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  • Das Fediverse kann auch anders

    Das Fediverse kann auch anders

    Normalerweise empfinde ich das Fediverse als sehr angenehm. Der Umgang miteinander ist meistens leichtherzig bis sachlich. Und auch wenn nicht alle in allem einer Meinung sind, kommen sie höflich miteinander aus. Ich finde es gerade spannend, auch mal andere Sichtweisen zu lesen. Und bisher dachte ich, ich könnte mich ziemlich darauf verlassen, dass das Niveau ganz anders ist als damals bei Twitter.

    Erst Spielspaß dann trauriger Ernst

    Das Gemüseturnier

    Im November lief im Fediverse das sagenumwobene Gemüseturnier. Dabei traten zu Beginn 64 Gemüsesorten gegeneinander an, um in verschachtelten Beliebtheitsumfragen weiterzukommen oder auszuscheiden. In diesen wilden Zeiten war das ein Lichtblick.

    Und viele Teilnehmende unterhielten sich mit Kolleg:innen am Mittagstisch, warum ganz klar der Brokkoli der Pastinake überlegen ist. Im Finale standen letztlich der Knoblauch und die Kartoffel, was für eine bezeichnende Entscheidung! Zur Freude der Mehrheit gewann der Knoblauch und anschließend konnten alle Gemüsesorten wieder harmonisch auf dem Teller miteinander auskommen.

    Vegane Missverständnisse

    Leider kam es in der Zeit danach zu unschönen Verwicklungen. Die hatten ausdrücklich mit der Veranstalterin und mit der Aktion des Gemüseturniers nicht direkt zu tun, sondern sehr indirekt. Allerdings behauptete eine Person schließlich, ich hätte sie in Privatnachrichten ganz schlimm mit Hass überzogen.

    Sie hatte eine absolute Behauptung der Sorte „XY ist nicht vegan“ aufgestellt. Es handelte sich um einen bei Medien beliebten Mythos, der regelmäßig viele Klicks generiert, weil er so abstrus ist und Diskussionen garantiert. Entsprechend meldeten sich vegane Menschen, um klarzustellen, dass sie das anders sähen.

    Ich versuchte, ihr den Hintergrund zu erklären, vor dem diese Menschen von dieser x-ten Wiederholung der Behauptung so verärgert waren. Außerdem gab ich ihr den Tipp, den Hashtag vegan nicht für nichtvegane Inhalte zu verwenden, wenn sie keine Debatte herausfordern will.

    Sie erklärte mir ausführlich und mehrfach, warum ihre Behauptung aber doch wahr sei und forderte mich auf, ihr zu sagen, was sie machen solle. Ich sagte ihr, dass ich das alles langsam anstrengend fände und als sie mir einen Block androhte, habe ich an der Stelle sie entnervt blockiert, um Ruhe zu haben. Das war ab da alles, was ich wollte: Meine Ruhe.

    Tagelang am Pranger

    Stattdessen verlinkte sie in den folgenden Tagen regelmäßig öffentlich meinen Account. Immerhin ging es nur um mein privates und nicht mein geschäftliches Fediverse-Profil. Sie behauptete, ich hätte

    • Hassnachrichten geschickt,
    • als „Anführerin“ ihr Menschen zum Shitstorm auf den Hals gescheucht
    • und ihr verboten, den Hashtag „vegan“ zu verwenden.

    Leider haben das viele Menschen ungeprüft und bereitwillig geglaubt und ihre Prangerposts zigfach geteilt. Ich wurde von vielen Menschen blockiert und immer wieder von einem Mob beschimpft, der weder mich kannte, noch wirklich wusste, was genau gelaufen war. Eine kleine Auswahl:

    „kein wertvoller Mensch“

    „Anti Demokraten“

    „bösartig“

    „Vegan-Taliban“

    „Nervensägen“

    „Unmenschen“

    🤮

    „Hier bitte justiziable Bezeichnung einsetzen“

    „Deppen“

    „nicht ganz klar im Kopf“

    „Schariapolizei“

    „Sekte“

    „Arschkrampen“

    „bekloppt“

    „ekligerer Teil der Menschheit“

    „Arschgeigen“

    „Hooligans“

    „Veganpolizei“

    „nur, weil ihr voll Hass seid“

    „Schwachmaten“

    Einer der Beteiligten schrieb tatsächlich als Tipp für die vielen angeblich eintrudelnden Hassnachrichten:

    „Alternativ kannst Du das natürlich immer auch an die Meute verfüttern“

    Er hat da schon genau die richtigen Worte gewählt, denn so fühlte sich das an. Wie eine Meute.

    Fürs Protokoll: Mir ist es egal, wer was unter welchem Hashtag ins Fediverse oder wo auch immer postet. War es auch vorher schon. Nur müssen sich Menschen nicht wundern, dass manche anderen Menschen genervt sind, wenn sie eigentlich Rezepte oder andere nette Beiträge erwarten, und dann erscheinen Dinge wie

    „Dieses Essen ist nicht # vegan aber lecker“

    oder

    „Ich möchte manchmal die ganze # vegane Bubble anzünden.“

    Beides tatsächlich so geschrieben. Das ist einfach nicht hilfreich, sondern Provokation. Aber wie gesagt, ich stelle das allen frei, habe ja auch überhaupt kein Recht, irgendwem irgendetwas zu verbieten.

    Was mich so enttäuscht hat

    Noch heute sitze ich fassungslos hier und frage mich, was da in der Kommunikation schief gelaufen ist, sodass ich plötzlich öffentlich als Hassperson da stand. Wirklich enttäuschend an der Geschichte war, wie der Mob sich immer wieder gegenseitig aufschaukelte, denn wie wir ja alle wissen, sind vegane Menschen militant und absurd und müssen ja die Aggressoren sein.

    Ganz wenige haben sich zwischenzeitlich mal gewundert. Geschrieben, dass sie gar keine Hasskommentare sehen. Aber daraus haben sie nicht den Schluss gezogen, dass es jedenfalls öffentlich gar keinen Shitstorm gab. Sie haben sich das immer wieder irgendwie anders zurecht erklärt. Weil es ja nicht sein konnte, dass der Stress nicht von mir ausging.

    Sie haben auch geglaubt, dass es Hass-E-Mails gegeben habe, obwohl nirgends eine E-Mail-Adresse auftauchte. Das logische und kritische Denken hatte anscheinend vor lauter Wut komplett ausgesetzt. Bei Menschen, die die exakt gleichen Dynamiken in anderen Zusammenhängen erkennen und massiv kritisieren würden.

    Darunter waren Menschen, die von der vorausgehenden Debatte nichts mitbekommen hatten. Und andere, die mich eigentlich aus früheren Onlinebegegnungen kannten und von denen ich nicht erwartet hatte, dass sie mich als Hasskommentatorin einschätzen würden. Am Ende ist es ja so, dass es sich nicht lohnt, solche Dinge persönlich zu nehmen. Und es sagt auch mehr über die betreffenden Menschen aus als über mich.

    Irgendwann habe ich die Profile nur noch blockiert, die diese gehässigen Posts über mich geteilt oder mir gegenüber verächtlich kommentiert haben.

    Meine Lektionen aus diesem Onlinekonflikt

    Trotzdem hat mich das getroffen und in dieser Zeit hat mir das viel Zeit und viel emotionale Energie weggefressen. Ich konnte schlecht schlafen und habe immer wieder nachgeguckt, ob sie sich immer noch über mich auslassen. Das hat mich besonders geärgert, dass ich da nicht standhaft geblieben bin und es nicht einfach ignoriert habe.

