Es gibt ja in meinem Leben noch nicht genug Projekte. Also habe ich mir für den Oktober vorgenommen, an einer Zeichenchallenge teilzunehmen. Ich kombiniere sie mit Zentangle, einer meditativen Kreativtechnik, mit der ich vor Jahren mal häufiger Zeit verbracht habe. Angeregt durch Sari vom Heldenhaushalt präsentiere ich heute meine Ergebnisse für den Inktober 25 Teil 1.
Wenn alles gut geht, gibt es hier die kommenden Sonntage weitere Galerien. Um mal ein ein bisschen Accountability zusätzlich zu erzeugen 😉 Ansonsten findest du meine Bilder vom Inktober 25 auch in meinem Pixelfed-Profil.
Die Bilder für Inktober 25 Teil 1
Für jeden Tag gibt es ein Stichwort und dazu zeichnen wir dann etwas. Die Inktober-Regeln sind ziemlich flexibel, ich habe schon digitale Kunstwerke gesehen und nicht alle sind in schwarz-weiß.
Von links oben nach rechts unten: Schnurrbart – Gewebe – Krone – Düster – Reh.
Für ein paar der kommenden Prompts habe ich schon Ideen. Bei anderen eher ein großes Fragezeichen. Immerhin habe ich meine Sammlung an Zentangle-Mustern wiedergefunden, der Scanner aus den Nullerjahren funktioniert noch und bisher läuft die Aktion entspannt.
Das zweite Bild läuft unter dem Stichwort „weave“. Eigentlich sollten die weißen und die gemusterten Streifen wie ein Gewebe unter- und übereinander verlaufen. Da passt mit der Schattierung etwas nicht. Trotzdem war gleichzeitig der Prozess an sich sehr entspannend.
Und beim Thema „deer“ ist mir wieder aufgefallen, dass die englische Sprache Hirsch und Reh begrifflich nicht scharf auseinander hält. Ich habe das Reh gewählt, obwohl ich Hirsche auch sehr gerne mag.
Bist du auch dabei?
Falls nicht: Noch sind je erst fünf Tage vergangen und niemand muss zwingend 31 Bilder zeichnen.
Falls ja: Sag mir gerne, wo du deine Bilder veröffentlichst, dann gucke ich mir dort gerne an, was dir zum Inktober 25 Teil 1 eingefallen ist. Seit meinem Besuch einer Gemäldeausstellung im September habe ich mir vorgenommen, mir bewusst mehr Schönes für die Seele zu gönnen.
Beim Monatsrückblick September 25 staune ich mal wieder, wie viel in 30 Tage reingepasst hat. Privat und beruflich. Und ich hatte noch gedacht, der Übergang in das Schuljahr würde ganz gemächlich verlaufen. Aber beschweren will ich mich auch nicht, ich liebe meinen Beruf ja. Also sehe ich dem vierten Quartal optimistisch entgegen.
Neue Perspektiven auf Mathematik und meine Umgebung
Was hatte ich vor und was ist daraus geworden?
die Mondfinsternis am 07.09. sehen und älter werden 🗸 Die Wettergötter waren ausnahmsweise mal gnädig und der Himmel war klar.
ganz gemütlich ins neue Schuljahr rollen 🗸 (So gemütlich es ging bei der unerwartet hohen Nachfrage.)
mir bewusst weniger vornehmen als im August 🗸 (Das war gar nciht so leicht)
gleichzeitig ein bisschen mehr Bewegung mit Konditionstrainingsanspruchv→ Stark ausbaufähig.
Hasenglöckchen pflanzen→ die Zwiebeln sind besorgt, müssen aber noch in die Erde.
mit dem Gedrängel im meinem Blogentwürfeordner klarkommen. Immer schön in aller Ruhe. → Haha! Ich habe 15 Beiträge veröffentlicht. Und dabei kaum etwas aus den Entwürfen verarbeitet.
Viele neue Gesichter
Im vergangenen Schuljahr haben einige meiner Schüler:innen Abitur gemacht. Dadurch hatte sich mein Terminplan drastisch reduziert. Und jeden August frage ich mich, ob ich im September diese Jahr doch mal Werbung machen sollte. Und jedesmal trudeln neue Anfragen ein. Teils schon in den Sommerferien.
Entsprechend habe ich für das kommende Schuljahr eine Reihe neuer Schüler:innen, großenteils in der vierten oder sechsten Klasse. Das ist so eine ganz andere Welt als die Mathematik in der Oberstufe und es sind so ganz andere Dinge bemerkenswert. So habe ich diese treuherzige Einschätzung zu hören bekommen:
„Ich mag Geteiltaufgaben mit Rest nicht. Da ist dann immer eine Zahl, die es nicht geschafft hat.“
B.Z, Schüler mit einem großen Herzen
Als ich das auf meinem privaten Mastodonaccount teilte, bekam ich den Tipp, mit diesem Schüler direkt in die Bruchrechnung durchzustarten. Dabei kann eigentlich diese ganz andere und sehr empathische Perspektive auf Zahlen meiner Meinung erstmal so stehen bleiben.
Das ist mit ein Grund, aus dem ich diesen Beruf so mag: Den immer neuen Blick auf die durch so viel jüngere Augen. Auf die kommenden Jahre mit diesen Kindern und Jugendlichen freue ich mich schon sehr. Von denen werde ich eine Menge lernen.
Touristisch durch die Nachbarschaft
Der alte Elbtunnel
Gelernt habe ich auch wieder durch meine Freizeitgestaltung. Zum Beispiel habe ich es u meinem Geburtstag endlich geschafft, durch den alten Elbtunnel zu spazieren. Er war mehrere Monate gesperrt und deshalb habe ich ihn in meinen ToWants immer weiter unabgehakt mitgeschleppt.
Der Eingangsbereich und überhaupt die ganze historische Architektur sind wunderschön.
Die mittlere Spur ist für Menschen mit Fahrrädern gedacht. Und die sind da extrem schnell unterwegs.
Wieder aus den unterirdischen Tiefen aufgetaucht konnten wir Hamburg aus einer neuen Perspektive bewundern.
An sich hatte ich vor, auf der Südseite in eine Linienfähre einzusteigen. Schließlich wollte ich mein Deutschlandticket für den September gründlich nutzen. Hier war die Lektion: Am Sonntag fahren diese Fähren gar nicht, Also sind wir durch den Tunnel wieder zurück. Und haben einfach zweimal dieses Bauwerk bewundert.
Die Fährfahrt ist allerdings nicht aufgehoben, und ich habe diese touristische Unternehmung einfach weiter auf der Liste.
Der Loki-Schmidt-Garten
Den Botanischen Garten in Klein Flottbek wollte ich eigentlich schon im April 25 ansehen. Durch ein paar Irrungen und Wirrungen mit Komoot bin ich nur daran vorbei gewandert und habe den eigentlichen Parkbesuch verschoben. Ende September 25 habe ich ihn nachgeholt (und auch nochmal mein Deutschlandticket eingesetzt).
Der Garten ist einfach zauberhaft, gerade auch zu dieser Jahreszeit. Er wird von einem Verein getragen und mit sehr viel Herzblut gepflegt. Und dabei ist die Anlage kostenlos zu besichtigen. Sie ist gleichzeitig sehr offensichtlich als Lerort für Hamburger Universitäten strukturiert und in unterschiedlichen Themengärten angelegt.
Da bin ich nicht das letzte Mal gewesen. Weil ich irgendwo gelesen hatte, dass Photographieren nicht erlaubt ist, gibt es keine Bilder. Falls das ein Irrtum war, gibt es nächstes Mal umso mehr, denn photogen ist diese Anlage sehr wohl.
Früher ging es mir oft so, dass ich meinen Wohnort oder meine Region hauptsächlich dann besichtigt habe, wenn wir Besuch hatten. Inzwischen nehme ich mir ganz bewusst vor, anlasslos Museen, Landschaften und Ausstellungen zu besuchen, um meine Umgebung besser kennenzulernen. Und um mir etwas Gutes zu tun.
Schönes für die Seele
So zum Beispiel am letzten Sonntag im September 25. Die ehemalige Drostei Pinneberg präsentiert immer wieder wechselnde Kunstausstellungen. Aktuell hängt dort die private Gemäldesammlung des Ehepaars Christian und Sarah von Boetticher. Genau das richtige für einen kurzen Sonntagmorgenausflug.
Mein Beitrag zum Kreativprojekt Projekt52 im September 25. Die Stichpunkte: „Es war einmal“, „Zug“, „Action“ und „Gönn ich mir!“
Von außen ist mir die Drostei schon lange bekannt. Sie steht am Marktplatz, der Dingstätte. Von dort aus bin ich schon auf mehreren Demonstrationen mitgelaufen. Aber von innen hatte ich sie noch nicht gesehen.
Pinneberg überrascht mich noch immer manchmal damit, was es hier für hübsche Ansichten gibt. Früher kannte ich hauptsächlich die Hochhäuser, die ich von der A23 aus beim Vorbeifahren gesehen habe. Das hier ist der Drosteipark.
Die Sammlung bot eine wilde Mischung aus alten und modernen, winzigen und ausladenden Gemälden, religiösen Themen und Ansichten auf verschiedenste Regionen der Erde. Nicht alle Bilder haben mich gleichermaßen begeistert, manche dafür aber sehr. Dieser Flur war gefüllt mit Blumen von Damien Hurst. Zwischen diesen Farben und den üppigen Blüten ging mir das Herz auf.
