten wir raus. Nur das Überqueren der Rennstrecke war nicht drin.
Ich persönlich bin zwar nicht Radrennen gefahren. Allerdings war ich endlich wieder mit dem Fahrrad unterwegs, sogar dreimal. Hier beim Krupunder See. Was für eine Erleichterung nach monatelangem Entzug! Auch wenn ich echt Sorge hatte, dass mir wieder schwummerig werden könnte. Aber wir sind einfach schön gemütlich gefahren und der Puls hat mitgemacht.


Die zweite Radtour führte uns in den Rosengarten Pinneberg. Der ist immer einen Besuch wert.
Meine arme Katze ist zum dritten Mal zur Zahnsanierung angetreten und zum dritten Mal wurde die OP abgeblasen. Dieses Mal war sie zwar in Narkose, aber es wurde eine Wucherung unter der Zunge festgestellt und eine Probe ins Labor eingeschickt. Eventuell wäre dann so ein massives Zähneziehen nur noch unnötige Quälerei.


Dieses Photo habe ich zur Vorstellungsrunde beim Blogtoberfest 24 eingereicht. Bin sehr gespannt, was dieses Jahr alles an Beiträgen zusammen kommt.
Im September 24 komme ich auf 10957 gebloggte Wörter.
Die Schrittzähler-App zeigte Ende September einen Stand von , das sind ca. Schritte pro Tag. (Wird heute Abend nachgefügt 😉 )
Die PV-Anlage hat im September 675 kWh geliefert, dabei haben wir 297 kWh verbraucht. Unterm Strich lag der Autarkiegrad bei 88 % 🙂
Das war mein Monatsrückblick September 24. Schreibst du auch mehr oder weniger regelmäßig Rückblicke? Was sind deine Erfahrungen damit? Unternimmst du auch manchmal bewusst touristische Ausflüge in deiner näheren Umgebung und gewinnst dabei ganz neue Einsichten?
Mehr meiner regelmäßigen Rückblicke findest du hier.