    Vermutlich werde ich über dieses Erlebnis noch eine Weile nachdenken und mir überlegen, was ich daraus lernen will. Ein paar Erkenntnisse habe ich schon mitgenommen. Hier noch einmal für mich zur Erinnerung:

    • Nicht alles, was jemand über andere Menschen behauptet, muss der Realität entsprechen. Erst recht nicht online, auch nicht im sonst so vernünftigen Fediverse.
    • Wenn Menschen mich verurteilen, obwohl die mich und die Situation nicht kennen, hat das nichts mit mir zu tun.
    • Gruppendynamiken finden auf den kuscheligsten Plattformen statt.
    • Wenn mir mein Bauchgefühl sagt, dass eine Person gerade in der Vorweihnachtszeit mir nicht gut tun wird, dann halte ich mich in Zukunft gleich von ihr fern.
    • Von veganen Menschen wird im Zweifelsfall erwartet, dass sie besser gar nichts öffentlich zum Themenfeld Veganismus sagen, und wenn es denn unbedingt sein muss, dann in ganz viel Watte gewickelt. Aber am besten lieber wirklich gar nichts.

    Wenn nicht alle gleich sind

    Vor allem der letzte Punkt ist für mich eine Herausforderung. Denn die Tierhaltung für Konsumzwecke hat auf diversen, teils miteinander verknüpften Ebenen gravierende negative Folgen. Für den Planeten, die Tiere und für uns Menschen. Und da finde ich es schwierig, mich immer zurückzuhalten, um nur ja nicht anzuecken.

    Zumal es nichtveganen Menschen deutlich eher zugestanden wird, sich zum Themenkomplex zu äußern, Fehler zu machen, schlecht gelaunt zu sein, Dinge misszuverstehen, Fehlinformationen zu behaupten, den eigenen Hashtag nicht mit Provokationen vollgestellt zu bekommen und offensichtlich reichlich gehässige Urteile über andere Menschen auszusprechen. Schließlich sind sie auch die Mehrheit.

    Wie schön wäre es, wenn wir alle entspannter wären und gegenseitig mehr Nachsicht walten lassen könnten. Egal ob vegan oder nicht. Und das nicht nur im Fediverse.

    Wie sind deine Erfahrungen?

    Ist dir auch schon einmal so eine Geschichte passiert? Bei der du im Nachhinein nur staunen konntest, wie ein Aneinander-Vorbeireden so eskaliert ist?

    Wenn ja, wie bist du damit umgegangen? Was hat es mit dir gemacht, dass Menschen dich für einen bösartigen Unmenschen gehalten haben?

    Wenn nicht, freut es mich sehr für dich. Wie gesagt, bisher waren meine Erfahrungen auch ganz anders. Und ich hoffe, wenn sich der Staub gelegt hat, wird es auch für mich wieder ruhiger werden.

    Fediverse-Reaktionen
  • Story Challenge December 2025 – Apple

    Story Challenge December 2025 – Apple

    My contribution to the deadlinesforwriters short story challenge December 2025. The prompt was „apple“ and the required word count was 300.

    Progression

    Tessa never volunteered for this trip. She has at least been lucky with her assignment in botanical, specifically in fruit tree seed bank maintenance. From time to time, like today, she plants a few seedlings to ensure they are still alive.

    They never make it to full height due to the lack of space. Tessa can only ever let them bear fruit once.

    Marc turns up in her lab just when she is filling up the pots. Tessa manages a smile, just about. He flops down on the creaky visitor’s chair.

    “I haveve no idea why I keep repairing the drive modules,” he grouses. “They’re just going to fall apart again! Nothing on this ship was made to last this long!”

    He is a Third-Generation Ark Passenger just like Tessa with a knack for fixing things, much to his dismay.

    May’s voice crackles from the loudspeaker: “Hey! Guess what’s for dessert tonight?”

    “Recycled organic matter like usual?” Marc deadpans.

    For a few seconds, the only thing they hear is May frowning.

    “No, it’s apple pie, thanks to Tessa! You know, I can’t wait to see you plant your seeds in real soil on a real planet one day.”

    “We’ll see,” Tessa says. She shakes the pots, smoothing out their contents.

    “Right… I guess I’ll go back to baking.”

    Tessa winces at the deflated tone in her little sister’s voice, yet Marc isn’t done venting.

    “Wish I could go back in time to the First Genners. They set us on this path and couldn’t even get their calculations right! You do know we missed our destination trajectory ages ago, right?”

    “Yeah. But I’ll be the last person to tell May,” Tessa says and looks into the bag labelled Earth. Just enough left in there for one last generation of apple trees.

    Want to read more stories?

    Did you like my contribution to the story challenge December 2025?

    On my blog you can find and read more of my stories!

  • Häkelanleitung für Weihnachtswichtel

    Häkelanleitung für Weihnachtswichtel

    Hast du auch eine Sammlung von Wollresten in diversen Farben? Ich habe eine kleine Kiste voll davon. Denn bei Häkelprojekten bleiben ja oft gefühlt 80% der Knäule übrig. Aber in dieser Adventszeit verbrauche ich bewusst ein paar dieser Reste und teile die dabei entstandene Häkelanleitung für Weihnachtswichtel mit dir. Und zwar steckt diese hinter dem sechsten Türchen des Bloghexenforum-Adventskalenders. Gestern beim WMDEDGT gab es ja schon einen Spoiler dazu.

    Leider bin ich die Sorte Häklerin, die Banderolen direkt ins Altpapier wirft. Deswegen bin ich mir oft nicht sicher, wie dick die jeweilige Wolle wirklich ist. Allerdings ist für das Projekt Wichtel egal, ob ich exakt gleiche Wollarten miteinander kombiniere. Denn die Mütze wird einfach so lange weiter gearbeitet, bis sie auf den Körper passt.

    Dabei halte ich mich an diese Anleitung für gehäkelte Kegel. Wenn dir die Mütze nicht spitz genug ist, kannst du einfach auf die Version zugreifen, bei der pro Runde nur eine Masche zugenommen wird. Und das ist generell eine Sache, die mich am Häkeln und Stricken fasziniert: Wie viel Mathematik dahinter steckt. Und wie dabei aus Kegeln, Kugeln, Zylindern und ähnlichen Bauteilen eine erstaunliche Vielfalt an Figuren entsteht.

    Was brauchst du an Material und Vorkenntnissen?

    Jetzt aber los! Du brauchst:

    • eine Farbe für den Körper und die Ärmel
    • eine Farbe für die Mütze (gerne Flauschwolle) und eventuell Handschuhe (dann sollten die Wollreste für den Körper und die Mütze aber ungefähr gleich dick sein)
    • eine Farbe für die Nase und die Hände (wenn dein Wichtel auch so tapfer handschuhlos sein soll wie meiner), in meinem Fall beige
    • eine Farbe für den Bart, in meinem Fall weiß
    • ein Stück Stoff oder Plastiktüte
    • etwas Schweres und Rieselfähiges, in meinem Fall Streugut
    • Füllwatte
    • eine Wollnadel
    • eine zu deiner Wolle passende Häkelnadel, bei mir war es die Nummer 2,5

    Zusätzlich will ich noch einmal ausprobieren, wie so ein Wichtel mit Flechtzöpfen aussieht. Und zwar in den Versionen mit und ohne Bart. Denn es kann ja sein, dass weibliche Weihnachtswichtel wie Terry Pratchetts Zwerge genauso Bart tragen.