Unter anderem haben die Boettichers zwei Banksys gekauft. Einer davon zeigt Tomatensuppendosen von Tesco, einem Supermarkt, bei dem ich in England auch gerne eingekauft habe. Die Dosen im Bild sind die Tescobilligmarke. Das andere Bild heißt „Morons“ und zeigt eine Auktionsszene bei der ein Bilderrahmen verkauft wird, in dem steht: „I can’t believe you morons actually buy this shit“ Über diese Selbstironie musste ich lachen.
Gerade bei der aktuellen Weltlage war mir so viel Schönheit und Kreativität sehr willkommen. Bei einigen Bildern fragte ich mich, was die Künstler:innen motiviert hat, sie zu malen. Oder auch, was die Boettichers und ihre Familie dazu gebracht hat, gerade dieses Bild zu kaufen und sich zuhause an die Wand zu hängen. Und mich selbst hat die Ausstellung motiviert, selbst wieder mehr kreativ zu werden.
In den letzten Monaten bin ich wieder in das Doomscrolling gekippt. Jedenfalls, was YouTube angeht. Aber es reicht anscheinend, sich zwei Videos über das Malen mit Acrylfarbe anzusehen, und der Algorithmus liefert mir schon wieder eine Reihe Aquarelltutorials und Zeichentipps. Jetzt muss ich nur noch darauf klicken, statt auf die „Breaking News!“
Was habe ich im Monat 25 gebloggt?
Rückblickend wundere ich mich selbst. 15 Beiträge sind für mich richtig viel. Die Liste setzt sich zusammen aus Blogparaden, zwei Kurzgeschichten, einem Rant, etwas Mathecontent und einem Photoprojektbeitrag.
Auch der Monatsrückblick September 25 wäre nicht komplett ohne die Sammlung der kleinen Momente:
Wenn du so eine imposante Grabstätte möchtest, hilft es, ein Haferflockenimperium zu gründen. Hier ruht Familie Kölln in Elmshorn.
Der September 25 wusste wieder mit solchen grandiosen Sonnenaufgängen zu überzeugen.
Ich war mehrfach in Elmshorn, hier bei der Pride Parade. Das war in meinem Leben eine Premiere und es war sehr herzerwärmend.
Genauso wie die Klimademo in Hamburg. Allerdings fällt schon auf, dass heute deutlich weniger Menschen mitgehen als vor ein paar Jahren.
Und dann war wieder Schützenfest. Da habe ich nicht teilgenommen. Diese Deko gefällt mir, aber das andere Drumherum nicht so.
Ich habe endlich eine vegane Solawi in relativer Nähe gefunden. Die Möllerbrüder erzeugen biovegan Gemüse und ich hole mir jede Woche meinen Anteil in einem Badeinrichtungsgeschäft in Norderstedt ab.
Ob hier in der Gegend ungewöhnlich viel wilder Hopfen wächst, oder ob er mir an meinen anderen Wohnorten nur nie aufgefallen ist, weiß ich nicht. Die Blüten haben aber etwas Magisches, finde ich.
Vorherige Septemberrückblicke
Für den Monatsrückblick September 25 schlage ich wieder in meinem Blog nach, was ich in den Vorjahren erlebt habe. Mit jedem weiteren Jahr lohnt es sich mehr, dass ich regelmäßig diese Rückblicke schreibe.
September 23: Vor zwei Jahren habe ich mit Omicron entschleunigt. Die folgen ziehen sich bis heute durch meinen Alltag.
September 24: Im Vorjahr bin ich auf dem A7-Deckel spazieren gegangen. An der Stelle bekomme ich Lust, mir diese Grünanlagen noch einmal anzusehen.
Was habe ich im Oktober 25 vor?
zum Inktober jeden Tag etwas zeichnen und bei der Gelegenheit meinen Zentangle-Muskel reaktivieren
hoffentlich durch die Oktober-Ausgabe der Blogparade #relevant inspiriert werden
an der Habitica-Kostümchallenge teilnehmen
Mit einer anderen Habitica-Challenge jeden Tag etwas lernen
mit der 30-Tage-Clutterbug-Challenge sedimentierten Kram loswerden
nochmal über die A7 wandern und nachgucken, ob die Bäumchen dort immer noch so spirrelig aussehen und wie sich die Schrebergärten gemacht haben
meinen YouTubeablgorithmus auf Kreatives und Erbauliches umerziehen
keine weiteren Aufträge annehmen. So wie es gerade ist, läuft es ideal.
Das war mein Monatsrückblick September 25. Schreibst du auch mehr oder weniger regelmäßig Rückblicke? Übrigens findest du hier den Septemberrückblick von Judith Peters, in dem du deinen Beitrag verlinken kannst. Sie hat mich überhaupt erst zu dieser Art Blogartikel motiviert.
Wie stehst du zur Kunst? Hast du auch in eher deprimierenden Zeiten das Bedürfnis, dich bewusst mit Schönem zu befassen?
Auf meinem Blog erscheinen regelmäßig Monatsrückblicke wie dieser.
Und schon ist der Monat wieder herum. Mein Plan, die Bilder für die Ausgabe Projekt52 September 25 früh einzureichen ist mir durch die Lappen gegangen. Aber besser spät als gar nicht.
Auch wenn es nur noch drei Monate sind, es ist immer noch möglich, dabei zu sein. Je nachdem, wie viele ganze Wochen der Monat hat, gibt Sari vom Heldenhaushalt immer vier oder fünf Themen vor. Die Septemberthemen fand ich persönlich wieder inspirierend.
Am Ende des Jahres werde ich 52 Beiträge in einem Blogbeitrag zusammengefasst präsentieren. Du kannst meinen aktuellen Bildern auch auf Pixelfed folgen.
Die Beiträge zum Projekt52 September 25
Arbeit
Nicht immer geht mein Tafelbild wohldurchdacht von oben links nach unten rechts. Manchmal geht es auch achterbahnmäßig hin und her.
Regen
Ich mag den September. Vor allem die Abkühlung, die er bringt. Von meinem Arbeitszimmer aus betrachtet, ist jedenfalls auch Regen gemütlich.
Wahnsinn
In Halstenbek stehen an mehreren Orten Apfelbäume am Straßenrand. Natürlich ist es im Frühjahr dekorativ, wenn sie blühen. Den September durch fallen dann die Äpfel in Massen herunter und liegen in der Gegend herum.
Für mich steht dieses Bild ein bisschen auch für die allgemeine Lebensmittelverschwendung. Was wir da tonnenweise ohne gute Gründe nicht essen, ist schon bemerkenswert. Von diesen Äpfeln habe ich allerdings einige mitgenommen, wenn sie nicht allzu angestupst waren. Kostenlos eingesammeltes Obst schmeckt oft besonders gut.
Haustiere
Kurzzeitig sah es danach aus, dass meine Katze noch einmal antreten würde. Aber von ihr habe ich schon viele Bilder auf meinem Blog. Also hier ein Photo eines ungebetenes Gastes.
Im September hängen die Mücken jedes Jahr lethargisch an den Wänden. Worauf sie da genau warten und warum das ausgerechnet in unserem Haus sein muss, ist mir noch nicht ganz klar.
Meine bisherigen Beiträge für Projekt52
Seit Januar habe ich bisher noch kein Thema ausgelassen:
Außer auf meinem Blog findest du meine P52-Beiträge auch auf Pixelfed. Wenn du mir auch dort folgst oder wenn dich das motiviert, auch von Instagram dorthin zu wechseln, würde ich mich sehr freuen!
Ich bin seit mehr als zehn Jahren Nachhilfelehrerin. Mathematik wird mit großem Abstand am häufigsten nachgefragt, besonders zum Abi oder den ESA/MSA-Prüfungen hin. Deswegen fasse ich in diesem Blogpost zehn Tools und Ressourcen zur Prüfungsvorbereitung in Mathe zusammen.
ESA und MSA sind die Bezeichnungen der Abschlüsse nach der neunten beziehungsweise zehnten Klasse in Schleswig-Holstein. In anderen Bundesländern gibt es folgende Namen für den ESA: Hauptschulabschluss, Berufsbildungsreife, Berufsreife, Erster allgemeinbildender Schulabschluss oder Erfolgreicher Abschluss der Mittelschule.
Auch für den MSA gibt es eine Reihe Bezeichnungen, je nach Bundesland: Mittlerer Schulabschluss, Fachoberschulreife, Mittlerer (Bildungs)abschluss, Mittlere Reife, Realschulabschluss oder (Qualifizierter) Sekundarabschluss I.
Die Tools und Ressourcen zur Prüfungsvorbereitung gelten für diese Abschlüsse gleichermaßen, egal wie sie heißen.
Deine Familie und Freund:innen sind eine wichtige Ressource für deine Vorbereitung auf den großen Tag. Im Idealfall helfen sie dir, durch diese mental stressige Zeit so gut wie möglich durchzukommen.
Niemand sollte Prüfungsstress mit sich alleine ausmachen müssen und ich hoffe, dein Umfeld ist dir bei der Prüfungsvorbereitung eine gute Unterstützung. Sich dessen bewusst zu sein, macht manchmal den entscheidenden Unterschied.
