In meinem September-Rückblick plante ich den Oktober über an einer Zeichenchallenge teilzunehmen. Und zwar wollte ich nach der Zentangle-Methode insgesamt 31 Bilder als Beiträge für den Inktober zeichnen. Hauptsächlich schwarz-weiß und ganz nostalgisch mit Tinte auf Papier. In meinem Pixelfed-Profil siehst du alle bisher entstandenen Bilder. Heute gibt es die Bilder aus der Kalenderwoche 43: Mein Inktober 25 Teil 4.
Die Bilder für Inktober 25 Teil 4
Die Liste des Inktober-Originals enthält 31 Begriffe. Diese sind mehr oder weniger einfach als relativ abstrakte Zentangle-Zeichnung umsetzbar. Unter dem Hashtag #inktober finden sich sehr verschiedene Interpretationen, mit mehr oder weniger tiefgründiger Botschaft.
Von links oben nach rechts unten: Rivalen – Explosion – Knopf – Firefly – Rowdy – Inferno – Puzzling.
Firefly und Rowdy habe ich nicht übersetzt, weil ich mich an zwei Serien anlehne. Die eine heißt Firefly, und dreht sich um ein Raumschiff. Am 23.10.2025 sah ich zu meiner Freude eine Menge weiterer Bilder, die sich auf die Serie „Firefly“ bezogen.
Die andere Serie heiß Scrubs und es kommt ein ausgestopfter Hund namens Rowdy drin vor. Mit der Assoziation war ich allerdings alleine.
Auch bei Puzzling habe ich den englischen Begrriff übernommen. Denn da passte das Puzzle-Muster so schön.
Bisher habe ich jeden Tag ein Stichwort umgesetzt. Die vorausgegangenen Bilder findest du hier:
Nächstes Jahr mache ich wieder mit. Und ich kann diese Übung empfehlen, wenn du dir wieder regelmäßig kleine Kreativeinheiten gönnen und dich dabei mit vielen anderen Menschen weltweit verbinden willst.
Sag mir gerne, wo du deine Bilder veröffentlicht hast, dann gucke ich mir dort gerne an, was dir zum Inktober 25 Teil 4 eingefallen ist. Seit meinem Besuch einer Gemäldeausstellung im September habe ich mir vorgenommen, mir bewusst mehr Schönes für die Seele zu gönnen. Und bisher habe ich sehr viel Schönes zum Inktober gesehen.
Jetzt sind nur noch fünf Stichworte offen. Also habe ich im November wieder mehr Zeit für andere kreative Projekte. Ich bin selbst gespannt.
Hat dir dieser Beitrag gefallen? Dann findest du in meinem Blog noch mehr dieser Art unter der Kategorie „selbstgemacht„.
Die Begriffe Bürgergeld, Stadtbild und Brandmauer prägen die Nachrichten. Wie bei den veganen Würstchen sehe ich darin allerdings hauptsächlich Nebelkerzen, um die Bevölkerung zu polarisieren und mit fruchtlosen Debatten zu beschäftigen. Im Unterschied zu pflanzlichen Produkten, die so oder so gegessen werden, werden hier aber Zielscheiben auf Personen aus marginalisierten Gruppen gezeichnet.
Überzogene Ankündigungen beim Bürgergeld
Lange hat unsere Regierung angekündigt, mit Sanktionen gegen Menschen im Bürgergeldbezug zweistellige Millardenbeträge zu mobilisieren. Zuletzt stellte sich heraus, dass bei Anwendung der angekündigten Maßnahmen eher 86 Millionen Euro eingespart werden können. Und das setzt voraus, dass diese Maßnahmen mit der Verfassung konform sind.
Es ist sehr unplausibel, dass die Herren Merz und Linnemann das nicht vorher wussten. Auch Bärbel Bas muss gewusst haben, dass bei den wenigen „Totalverweigerern“ für den Behördenaufwand nur sehr unangemessen wenig zu holen ist, als sie sagte:
„Wer mitmacht, der hat überhaupt nichts zu befürchten“
Das klingt nicht halb so beruhigend, wie sie es gemeint haben könnte. Bei der aktuellen globalen politischen Entwicklung hätte ich mir hier eine andere Formulierung gewünscht. So antworte ich mit Timothy Snyder, der in „On Tyranny“ schrieb:
Mitten in die Aufregung um das Bürgergeld herum problematisierte Herr Merz dann noch das „Stadtbild“. Und zwar im Kontext der Migration. Er brauchte keine Details hinzu zu fügen, damit wir wussten wen er meint. Auch andere Mitglieder der Union verteidigten diese Rhetorik damit, dass ja wohl alle Menschen in Städten das gleiche Problem empfinden.
Wieder wird Gefühl vor Realität gesetzt. Befindlichkeit schlägt Wirklichkeit. Und wieder kann ich nicht glauben, dass die Beteiligten nicht wissen, was sie da machen und sagen.
Es gibt hauptsächlich zwei Möglichkeiten. Entweder wissen sie es wirklich nicht besser und sind nicht kompetent für ihre verantwortungsvollen Posten. Oder sie setzen diese Narrative ganz bewusst ein. Beides ist aus meiner Sicht beunruhigend.
Dass Frauen als Argument vorgeschoben werden, ist noch besonders bemerkenswert. Denn auf der anderen Seite sind Frauen stärker gefährdet, in Armut zu geraten. Arme Frauen sind dann allerdings als potentielle Totalverweigerinnen wieder verantwortlich für das, was in Deutschland schief läuft.
Ist das so? Die Merz-Regierung blockiert im Klimaschutz, will keine Diskussion über Steuern für Überreiche, stattdessen Menschen an der Armutsgrenze zum Teil 100% der Bezüge streichen. Zusätzlich gibt es in der EU wieder Grenzkontrollen, mehr Abschiebungen und Herr Merz verwendet rassistische Formulierungen um das gefühlte Stadtbild herum. Alles nahtlos mit den Grundsätzen und Werten der AfD kompatibel.
Aus meiner Sicht besteht die Brandmauer der Union aktuell zum Teil eher aus Wunschdenken statt aus Prinzipien. So wird das Halbieren nicht funktionieren.
Was ist das eigentliche Problem an der Debatte um Bürgergeld, Stadtbild und Brandmauer?
Neben der Ablenkung von existenziellen Krisen schafft die Merz-Regierung Sündenböcke. Sie stellt marginalisierte Gruppen mit wenig Einfluss zur allgemeinen Diskussion und macht sie für tatsächliche und gefühlte Fehlentwicklungen der Gesellschaft verantwortlich.
„Wisst ihr eigentlich, was das bedeutet, wenn der eigene Bundeskanzler jemanden hasst? Wenn der eigene Bundeskanzler jemanden nicht respektiert?“
Anwar
Und darum geht es: Das Problem ist nicht die Differenz zwischen Milliarden und Millionen. Oder die Abschieberate an den Grenzen. Sondern dass in diesem Land Menschen beschämt und in Angst und Schrecken versetzt werden, deren einziges Vergehen es ist, dunkle Haare zu haben oder arm zu sein. Diese Menschen zahlen den Preis für die Rhetorik und die politischen Entscheidungen unserer Regierung.