    Außerdem kommen folgende Häkeltechniken und Abkürzungen vor:

    • einen Magic Ring (YouTube-Link)
    • feste Maschen = fM
    • zunehmen = zun (1 zun bedeutet, dass du zweimal in dieselbe Masche häkelst, an dieser Stelle dann also 2 Maschen sind)
    • abnehmen = zus (1 zus bedeutet, dass du zwei Maschen zusammenhäkelst, an dieser Stelle dann also 1 Masche weniger ist)
    • feste Maschen in die hintere Schlaufe
    • Kettmaschen KM
    • Farbwechsel

    Wenn sich Muster innerhalb einer Runde (im Folgenden Rd) wiederholen, stehen sie in eckigen Klammern: [ ]

    Wie du siehst, ist diese Häkelanleitung für Weihnachtswichtel wirklich übersichtlich. Und je nachdem, wie gut du dich auf das Zählen konzentrieren kannst, ist es möglich, nebenbei fernzusehen oder zum Beispiel einen Podcast oder gar Weihnachtsmusik zu hören.

    Ich persönlich brauche zum Zählen immer Ruhe, also maximal Instrumentalmusik 😉 Auch ein Maschenmarkierer hilft sehr, ich lasse einfach immer einen andersfarbigen Faden mitlaufen, den ich abwechselnd vor und hinter die Arbeit lege und am Ende herausziehe.

    Den Weihnachtswichtel häkeln

    Körper

    Rd1: Magic Ring, 6 fM (6 Maschen)

    Rd2: 6 zun (12 Maschen)

    Rd3: 6x [1 fM, 1 zun] (18 Maschen)

    Rd4: 6x [1 fM, 1 zun, 1 fM] (24 Maschen)

    Rd5: 6x [3 fM, 1 zun] (30 Maschen)

    Rd6: 6x [2 fM, 1 zun, 2fM] (36 Maschen)

    Rd7: 6 fM in die hinteren Schlaufen (36 Maschen)

    Dadurch entsteht eine Kante, sodass die Figur am Ende stabiler steht.

    Rd8 bis Rd12: 36 fM (36 Maschen)

    Rd13: 2x [1 zus, 16 fM] (34 Maschen)

    Rd14: 34 fM (34 Maschen)

    Rd15: 8 fM, 1 zus, 15 fM, 1 zus, 7 fM (32 Maschen)

    Rd16: 32 fM

    Rd17: 2x [1 zus, 14 fm] (30 Maschen)

    Rd18: 7 fM, 1 zus, 13 fM, 1 zus, 6 fM (28 Maschen)

    Mit einer KM in die nächste Masche beenden, Faden abschneiden und durchziehen.

    Mütze

    Rd1: Magic Ring, 6fM (6 Maschen)

    Rd2: 2x [2 fM, 1 zun] (8 Maschen)

    Rd3: 1 fM 1 zun, 3fM, 1 zun, 2 fM (10 Maschen)

    Rd4: 2x [4 fM, 1 zun] (12 Maschen)

    Rd5: 2 fM 1 zun, 5fM, 1 zun, 3 fM (14 Maschen)

    Rd 6: 2x [6 fM, 1 zun] (16 Maschen)

    Rd7: 3 fM 1 zun, 7 fM, 1 zun, 4 fM (18 Maschen)

    Rd8: 2x [8 fM, 1 zun] (20 Maschen)

    Entsprechend setzt sich das Muster fort. In geradzahligen Runden häkelst du immer:

    2x [Rundenzahl fM, 1 zun]

    Und in ungeradzahligen Runden ist das Muster:

    (Rundenzahl : 2 – 0,5) fM, 1 zun, Rundenzahl fM, 1 zun, (Rundenzahl : 2 + 0,5)

    So ergibt sich zum Beispiel:

    Rd16: 2x [16 fM, 1 zun] (36 Maschen)

    Rd17: 8 fM 1 zun, 17 fM, 1 zun, 9 fM (38 Maschen)

    Von unten nach oben Rd1 bis Rd7,
    gehäkelt von rechts nach links

    Auf diese Weise habe ich die 2 extra Maschen pro Runde immer etwas versetzt zugenommen, damit der Kegel schöner wird. Allerdings kannst du auch die Maschen immer an derselben Stelle zunehmen. Dann sieht die Anleitung so aus:

    Rd1: Magic Ring, 6fM (6 Maschen)

    Rd2: 2x [2 fM, 1 zun] (8 Maschen)

    Rd3: 2x [3 fM, 1 zun] (10 Maschen)

    Rd4: 2x [4 fM, 1 zun] (12 Maschen)

    Und so weiter, bis die Mütze groß genug ist. Also immer

    2x [Rundenzahl fM, 1 zun]

    in jeder Runde, egal ob gerade oder ungerade.

    So oder so: Schließlich beendest du die Mütze mit einer KM, schneidest den Faden lang ab und ziehst ihn durch. Diesen Faden brauchst du zum Annähen.

    Für die rote Mütze habe ich 19 Runden gearbeitet, sodass die letzte Runde 42 Maschen hatte. Bei der grünen Mütze waren es 24 Runden mit 52 Maschen in der letzten Runde.

    Wichtig ist, dass die Mütze locker über das Unterteil gestülpt werden kann. Vorne vielleicht 5 mm und hinten eher 10 mm.

    Nase

    Rd1: Magic Ring, 5 fM (5 Maschen)

    Rd2: 5 zun (10 Maschen)

    Rd3 und Rd4: 10 fM

    Rd5: 3 zus, die Nase mit Watte befüllen, 2 zus (5 Maschen)

    Dann mit einer KM in die nächste Masche beenden, den Faden lang abschneiden und durchziehen. Diesen Faden brauchst du zum Annähen.

    Arme

    Du beginnst entweder mit der Mützenfarbe für Handschuhe oder mit der Nasenfarbe für bloße Hände.

    Rd1: Magic Ring, 5 fM (5 Maschen)

    Rd2: 5x zun (10 Maschen)

    Rd3: 10 fM (10 Maschen)

    Jetzt wechselst du zur Körperfarbe. Es sei denn, du möchtest andersfarbige Ärmel haben.

    Rd4 bis Rd9: fM (10 Maschen)

    Die Arme beendest du mit einer KM und wieder einem langen Fadenende. Denn auch diesen Faden brauchst du zum Annähen.

    Den Weihnachtswichtel zusammennähen

    Jetzt geht die Häkelanleitung für Weihnachtswichtel in die letzte Phase: Damit der Wichtel weniger leicht umkippt, fülle ich das Streugut in ein Stück aus einer alten Plastiktüte und binde dieses oben zu. Dieses Gewicht kommt unten in den Körper hinein, der Rest wird mit Füllwatte ausgestopft. Du kannst statt der Tüte auch einen Stoffrest verwenden. Mit der Menge musst du vielleicht ein bisschen herum probieren.

    Anschließend befestigst du an der oberen Kante des Körpers die Wolle für den Bart und schneidest ihn nach deinen Wünschen zurecht. Danach nähst du die Nase darauf. Ich gebe zu, das ist etwas fummelig.

    In den Bildern siehst du jeweils alle Teile für einen grünen Wichtel mit bloßen Händen und einen rot-grauen Wichtel mit roten Handschuhen. Der zweite Weihnachtswichel hat schon einen Bart.

    Jetzt stopfst du auch die Mütze mit Watte aus und nähst sie auf den Körper und die Nase. Im Nachhinein empfehle ich, die Mütze mit Stecknadeln festzustecken, damit sie am Ende symmetrisch sitzt.

    Zum Schluss nähst du die Arme fest. Alternativ kannst du sie auch zuerst an der oberen Körperkante befestigen und hinterher die Mütze darüber nähen. Dann muss allerdings die Mütze etwas größer gearbeitet werden.