2. Lerngruppen
Wer sich mit anderen zum Lernen verabredet, kommt leichter und schneller voran. Wichtig ist allerdings, dass bei diesen Treffen wirklich gelernt wird 😉
Es muss nicht die beste Freundin sein. Zum Lernen kann ich mich auch mit Menschen treffen, mit denen ich normalerweise gar nicht so viel zu tun habe, bis auf das gleiche Prüfungsfach.
In diesen Lerngruppen könnt ihr die Aufarbeitung verschiedener Unterthemen auf mehrere Personen verteilen und spart so Zeit und Arbeit. Das ist eigentlich auch das Grundprinzip hinter den allseits beliebten/gefürchteten Referatsreihen.
Außerdem ist der Trainingseffekt nicht zu unterschätzen, wenn ihr euch gegenseitig abfragt. Das Ganze lässt sich in einer viel gemütlicheren Atmosphäre gestalten als im Schulunterricht und das fördert den Spaß am Lernen.
3. Mathevideos
Vielleicht ist es dir schon bewusst. Der Vollständigkeit halber liste ich diese Lernressource aber noch einmal auf. Es gibt online eine große Fülle an gut gemachten Mathelernvideos. Teils erklären sie Grundlagen, teils bereiten sie gezielt auf Prüfungen vor. Es gibt YouTube-Kanäle, die jedes Jahr nach der Veröffentlichung der letzten Abiklausuren die einzelnen Aufgaben nachbesprechen.
Wichtig ist, dass du ein paar verschiedene Kanäle durchprobierst. Vom fachlichen her sind sie alle relativ gleich, allerdings macht die persönliche Wellenlänge viel aus. Es gibt YouTuber:innen, die ernsthafter oder humorvoller bei der Sache sind. Andere gehen schneller oder langsamer durch den Stoff. Suche dir heraus, was zu dir und deinem Lernstil passt.
Hier sind ein paar meiner Empfehlungen:
Susanne alias Mathematrick hat eine große Sammlung kurzer Videos und eine sehr fröhliche Art zu erklären.
Daniel Jung hat einen etwas trockenen Stil, erklärt aber sehr systematisch.
Lehrer Schmidt ist etwas schwungvoller und hat eine breite Sammlung an Playlists.
Magda liebt Mathe. Sie bietet außerdem unter anderem lange Videos zur Abiturvorbereitung und Simulationen von mündlichen Prüfungen an.
DorFuchs ist Mathematiker und hat vor ein paar Jahren mehrere Mathe-HipHop-Crossover-Videos produziert. Unter anderem den pq-Formel-Rap. Das ist einerseits ein schlimmer Ohrwurm, andererseits prägen sich dadurch die jeweiligen Matheformeln sehr fest ins Gehirn ein.
MathePeter wendet sich an Studierende. Ein Teil seiner Videos ist allerdings auch sehr gut für die Mathematik in der Oberstufe geeignet.
4. Quizze
Vielleicht findest du niemanden zum Abfragen. Oder eventuell sind Lerngruppen nicht dein Ding. Dann gibt es noch gut aufbereitete online-Quizze, um dein Wissen zu überprüfen.
Auf Studysmarter gibt es kleine Quizeinheiten zu vielen verschiedenen Fächern und Themen. Du kannst dich dort anmelden, um noch mehr Funktionen zu nutzen. Die Quizze sind allerdings auch ohne Login zugänglich.
Studyflix bietet Videos zu vielen unterschiedlichen Fächern und Themen an. Außerdem sind immer wieder kleine Quizeinheiten dabei.
Und eines schönen Tages werde ich auch noch mal mein eigenes Mathequiz auf dieser Seite hochladen. Watch this space!
5. Geogebra
Je mehr ich mich mit Geogebra beschäftige, umso begeisterter bin ich. Ich kann dort unter anderem in zwei- und dreidimensionalen Koordinatensystemen so ziemlich alles darstellen, was in Prüfungsaufgaben abgefragt wird.
Zusätzlich haben viele Menschen dort fertige Lerneinheiten abgespeichert. Du greifst mit der Suchfunktion darauf zu, indem du zum Beispiel „Pythagoras“ in die Suchfunktion eingibst. Dann bekommst du eine Liste mit Materialien präsentiert. Oft sind Schieberegler oder Zahleneingabefelder dabei. So lassen sich die Aufgaben, an denen du gerade sitzt, sehr einfach grafisch darstellen.
Unter den Tools und Ressourcen zur Prüfungsvorbereitung in Mathe benutze ich dieses Werkzeug am häufigsten.
6. Aufgaben aus früheren Jahren
Die Prüfungsaufgaben aus vergangenen Jahren werden mit etwas Zeitversatz veröffentlicht. Auf Abituraufgaben greife ich immer auf der Mathe-Seite des Instituts für Qualitätsentwicklung im Bildungswesen zu. Dort findest du echte Abiturklausuren und Übungsaufgaben der Jahre seit 2017 bis heute auf erhöhtem und grundlegendem Niveau.
Alle Aufgaben kommen mit Lösungen. Allerdings sind diese etwas knapp formuliert, weil sie eigentlich als Kontrolle für die Lehrkräfte bei der Klausurbenotung gedacht sind.
Das Land Schleswig-Holstein gibt die Prüfungen vergangener Jahre zum ESA und MSA auf einer eigenen Seite heraus. Auch hier sind die Lösungen mit enthalten, außerdem alle Übungshefte von 2020 bis heute.
Nach den Materialien anderer Bundesländer suchst du mit der Abschlussbezeichnung und „Mathe Aufgaben“. Weil die Länder die Aufgaben nach einer Weile veröffentlichen, würde ich persönlich nicht extra für diese Art Aufgaben bezahlen. Irgendwo sollten sie kostenlos einsehbar sein.
7. Lernapps
Das Smartphone haben die meisten von uns immer zur Hand. Statt uns damit auf Social Media zu ärgern oder Zeit mit Doomscrolling zu verbringen, lohnt sich die Installation von Lern-Apps.
Ich selbst lerne mit Duolingo mehrere Sprachen. Den Matheteil dort emfpehle ich aber ausdrücklich nicht. Er ist gleichzeitig auf mehreren sehr unterschiedlichen Schwierigkeitsniveaus. Und er übt nicht gezielt prüfungsrelevante Inhalte. Jedenfalls war das so, als ich Duolingo-Mathe ausprobiert habe.
Bei Superprof findest du eine Liste kostenloser Mathe-Lern-Apps. Vielleicht passt ja davon eine für dich. Und jede Minute Mathelernen ist eine Minute ohne Doomscrolling. Gerade bei der aktuellen Weltlage scheint mir Mathematik für die Laune gesünder zu sein.
8. Überprüfung deiner Rechenergebnisse
Beim Üben haben wir manchmal Lösungen für Aufgaben zur Verfügung. Falls nicht, kannst du Rechenergebnisse online überprüfen.
In WolframAlpha gibst du deine Rechnung ein und bekommst ein Ergebnis mit ein paar Zusatzinformationen. Allerdings ist diese Seite auf Englisch.
Matheguru hat viele interaktive Materialien auf seiner Seite. Ich nutze häufig den online-Rechner zur Binomialverteilung, um meinen Schüler:innen grafisch zu zeigen, was sie da gerade rechnen.
David Scherfgen hat einen Integralrechner und einen Ableitungsrechner veröffentlicht. Diese beiden Anwendungen erstellen dir für praktisch jede Funktion die Ableitungen und Stammfunktionen. Außerdem erklären beide den Rechenweg in kleinen Schritten. Das hilft sowohl beim Überprüfen, als auch beim Lernen, mit welchem Ansatz du am besten ans Ableiten oder Integrieren gehst.
Sowohl in IPads als auch Samsung-Tablets kannst du jetzt handschriftlich Rechenausdrücke eingeben. Du bekommst in den meisten Fällen dann direkt das Ergebnis. In den schriftlichen Prüfungen kannst du diese Technik zwar nicht verwenden, aber bei der Prüfungsvorbereitung spart das eine Menge Tipperei in den Taschenrechner.
Einer der Stolpersteine auf dem Weg zur Prüfung ist es, nur das eigentliche Fach zu lernen. Der Prüfungserfolg ist dir deutlich sicherer, wenn du dich bewusst darauf vorbereitest, dass du in der Stresssituation nicht so auf das Gelernte zugreifen kannst wie zu Hause in deinem Zimmer.
Hier hilft es, rechtzeitig und regelmäßig Entspannung bewusst zu üben. Anleitungen findest du zum Beispiel beim NDR, der AOK, bei Quarks und der Technikerkrankenkasse. Auch das sind wichtige Tools und Ressourcen zur Prüfungsvorbereitung in Mathe aber natürlich auch in anderen Fächern.
Wichtig ist, dass du dich möglichst frühzeitig mit dem Thema Prüfungsstress befasst und die für dich passende Entspannungmethode findest.
10. Habit-Tracker
Die einen lernen gerne mit anderen zusammen und haben dadurch eine eingebaute Verlässlichkeit. Mir persönlich hilft aktuell mein Habittracker Habitica. Diese App erinnert mich jeden Tag an meine ToDos und ich etabliere damit laufend neue Gewohnheiten.