Ich finde das untragbar. In einem Blogbeitrag von Bob Blume zur Frage, was er eigentlich gegen rechts hat, las ich ein sehr treffendes Zitat:
„Jeder ist jemand.“
George Tabori
Wir sehen in den USA wie in einer Kristallkugel, in welcher Art von Staatsform wir uns wiederfinden könnten. Wenn wir nicht rechtzeitig aufhören, uns frustriert zurückzuziehen. Wenn wir nicht diese vielen Menschen sehen, die jemand sind und deren Würde gerade sehr massiv angetastet wird. Bis hin zum Anstieg der Gewalt gegen Obdachlose.
Was können wir tun?
Wir sollten uns nicht in eine endlose Diskussion um Bürgergeld, Stadtbild und Brandmauer hinein ziehen lassen. Stattdessen lohnt es sich, unsere Aufmerksamkeit denen zu schenken, die uns als Sündenböcke präsentiert werden.
In den sozialen Medien schreiben Menschen unter #ArmutsBetroffen über ihre Erfahrungen. Über Post von Behörden, die manchmal zu spät kommt, so dass sie Termine nicht einhalten können und trotzdem mit Sanktionen belegt werden.
Und wenn wir Betroffenen aufmerksam zugehört haben, ist es an der Zeit, laut zu werden. Briefe an Politiker:innen zu schreiben. Uns Organisationen wie den Omas gegen Rechts anzuschließen. Auf Portalen wie Demokrateam nach Demos in unserer Nähe zu suchen, eventuell selbst Demos anzumelden. Letzteres ist deutlich weniger kompliziert als viele denken mögen,
Wer sich von all den erdrückenden Nachrichten überfordert fühlt, kann nebenbei bewusst Gute Nachrichten abonnieren. Auf deutsch helfen die PsychologistsForFuture und Martin Oetting (YouTube-Link) auf dem Weg zurück in die Selbstwirksamkeit. Aktuell folge ich außerdem den Videos des Ripple Effect Institutes (YouTube-Link) um Klarheit und Motivation zu finden.
Wenn du weitere konstruktive Wege heraus aus der Spaltung und Überforderung und zurück in eine zielgerichtete und solidarische Gemeinschaft weißt, schreibe sie gerne als Kommentar unter diesen Beitrag.
Hat dir dieser Beitrag über Bürgergeld, Stadtbild und Brandmauer gefallen? Du findest auf meinem Blog weitere Artikel zu den Themen Gesellschaft und Haltung.
Wie im September geplant, nehme ich den Oktober über an einer Zeichenchallenge teil. Am Ende sollen 31 Bilder stehen, hauptsächlich schwarz-weiß und nach der Zentangle-Methode. Ich teile die Ergebnisse täglich in meinem Pixelfed-Profil. Heute gibt es die Bilder aus der Kalenderwoche 42: Mein Inktober 25 Teil 3
Die Bilder für Inktober 25 Teil 3
Es gibt unterschiedliche Aktionen unter dem Namen Inktober. Ich folge der Liste des Inktober-Originals. Die Bandbreite an Techniken ist groß und es lohnt sich, dem Hashtag #inktober zu folgen. Viele Beiträge haben eine Botschaft, einige sind sozialkritisch oder witzig. Meine Bilder sind eher meditative, ästhetische Experimente für mich.
Von links oben nach rechts unten: Getränk – Kiste – Zerrissen – Missgeschick – Verziert – Deal – Arktisch.
Die Begriffe hätten auch anders übersetzt werden können, das hier sind meine Interpretationen.
Bisher habe ich jeden Tag ein Stichwort umgesetzt. Die vorausgegangenen Bilder findest du hier:
Nicht jedes meiner kreativen Werke muss eine Botschaft haben. Auch wenn manche Bilder anderer Teilnehmender richtig tiefgründig sind.
Nicht jedes meiner kreativen Werke muss der große Wurf sein.
Wenn ich mich auf ein Stichwort einlasse und mir Zeit nehme, fällt mir auch ein Motiv ein.
Einmal gelernte Zentangle-Muster sind irgendwo hinten unten im Gehirn gespeichert, da muss ich nicht bei Null wieder anfangen.
Bist du auch dabei?
Falls nicht: Ich kann diese Übung empfehlen, wenn du dir wieder regelmäßig kleine Kreativeinheiten gönnen willst. Die Prompts stehen dir auch nach dem Oktober noch zur Verfügung, falls du mal vor einem weißen Blatt sitzt und dir nichts einfällt, was du zeichnen könntest.
Falls ja: Sag mir gerne, wo du deine Bilder veröffentlichst, dann gucke ich mir dort gerne an, was dir zum Inktober 25 Teil 2 eingefallen ist. Seit meinem Besuch einer Gemäldeausstellung im September habe ich mir vorgenommen, mir bewusst mehr Schönes für die Seele zu gönnen.
Viele Schüler:innen nutzen sie. Aber sind sie auch wirklich eine gute Methode zur Prüfungsvorbereitung? In diesem Blogbeitrag erkläre ich, was Lernzettel für uns leisten können und wo ihre Schwachstellen sind.
Was sind Lernzettel?
Mit der Definition geht es schon los. Unter dem Begriff Lernzettel verstehen unterschiedliche Menschen unterschiedliche Dinge. Es kann sich um ein einzelnes Blatt Papier handeln oder um eine mehrseitige Zusammenfassung von Lernstoff. Viele meiner Schüler:innen schreiben inzwischen ihre Lernzettel elektronisch.
Manchmal sehen die Ergebnisse sehr hübsch aus. Es wird liebevoll mit verschiedenfarbigen Textmarkern und Schönschrift gearbeitet. Andere Zettel sind eher nüchtern oder gerade noch leserlich. Grundsätzlich geht es immer darum, Informationen und Lerninhalte kompakt aufzuschreiben, um sie aufzuheben oder sich damit auf Arbeiten, Klausuren oder Prüfungen vorzubereiten.
Es gibt Webseiten, die fertige Lernzettel zum Herunterladen anbieten. Ich kenne natürlich hauptsächlich solche Quellen im Bereich Methematik. Allerdings finden sie sich wohl zu jedem Schul- und Studienfach.
„sich Kenntnisse, Fähigkeiten, Fertigkeiten aneignen, in der Lehre, in der Schulausbildung sein“
Interessant finde ich dabei, dass das moderne Verb auf das Wort „lais“ zurückgeht. Dessen Bedeutung ist:
„ich bin wissend geworden, habe erfahren, habe nachgespürt“
Das entspricht auch meiner Vorstellung vom Lernen. Es ist ein tiefer gehender Prozess, mit dem wir auf mehreren Ebenen Wissen verankern. Dafür müssen wir Inhalte mehrfach wiederholen, am besten auf eine einigermaßen ansprechende Weise. Wir müssen es zur Überprüfung abrufen und auf möglichst unterschiedliche Arten anwenden.