    Der Vollstädigkeit halber hier noch der zweite Wichtel. Es scheint mir einen anderen Charakter zu haben, vielleicht liegt es auch am struppigeren Bart.

    Der Bloghexen-Adventszauber

    Ich hoffe, diese Häkelanleitung für Weihnachtswichtel hat dir gefallen. Außerdem war sie hoffentlich verständlich. Falls nicht, freue ich mich über Nachfragen in den Kommentaren. Dieser Beitrag ist im Rahmen des Adventskalenders des Bloghexenforums entstanden. Dabei war am fünften Dezember Katja von WuselGewusel mit einem „not so ugly Christmas Sweater“ dran und am siebten Dezember öffnete sich ein Türchen bei Astrid vpn Kafeekochen war gestern. Sie schreibt darüber, wie wir uns Weihnachten leicht und und mit einfachen Dingen froh und munter machen können. Schau auch dort sehr gerne vorbei!

    Aber auch alle anderen Türchen versprechen eine Menge Weihnachtsstimmung. Daher empfehle ich, einfach regelmäßig auf der Hauptseite vorbei zu gucken.

    Abschließend wünsche ich Dir einen zauberhaften Nikolaustag, eine stimmungsvolle weitere Adventszeit und schöne Weihnachten. Und natürlich viel Spaß beim Wichtelhäkeln! Wenn du nach dieser Anleitung einen Weihnachtswichtel herstellst und Bilder davon teilst, freue ich mich über einen Link dazu in den Kommentaren.


    In meinem Blog teile ich immer mal wieder Beiträge unter dem Stichwort Selbstgemachtes.

    Fediverse-Reaktionen
  • WMDEDGT im Dezember 25 – Lauter Übungen im Prioritätensetzen

    WMDEDGT im Dezember 25 – Lauter Übungen im Prioritätensetzen

    Fast hätte ich es vergessen: Heute antwortet wieder eine Runde Blogger:innen auf die Frage von Frau Brüllen, was wir denn so den ganzen Tag machen. Kurz gesagt: WMDEDGT im Dezember 25.

    Morgens

    Den Wecker habe ich mir auf 6:30 Uhr gestellt. Denn ich hatte vollmundig einen DIY-Beitrag für das sechste Türchen des Bloghexen-Adventskalenders versprochen. Leider bin ich mir treu geblieben und habe die Vorbereitung vor mir her prokrastiniert. Heute vormittag muss ich entsprechend noch einiges häkeln und zusammennähen.

    Vermutlich aus nackter Panik werde ich um 5:15 Uhr schon von selbst wach. So kann ich mich noch ein bisschen hin und her drehen und dann tapfer mit dem Weckerklingeln aufstehen. Bis zum Frühstück habe ich tatsächlich schon einiges in Ruhe weggehäkelt. Mein Mann macht Freitags immer Home-Office und ich kann mich besser aufs Maschenzählen konzentrieren, wenn es leise ist und ich alleine im Raum sitze. Der Versuch, nebenbei auf Magentamusik.de den Mitschnitt eines Wackenkonzertes zu hören, geht prompt nach hinten los und ich muss dreimal dieselben paar Runden wieder aufribbeln.

    Nebenbei hake ich auch noch meine übliche Liste ab. Denn immerhin belohnt mich meine Habittracker-App mit Klingeln, Gold und Punkten. Was den Menschen eben dazu motiviert, zum Teil eher langweilige, aber regelmäßig anstehende Aufgaben zu erledigen. Um kurz nach elf sind alle Einzelteile fertig gehäkelt und ich kann meinen Lernblock (WordPress und Barrierefreiheit) anfangen. Der ist wenigstens echt unterhaltsam.

    Allerdings verschiebe ich die Lektüre meiner diversen elektronischen Adventskalender auf den Abend, sonst wird das nichts mehr mit den Photos bei Tageslicht. Prioritäten setzen ist nicht meine größte Stärke, also reiße ich mich extra zusammen.

    Mittags

    Ich freue mich darüber, dass die Solawi eine Rote-Bete-Schwemme hatte. Normalerweise reicht mein Meal-Prep nur bis Donnerstags, aber heute habe ich noch eine große Portion Gemüse übrig. Nebenbei: Dass die Rote Bete nicht im Fediverse-Gemüseturnier 2025 gewonnen hat, betrachte ich als Skandal.

    Um 13 Uhr muss ich schon losstapfen zu zwei Schülern, die praktisch Haus an Haus wohnen. Dieses Schuljahr gebe ich keine Nachhilfestunden, zu denen ich mit dem Auto fahren müsste, das freut sowohl die Stromrechnung als auch meinen Schrittzähler.

    Der eine der beiden Viertklässler begrüßt mich sogar mit:

    „Heute habe ich richtig Bock, mit dir zu üben!“

    So macht Arbeiten Spaß!

    Nachmittags

    Die beiden Jungen stehen aber insgesamt ziemlichen Herausforderungen gegenüber. Der eine soll für die nächste Deutscharbeit üben: Sie werden ein paar Stichworte vorgegeben bekommen und dazu Märchen schreiben. Der arme Junge hat sich in den Kopf gesetzt, über einen Drachen zu schreiben, der schrecklichen Hunger hat. Ich muss mehrere Male wiederholen, dass er die anderen Figuren, die ich mir aus dem Hut gezogen habe, auch in seiner Geschichte vorkommen sollen. „Ach Mensch!“, sagt er. Leider hilft alles Wehklagen nichts.

    Auch der zweite Schüler hat es nicht leicht. Sein Kumpel klingelt zehn Minuten vor Ende unserer Stunde an der Tür und sein Vater lotst besagten Kumpel so diskret er kann an uns vorbei. Ab diesem Zeitpunkt wird es mit der Konzentration etwas eng. Trotzdem haben wir viel zu lachen, als wir „Stadt-Land-Fluss“ mit Märchenelementen spielen. Beim N kommen wir beide unabhängig voneinander auf die „magischen Gegenstände“ Nadel und Nudel.

    Die dritte Schülerin kommt zu mir nach Hause und ist mit ihrer Kurvendiskussion im Vergleich gut bedient. Wobei ich befürchte, dass sie das anders sieht. Dieses Schulhalbjahr ist in Schleswig-Holstein und Hamburg furchtbar kurz und bei der Klausuren-Lawine kommt nur bedingt Weihnachtsstimmung auf.

    Ich dagegen bin sehr in Weihnachtslaune. Als ich beim Bäcker vorbeigehe, bewundere ich den großem Baum und die selbst gestalteten Anhänger. Von diesen Kugeln gab es einige, sie sahen so aus, als hätten die Kinder darin Farbgranulat verteilt und irgendwie fixiert. Spannende Sache. Manche Farbkombinationen waren aber deutlich gewagter.

    Abends

    Mir dämmert so langsam, dass heute eigentlich die neue Folge „Talk ohne Gast“ herausgekommen ist. Stattdessen schreibe ich noch etwas an meinem „WMDEDGT im Dezember 25“ und füge die Photos in den Adventskalender-Beitrag ein. Hier noch schnell ein Spoiler/Rätselbild:

    Die Einzelteile müssen noch zusammengenäht werden. Das ist normalerweise nicht meine Lieblingsaufgabe, daher habe ich noch einige unfertige Projekte aus vergangenen Jahren herumliegen. Bei dieser Aktion hilft es aber nichts und ich habe gerade großes Mitgefühl mit den beiden Grundschülern. Immerhin fehlt danach nur noch das Bild vom fertigen mysteriösen Objekt und das sechste Türchen steht.