Das Prinzip funktioniert auch für die Prüfungsvorbereitung. Je früher du anfängst, umso besser. Punktkariert erklärt auf ihrer Seite, wie Habit-Tracker in einem Bulletjournal aus Papier eingerichtet wird.
Wenn du es lieber elektronisch magst, findest du hier eine Liste mit Habit-Tracker-Apps. Sie sind sehr unterschiedlich und sprechen dadurch unterschiedliche Personen an. Habitica ist eher nicht so ernst und sehr retro mit seinem pixeligen Design. Mir kommt das sehr entgegen, aber vielleicht passt ja eine andere App zu dir viel besser. Das Wichtigste ist, dass du sie benutzt und dass sie dir hilft, verlässlich in kleinen Portionen zu üben.
Hast du noch weitere Tipps?
Was würdest du dieser Liste von Tools und Ressourcen zur Prüfungsvorbereitung in Mathe noch hinzufügen?
Was heißt das überhaupt – Very Interesting Blogger? Seit Juli 2025 bin ich in dieser Bloggemeinschaft light bei Judith Peters dabei. Ihre Content Society fand ich immer interessant, allerdings für mich viel zu hoch gehängt. Sowohl vom Aufwand als auch von der Zielsetzung her.
Daher zogen ein paar Werbeblöcke für VIB an mir vorbei. Bis ich mir doch einen Ruck gab und mich anmeldete. Denn seit meinem Ausstieg aus Instagram und Facebook bin ich interessiert an alternativen Möglichkeiten, Netze zu knüpfen. Außerdem lerne ich gerne dazu, nicht nur was das Bloggen angeht. Dass VIB deutlich weniger kostet als die Content Society, hat auch deutlich zu meiner Entscheidung beigetragen.
Wie läuft „Very Interesting Blogger“ ab?
Einmal die Woche mailt Judith mir eine „unverbindliche Blogempfehlung“. Das sind lauter Inspirationen für unterschiedliche Formate, die ich an meine Themen und meine Art zu schreiben anpasse.
Alle meine Blogartikel jeder Kalenderwoche sammelt der Blogbot per RSS-Feed ein. Und jeden Montag werden alle Beiträge aller Teilnehmenden von „Very Interesting Blogger“ und „The Content Society“ auf Judiths Blogbotseite aufgelistet.
Dadurch bekommen andere Blogger:innen automatisiert meine neuesten Artikel zu sehen. Andererseits habe ich so selbst jeden Montag ein spannendes Lesebündel. Manche Teilnehmenden haben dann die Woche über das gleiche Format wie ich verbloggt, aber auf ganz andere Weise. Manche schreiben sehr viel, andere eher wenig. Und bis zum nächsten Montag lese ich all die offenen Tabs dann durch.
Was gefällt mir daran?
Die E-Mails mit den Blogvorschlägen sind jedesmal ein zuverlässiger Schubs in Richtung Computer. Bei den meisten Formaten hatte ich wirklich sofort oder sehr bald eine Idee, wie ich sie umsetzen würde.
Ich merke auch, wie ich schneller in den Schreibfluss komme, weil Judith schon viel strukturierende Vorarbeit geleistet hat. Natürlich schreibe ich in den meisten Wochen noch andere Blogbeiträge nebenher, die ich dann nach meiner eigenen Vorstellung aufbaue.
Und manche ihrer Vorschläge habe ich für später im Entwürfeordner geparkt. Auch so sind einige Formate dabei, die mehrfach anwendbar sind. Oder ich werde mit ihnen ein paar Ideen, die schon sehr lange etwas sperrig in den Entwürfen lagern, sinnvoller zusammenstellen. Da habe ich noch auf Jahre Anlässe und Inspiration zum Bloggen.
Ähnlich wie bei der RSS-Liste von Blogs50Plus lerne ich mit VIB viele interessante Menschen kennen. Manche von ihnen schreiben über ähnliche Themen wie ich, andere über ganz andere Dinge. Ich finde das sehr bereichernd, wenn es auch ein bisschen was von „Kind im Bonbonladen“ hat.
Mir kommt auch entgegen, dass ich alleine für mich schreibe. Die Verlässlichkeit kommt durch das Bloggen an sich und durch das Erscheinen in der Botliste. Ich muss nicht Termine mit einem Blog-Buddy in meine Woche friemeln und auch nicht regelmäßig in Gruppen brainstormen.
Ich blogge dann, wenn mir danach ist und wie es in meinen Terminplan passt. Der Austausch, so wie er ist, ist für mich gerade dicht genug und gibt mir ausreichend Freiraum.
Was habe ich gelernt?
Mir ist mein eigenes Klickverhalten aufgefallen. Wenn mir sehr viele Beiträge angeboten werden, dann brauche ich eine überzeugende Überschrift, um einen Artikel in meine offenen Tabs der Woche aufzunehmen. An zu mysteriösen oder wenig konkreten Überschriften scrolle ich meistens vorbei. Es sei denn, ich kenne die Person dahinter und rechne damit, dass der Artikel an sich spannender ist als der Titel.
Anders herum sagt mir das, dass ich an meinen eigenen Überschriften arbeiten werde. Gerne ein bisschen länger und gleichzeitig deutlicher auf den Punkt, worum es mir geht.
Die wöchentliche Liste hat mich dazu gebracht, in meinen regelmäßigen Habitica-Aufgaben den Punkt „Blogbeiträge lesen, kommentieren oder löschen“ einzufügen. Im Sommer habe ich allen Ernstes ungefähr 1300 offene Tabs von meinem Smartphone gelöscht. Jetzt übe ich mich im Prioritäten setzen und digitale Informationen wieder loslassen. Ein netter, sehr willkommener und eher unerwarteter Nebeneffekt.
Was gefällt mir an Very Interesting Blogger nicht?
Da gibt es bisher tatsächlich nichts. Judith und ihr Team sind gut organisiert, und als einmal der Blogbot eine Woche lang meine Artikel nicht gesehen hat, haben sie das Problem schnell beseitigt. Die Aktion läuft wie eine gut geölte Maschine.
Der Umfang, die Freiheit, die Vernetzung, die neuen Informationen, das alles ist für mich ein richtig rundes Paket. Und ich klopfe mir echt auf die Schulter, dass ich bei der fünften Werbung doch noch auf „Ja bitte!“ geklickt habe.
Wie vernetzt du dich und wo nimmst du deine Inspiration für Blogformate her? Und hast du ein System dafür, wie du deine Überschriften formulierst?
Das Schuljahr hat gerade erst angefangen. Jedenfalls hier in Schleswig-Holstein und Hamburg. Noch scheinen ESA, MSA und Abitur sehr lange hin. Trotzdem lohnt es sich, jetzt schon die größten Stolpersteine bei der Prüfungsvorbereitung zu erkennen und zu beseitigen.
Auf meinem Blog schreibe ich über die Vorbereitung auf das Mathe-Abi. Zu den ESA- und MSA-Prüfungen werde ich noch ähnliche Artikel schreiben. Allerdings gilt diese folgende Liste mit Stolpersteinen grundsätzlich für alle Prüfungen und alle Altersklassen. Steigen wir also direkt ein!
1. Aufschieben
Wir kennen es vermutlich alle. Zuerst scheint noch so viel Zeit zu sein und dann ist es plötzlich kurz vor knapp. Wenn wir spät mit der Prüfungsvorbereitung anfangen, sind der Stress und die Reue vorprogrammiert.
Jedes Jahr staunen meine Schüler:innen und auch ich wieder, wie schnell so ein Schuljahr vergehen kann. Und ich sage ihnen dann auch immer ehrlich, dass ich eigentlich die Letzte bin, die ihnen zum Thema „Aufschieben“ etwas erzählen sollte. Allerdings muss ich auch keine Abiklausuren mehr schreiben.
Mein Tipp: Besser heute als morgen anfangen. Klingt nervig, stimmt trotzdem.
2. Zu hohe Ziele setzen
Oft haben wir selbst an uns die höchsten Ansprüche. Wenn wir allerdings von uns mehr erwarten, als wir realistisch schaffen können, ist das einer der größten Stolpersteine bei der Prüfungsvorbereitung. Und auch hier wissen wir es eigentlich besser. Gleichzeitig erlebe ich immer wieder Schüler:innen, die glauben, alles unter Höchstleistung ist zu wenig.
Auf meinem beruflichen Lebensweg wurde ich extrem selten nach meinen Noten gefragt. Auch nicht nach den Schulen oder Universitäten, an denen ich war. Was später wirklich zählt, ist wie gut du in das jeweilige Team oder in den Betrieb hinein passt.
Mein Tipp: Richte dich danach, was für deine berufliche Weichenstellung später nötig ist (zum Beispiel nach dem Numerus Clausus). In allen Fällen brauchst du keine 100% in allen Fächern.
Das bringt uns zum nächsten Punkt:
3. Keine Fragen stellen
Es gibt bei mir keine dummen Fragen. Wer nicht fragt, obwohl er oder sie eigentlich gerne Informationen hätte, legt sich den Stolperstein selbst vor die Füße. Je früher du für dich Dinge klärst, umso gelassener kannst du deine Prüfung angehen:
Welche Noten in welchen Fächern brauchst du für die Ausbildung oder das Studium deiner Wahl?
Wo findest du die Prüfungsverordnung deines Bundeslandes und was steht darin?