In einem früheren Blogbeitrag schrieb ich darüber, was Lernen genau bedeutet und was uns dabei hilft. Dass etwas gelernt wurde, merken wir am Wissenszuwachs, an einer Verhaltensänderung, einem tieferen Verständnis und an der erfolgreichen Anwendung der neuen Kenntnisse und Fertigkeiten in neuen Zusammenhängen.
Was ist der Unterschied im Lernen mit Lernzetteln und anderen Methoden?
Lernzettel eignen sich nur begrenzt zum Wiederholen und Überprüfen. Einige meiner Schüler:innen erzählen mir, dass sie ihre Lernzettel immer wieder durchlesen, „bis sie es drauf haben“.
Allerdings rufen sie dabei nicht eigenes verinnerlichtes Wissen wieder ab. Sie wenden auch die Lerninhalte nicht auf neue Fragen an. Beim wiederholten Lesen entsteht der subjektive Eindruck, dass sie etwas wissen, weil sie es schon einmal gesehen haben. Das ist allerdings kein Wissen, sondern Wiedererkennen.
Wer sich auf Arbeiten oder Prüfungen vorbereiten will, hat allerdings deutlich mehr und abwechslungsreichere Methoden zur Verfügung. Vor kurzem bloggte ich über Tools und Ressourcen zur Prüfungsvorbereitung. Quizze testen zum Beispiel, ob das Gelernte wirklich abgerufen werden kann. Einige dieser Tools sind sogar unterhaltsam gestaltet.
Wer möglichst unterschiedliche Aufgaben durcharbeitet, hat keinen reinen Wiedererkennungseffekt mehr, sondern wendet das gelernte Wissen an. Und ist damit viel besser auf eine Prüfungssituation vorbereitet. Ideal sind hier natürlich Aufgaben, bei denen die Lösung zur Selbstkontrolle gegeben ist.
Was wirklich so gut wie gar nichts bringt, sind fertige Lernzettel, wenn sie einfach nur herunter geladen und in einem Ordner abgelegt werden. Was ich nicht selbst zusammengefasst und geschrieben habe, wird kaum nachhaltig in meinem Gehirn verankert.
Wann sind Lernzettel angebracht und wann ist es sinnvoll, anders zu lernen?
Lernzettel helfen, sich einen systematischen Überblick zu verschaffen. Als ein Baustein in einer größeren Lernstrategie fassen sie die Inhalte dabei in überschaubaren Portionen zusammen. Das ist besonders für die mentale Prüfungsvorbereitung hilfreich. Wenn ich einen Stapel Bücher in ein paar Seiten Papier verwandelt habe, wirkt die Sache nicht mehr so überwältigend.
Auch das Schreiben an sich verstärkt wie gesagt Lerneffekte. Und eine Sammlung von leserlichen Zusammenfassungen aus der Mittelstufe zahlt sich spätestens in der Oberstufe als Basis für die Abiturvorbereitung aus.
Unterrichtsnotizen und Lehrbücher in Mindmaps oder Tabellen zusammenzufassen, geht oft schneller als Wissen immer wieder abzufragen oder komplexe Aufgaben zu lösen. Wenn wenig Zeit ist, sind Lernzettel also besser als nichts.
Auch fertige Lernzettel können hier helfen, Zeit zu sparen. Allerdings nur, wenn sie die Grundlage für andere Lernmethoden sind. Werden sie nur abgespeichert, sind sie eher ein Problem, denn so kann ein scheinbarer Eindruck der Sicherheit entstehen.
In meinem Beitrag über die Stolperfallen bei der Prüfungsvorbereitung war „Aufschieben“ nicht ohne Grund die Nummer 1. Wer früh anfängt, kann mehrere Lernmethoden, Ressourcen und Tools wie zum Beispiel Flash Cards, gegenseitiges Abfragen und Klapptests kombinieren. Und so die eigene Sicherheit in Arbeiten, Klausuren und Prüfungen deutlich erhöhen.
Fazit: Warum ich dir andere Lernmethoden als (nur) Lernzettel empfehle!
Aus meiner Erfahrung heraus habe ich eine klare Empfehlung. Verlasse dich nicht alleine auf Lernzettel, und wenn du sie nutzt, dann schreibe sie selbst. Am besten mehrfach.
Es ist sehr frustrierend, Zeit und Energie in Lernstrategien zu investieren, wenn wir in der Prüfungssituation feststellen, dass wir das Gelernte gar nicht flexibel anwenden können. Wenn du deine Vorbereitungszeit effektiv nutzen möchtest, verteile sie auf möglichst unterschiedliche Strategien und Tools.
Lernzettel an sich sind also nicht verkehrt, allerdings auch nicht die solide Brücke zum Prüfungserfolg, die manche von uns darin sehen.
Was meinst du?
Hast du Erfahrungen mit Lernzetteln gemacht? Hast du eventuell sogar eine Sammlung mit Schönschriftblättern inclusive mehrfarbigen Textmarkierungen?
Hat dir so eine Sammlung schon einmal geholfen, durch eine Arbeit oder Prüfung zu kommen? Oder hast du eher ganz andere Lern- und Übungsstrategien?
Dir hat dieser Beitrag gefallen? Auf meinem Blog findest du noch mehr Beiträge zu den Themen Lernen und Prüfungsvorbereitung.
Jetzt bin ich schon 12 Bilder weiter als noch am 30. September. Da beschloss ich, an dieser Zeichenchallenge teilzunehmen und die Liste mit Stichworten als Zentanglekacheln umzusetzen. Wie im Septemberrückblick versprochen, kommen hier meine Beiträge zum Inktober 25 Teil 2!
Die Bilder für Inktober 25 Teil 5
Jeden Tag setze ich mich hin und schaue, wozu mich das Stichwort des Tages inspiriert. Die Regeln an sich sind ziemlich weit auslegbar. Auf Pixelfed sehe ich viele inspirierende Beiträge anderer Menschen. Manche davon beeidruckend und ausgefeilt, manche berührend, andere auch oft witzig. Ich genieße das sehr.
Von links oben nach rechts unten: Durchstechen – Seestern – Leichtsinnig – Schwer – Fegen- Sting – Geschreddert.
Gerade beim Seestern gab es richtig schöne Ergebnisse. Sting habe ich nicht übersetzt, weil ich das Schwert namens Sting gezeichnet habe. Damit bin ich offensichtlich nicht alleine, auch da habe ich ein paar weitere Exemplare bewundert.
Bist du auch dabei?
Falls nicht: Noch sind je erst elf Tage vergangen und niemand muss zwingend 31 Bilder zeichnen.