    Ansonsten bin ich für morgen extrem gespannt auf die Wacken-Zeltplatz-Buchung. Ich will wieder ein „mein-Zelt-schon“-Paket haben und morgen werden die Angebote freigegeben. Hoffentlich bricht da nicht wieder alles zusammen und hoffentlich bekomme ich eine Unterkunft gebucht.

    Achso und außerdem ist ja morgen noch Nikolaus. Schuhe putzen werde ich heute aber garantiert nicht mehr. Und die elektronischen Adventskalender sowie „Talk ohne Gast“ müssen auch bis zum Wochenende ohne mich klarkommen.

    Wie war dein 5. Dezember?

    Hast du auch schon mal bei WMDEDGT mitgemacht? Wie ist dein Tag gelaufen, hattest du auch jede Menge Prioritäten abzuwägen?

    Wir sehen uns dann an gleicher Stelle wieder zum 5. Januar, da hoffe ich auf deutlich mehr Entspannung 😉

    Fediverse-Reaktionen
  • Monatsrückblick November 25 – Ich will wieder an die Nordsee!

    Monatsrückblick November 25 – Ich will wieder an die Nordsee!

    2025 neigt sich konsequent dem Ende entgegen. Also ist es Zeit für meinen Monatsrückblick November 25. Ich wiederhole mich vielleicht, aber es war einiges los und ich konnte einige Vorhaben abhaken, andere wandern in den Dezember weiter.

    Besonders gut haben mir die beiden Wochenenden auf Reisen getan. Ich bin wirklich sehr gerne zuhause und gleichzeitig stelle ich im Nachhinein regelmäßig fest, was ein Tapetenwechsel alles ausmacht. Vor allem, wenn ich dabei am Meer durchgepustet werde!

    Schritte am Strand Richtung Kondition

    Was hatte ich im November 25 vor und was ist daraus geworden?

    • Mal wieder mit den Four Agreements beschäftigen.
      → Das habe ich total vergessen.
    • In Sachen UnplugTrump meinen YouTube-Kanal löschen und zu PeerTube umziehen. → Auch dieser Punkt ist mir durchgerieselt.
    • Meine Synapsen mit Nikotinpflastern von Spikeprotein-Bruchstücken befreien. ✔️ → Das war sehr interessant und wird in einem eigenen Blogpost aufgearbeitet.
    • Ein langes Wochenende auf Amrum verbringen. ✔️
      → Ach, ich bin so verliebt in diese Insel!
    • Die Clutterbugchallenge fortsetzen. ✔️ → Ich bin immer noch begeistert, wie sehr mir dieses niedrigschwellige Format entgegenkommt.
    • Photos unter den Hashtags Bloomscrolling, ThinkTrunkTuesday und SilentSunday teilen. → Zum Glück warten die Bilder in meinen elektronischen Ordnern geduldig auf mich.
    • Mehrmals Nordic Walking, eine Laufrunde. → Immerhin habe ich meine tägliche Schrittzahl von circa 7000 auf fast 8000 gesteigert. Das reichte schon aus, um mich abends wieder sehr müde zu fühlen.
    • Über die A7 wandern. → Das schiebe ich auch in den Dezember.
    • Das schwarze Leinen zu einer Hose vernähen. ✔️ → Das Leinen hatte ich noch in Brunsbüttel gekauft also vor Dezember 2016. Endlich ist es vernäht, es gab keinen Anlass zum Fluchen und die Hose passt. Kaum zu fassen!

    Projekt Gesundwerden

    Im August hatte ich meinen Termin in der post-COVID-Klinik in Kiel. Der Arzt sagte mir, meine Müdigkeit würde mit der Zeit wieder ausheilen. Und ich könne das unterstützen, indem ich immer mal wieder vorsichtig meine Belastungsgrenze austeste. Ein Teil könne auch darauf zurück gehen, dass ich seit 2023 höhere Pulsbereiche vermeide.

    Entsprechend wollte ich eigentlich im November laufen gehen. Aber in der Realität war mir dann doch nicht danach, also fiel es aus. Immerhin bin ich auf fast 8000 Schritte pro Tag gekommen, während ich den Rest des Jahres eher bei einem Durchschnitt von 7000 Schritten, meistens etwas weniger lag. Zu Anfang des Jahres hatte ich schon mal versucht, meine Schrittzahl zu steigern, aber der Bleimantel wurde damals dadurch deutlich schwerer.

    Zusätzlich habe ich im November ausprobiert, ob Nikotinpflaster mir gegen die Müdigkeit helfen. Hört sich abenteuerlicher an, als es ist, und ich werde noch einmal gesondert darüber bloggen. Jedenfalls war ich recht zufrieden mit dem Ergebnis, auch wenn ich jetzt mit so vielen Extraschritten abends wieder ein bisschen platt bin. Allerdings auf der anderen Seite nicht so platt wie im Januar.

    Meine Aufgabe ist jetzt, genau in mich hineinzuhorchen. Mich gleichzeitig nicht zu überfordern, aber auch aus der Schonhaltung wieder herauszukommen und mal kurzzeitig den Puls zu steigern. Ganz vorsichtig und beständig. Für den Dezember plane ich eine Kombination aus den Pflastern und Konditionstraining. Es bleibt spannend.

    Amrum im November

    Diese Insel hatte ich ganz anders in Erinnerung. 2022 haben wir dort eine Freundin besucht, auch für ein langes Wochenende. Allerdings war sie mit dem Auto dort und kutschierte uns an diverse touristisch interessante Orte. Daher dachte ich irgendwie, Amrum sei viel größer und asphaltierter.

    Jetzt habe ich meine Cousine besucht, die mit ihren Kindern auf der Insel eine Kur macht. Wir beide waren ohne Auto da und es stellte sich heraus, dass alle möglichen Orte vom mittig gelegenen Nebel aus sehr wohl fußläufig erreichbar sind. Die vielen breiten Straßen aus meiner Erinnerung entpuppten sich als eine Hauptstraße, die von Süden nach Norden verläuft. Und auf der ein Bus hin und her fährt, in dem mein Deutschlandticket akzeptiert wurde.

    So zeigt sich mal wieder, wie viel die Perspektive für die Wahrnehmung ausmacht. Es war insgesamt ein ganz neues Erlebnis, dass die Sonne immer um halb fünf im Meer versank, dass so wenige andere Menschen vor Ort waren und dass andererseits dadurch einige Restaurants geschlossen hatten. Verständlicherweise.

    Wir sind einige Kilometer gemeinsam spazieren gegangen. Für die vierjährige Tochter meiner Cousine war das allerdings schon eine Challenge. Die ganz langen Spazierwanderungen habe ich daher alleine unternommen, was mir wiederum beim intensiveren Kennenlernen der Insel geholfen hat. Insgesamt verbringe ich tatsächlich sehr gerne Zeit alleine und genieße den Herbst, falls ich das noch nicht erwähnt haben sollte 😉

    Meine Unterkunft war in Nebel und ich bin immer noch sehr verliebt: Was für ein zauberhafter kleiner Ort mit alten, teils reetgedeckten Häuschen und schmalen Straßen! Zudem haben meine Großeltern in der Kirche von Nebel geheiratet und meine Mutter in der Kapelle in Wittdün taufen lassen. Da konnten wir einige Photos und Videos verschicken und meine Mutter war total glücklich, dass sie so indirekt in dieses Familientreffen mit eingebunden war.

    Jetzt bin ich sehr entschlossen, nochmal wieder nach Amrum zu reisen. Das habe ich zwar 2022 schon gesagt, jetzt meine ich es aber wirklich. Da gibt es noch einiges zu entdecken und das nächste Mal dann wieder zu Fuß.

    Was habe ich im November 25 gelesen?