Wann genau sind die Prüfungstermine?
Welche Themenbereiche musst du dafür genau lernen und was kannst du weglassen?
Diese Liste erweitert sich natürlich um das, was dir rund um deine Prüfung herum nicht klar ist.
Mein Tipp: Frag lieber einmal zu viel als einmal zu wenig.
Und: Falls du befürchtest, deinen Lehrkräften damit auf die Nerven zu gehen: Die siehst du in der Zukunft nicht mehr so oft. Mit zu wenig Informationen in die Prüfungsvorbereitung zu gehen, wirkt sich allerdings eventuell auf deine Zukunft aus. Sieh das Ganze als eine Gelegenheit, das Prioritätensetzen zu üben.
4. Ein ungünstiges Prüfungsformat wählen
Dieses Problem habe ich in den letzten Jahren mehrfach in Aktion gesehen. Einige Schüler:innen hofften mit ihrer Wahl auf eine leichtere Prüfung. Leider gingen einige von ihnen mit sehr schlechten Noten nach Hause.
Aus meiner Sicht ist das hier einer der unerwarteten und besonders ärgerlichen Stolpersteine bei der Prüfungsvorbereitung. Die meisten Betroffenen hatten sehr viel Arbeit und Zeit in die Ausarbeitung gesteckt und das vernichtende Urteil traf sie deswegen besonders hart.
Wenn du die Möglichkeit hast, für das Abitur zwischen einer „klassischen mündlichen Prüfung“ und einer „Präsentationsleistung“ zu wählen, erkundige dich vorher extra genau und wäge deine Motivation gründlich ab.
Mein Tipp: Frage Menschen, die an deiner Schule eine PL im Abi gehalten haben, nach ihren Erfahrungen.
Niemand muss Prüfungen ganz alleine schaffen. Oder das Rad neu erfinden. Wenn du alleine über deinen Aufzeichnungen brütest, bestätigt dir niemand zwischendurch, ob du das Gelernte richtig erklären kannst.
Außerdem ist es für viele von uns schwieriger, alleine am Ball zu bleiben. Wer mit anderen zum Lernen verabredet ist, hat sich schon ein ganzes Stück mehr verpflichtet.
Mein Tipp: Such dir Lerngruppen, trage Präsentationen mehrfach deiner Familie vor und nutze alle Ressourcen, die das Internet zur Information bietet.
Auch beim zeitlichen Aufwand verschätzen wir Menschen uns gerne. Selbst ich lerne immer noch, dass mein Tag nicht mehr Stunden hat als der anderer Menschen. Je realistischer ich meine Projekte einschätze, umso mehr schaffe ich am Ende.
Wenn du zu Anfang zu viel Energie investierst, ist es nicht unwahrscheinlich, dass du auf der Hälfte einknickst und dich dann nur noch schwer motivieren kannst.
Mein Tipp: Lerne lieber regelmäßig in kleinen Portionen.
7. Denken, es ist zu spät
Es gibt Schüler:innen, die sind super organisiert. Ich habe beeindruckende Mappen mit allen Lernzettel auf Jahre zurück gesehen. Andere stellen erst später fest, dass sie nun langsam mit der Prüfungsvorbereitung anfangen sollten.
Im Punkt 1 habe ich dir geraten, das Lernen nicht aufzuschieben. Aber auch später, wenn die Prüfung eigentlich gar nicht mehr weit ist, ist Aufgeben keine Option.
Bei mir zu Hause hängt dieses Zitat eines Tennisspielers an der Wand:
Start where you are, use what you have, do what you can.
Mein Tipp: Der beste Moment um anzufangen ist jetzt. Von Selbstvorwürfen wird nichts besser.
Atme durch und tue, was du kannst. Mehr erwartet die Welt nicht von dir.
8. Nur das eigentliche Fach vorbereiten
Wir können noch so viele Vokabeln und Formeln gelernt haben. Manchmal setzt in der Prüfung das Gehirn einfach aus. Wenn der Stress zu viel wird, scheint es dann, als hätten wir alles vergessen. Ein großer Teil der Prüfungsvorbereitung liegt darin, dass wir mit dem Prüfungsstress rechnen.
Wenn du davon ausgehst, dass du unter Stress eventuell weniger leicht auf das Gelernte zugreifen kannst, bist du besser darauf vorbereitet. Damit meine ich nicht, dass du schon vorher aufgeben sollst, sondern dass es sich lohnt, eine klare Strategie für diese Situation zu haben.
Denn dann hast du während der Prüfung eine solidere mentale Haltung, von der aus du die gelernten Fachinhalte viel gelassener präsentierst.
Mein Tipp: Befasse dich neben dem fachlichen Lernen auch mit Entspannungstechniken.
Es gibt zum Beispiel spezielle Prüfungsmediationen. Finde rechtzeitig die Methode, die am besten zu dir passt. Vielleicht hilft dir auch meine geführte Meditation (YouTubevideo) weiter.
9. Lernstoff screenshotten
Mein Screenshotordner ist regelmäßig kurz vorm Platzen. Ich kenne also das Bedürfnis, Informationen „erstmal“ festzuhalten. Allerdings bringt eine photographierte Tafel oder ein heruntergeladener Lernzettel deinem eigenen Wissensstand gar nichts.
Schlimmer noch, das Gehirn ruht sich eventuell darauf aus, schon sehr viele Bilder und PDFs zusammen gesammelt zu haben. Und dann lernst du am Ende weniger als ohne diesen elektronischen Lernstoffvorrat.
Außerdem sind sind Lernzettel generell nicht hilfreich, wenn sie nur einmal liebevoll gestaltet und dann abgeheftet werden. Lernen funktioniert so nicht. Die Informationen halten deutlich besser, wenn du sie wiederholst. Und zwar mehrfach.
Mein Tipp: Schreibe deine Lernmaterialien selbst, am besten von Hand. Und nutze sie danach zum Wiederholen. Und zwar mehrfach.
Bonus-Stolperfalle: ChatGPT blind vertrauen
Dieser Punkt ist mir ein paar Tage nach Veröffentlichung dieser Liste eingefallen. KI kann uns bei vielen Dingen helfen. Wenn aber jemand mit Schwächen in einem Schulfach sich Aufgaben oder Zusammenhänge von einer KI erklären lässt, kann das sehr nach hinten losgehen.
In der Abiphase 2025 habe ich einen Schüler bei seiner Prüfungsvorbereitung betreut. Er wollte zwischenzeitlich eine Aufgabe bearbeiten. Weil diese so schwer war, hat er ChatGPT befragt. Dessen Antwort war erstens genauso schwer verständlich. Zweitens hat die KI sich auch wieder einen Teil zusammen fabuliert. Wir haben dann gemeinsam ganz von vorne neu angefangen und den verworrenen Knoten geklärt.
Mein Tipp: Lass dir komplizierte Themen nur dann von einer KI erklären, wenn du dich in den Grundlagen auskennst und die immer mal wieder auftretenden Halluzinationen erkennst.
Stolpersteine bei der Prüfungsvorbereitung – mein Fazit
Ich hoffe, diese Sammlung meiner Beobachtungen hilft dir bei deiner Prüfungsvorbereitung weiter. Nicht alle Stolpersteine bei der Prüfungsvorbereitung treffen auf uns alle zu. Aber jeder Stein, den du jetzt schon beseitigst, bringt dich einen Schritt weiter auf dem Weg zur bestandenen Prüfung.
Wie du siehst, gibt es eine Menge Stellschrauben, die gute Noten wahrscheinlicher machen. Ich wünsche dir auf jeden Fall viel Erfolg, beim Beseitigen der Stolpersteine und bei deiner Prüfung!
Ich halte mich an Regeln und Gesetze. In den meisten Fällen sehe ich den Sinn dahinter ein und halte es für richtig, dass wir uns alle so verhalten, dass es der Allgemeinheit gut tut. Gleichzeitig ist das ganze Thema trotzdem stressig für mich. Angst vor Abmahnungen bewirkt bei mir eine dauernde unterschwellige Unsicherheit, ob ich nicht doch eventuell etwas falsch mache und mit einem Bein im Gefängnis stehe oder mir hohe Bußgelder drohen.
Rational betrachtet ist das vielleicht übertrieben. Trotzdem sehe ich mich hier in einem Machtgefälle deutlich unterlegen. Statt mich darauf zu konzentrieren, meine Schüler:innen zu unterstützen, hängt ein Teil meines Bewusstseins daran, ob mich nicht demnächst irgendwer anschreibt, weil auf meiner Webseite eine falsche Formulierung steht.
Angst vor Abmahnungen kurzgefasst
Ein Urteil des Bundesgerichtshofes über Online-Unterricht sorgte 2025 für Aufregung.
Allerdings sind synchrone Online-Seminare, bei denen im Anschluss keine Aufzeichnung zur Verfügung gestellt wird nicht zulassungspflichtig.
Für Selbstständige mit Kleinunternehmen sorgen solche rechtlichen Unsicherheiten für Stress. Aus Angst vor Abmahnungen werden dann eventuell sinnvolle Dienstleistungen gar nicht erst angeboten.
Bewusst rechtswidrig agierende Unternehmen lassen sich dagegen nicht abschrecken.