Falls ja: Sag mir gerne, wo du deine Bilder veröffentlichst, dann gucke ich mir dort gerne an, was dir zum Inktober 25 Teil 2 eingefallen ist. Seit meinem Besuch einer Gemäldeausstellung im September habe ich mir vorgenommen, mir bewusst mehr Schönes für die Seele zu gönnen.
Am 8. Oktober 25 fand eine Abstimmung im EU-Parlament statt. Wenn jetzt auch noch die Mehrheit der EU-Mitgliedsstaaten dafür stimmt, dürfen Veggie Schnitzel und vegane Würstchen nicht mehr unter diesen Bezeichnungen vermarktet werden, ähnlich wie die Bezeichnungen Milch und Käse für pflanzliche Produkte verboten wurden.
Natürlich darf ich privat meine Mahlzeiten noch genauso nennen wie vorher. Trotzdem ist dieser lang anhaltende Streit bemerkenswert. Wenn auch nicht aus den Gründen, die nur auf den ersten Blick bedeutsam erscheinen.
Geht es überhaupt um die vegane Wurst?
Für Friedrich Merz scheint die Sache klar. In einem Interview mit Caren Miosga sagte er in diesem Zusammenhang:
„Eine Wurst ist eine Wurst. Wurst ist nicht vegan“
Als er das sagt, muss er selber lachen. Was ist das auch für ein Argument? Diese Aussage ist eher seine persönliche Meinung als eine hilfreiche Information, die die neue rechtliche Entwicklung plausibel erklärt..
Insgesamt ist das Thema sehr emotional besetzt. Es werden deutlich mehr Befindlichkeiten ausgetauscht als wirklich sachliche Argumente. Und das sollte uns nachdenklich machen. Vor fast einem Jahr schon schrieb ich einen Blogartikel über polarisierende Fragen.
Und an meiner Grundaussage hat sich nichts geändert: Diese Art Fragen soll nicht wichtige Probleme klären, sondern nach dem Motto „Teile und herrsche“ die Bevölkerung beschäftigen. Und viele von uns springen immer noch über die Stöckchen, ob sie nun Tempolimit, Genderstern oder Lastenrad heißen.
Wem nützt das Sprachverbot?
Ziel der neuen Gesetzgebung ist nicht, dass diese Produkte nicht mehr existieren. Es geht um ein reines Sprachverbot. Begriffe sollen nicht mehr verwendet werden dürfen. Dass irgendwann vegane Würstchen oder die Formen als solche verboten werden, halte ich für mehr als unrealistisch.
Die Initiative hinter dem Verbot behauptet selbst, mehr Transparenz für Verbraucher:innen schaffen zu wollen. Allerdings widerspricht sogar eine Stellungnahme derVerbraucherzentrale Bundesverband dieser Behauptung. Aus einer Umfrage von 2022 ergab sich, dass Klarheit dadurch entsteht, dass auf einem pflanzlichen Produkt eindeutig steht, dass es vegan oder vegetarisch ist und der Produktname einen Bezug zum nichtpflanzlichen Vorbild hat.
Nicht einmal das landwirtschaftliche Magazin agrarheute rechnet damit, dass das künftige Sprachverbot mehr als ein „bürokratischer Sieg“ sein wird. Oder dass Menschen deswegen in Zukunft weniger pflanzliche Produkte konsumieren werden.
Die Formulierung „Sieg“ deutet es schon an: Oberflächlich betrachet hoffen Fleischproduzenten zu profitieren. Die vom Sprachverbot betroffenen Betriebe werden Zeit und Kapital in Namensänderungen investieren müssen. Und ein paar Verbraucher:innen lassen sich vielleicht von Phatasienamen wie „Veganrolle“ oder guten alten Bezeichnungen wie „Veggie-Bratling“ abschrecken.
Auch die Organisation Foodwatch sieht die Entscheidung des EU-Parlamentes als Geschenk an eine Industriesparte:
„Unter dem Vorwand des Verbraucherschutzes will die EU vertraute Begriffe wie Tofuwürstchen oder Seitanschnitzel verbieten – das ist nicht Verbraucherschutz, das ist Lobbyismus im Dienste der Fleischindustrie“
Bis auf die Umstellungskosten für die betroffenen Firmen wird sich also sehr wahrscheinlich nur wenig ändern. Die einen werden weiter vegane Würstchen essen, die anderen nicht. Es wird weiterhin Energie und Zeit in genauso fruchtlose wie endlose Debatten um die Sinnhaftigkeit verschiedener Lebensentwürfe geben.
Und genau diese Scheindebatten sind der größte Haken an diesem neuen Sprachverbot. Uns brechen an mehreren Ecken und Enden die Lebensgrundlagen weg. Der Wohlstand ist immer ungleicher verteilt. Mit der KI-Blase drehen wir den Durchsatz von Wasser und elektrischer Energie erst so richtig auf.
Aber wir lassen uns vom Streit um das vegane Würstchen ablenken. Und die politischen Profiteure bauen ein Land nach dem anderen in Autokratien um. Ich kann nicht in Worte fassen, wie sehr mich das frustriert.
Was können wir tun?
Das Beste gegen solche Nebelkerzen ist eine möglichst gut informierte Bevölkerung. Unabhängige Organisationen wie zum Beispiel FragDenStaat, AbgeordnetenWatch und LobbyControl machen den Einfluss von Lobbygruppen auf unsere Parlamente transparent. Ihnen zu folgen, ihre Informationen zu teilen und sie zu unterstützen ist ein erster guter Schritt.
Der zweite Schritt wäre es, in den immer wiederkehrenden Scheindebatten so oft und so nachdrücklich wie möglich auf die Meta-Ebene zu wechseln. Unsere Energie und Zeit dort nicht zu verpulvern, sondern an Ort und Stelle darauf hinzuweisen, wem wir da gerade auf den Leim zu gehen drohen.
Es sind also weder das vegane Würstchen noch das Sprachverbot an sich das Problem, sondern die politische Manipulationsstrategie dahinter.
Frustrieren dich diese Nebelkerzen und Scheindebatten auch so sehr? Welche Ideen hast du noch, um ihnen entgegen zu treten?
Jeden Monat steht der Bloggerschnack an, eine regelmäßige Umfrage des Bloghexenforums. Im Oktober 2025 dreht sich alles um Blogstatistiken. Und darum, wie diese eventuell unser Blogverhalten beeinflussen.
Mein Verhältnis zu Blogstatistiken
Ich erhebe keine Statistiken und habe auch das IP-Logging ausgeschaltet. Mich haben diese Informationen auch früher schon nur mittelmäßig interessiert. Seit ich dieses Jahr mein Datenschutzmanagement neu aufpoliert habe, ist meine Motivation, irgendetwas an Daten zu sammeln, noch drastisch gesunken.