    Gehwegparken

    Wenn ein Foto plötzlich die Stadt spaltet – Warum Online-Debatten so eskalieren (und was wir daraus lernen können)

    In diesem Blogbeitrag geht es zunächst einmal ums Gehwegparken. Aber noch mehr geht es darum, wem wir Raum und Bewegungsfreiheit zugestehen, und welche Muster häufig in der Kommunikation automatisch ablaufen.

    Eine Person aus Offenburg berichtete auf Facebook über einen Lieferwagen auf dem Gehweg. Darauf folgte die leider schon gewohnte Debatte mit Nebenschauplätzen und wenig Austausch auf der Faktenebene.

    Diese drei Parkprobleme habe ich in Halstenbek an einem Tag innerhalb von fünf Minuten gesehen. Auf einer Strecke von höchstens einem Kilometer. Zwei davon parkten in einer Feuerwehrzufahrt, an keinem hätte ein Rollstuhl oder ein breiterer Kinderwagen gut vorbei gepasst.

    Ich möchte selbst auch keinen Lieferwagen fahren. Gleichzeitig gilt auch für diese Fälle die StVO und allgemein ein Mindestmaß an Rücksichtnahme auf andere Menschen. Ich denke, hier in Halstenbek würde die Debatte ähnlich wild laufen.

    Erfreulicherweise liefert der Artikel Hinweise, wie wir unseren Teil zu einer kontruktiven Debattenkultur beitragen können. Und endet mit einem optimistischen Fazit: „Lass dich nicht entmutigen!“

    Was habe ich im November 25 gesehen?

    „Was läuft, Ostdeutschland?“

    3Sat bietet in der Mediathek diese Doku an. Dafür ist ein Schweizer Journalist in einer Art (wie er sagte) „Road Movie“ von Schmalkalden aus bis nach Mecklenburg-Vorpommern gereist und hat Menschen angesprochen und gefragt, wie es ihnen geht.

    Sein Vorteil ist, dass er sich immer als „neutrale Schweiz“ vorstellen kann. So kam er mit Menschen ganz anders ins Gespräch, als es vielleicht jemand anderes von einem deutschen öffentlich-rechtlichen Sender könnte.

    Die Doku präsentiert zum Teil im buchstäblichen Sinn kontroverse Ansichten. Einerseits die Perspektive auf die Ostdeutschen, die sich ohne Marshallplan im Rücken aus dem Umbruch heraus selbst in die Demokratie wurschteln sollten. Andererseits die Sicht auf 35 Jahre Anspruchshaltung dem Staat gegenüber.

    Diese Kontraste und die Offenheit des Teams den Menschen gegenüber machen diese Sendung zu einem aufschlussreichen Blick auf den Osten Deutschlands.

    „Was Zeitmanagementsystemen oft fehlt“ (YouTube-Link)

    Dieses Video fand ich sehr erhellend. Emm Bright beschäftigt sich mit Produktivitätssystemen und diskutiert in diesem kurzen Video, warum so viele davon in ihrem Alltag auf Dauer scheitern.

    Sie unterscheidet Ziel-orientierte und Aufgaben-basierte Systeme. Und erzählt, wie sie lange zwischen dem herausgezoomten Ansatz der großen Ziele und dem kleinschrittigen Planen von ToDos hin und her gependelt ist.

    Letztlich stellt sie fest, dass bei vielen Systemen eine Schicht fehlt: Die banalen Alltagsroutinen, wie zum Beispiel Haushaltsaufgaben und der familiäre Care-Bereich. Ein paar wenige Systeme scheinen diese routinemäßig wiederkehrenden Tagesordnungspunkte zu berücksichtigen. Allerdings sind diese, wie es scheint, von Frauen erstellt worden. An der Stelle ergaben sich in den Kommentaren interessante Schlussfolgerungen.

    Ich habe aus diesem Video für mich hauptsächlich noch einmal mitgenommen, dass es nicht an mir liegt, dass ich persönlich noch kein Zeitmanagementsystem gefunden habe, das bei mir auf Dauer funktioniert. Bis auf die Systeme, die ich selbst für mich individuell entwickelt habe. Die machen immer mehr, was sie sollen.

    Was habe ich im November 25 gehört?

    Wie schützen wir die Demokratie vor Tech Bros und KI?

    Das ist die neueste Folge von Wind und Wurzeln, einem Podcast mit Marina Weisband. Es geht (mal wieder) um einen kritischen Blick auf „Künstliche Intelligenz“. Allerdings nicht aus einer allgemeinen Technologieablehnung oder Zukunftsverweigerung heraus, wie es von manchen KI-Fans behauptet wird.

    Es geht um Eigentumsrechte, extreme und sehr asymmetrische Konzentration von Macht, Memes über eine „permanente Unterschicht“, Umverteilung von Wohlstand von unten nach oben, die künstliche Aufrechterhaltung der AI-Firmen durch eine kreisförmige Finanzierung innerhalb der Bubble und letztlich um Demokratie.

    Das Problem liegt nicht in der Technologie an sich. Als lebenslanger Star-Trek-Fan fasziniert mich künstliche Intelligenz und ich sehe viele sinnvolle Anwendungsbereiche. Was die aktuelle Entwicklung gesellschaftlich bedenklich macht, ist die dahinter liegende Broligarchie.

    Der Podcast beleuchtet alle diese Aspekte gründlich. Und bespricht am Ende auch, was wir tun können, wenn wir mit der KI eine solide Zukunft haben wollen.

    Was habe ich im November 25 gebloggt?

    Monatsrückblick Oktober 25 – Schon wieder Ferien!
    Mein Monatsrückblick Oktober 25: Der Herbst gibt farblich alles und die Entrümpelungschallenge läuft läuft noch besser als gedacht.

    WMDEDGT im November 25
    Das WMDEDGT im November 25 fällt mit der Kurzgeschichten-Deadline zusammen. Also schreibe ich beides parallel.

    Linear oder gestreamt – Freiheit trifft auf Unterhaltung
    Bei der „relevant“-Blogparade geht es im November darum, ob wir linear oder gestreamt fernsehen und warum.

    Das nervt mich! Bloggerschnack November 25
    Mein Beitrag zum Bloggerschnack November 2025. Es gibt ein paar wenige Punkte am Bloggen, bei denen ich sage: Das nervt mich! Anderes nervt dagegen gar nicht.

    Probleme mit Mathe – Was ich bei der Nachhilfe beobachte
    Viele Menschen haben Probleme mit Mathe. Ich behaupte, dass das bei den meisten von uns gar nicht sein müsste.

    Wolfenoot – der Tag der Wölfe, Hunde und Freundlichkeit
    Am 23.11. ist Wolfenoot, wenn der Geist der Wölfe umgeht und Geschenke versteckt. Ein Anlass für Gedanken über selbstgewählte Feiertage.

    Gute Präsentationen – Die wichtigsten Tipps
    Weil ich immer wieder Beispiele dafür sehe, wie ich es nicht machen würde, teile ich wichtige Punkte für gute Präsentationen.

    Story Challenge November 2025 – Whispered
    My contribution to the Story Challenge November 2025: Paul knows how to ruin a date. Especially, because he has inside help.

    Projekt52 November 25
    Mein Beitrag zur kreaktiven Challenge Projekt52 im November 25. Die Stichpunkte: „Auf Reisen“, „Spurensuche“, „Zuhause“, „Altes“ und „Motivation“

    Monatsrückblick Oktober 25 in Mastodönekes:

    Diese neue Kategorie habe ich mir bei Uschi Ronnenberg von IchTuWasIchKann abgeguckt. Manches im Fediverse möchte ich mir merken, aus den unterschiedlichsten Gründen. Ein paar dieser Perlen teile ich in meinen Monatsrückblicken.