Für Kleinunternehmer:innen ist es essentiell wichtig, ihr Wissen über die online-Rechtslage so aktuell und umfassend wie möglich zu halten.
Braucht meine Onlinenachhilfe eine Zulassung?
Am 2. August erschien dieser Post in meinem Mastodon-Feed. Er war der eigentliche Anlass für mich, mich mal gründlicher mit meinem Verhältnis zu und meiner Angst vor Abmahnungen zu befassen.
„Alter, was für eine Bombe.
Alles, was über Zoom unterrichtet wird fällt immer und überall unter das Fernunterrichtsschutzgesetz und braucht für jeden Kurs eine Einzelzulassung sonst Vertrag nichtig und Strafe. Keine Bagatellgrenze, keine Ausnahmen für B2B.
Gerade mit Gesetzen und Verordnungen bin ich leicht einzuschüchtern. Ich lese Rechtstexte äußerst ungern und mache mir schnell Sorgen, dass ich da etwas übersehen haben könnte. Und meine erste Reaktion auf diese Nachricht war, die Hinweise auf Online-Nachhilfe von meiner Seite zu nehmen.
„Online-Seminare sind nicht zulassungspflichtig, da sie synchron in Echtzeit stattfinden und keine räumliche Trennung zwischen Lehrenden und Lernenden im Sinne des FernUSG besteht. Werden die synchronen Maßnahmen jedoch den Teilnehmenden als Aufzeichnung zur Verfügung gestellt, werden diese dem asynchronen Lernen zugeordnet.“
Eine Zulassung hätte erst einmal signifikante Kosten bedeutet. Davon abgesehen hätte ich „Lehrmaterial“ einreichen und absegnen lassen müssen. Allerdings ist jede meiner Nachhilfestunden ein Unikat und ergibt sich immer aus der Situation heraus. Ich gebe keine Kurse, sondern unterstütze genau dort, wo diese:r Schüler:in es mit diesem Thema in diesem Moment braucht.
Meine Onlinestunden sind tatsächlich nach der offiziellen Definition rein synchron. Aber die Formulierung
„Alles, was über Zoom unterrichtet wird fällt immer und überall unter das Fernunterrichtsschutzgesetz und braucht für jeden Kurs eine Einzelzulassung sonst Vertrag nichtig und Strafe“
hatte mich zunächst dermaßen verunsichert, dass ich zeitweise beschloss, dann eben einfach gar keine Online-Nachhilfe mehr anzubieten. Zur Sicherheit.
Wirkung auf mich in der Vergangenheit
Ich habe ein Kleinunternehmen ohne Angestellte. Erst recht beschäftige ich keine Rechtsabteilung. Und leider bin ich auch nicht, wie andere Menschen in meinem Umfeld, ganz zufällig mit einer Anwältin befreundet. Auch wenn es für mich einige Ausnahmen gibt, es bleibt auch so noch eine Menge Rechtskram übrig, den ich immer wieder abarbeiten muss.
Zwischenzeitlich hatte ich ganz vergessen, warum ich so eine lange Blogpause hatte. Jetzt wurde es mir wieder klar: Als die Impressumspflicht und damit die drohenden Abmahnungen im Raum standen, wurde es mir emotional zu viel und zu unsicher. Da habe ich mich also von dieser neuen Rechtsnorm aus dem Bloggen drängen lassen.
An dieser Stelle zitiere ich gerne Judith Peters:
„Und ja, die Impressumspflicht ist absolut schräg. Das kann sich nur ein Mann ausgedacht haben, der null daran denkt, wie Frauen im Internet belästigt werden. So viele Frauen haben Angst, ihre Adresse ins Netz zu stellen – zu Recht! Und dann müssen sie extra zahlen, um sich zu schützen, denn sonst könnten sie abgemahnt werden. Kriminelle (und leider auch manche Männer) lachen sich derweil tot, haben kein Impressum oder faken eines und werden bei Verstößen/Straftaten nicht belangt, weil ja keine ladungsfähige Adresse vorliegt.“
Als ich diese Version meiner Unternehmens-Webseite selbst aufbaute, musste ich auch die rechtlichen Texte erstellen. Und weil ich hier sehr vieles gar nicht mache, was für die DSGVO relevant ist, passten die üblichen Generatorenergebnisse nicht. Ich logge zum Beispiel keine IPs, habe keine Meta-Profile und keinen Newsletter. Daher habe ich basierend auf den rechtlichen Vorgaben meinen Text selbst verfasst. Trotzdem kam zwischenzeitlich jemand an und fand bei mir angeblich seine Formulierung wieder. Am Ende habe ich ihm dann eine nette Summe Euros bezahlt, weil ich mich am kürzeren Hebel sah.
Zusätzlich ändern sich Gesetze immer wieder. Bei einem Scan meiner Seite kam heraus, dass ich noch auf einen Rechtstext verlinkte, den es nicht mehr gab. Den Link hatte ich allerdings genau nur deswegen eingefügt, weil es zur Zeit der Texterstellung verpflichtend war. Nun war dieser Link offenbar wieder ein Risiko für Abmahnungen.
Diesen Zustand finde ich extrem unbefriedigend. In meiner Vorstellung sitzen da draußen Menschen, die sich bei jeder Änderung der Bedingungen freuen, dass sie online nach Menschen suchen können, die davon nichts mitbekommen haben. Und bei denen sie dann die Hand aufhalten können.
Was bewirkt also die Angst vor Abmahnungen?
Mit meiner Webseite und meiner Nachhilfe ziehe ich niemanden über den Tisch. Mein Ziel ist es, Wissen und Lernfreude zu vermitteln und meinen Schüler:innen mehr Selbstsicherheit zu geben. Mit meinem Blog verfolge ich keinerlei Verkaufsabsicht, sondern möchte mich mitteilen und informieren.
Und trotzdem mache ich mir unterschwellig Sorgen, ob ich eventuell doch etwas übersehen habe.
Diejenigen, die durch ihre „Geschäftsmodelle“ überhaupt dafür gesorgt haben, dass immer neue Gesetze und Verordnungen heraus gegeben werden, scheinen eher weniger beeindruckt. Ich sehe immer wieder Online-Shops, die mit KI-Bildern und ohne Impressum Kleidung zu Schnäppchenpreisen anbieten. Und diese Produkte werden gekauft, wie auf Videoplattformen unter der Formulierung „was ich bestellt habe vs was ich bekommen habe“ zu bewundern ist.
Gerade in der Lebensberatungs- und Lifestylebranche boomen die Kursangebote. Das BGH wurde im erwähnten Fall aktiv, weil ein „Mentoring“-Unternehmen ohne Zulassung Fernkurse weit jenseits meines Stundenlohns verkauft hat und einem unzufriedenen Kunden das Geld nicht zurück erstatten wollte.
Mit anderen Worten: Bei denjenigen, die sich sozial ordentlich verhalten, macht die Angst vor Abmahnungen unnötig Stress. Oder sie investieren ordentlich Geld in Rechtsberatung oder Dinge wie einen Impressumsdienst. Währenddessen scheint das Risiko auf Strafen diejenigen, die eigentlich mit den immer neuen Regelungen gemeint sind, eher kalt zu lassen.
Unterm Strich bin ich mir nicht sicher, ob der Gesetzgeber hier wirklich das erreicht, was er wollte. Aber ich habe auch keine Lösung für diese unbefriedigende Situation. Also werde ich weiterhin regelmäßig sehen, ob bei mir alles nach bestem Wissen und Gewissen auf dem neuesten korrekten Stand ist und dazwischen so gut es geht, nicht über das Thema Abmahnungen nachdenken.
Heute musste ich mir aber einfach mal Luft machen. Wie geht es dir? Hast du ähnliche Erfahrungen und Geschichten, wie angedrohte Abmahnungen dir Angst machen? Oder siehst du das Thema Abmahnungen eher gelassen?
Dir hat dieser Betrag gefallen? Ähnliche Inhalte findest du in meinem Blog in der
Im letzten Jahr habe ich ein paar Blogartikel über Mathe-Abiklausuren geschrieben. Unter anderem habe ich erklärt, wie häufig vorkommende Aufgabentypen zu bearbeiten sind. Dabei musste ich natürlich Formeln und Gleichungen in meinen Artikeln unterbringen. Allerdings habe ich damals kein funktionierendes Plugin dafür gefunden, aber seit kurzem habe ich das Mathe-WordPress-Plugin katex installiert.
Auch wenn es vielleicht nicht viele Menschen gibt, die gerne schöne Terme und Gleichungen verbloggen wollen: Trotzdem bin ich sicherlich nicht ganz alleine. Und wenn du auch unter anderem Mathe-Artikel schreibst, ist dieser Blogpost für dich.
Meine Notlösung
Nachdem ich lange verschiedene Mathe-WordPress-Plugins durchprobiert habe, hatte ich erstmal die Nase voll. Denn keins davon hat bei mir funktioniert, oder ich hätte die Blöcke in meinen Texten immer mit einer anderen Quelle an einem anderen Ort online verbinden müssen. Und das gefiel mir vom Datenschutz her überhaupt nicht. Ich wollte aber mit meiner Artikelserie so weit vor den Abiturterminen fertig werden, dass sie meinen Schüler:innen noch nutzen würde.