Mir reicht es schon, dass ich ausführlich begründen muss, warum ich von Eltern oder Schüler:innen Namen, Adressen und die Konktaktinfos per E-Mail oder Telephon brauche. Als ob ich meine Rechnungen auch stattdessen per Rauchzeichen durchgeben könnte. Mich stresst das ganze Thema, auch weil an allen möglichen Stellen mit Strafen bei Pannen gedroht wird.
Da habe ich keine Energie übrig, unnötig mit meinem Blog noch eine extra Datenschutzbaustelle zu eröffnen. Denn so wichtig ist es mir wie gesagt auch nicht, wer mich wie oft anklickt. Die Seite an sich dient der Information und der Einladung zur Kontaktaufnahme für potentielle Kund:innen. Mein Blog dient dem Zweck, mich zu vernetzen und mich auszudrücken. Ich will damit kein Einkommen generieren und auch nicht mit anderen Blogger:innen in einen Wettbewerb eintreten.
Damit sage ich nicht, dass ich die Monetarisierung von Blogs grundsätzlich verkehrt finde. Oder die Erhebung von Aufrufzahlen. Es ist einfach persönlich nicht mein Ding.
Welche Tools ich ausprobiert habe
Weil Lorenzo darüber so positiv schrieb, habe ich aus technischer Neugier für ein paar Tage das WordPress-Plugin Statify getestet. Dass es so schlank programmiert wurde und so datenschutzfreundlich daher kommt, macht es zu einer sinnvollen Option.
Ein paar Tage lang war ich beeindruckt, wie jeweils nach dem Veröffentlichen eines Blogartikels die Zugriffszahlen stiegen. Allerdings fand ich das auf Dauer dann doch wieder nicht spannend genug und habe Statify wieder deinstalliert. Nicht, weil ich von diesem Plugin enttäuscht gewesen wäre, sondern weil ich die falsche Person dafür bin.
Woran ich meine Inhalte, Formate und Themen ausrichte
Die Auswahl meiner Inhalte hängt an einem einzigen Kriterium: Ich schreibe über das, was mich interessiert und beschäftigt. Zwischenzeitlich dachte ich, ich müsste mit meinem Blog äußere Erwartungen erfüllen. Das kam hauptsächlich durch die Botschaften, die ich auf Instagram mitnahm.
Sei eine Expertin! Schreibe regelmäßig! Bringe Listicles, aber bloß keinen Gemischtwarenladen! Achte auf SEO-Tauglichkeit! DdA. Irgendwie immer knapp an meinen Bedürfnissen vorbei und die äußeren Ansprüche immer ein paar Zentimeter zu hoch.
Seit ich Meta verlassen habe, hat dieser Druck stark nachgelassen. Gleichzeitig sind meine Vernetzung und mein Spaß am Bloggen auf ein höheres Level gesprungen. Dass ich keine Blogstatistiken nutze, hängt unter anderem auch damit zusammen, dass ich über mein Tempo, meinen Schreibstil sowie meine Themen ganz alleine entscheide. Ich möchte gar nicht mit einem Auge überprüfen, dass auch ja gut ankommt, was ich schreibe.
Interessanterweise bekomme ich seit dem Ausstieg aus Meta, der Vernetzung an anderen Stellen und der Neuausrichtung auf meine persönlichen Interessen mehr Kommentare. Und in dem Zusammenhang ist mir die reine Anzahl weniger wichtig, als die dabei entstehende Verbindung und die Tiefe der Kommunikation.
Wie hältst du es mit den Blogstatistiken?
Guckst du in deine Aufrufzahlen hinein? Haben sie einen Einfluss darauf, wie oft und über was du bloggst?
Falls du Statistiken erhebst, was ist dein bevorzugtes Tool dafür und wie gehst du mit dem Druck der DSGVO um?
Es ist wieder soweit und wir feiern das Blogtoberfest! Viele Blogger:innen sammeln ihre Wünsche, Ziele und „muss ich unbedingt noch“ für die Zeit bis zum 31. Dezember 25. Was können wir jetzt noch anschieben, um es Wirklichkeit werden zu lassen? Und so erscheint heute auch meine To-Want-Liste für das 4. Quartal 25.
Diesen Wunschzettel an mich selbst schreibe ich seit Oktober 23. Dabei hat sich das Format seit der ersten Ausgabe deutlich gewandelt. Das Zeitfenster von drei Monaten wirkt bei mir, wie Judith es auch beschreibt, sehr förderlich für die Umsetzung von Vorhaben. Nicht zu lange, damit Dinge nicht verschlabbern. Und nicht zu kurz, um mir nicht zu viel Druck zu machen.
Was soll passieren?
Denn Teile meiner Persönlichkeit blockieren unter Druck. Da ist dann nichts zu machen und diese Lektion akzeptiere ich immer mehr. Gleichzeitig habe ich 2025 mit der Tracker-App Habitica herausgefunden, dass diese Mitglieder meines inneren Teams durch digitale Belohnungen zu ködern sind. Und auch, dass weniger mehr ist: Je niedrigschwelliger die geplanten Vorhaben und je kleiner ihre Anzahl, umso wahrscheinlicher ist es, dass ich sie umsetze.
Mein Jahresmotto 2025 ist: Was soll passieren? Wie sehr das meine jahrzehntealten ToDo-Listen abschmelzen würde, hätte ich im Januar nicht für möglich gehalten. Gleichzeitig ist mir meine To-Want-Liste auch inzwischen so heilig, dass ich dort bewusst keine To-Dos eintrage. Auf dieser Liste findet sich nur, wozu ich wirklich Lust habe, es wird nichts dazwischen geschmuggelt, was ich „eigentlich“ endlich mal erledigen „müsste“. Ganz konsequent.
Und für diese Erkenntnis bin ich Judith mit ihrem Blogtoberfest sehr dankbar. Dieses Jahr hat sie das Konzept ein bisschen neu aufgezogen und ich werde die neuen Aspekte mit einfließen lassen, soweit sie zu meiner Vorstellung von einem Wunschzettel passen. Die Reihenfolge ist allerdings unsortiert, weil alle meine To-Wants mir gleichermaßen wichtig sind.
Wie lief die To-Want-Liste für das 3. Quartal 25?
Von achtzehn To-Wants habe ich im dritten Quartal elf abgehakt. Für zwei Vorhaben habe ich eine Alternative erlebt. Daraus nehme ich für mich auch noch einmal mit, dass ich mir nicht konkret auf die Fahne schreiben muss, dass ich zum Beispiel Museum XY besichtige, sondern dass ich überhaupt ein Museum besuche.
Dabei geht es mir auch nicht darum, möglichst viele Haken zu schaffen. Die To-Want-Liste ist kein Wettrennen und nichts, was ich abzuarbeiten hätte. Ich sehe diesen Rückblick eher als Antwort auf die Frage:
Wie dicht sind meine rationalen Vorstellungen an meinen wirklichen inneren Bedürfnissen und Wünschen und an meinem tatsächlichen Energielevel?