    „Ich, der beim Passwort eingeben sieht, dass er sich beim vorletzten Zeichen vertippt hat, aber trotzdem auf Enter drückt, denn der Computer könnte ja auch mal ein Auge zudrücken.“

    jan_j

    Ich fühle mich davon sehr gesehen und verstanden. Und vielleicht halte ich im Dezember noch mehr die Augen offen für Weisheiten und Kuriositäten im Fediversum.

    ToWants im November 25

    Für meine Monatsrückblicke ziehe ich eine Zwischenbilanz, wie meine ToWants laufen. Diese Punkte waren im November besonders erfreulich:

    • mehr als 10km Spazierwandern – Dazu hatte ich auf der Insel reichlich Gelegenheit.
    • die frischen Temperaturen genießen – Die waren noch frischer als im Oktober, es gab sogar kurzzeitig Schnee.
    • 250 veröffentlichte Blogartikel zum Jahresende – Aktueller Stand sind 256 (inklusive diesem Monatsrückblick November 25) 😀
    • zum Jahresende 90 groß gezogenene Haustiere in Habitica – Damit bin ich jetzt fertig 😀 Und sehr erleichtert, dass mir diese App trotzdem immer noch Motivation gibt.

    Und was war sonst noch los?

    Es gab wieder so viele schöne Sonnenuntergänge, auch hier zuhause.

    Auf einem weiteren Wochenendtrip fiel mir diese Nachricht auf. Ach, Hamburg!

    Das Hotel in Oldenburg war technisch auf dem allerneuesten Stand.

    An Zerrspiegeln kann ich einfach nicht ohne Photo vorbeilaufen.

    In Halstenbek stehen an mehreren Orten Fahrrad-Reparaturstationen. Vorbildlich!

    Der Frost hat in meiner Umgebung zauberhafte Zuckerkrusten verteilt.

    Nach dem Frost hingen diese Rosen erstmal malerisch durch.

    Auch Nebel wurde geboten. Wenn der Herbst 25 eins nicht ist, dann langweilig.

    Ich hatte gar nicht damit gerechnet, am Ende dieses Kurses eine Urkunde zu bekommen.

    Vorherige Novemberrückblicke

    Für den Monatsrückblick November 25 schlage ich wieder in meinem Blog nach, was ich in den Vorjahren erlebt habe. Mit jedem weiteren Jahr lohnt es sich so noch mehr, dass ich regelmäßig diese Rückblicke schreibe.

    November 23: Meine Hauptbeschäftigung war dank post-COVID Entschleunigung, außerdem habe ich „The Marvels“ im Kino gesehen.

    November 24: Die Straße, von der unsere Straße abzweigt, war vollständig aufgerissen, wochenlang. Zusätzlich waren Wahlen in den USA. Meine Laune war entsprechend gedämpft und trotzdem habe ich mir schöne Momente gemacht.

    Was habe ich im Dezember 25 vor?

    Das war mein Monatsrückblick November 25. Schreibst du auch mehr oder weniger regelmäßig Rückblicke? Mir hat zum Einstieg die Anleitung von Judith Peters geholfen. 

    Wie war dein November 2025? Welche Bücher, Podcasts, Filme oder Erlebnisse haben dich inspiriert?


    Auf meinem Blog erscheinen regelmäßig Monatsrückblicke wie dieser.

  • Projekt52 November 25

    Projekt52 November 25

    Das war dann mal wieder sehr knapp. Das letzte Bild für Projekt52 November 25 habe ich heute aufgenommen, direkt bevor es in den Vorweihnachtswirbel weitergeht.

    Worum geht es? Jeden Monat gibt Sari vom Heldenhaushalt vier bis fünf Themen vor. Dazu passend gestalten eine Reihe von Blogger:innen Bilder oder Texte und am Ende stehen 52 kreative Ergebnisse, für jede Woche eins.

    Natürlich kannst du auch im Dezember noch einsteigen. Allerdings wird es wohl auch 2026 ein Projekt52 geben, wenn ich das richtig verstanden habe. Mir käme das auf jeden Fall gelegen, diese Regelmäßigkeit tut meinem Kreativmuskel richtig gut. Und ein bisschen brauche ich anscheinend auch den Nervenkitzel ob ich die Termine jeweils einhalte.

    Die Beiträge zum Projekt52 November 25

    Die Themen im November 25 fand ich gleichzeitig interessant und machbar. „Zuhause“ war für mich tatsächlich die größte Herausforderung. Für „Auf Reisen“ hat es bei mir unerwartet gut gepasst, dass ich ein langes Wochenende an der Nordsee verbrachte.

    Auf Reisen

    Bei meiner Abreise von Amrum regnete es. Wasser von oben und unten sozusagen. Und trotzdem kann ich einen Besuch dieser Insel im Herbst nur empfehlen.

    Spurensuche

    Hier ist nicht nur ein Vogel durch den Sand gelaufen. Aber wer am Strand solche klitzekleinen Handabdrücke macht, habe ich nicht herausgefunden.

    Zuhause

    Weil ich in meinem Leben so oft umgezogen bin, fühle ich mich an mehreren Orten ein bisschen und gleichzeitig nirgends vollständig zuhause. Ein warmer Tee und ein gemütliches Sofa helfen allerdings schon sehr weiter.

    Altes

    Bei diesem Bild bin ich hin und her gerissen. Vor manchen Wohnanlagen in Halstenbek liegt immer wieder Müll an der Straße. Als ob dieser kleinteilige Kram Sperrmüll wäre. Hoffentlich holt das die Stadt trotzdem bald mal ab.

    Gleichzeitig war ein Teil von mir sehr fasziniert. Ich glaube, den Firmennamen Telefunken habe ich seit dem letzten Jahrtausend nicht mehr gehört. Und sofort rollten mir Kindheitserinnerungen in den Sinn, an eine Zeit, in der mein Vater mit uns immer mal wieder einfach so Quatschunterhaltungen aufgenommen hat.

    Motivation

    Wie sehr mich mein Habitica-Zoo (hier nur ein sehr kleine Ausschnitt) durch das Jahr 2025 getragen hat, dafür habe ich keine Worte. Die Aussicht auf immer neue Tiere motiviert mich dazu, die langweiligsten und jahrelang abgelagerten ToDos zu erledigen. Vor allem bin ich davon begeistert, dass der Effekt immer noch ungebrochen ist.

    Meine bisherigen Beiträge für Projekt52

    Seit Januar habe ich bisher noch kein Thema ausgelassen:

    Außer auf meinem Blog findest du meine P52-Beiträge auch auf Pixelfed. Wenn du mir auch dort folgst oder wenn dich das motiviert, auch von Instagram dorthin zu wechseln, würde ich mich sehr freuen!

    Auch ansonsten erscheinen in meinem Blog regelmäßig Beiträge in der Kategorie „Selbstgemacht“.

  • Story Challenge November 2025 – Whispered

    Story Challenge November 2025 – Whispered

    My contribution to the deadlinesforwriters short story challenge November 2025. The prompt was „whispiered“ and the required word count was 1200.

    Running Commentary

    The voice was obviously his, yet at the same time very clearly not. It had no volume but lots of gravity.

    Paul checked his appearance in the mirror, tilting his head from side to side. No matter which direction he turned, his shirt looked as if a herd of elephants had trampled it over.

    Well done! Waiting until the last moment so you don’t have time to iron your clothes was such a smooth move! Now it’s too late, and you are going to look a right muppet!