Sowohl Word als auch LibreOffice Writer haben einen Formeleditor. Die LibreOffice-Variante ist für meine Bedürfnisse vollkommen ausreichend und sehr flexibel, was Schriftarten und Farben angeht. Also habe ich in LibreOffice Writer das geschrieben, was ich brauchte, und dann jeweils als Bild in meine Blogposts eingefügt.
Das sah zu der Zeit dann auch ganz gut aus. Wenn auch etwas unscharf. Allerdings haben sich diese Bilder bei meiner nächsten Designumstellung natürlich nicht mit angepasst. Jetzt habe ich eine Menge Bilder mit etwas anderer Schriftart und Farbe. Zusätzlich etwas unscharf. Und obendrein blähen diese Bilder meine Mediathek unnötig auf.
Mein neues Mathe-WordPress-Plugin katex
Vor kurzem wollte ich es noch einmal wissen und habe nach Formeleditorplugins gesucht. Und endlich stieß ich auf katex, ein Plugin, das einen Block erzeugt, der genau das macht, was ich brauche.
Hier einmal ein direkter Vergleich der Optik:
Als Bild
\frac{n!}{(n-k)!}
Als katex-Block
Katex lässt mich zwar die Schriftart nicht ändern. Aber dieser Block macht jede Farbänderung automatisch mit und wird beim Vergrößern nicht pixelig. Außerdem hat katex mindestens so viele Funktionalitäten wie der LibreOffice-Formeleditor.
Aktuell tausche ich alle Bilder gegen wirklich geschriebene Terme und Gleichungen. Und mir geht angesichts der neuen Ästhetik wirklich das Herz auf. Obendrein reduziert das meinen Bilderspeicher, in dem ich zusätzlich mittelfristig jpg-Bilder gegen webp-Varianten durchtauschen werde.
So einfach funktioniert katex
Zunächst musst du das WordPress-Plugin katex installieren. Danach hast du einen zusätzlichen Block zur Verfügung. Alternativ kannst du auch mit einem Shortcode arbeiten, wenn dir das lieber ist.
Block auswählen und Code eingeben
Wenn der Block ausgewählt ist, siehst du eine eingerahmte Box. In den oberen Teil gehört der KaTex-Code. Für die unterstützten Funktionen und diversen Befehle gibt es eine Liste auf der Seite der Katex-Dokumentation (auf Englisch).
Als Beispiel habe ich hier den Befehl für einen einfachen Bruch eingegeben. Sobald du in die Fläche außerhalb der Umrandung klickst, verschwindet die Box mitsamt dem Code und du siehst nur noch deine mathematische Formel oder Gleichung.
Nützliche Befehle
Zwischen manchen Teilen des Codes brauchst du keine Leerzeichen einfügen. Manche brauchen aber ein Leerzeichen, um zu erkennen, was als Zahl oder Buchstabe erscheinen soll und was ein Katex-Befehl ist. Falls also dein Ergebnis komisch aussieht, versuche es mit extra Leerzeichen zwischen den Befehlen.
Die folgende Liste präsentiert die Befehle, die ich bisher oft verwendet habe.
Texte, Zwischenzeilen und Leerzeichen
Damit deine Terme und Gleichungen so schick aussehen, wie gewünscht, gibt es ein paar wichtige Befehle. Einfach nur eingegebener Text erscheint zum Beispiel schräg gestellt und aneinander geklatscht.
Das ist ein Text.
Das ist ein Text.
\text{Das ist ein Text.}
\text{Das ist ein Text.}
Es ist möglich, sehr fein dosiert Abstände einzufügen. Diese beiden Befehle nutze ich regelmäßig:
A\enspace B
A\enspace B
A\quad B
A\quad B
Quad ist also etwas breiter und entspricht dem im englischen Sprachgebrauch üblichen em-space.
Einen Umbruch fügst du mit \newline oder \\ ein. Aber ich habe festgestellt, dass mir dabei zwischen den Zeilen zu wenig Abstand entsteht. Mit einem extra \quad bekommst du eine extra Zeile. Einfach nur das \\ zu wiederholen, hat allerdings keinen Effekt:
y=2y-4 \\ y=-3x+5
y=2y-4 \\ y=-3x+5
y=2y-4 \\ \\ y=-3x+5
y=2y-4 \\\\ y=-3x+5
y=2y-4 \\ \quad \\ y=-3x+5
y=2y-4 \\\quad\\ y=-3x+5
(In diesen Befehlszeilen sind die Leerzeichen nicht zwingend notwendig. Allerdings habe ich sie hier der Übersichtlichkeit halber eingefügt.)
Matrizen gibt es unter anderem auch ohne Klammern, dafür verwendest du {matrix}. für eckige Klammern {bmatrix}.
Spezielle Buchstaben und Zeichen
Griechische Buchstaben erzeugst du, indem du nach einem \ ihren Namen schreibst, entweder groß oder klein.
\sigma \quad \Sigma
\sigma \quad \Sigma
Für Zahlenmengen schreibst du ein \ vor den jeweiligen Buchstaben.
\N \quad \R \quad \Z
\N \quad \R \quad \Z
Und hier sind noch ein paar nützliche Sonderzeichen
\vert x \vert
\vert x \vert
\overrightarrow{AB}
\overrightarrow{AB}
\cap
\cap
\implies
\implies
\to
\to
\int
\int
Und nicht nur am Tag der Unendlichkeit ist dieses letzte Zeichen auf meiner Liste manchmal notwendig:
\infin
\infin
Vergrößern und Verkleinern
Häufig passen lange Gleichungen nicht in die Spaltenbreite meines Blogs. Aber in meiner Erfahrung lassen sich die katex-Blöcke nicht in die weite Breite des Gutenberg-Editors umschalten. Daher muss der Inhalt entsprechend verkleinert werden. Und zwar mit diesen Befehlen:
\footnotesize{Text}
\footnotesize{Text}
\small{Text}
\small{Text}
Text
(zum Größenvergleich)
Text
\large{Text}
\large{Text}
\Large{Text}
\Large{Text}
Zum Glück passen sich Klammergrößen bei Matrizen mit \begin{pmatrix} automatisch an. Leider gilt das nicht für alle Funktionen. Dann lässt sich ihre Größe in anderen Fällen von Hand so regulieren:
Und das hier ist nur ein kleiner Ausschnitt aus den Möglichkeiten, die das Mathe-WordPress-Plugin katex bietet. Aber mich bringt das alles schon sehr viel weiter, jedenfalls habe ich bisher jedes Bild in meinen Matheabiturartikeln so ersetzen können.
Und wenn ich für das Frühjahr 26 die entsprechenden Artikel über die MSA und ESA Prüfungen schreibe, werde ich gleich von Anfang an meine Formeln und Gleichungen so einfügen.
Falls du diesen Sonderblock in deinem WordPress bisher auch vermisst hast oder eine Person kennst, die über Mathe bloggt, würde ich mich über einen Kommentar und ein Weiterteilen sehr freuen. Oder vielleicht einen Hinweis darauf, wie du stattdessen Terme und Gleichungen in WordPress schreibst.
Falls dich das Thema generell interessiert, findest du auf meinem Blog noch mehr Artikel über Mathematik.
Jenny wakes up in the afternoon for Team Theta’s big day. Currently they are in a bit of a rocky patch, but today they might just about pull together.
She wrangles her red curls into a sleek bun, which she expects to unravel again soon. She checks herself in the mirror, hands on her hips, and wonders, again, why their uniforms have to be so tight-fitting. They certainly don’t do her body type any favours.
Jenny leaves her quarters for the mess hall. The other two are already there, heads tilted closely together. With her slim build, Helen is a much better fit for the uniform. Also, she has long ago decided to keep her blond mane unrestrained, whatever the official procedures demand. So far, nobody has ever complained.
Jenny and Helen have been friends for as long as both can remember. It’s Paul, who has been added only recently. Jenny has no idea what Helen sees in him and wishes she could switch teams. Unfortunately, that is not an option. Getting along is a main learning objective of their team exercises.
“Hey Jenny,” Paul says, “good to see you! Helen and I have agreed that I should lead today. Fine with you?”
Of course they have. Jenny nods, gets some food and sits down to eat. Helen leans over to bump shoulders with her.
In between bites, Jenny asks if Helen and Paul have read the mission brief. Helen grins.
“We are going to wing it. It’s a night shift, what do you expect to go wrong?”
Oh, great. Jenny chews the rest of her meal in silence.
The empty bridge looks bigger than they remember, now that it’s their responsibility. There’s the captain’s chair in the back and the stations for sensor screens and navigation control towards the ultraglass window. Jenny sits down quickly at the sensors so that she doesn’t have to watch Paul climb into his elevated seat.
“Oh look, new consoles!” he comments, “When did that happen?”
At this, Jenny does turn around and stares.
“What’re you talking about? The design changed ages ago! Are we really sure about our task assignments?”
Helen giggles.
“Ah, Jen! That’s the beauty of winging it! Chill out a little, will you? I spoke to Team Phi and they said the night shift is a breeze. We’ll just keep a steady course and be done in the morning.”
Jenny finds it difficult to resist her friend’s enthusiasm and decides to hope for the best. During the first hour or so, nothing actually happens, except for the occasional ping requiring some minor velocity or heading corrections. At least the speed dial and the directional control units haven’t been part of the design change, so Helen manages fine.
At the sight of a pink nebula, Paul jumps out of his seat and jogs to the front window.