Mit anderen Worten: Wie dicht bin ich an mir dran, wie gut kenne ich mich selbst? Und wie gut sorge ich für mich und dafür, dass meine Bedürfnisse erfüllt sind? Zum Glück ist das Blogtoberfest eine wiederkehrende Aktion und das Formulieren von To-Wants ein ständiger Prozess.
To-Want-Liste für das 4. Quartal 25
1 bis 5
Jeden Monat gehe ich einmal ca. 10 km mit Komoot spazierwandern. ✅✅
Das hilft mir, mich daran zu erinnern, dass ich meine Umgebung erkunde und mit der Natur zu allen Jahreszeiten in Kontakt bin.
Ich erlebe ein Konzert im Michel. ✅
Das ist Teil meines Programms „Schönes für die Seele“. Außerdem hat meine Uroma dort im Kinderchor gesungen und ich war noch nie dort. Das ändert sich jetzt.
Ich werde im Oktober mit der 30-Tage-Decluttering-Challenge von Clutterbug Dinge los, die mir nicht gut tun. ✅
Damit schaffe ich mehr Frieden mit dem Teil meines inneren Teams, der unter dem Überangebot an Krimskrams leidet.
Ich genieße die frischen Temperaturen ✅
Dabei erhole ich mich ganz bewusst vom Sommer und gestehe mir zu, noch bis in den November hinein ohne Jacke draußen zu sein, egal ob jemand etwas sagt.
Bisher habe ich mein Wissen über WordPress im Machen eingesammelt. Jetzt verschaffe ich mir wirklich systematische Kenntnisse, um nicht bei Problemen herumsuchen zu müssen.
6 bis 10
Ich vereinfache meine Webseite.
Die Struktur meiner Homepage zeigt noch meinen etwas unsortierten Einstieg in meine berufliche Tätigkeit. Ich möchte mich darin klarer wiederfinden. Und dass potentielle Schüler:innen gleich wissen, worum es bei mir geht.
Ich suche mir zwei Gelegenheiten für aktiven Einfluss auf die Gesellschaft aus. ✅✅
Statt unentschlossen gedanklich so sehr zwischen verschiedenen Projekten hin und her zu springen, dass ich gar nicht aktiv werde, investiere ich meine begrenzte Zeit und Energie an zwei Stellen. Unter anderem ziehe ich Inspiration dafür aus den Videos des Ripple Effect Institutes.
Ich biete keine Selbstlernkurse an. Mit meiner Nachhilfe erreiche ich nur einen kleinen Kreis von Schüler:innen direkt. Deswegen sind meine Blogartikel mein Beitrag dazu, auch andere junge Menschen auf dem Weg zu Abschlüssen zu begleiten und ihnen idealerweise ein bisschen mehr Sicherheit und Lernfreude zu vermitteln.
Ich blicke am Ende des Jahres auf mindestens 250 veröffentlichte Blogartikel zurück. ✅
Zum 8. Oktober bin ich bei 234, fehlen also nur noch sechzehn. Das ist erreichbar und ich liebe schöne Zahlen. Die To-Want-Liste für das 4. Quartal 25 ist schon Nummer 235.
In den nächsten drei Monaten werde ich mindestens einmal laufen gehen.
Vor meiner Corona-Infektion hatte ich mir das Laufen so schön als Hobby zugelegt. Seit der Arzt in Kiel mir sagte, dass ich meine Kondition trainieren kann, ohne meinen Mitochondrien zu schaden, träume ich davon, wieder meine alte Runde zu drehen. Wenigstens einmal möchte ich das erleben. Mehr geht natürlich immer.
11 bis 15
Ich mache keine neuen dauerhaften Verträge. ✅
Meine aktuelle Zahl an Schüler:innen passt zu meiner Zahl an Löffeln. Vorübergehend kann ich ein paar Stunden zusätzlich machen. Aber nicht bis zu den nächsten Sommerferien.
Ich arbeite nicht am Wochenende. ✅
Meine Wochenenden sind mir heilig. Da ist meine Auskunft immer: „Nein, am Samstag kann ich nicht.“
Ich finde den Weg zurück auf meine Yoga-Matte ✅
Ich habe wirklich Heimweh nach meiner täglichen Yogapraxis. Gleichzeitig werde ich dieses To-Want so nachsichtig wie möglich angehen. Keine Mindestzeiten. Keine Vorstellung, wie stark oder flexibel ich zu Silvester sein werde. Und wenn ich zehn Minuten in der Child Pose verbringe, ist das mein Yoga für den Tag.
Meine Webseite wird immer barriereärmer.
Mir ist Inklusion ein Herzensanliegen. Wie wenig Webseiten auf Screenreader und ähnliche Werkzeuge eingestellt sind, war mir bis vor kurzem nicht bewusst. Viele neue Impulse finde ich dazu bei Britta Just, die mit viel Herzblut gut verständlich wichtige Stellschrauben beschreibt.
Ich besuche meine Cousine im November auf Amrum. ✅
Sie wird dort zur Mutter-Kind-Kur sein und ich bin viel seltener an der Nordsee, als ich es eigentlich bräuchte. Auch mit Nebel bin ich familiär verbunden, dort wurde meine Mutter getauft.
16 bis 20
In Habitica erreiche ich die Abzeichen für 90 groß gezogene und 90 zum zweiten Mal ausgebrüteten Haustiere ✅
Über diesen völlig sinnfreien digitalen Setzkasten freut sich ein Teil meiner Teammitglieder unheimlich. Der Rest freut sich über jedes weitere abgehakte Vorhaben.
Ich fahre zum Jahresende ganz gemütlich herunter und genieße die Weihnachtszeit in vollen Zügen. ✅
Neben einer Adventskalenderaktion des Bloghexenforums werde ich mir noch einmal selbst meinen Beitrag über entspannte Weihnachten durchlesen und zu Herzen nehmen.
Ich besichtige mehrere touristische Ziele in meiner Umgebung. ✅
Immer, wenn ich durch die Brille einer reisenden Ortsfremden auf Hamburg, den Kreis Pinneberg oder generell Schleswig-Holstein blicke, verliebe ich mich neu. Davon gönne ich mir mehr.
Als Kind habe ich von meinem Vater die Grundlagen des Schachspiels gelernt. Allerdings habe ich anscheinend aus dieser Zeit auch den Glaubenssatz „Ich bin nicht in der Lage, gut Schach zu spielen, weil ich nicht strategisch genug voraus denke.“ mitgenommen. Auf den Duolingokurs habe ich aus reiner Renitenz geklickt und bisher machen mir die Aufgaben total Spaß und ich merke, das das alles viel mit Mustererkennen zu tun hat, eine meiner Kernkomptenzen.
Noch unvernähte Mitglieder meines inneren Teams stelle ich fertig und plane die noch fehlenden Persönlichkeiten.
Es war mir so eine Freude, im 3. Quartal vier fertige Häkelfiguren auf das Wandbord setzen zu können.
So sieht also meine To-Want-Liste für das 4. Quartal 25 aus. Dass es zu einer runden Zahl gereicht hat, macht mich extra optimistisch.
Wie läuft es bei dir mit der Planung von Vorhaben? Gehst du auch quartalsweise vor? Und machst du auch einen Unterschied zwischen ToDos und ToWants? Verlinken kannst du deinen eigenen Wunschzettel auch unter Judiths ToWant-Liste.
Mehr über meine Haltung zur Setzung von Zielen findest du hier.
Erik und Jürgen organisieren seit Juni 25 eine monatlich aktualisierte Blogparade. Jetzt wollen sie von mir wissen, wie ich mich fortbewege. Im September haben sich an der Anwort auf die Frage „Bar oder unbar?“ viele Personen beteiligt. Auch bei diesem neuen Thema sehe ich eine Menge Potential für unterschiedliche Ansichten.
Denn wie wir von A nach B kommen, hängt sehr von den Lebensumständen und dem Anlass ab. Obwohl es natürlich für die Sicherung unserer Zukunft das Beste wäre, wir würden so wenige Kilometer wie möglich auf Verbrennerbasis zurücklegen. Menschen wie Katja Diehl arbeiten unermüdlich daran, eine nachhaltige Verkehrswende zu gestalten und darüber zu informieren.
Wirklich zukunftsträchtig ist eine reine Antriebswende vom Verbrenner auf genauso viele Elektroautos nicht. Stattdessen hätte es eine Reihe von Vorteilen, wenn der Anteil des motorisierten Individualverkehrs zurück ginge. Und wenn wir lernten, dass wer Autobahnen sät, Autos ernten wird.
„Mobilitätswandel ist für mich, wenn möglichst viele ohne eigenes Auto selbstbestimmt und sicher mobil sein können.“
Allerdings soll es in diesem Blogbeitrag darum gehen, wie ich mich fortbewege. Und wann, beziehungsweise warum.
Mit dem Auto
Ich fahre sehr gerne Auto. Das Beschleunigungsgefühl ist auch mit über 50 noch so faszinierend wie es das Geräusch eines alten Käfers für die ganz kleine Angela war. Ich war die Sorte Kind, die mitten bei der Fahrt die Mutter fragt, ob sie mal erklären kann, wie so ein Motor funktioniert.
Trotzdem habe ich mein erstes eigenes Auto erst mit 32 Jahren gekauft. Denn vorher brauchte ich einfach keins. Als ich gerade erwachsen war, konnte ich die Autos meiner Eltern leihen. Später wohnte ich hauptsächlich an Orten mit gutem ÖPNV. Bis wir nach Dithmarschen zogen.
Dort gab es keinerlei Zuganbindung, der Bahnhof war Ewigkeiten vorher dichtgemacht worden. Und der Busbahnhof war komplett überdimensioniert für die dreieinhalb Abfahrten pro Tag in das Nachbardorf. Für mein Referendariat habe ich zwei Jahre lang die Woche über in Reinbek gewohnt und die regelmäßige Reise dorthin und zurück nach Brunsbüttel rechtfertigte dann doch ein Auto.
Als wir nach Halstenbek zogen, habe ich relativ bald meinen geliebten Fox wieder verkauft. Denn hier wohnen wir noch im Bereich des HVV und auch so fangen in alle Richtungen die nächsten Orte direkt hinter dem Ortsausgangsschild an und nicht erst in 10 km Entfernung.
Jetzt fahre ich manchmal mit dem Elektroauto meines Mannes. Und zwar dann, wenn ich relativ zügig an einen Ort muss, der mit Bus und Bahn nur friemelig erreichbar ist. In den vergangenen Jahren hatte ich zum Beispiel ein paar Schüler:innen, mit denen ich bei ihnen zu Hause gearbeitet habe. In diesem Schuljahr wohnen alle vor Ort oder haben Onlinenachhilfe gebucht.
Ich fahre immer noch gerne Auto. Allerdings seit einiger Zeit wirklich nur noch sehr selten. Denn nebenbei empfinde ich auch die Suche nach einem Parkplatz oft als nervig.
Mit den Öffentlichen
Ich fahre sehr gerne Bus oder Bahn. Wenn ich nicht irgendwo draußen auf freiem Feld stehe und es seit Ewigkeiten keine Durchsage mehr gegeben hat, wo das Problem liegt. Oder wenn ich nicht am Hamburger Hauptbahnhof ganz spontan zum Nachbargleis die Treppe rauf und runter rennen muss.
Bus- und Bahnfahren ist einfach bequem. Und ich kann dabei rausgucken, lesen, Podcasts hören oder sogar die Augen schließen. Auf der anderen Seite ist es eine echte Kostenfrage, mit dem ÖPNV zu fahren. In den letzten zwei Monaten hatte ich ein Deutschlandticket. Im August habe ich dadurch eine Menge gespart und dann leider vergessen, rechtzeitig zu kündigen. Im September musste ich echt zusehen, noch genügend Fahrten zu machen, um den Preis wieder rauszuholen.
Für viele lohnt sich das Deutschlandticket nicht. Oder anders gesagt, ist es für viele einfach zu teuer. In ländlichen Regionen ist das Nahverkehrsnetz ein schlechter Witz, während ich hier im Hamburger Umland noch ganz gut dran bin. Hauptsache, das Stellwerk in Pinneberg gibt nicht wieder den Geist auf.
Es wäre unterm Strich notwendig, dass wir endlich wieder ordentlich in das marode und kaputt gesparte System investieren.
Mit dem Rad
Ich fahre sehr gerne Fahrrad. Mein Rad ist mehr als dreißig Jahre alt und hat schon viele Kilometer gemacht. Einmal bin ich damit in mehreren Etappen von Oldenburg in Niedersachsen nach Berlin gefahren. Auch hier im Kreis Pinneberg fahre ich damit ganz gerne.
Allerdings gibt es große regionale Unterschiede, was Radwege angeht. In Oldenburg war die Situation schon in den Neunzigern ein Traum. Hier in Halstenbek sind die Wege zum Teil voller Stolperfallen, nicht zuletzt durch die diversen Schachtdeckel, die natürlich auf Radwegen untergebracht sind und dann nicht plan mit dem Asphalt abschließen, sondern immer ein bis zwei Zentimeter schräg herausstehen.
Dass da nicht mehr Stürze passieren, grenzt an ein Wunder. Genau wie auf den schmalen Bürgersteigen, die sich Menschen zu Fuß und mit dem Rad hier teilen müssen. Immer ein bisschen schlechtes Gewissen, Leute zur Seite zu klingeln. Und von rechts abbiegenden Autos und Lastern fange ich gar nicht erst an. Oder von den Fahrradständern, die meistens jemand designt oder bestellt hat, der/die selbst unter Garantie nie mit den Rad fährt.