He jumps up and down for a bit before he orders Helen to change course for the nebula.
“I’ve always wanted to see one from the inside! Can you believe our luck? And here I thought this exercise would be boring!”
Jenny clears her throat.
“Um, Paul? We’re supposed to reach Gerardi Station by noon tomorrow, and that nebula seems to require quite a detour.”
Helen pokes Jenny from the side.
“I wouldn’t mind a detour. Look, there is enough fuel, so we can just speed up a bit.”
This is exactly why Jenny keeps dreaming of switching with someone from Phi. They seem nice and organised. Instead, she throws back her head and grunts.
“Alright! Let’s visit the land of pink, why not!”
The engine hums at the course correction, and soon they find themselves inside the nebula. It is made of chunkier bits than expected. Paul’s eyes widen when the knocking sound turns louder and louder.
“Helen? Increase shields, stat!” he shouts.
Unfortunately, the shield buttons have moved around a lot with the redesign, and now Helen looks as if she isn’t so convinced of the magic of ‘winging it’ anymore.
Paul is at her side in a few short steps and starts pressing buttons, apparently at random.
Jenny hears herself shout “Wait!”, but it’s too late.
The ship makes a deep crunching sound, and under their feet they feel a heavy jolt.
Paul mumbles, “Erm. That was…”
To which Jenny replies, “Yup. It was.”
If they fail to take countermeasures now, it is only a matter of time until they will see the rest of the ship float past them.
Helen squeaks, “Do something! Reverse it! Why’d they have to remodel everything?”
Jenny watches Paul and Helen stab at the console as if in slow motion. She wonders who came up with the designations for parts of spaceships. And also what good a saucer can be without a cup.
Of course, all the fumbling with the navigational buttons only leads to more chaos and more beeping. The sensor array is close to overloading, and the bridge’s nice dark mood lighting has been replaced with red flashing.
Again, great.
Jenny closes her eyes, filters through her memory of the new button layout and stands up to push the other two aside. In a rush, she tries to undo the contradictory commands Paul and Helen have entered. The curls falling into her eyes just add to her frustration but things manage to do downhill even more.
Crack!
Three pairs of eyes land on the window to watch a spiderweb of thin white lines spread across it. They only have a few seconds to look at each other before the ultraglass breaks and opens to the vacuum outside. Helen breaks into tears as Jenny feels her face turning grim.
“End simulation! Team Theta, you failed your mission! Please see me tomorrow at zero eight hundred hours to discuss your repeat date!”
The lights switch on and reveal the simulation chamber. Next to a deflated Paul, two friends look at each other and wordlessly agree to cut back on winging it for the foreseeable future.
Like my contribution to the story challenge September 2025? On my blog you can find and read more of my stories!
My contribution to the deadlinesforwriters short story challenge August 2025. The prompt was „What does it mean?“ and the required word count was 1500.
It had been surprisingly easy to become the village’s wise woman. Selina had mostly had to wait for her hair to turn greyish and to have an opinion on everything. She had admired the wise woman before her, who always knew what to do and how to guide the community into doing the right thing.
The cave came with the position, as did a steady stream of produce. Now and then she received some extra treats when another couple of parents had seen their offspring happily married.
There were markings at the back of the cave that even she could not translate. The one who had lived here before her had told her about all the images drawn on the walls over the ages. They were stories about the sowing and the harvest, about births and deaths, about change and tradition and eternity.
It was a mostly solitary life, but this plateau up the hill offered an amazing view over the valley, the cave was dry and cosy, and she had everything she needed. And she also enjoyed having people come up here every other day to ask her for guidance.
For a while it seemed as if this particular morning was going to be quiet. Selina was treated to almost an hour of sipping tea at her fireplace and watching the sunrise before she heard the footsteps coming up towards her.
Part of them sounded like Wulf, much to her surprise. He had been to see her just yesterday, most likely not because he wanted to. His mother would have to have him receive the same advice a few more times until he would be able to convince one of the village girls that he was good company.
The other person turned out to be Frack, the other major influence on Wulf. It was surprising the two of them were friends. Wulf was short and chubby, Frack tall and muscular. But at the moment they looked very much alike, their faces bright red, maybe not just from the hurried climb.
‘You have to come down to the village! The harvest is in danger, and we need you to sort it out! They’ll listen to you!’ Frack shouted.
‘What exactly is the matter?’ Selina asked, but the boys had already turned around and started their journey back downhill, beckoning her to follow.
Selina stared after them for a moment, then got her staff from the cave. This had better be serious. The narrow path up and down the hill was rocky and overgrown with spiky shrubs. She made a mental note to have the young folk do some clearing work soon.
The village itself was situated in a fertile valley and surrounded by old fruit trees usually heavy with apples and pears this time of year. It consisted of honey-coloured, thatched houses built in rings around the centre square. Around it was farmland that everyone worked on together, mostly in harmony. Today the place was not that peaceful, however.
She found all the villagers in the centre square shouting over each other. There were also a few people she had not seen before. These new villagers stood to the side, their arms crossed and their faces stormy. Unlike the usual black, brown and grey, they had fiery red hair and fair, freckled faces.
When the squabblers noticed Selina, they gradually calmed down enough for her to ask what was going on.
One of the older women pointed towards the community wheat field and said,
‘Look for yourself! The grain is dying! What are we going to eat in the winter?’
Selina eyed the field adjacent to the square and noticed that the wheat indeed looked very strange. There were dark brown patches all over; none of the stalks carried the usual lush ears of grain.
‘They did this!’ shouted someone from the back of the fold.
Selina’s gaze travelled across the villagers. Some of them shrank away from her piercing grey eyes.
‘Who did what?’
This time it was Frack who spoke up. He didn’t hide behind anyone.
‘The new ones. Look at them! They must have done something during sowing! This never happened before they came here.’
Several villagers mumbled their agreement. Others looked at the ground and shuffled their feet.
The voice from the back piped up again:
‘Do something! Tell them to leave!’
Selina asked, ‘You want me to get rid of the newcomers for you? Really?’
Everyone looked up at her and she saw was sea of hopeful faces. They had had someone to think for them for too long, and she knew what she had to do. She pointed at Frack, one of the old women and one of the strangers.
‘You three! With me!’
She turned around and stormed back up the hill, at first grinning at how they quickly broke out into wheezes behind her. Then she shook her head and slowed down a bit.
When they reached Selina’s plateau, she lit a torch at her fireplace.
‘Come with me,’ she said as she disappeared into the darkness.
The others followed, ducking their heads. Soon she had found the first ancient drawing she wanted to show them. It was a stick figure holding a sack and throwing little bits to the ground.
‘See this villager? He brought the knowledge of farming. When he joined the community, they had food to store for the winter.’
Selina showed them another image. It was of another figure sitting cross-legged between bowls, flasks and other materials.
‘Look at her! She had the gift of healing. After she arrived here, sickness was no longer the death sentence it used to be.’
She looked at three frowns in front of her.
‘There’s more! See this one? They knew how to find water, even in the driest of summers. This didn’t just help the others quench their thirst. They made life more peaceful in doing so.’
The third drawing she pointed at was of someone kneeling and touching their hands to the ground. Selina went on showing them different drawings from different time periods and explaining the gifts that each of those ancestors had brought to the community.
Eventually they stood in front of a drawing that at first glance seemed abstract and purely geometrical in nature. A few upright parallel lines with curls rising from the tips. To the left of this pattern, there were irregular dark patches. To the right, there were circles filled with a brownish pigment. Selina trailed the ochre with her fingertips and smiled.
‘At last I understand what this means. It has happened before. And the ancient villager very obviously survived. So this is going to be my last piece of advice for you: Burn the field. Make sure you burn it all. For the winter, you will gather as many nuts as you can, like the ancients did in their days. Tell the others about what I showed you. If they want, take them up here and let them see for themselves. And then you have to decide on your own.’
The old woman pulled at Selina’s cape and asked, ‘What do you mean, your last piece of advice?’
Selina gave the woman a hug, smiling into the long white hair and patting her back.
‘I have made my decision. Now you will have to make yours.’
The stranger had gone back to marvel at all the artful messages from the past. She touched one that looked like a portrait of her. The person in the image had strikingly red hair and looked as if she was waving at the viewer. She glanced back at Selina, who had picked up a dark piece of rock.
Frack had placed his hands on his hips. He still wore his frown and huffed.
‘If you ask me, I’m not impressed. They still need to go.’
Selina placed her free hand on his shoulder and spoke gently but firmly.
‘I am asking you. And then again, I am not just asking you. Tell the others what you saw. Tell them to burn the wheat and collect other food to store for the winter. Go back to the others, the three of you. Because now I will add my own message.’
With that, Selina ushered the involuntary delegation towards the exit. She watched them disappear behind the brambles and drew a deep breath. Then she scraped the rock across the cave wall. She drew a woman with long grey hair, a cape and a staff. The woman in the drawing walked out of the cave towards a group of trees and little houses.
She stood back to appreciate her artwork. Then she nodded and took her staff and her bundle. She poured the cold tea on the fire, threw a last look back into her cave and finally left for the path down the hill.
In the end it was surprisingly easy sacrificing the position of the wise woman in order for the village to have a future.
Like my contribution to the story challenge August 2025? On my blog you can find and read more of my stories!