Direkt nach meiner Coronainfektion 2023 konnte ich erst einmal gar nicht mehr Rad fahren, ohne sofort erschöpft zu sein. Das war für mich ein großer Verlust. Inzwischen geht es wieder, auch wenn ich viele Wege inzwischen nicht mehr mit dem Rad erledige.
Zu Fuß
Ich gehe sehr gerne zu Fuß. Erstens tut es meiner Kondition gut, zweitens meinen Nerven. So ganz entschleunigt an der frischen Luft durch die verschiedenen Jahreszeiten zu spazieren halte ich für ein Grundbedürfnis des Menschen.
Ein großer Vorteil am Gehen ist es, alle möglichen Abkürzungen, Wanderwege durch die Natur und Schleichwege nutzen zu können. Der Nachteil ist es, dass Menschen, die zu Fuß gehen, in der Planung immer zuletzt gedacht werden. Jedenfalls scheint es mir so.
Es kommt hier oft vor, dass Autos und Transporter wie selbstverständlich und gleichzeitig illegal den Fußweg als Parkplatz nutzen. Wenn ich die Muße habe, schreibe ich die Firmen gerne höflich an und bitte sie, das zu überdenken. Und ich kann mich noch gut an solchen Hindernissen vorbei schlängeln. Andere sind mit Kinderwagen oder dem Rollstuhl unterwegs und in so einer Situation aufgeschmissen.
Ähnlich gedankenlos sind die Menschen, die sich mit dem Fahrrad durch eigentlich offensichtliche Absperrungen jonglieren, um sich dann auf dem ausdrücklichen Fußweg durch Klingeln Platz zu verschaffen.
Ansonsten lege ich aber seit Omikron sehr gerne viele Wege zu Fuß zurück. Auch weil ich dann weder Parkplatz noch Fahrradständer suchen muss. Und weil ich sowieso meine Schrittzähler-App befüllen will. So kann ich bei der Gelegenheit auch gleich zum Beispiel einkaufen gehen.
Wie ich mich fortbewege? Es kommt darauf an.
Es ist zum großen Teil eine Frage der Umstände, wie ich mich fortbewege. Dabei habe ich gar keinen richtigen persönlichen Favoriten. Wenn ich weiter weg muss, entscheidet die Fahrzeit zwischen Auto und Öffentlichem Nahverkehr. In der näheren Umgebung gehe ich in den meisten Fällen zu Fuß, es sei denn, ich muss mich beeilen. Dann nehme ich das Rad.
Für das Klima und das sichere Miteinander wäre es toll, würden mehr Kommunen den Ausbau der Rad- und Fußwege sowie den Nahverkehr stärker fördern. Auch die Bepreisung des Deutschlandtickets, am besten gestaffelt nach Einkommen, sollte neu ausgerichtet werden.
Und wenn wir uns dann alle ein bisschen entspannen, Rücksicht nehmen und mitdenken, dann kommen wir alle gemeinsam zufriedener weiter.
Das Ganze ist eine Aktion von Frau Brüllen. Ganz im ursprünglichen Sinn eines Blogs schreibt eine Gruppe von Blogger:innen den Fünften eines Monats über an einem digitalen Tagebucheintrag. Und weil der Fünfte heute ist, gibt es hier mein WMDEDGT im Oktober 25.
Warten aufs Frühstück
Als ich aufwache, ist der Himmel noch grau, aber der Regen hat sehr nachgelassen. Heute hat mein Mann Geburtstag, aber es wird wohl keine großen Aktionen geben heute. Zumal er sich leider auch Halsschmerzen angeschleppt hat. Ich halte mit Erkältungsabwehrspray dagegen.
Wir haben beide unsere Namen behalten damals. Ein paar Personen meinten deswegen, das würde ja alles nicht lange halten. Naja, inzwischen dann doch mehr als 25 Jahre. Wir schenken uns auch nichts mehr, die Blumen aus dem Beitragsbild sind von seiner Cousine. Immerhin habe ich „Happy Birthday“ gesungen.
Dafür gibt es einen Apfelkuchen, wie jedes Jahr. Während ich noch auf das Frühstück warte, hoffe ich, dass Bianka Zapatkas „Bester Apfelkuchen“ hält, was er verspricht. Am Ende stelle ich mal wieder fest: Bei ihr gibt es (bisher) kein Rezept,, das nicht klappt wie beschrieben. Freue mich schon jetzt auf exakt denselben Apfelkuchen zum Frühstück beim nächsten WMDEDGT im Oktober 26.
Bisschen Bloggen und Planen
Neben diesem Blogartikel schreibe ich an einem weiteren Beitrag, der wohl erst morgen raus geht. Es geht um eine Blogparade zur Frage wie wir uns fortbewegen. Später animiert mich Sari vom Heldenhaushalt, meine bisherigen Inktober-Zeichnungen als Sonntagspaket zu verbloggen. Zwei Bilder muss ich noch einscannen und freue mich, dass das Uraltgerät immer noch funktioniert.
Mein Habitica-Programm sieht für jeden Sonntag ein paar wiederholende Tagesordnungspunkte vor. Zuerst plane ich die nächste Woche, und zwar für jeden Tag nur ein ToDo! Das ist ein ständiger Lernprozess, mir klarzumachen, dass jeder Tag deutlich weniger Stunden hat, als ich denke. Und dass meine Laune deutlich besser ist, wenn ich mir weniger vornehme, das dann aber auch schaffe.
Unter anderem steht mal wieder Meal Prep an. In meiner Kiste von der Solawi waren zwei kleine Kürbisse, sehr viele kleine Rote Beten, ein Bok Choy und Bohnen. Das alles plus einen Hokkaido werde ich in den nächsten Tagen jeweils zu Mittag essen.
Die Habitica-App hat auch für meine Katze Vorteile. Jeden Sonntag wird sie gebürstet. Das findet sie immer richtig super und wir freuen uns, dass sie weniger fusselt. So langsam merke ich aber, dass es kälter wird und ich hole nicht mehr ganz so viel Wolle aus dem Tier heraus. Aber die zusätzlichen Erfahrungspunkte nehme ich gerne mit.
Vor die Tür
Zwischendurch checke ich regelmäßig die Wetterlage vor dem Fenster. Weil das Geburtstagskind hustend durchhängt, werde ich wohl alleine spazierengehen. Als letztlich alles Checken nichts hilft, nehme ich eben den großen Schirm mit raus. Fast 7000 Schritte kommen zusammen und streckenweise kann ich sogar den Schirm zusammenklappen. Das leuchtende Herbstlaub entschädigt für fast alles.
Bei meiner Rückkehr ist die bestellte Pizza schon eingetroffen. Wir essen sie zu den „Good News in September“ (YouTube-Video) und ich nutze einen der vielen Gratulationsanrufe, um letzte Photos einzufügen und diesen Blogpost zu veröffentlichen.
Soweit zu meinem WMDEDGT im Oktober 25. Wie war dein fünfter Oktober?