    He pulled at the sleeves and viewed the other shirts in his wardrobe. Which were just as rumpled, so there was no point changing again. He sighed.

    Weird that Helen asked you out for dinner in the first place, isn’t it? Makes you wonder. It’s not like women have been queuing up for dates with you.

    Paul checked the bus timetable on his phone. He swore under his breath because he had forgotten that on Sundays they ran less frequently. He would have to hurry, else he was going to have to sprint to the restaurant on foot.

    Maybe you should have jogged a bit more often recently. Would have done wonders with the general flabbiness. Again, too late!

    Paul put on his coat, stuffed the phone into his pocket and smoothed his hair back. A last glance into the mirror, a shake of the head, then he rushed out the door.

    A few minutes later he returned, out of breath and swearing. He rummaged around for his wallet, ran out again and slammed the door shut.

    Oh, would you look at those lovely red rear lights! Time to start jogging if you want to be at least somewhat on time. Helen is going to be so impressed if you turn up with a face like a sweaty tomato!

    Paul tilted his head backwards, his hands covering his face. Then he ran off. Actually, he had enjoyed jogging before this new job. It was just that he didn’t have the time anymore. His old friend Greg had helped convince his team leader that Paul was the best choice.

    Yeah, and they are going to find out what a giant mistake they have made any day.

    Paul shook his head, getting into his stride now. He thought back to how he had met Helen for the first time. She worked in another department of the same company, and he had been admiring her for a while now, mostly from afar. Then there had been the meeting last month where the two of them had ended up sitting next to each other. To his surprise, she had actually started a conversation with him.

    I wonder why. What’s more, I wonder why she kept talking to you. Remember how you stumbled over your words? That was classic Paul!

    They had kept bumping into each other at the cafeteria. Sometimes Greg had also been there, but he had never seemed interested in chatting with Helen, no matter how hard she tried to include him. Eventually, last week she had asked Paul if he wanted to meet for dinner and what kind of restaurant he liked.

    And we both know there has to be some kind of ulterior motive behind this date, don’t we?

    Paul turned a corner only to smash into one of those bloody tourists with a paper cup in their hands. It was sheer luck that nothing worse happened than a bit of coffee being spilt. When he jogged on, he felt something warm running down his leg.

    Brilliant! Now your trousers match the shirt. You never learn, do you? When are you going to only wear dark colours, so those stains are less visible?

    He risked a look downward while at the same time keeping up the pace. And of course, a brown blotch had appeared on his favourite light blue jeans. But he was late as it was, so he would just have to face meeting Helen looking the weirdo that he was.

    And there she stood, waiting in front of the restaurant. He could see her looking at her phone with her thumb ready to touch the screen.

    “Hey! I’m here! Sorry!” he shouted, out of breath.

    Helen’s face lit up. “Oh, I was beginning to worry! Are you alright?”

    Ha! She doesn’t know the half of it.

    “Yeah,” he said. “I missed my bus and then somehow collided with a stranger, but now I’m here I’m fine. How are you?”

    Helen grinned. “Looking forward to trying out Ethiopian food. I have never had it, so hopefully I like it as much as you do.”

    And this, Ladies and Gentlemen, is how you set yourself up for an awkward date. What are the odds that she is going to enjoy injera?

    They went inside, and surprisingly, were shown to a great table, quiet but with a good view of the room. He had never been to this particular place, but it was full of other patrons chewing happily. Paul suggested they both go for the buffet, and Helen agreed, choosing lots of small portions of the dishes he recommended.

    Back at the table, she asked, “So, you and Greg, have you known each other long?”

    “We’ve been to school together, why?”

    Helen shrugged. “Oh, no reason! He seems quiet, though. So different from you.”

    So that’s what this is about! You should have known you’re only really here so she can figure out how to make Greg interested in her. Good thing you didn’t make too much of an effort at looking presentable. Would have been a bit of a waste.

    “Yes, people keep telling us how we don’t seem to make sense as friends, him being so successful and mysterious, and me, well—”

    Helen chuckled. “Mysterious? That’s the first time I have heard anyone call him that. I think we both joined the company at the same time. And okay, the others on my team have talked about how he has improved your department’s performance, but…”

    The voice drowned her out after that.

    How you ever thought you could compete with him is beyond me. Remember when he…

    And on and on it went, until he shouted, “Shut up!”

    The entire restaurant fell silent. For what seemed like an endless minute, all the other guests seemed to wait and see if there was more entertainment forthcoming.

    Paul looked at Helen and, for the first time this evening, really saw her. Her black hair and blue eyes. The lovely light blue dress she had chosen to wear. Her face even paler now. How she looked ready to push her chair back and leave.

    The woman at the neighbouring table placed her cup onto the saucer very quietly.

    “I am sorry,” he said quietly. “This wasn’t about you. It’s just, I have this voice in my head talking to me constantly, and—”

    Helen leaned forward again with a serious expression. “You too? Tell me about it.”

    And he did. For the first time in his life, he shared about the whispering, and he wondered why he never had before.

    This might turn out to be a brilliant evening after all.



    Like my contribution to the story challenge November 2025? On my blog you can find and read more of my stories!

    Fediverse-Reaktionen
  • Gute Präsentationen – Die wichtigsten Tipps

    Gute Präsentationen – Die wichtigsten Tipps

    Auch dieses Jahr wurde ich wieder mehrfach gefragt, was gute Präsentationen ausmacht. Es scheint ein eingeschliffenes Ritual zu sein: Lehrkräfte geben Referatsthemen aus und Klassen sehen sich dann viele Vorträge hintereinander an. Die meisten langweilen sich dabei und wundern sich, wenn ihnen in der anschließenden Arbeit oder Klausur die Inhalte fehlen. Das muss allerdings überhaupt nicht so laufen. Es gibt kein Gesetz dafür, dass solche Vortragsreihen wenig bringen dürfen.

    Ob du dich auf eine Präsentationsleistung als Alternative zur klassischen mündlichen Prüfung vorbereitest oder mehr oder weniger unfreiwillig an einer Reihe von Referaten vor deiner Klasse teilnimmst: Es gibt ein paar Stellschrauben, die es allen Beteiligten angenehmer machen. Und am Ende mit überschaubarem Aufwand für eine bessere Note sorgen können. Ich beziehe mich in dem folgenden Post inhaltlich auf Mathematikvorträge, allerdings ist das alles problemlos auf andere Fächer übertragbar.

    Die wichtigsten Punkte auf einen Blick:

    • Erzähle für gute Präsentationen eine Geschichte an einem roten Faden entlang, inklusive einem runden Ende, das wirklich die Leitfrage beantwortet..
    • Versetze dich in dein Publikum hinein und langweile es so wenig wie möglich.
    • Bei Folien gilt: Weniger ist mehr! Mehr Bilder, weniger Text! Ausreichend Kontrast und Schriftgröße!
    • Bei KI-Unterstützung stelle sicher, dass das alles stimmt und du es selbst erklären kannst.

    Sinn und Zweck einer Präsentation

    Aus Sicht der Lehrkraft haben Vorträge mehrere Vorteile: Aus ihnen lässt sich eine mündliche Note ableiten, sie aktivieren die Schüler:innen und sie vermitteln Methodenkompetenzen wie Recherchieren und Vortragen. Außerdem übernehmen die Lernenden einen großen Teil der Vorbereitung der jeweiligen Unterrichtsstunden, auch wenn ich aus eigener Erfahrung sagen kann, dass die Lehrkraft in Referatseinheiten meistens alles andere tut, als sich untätig zurück zu lehnen.

    Aus eurer Sicht sind gute Präsentationen oft eine Möglichkeit, die mündliche Note zu verbessern. Außerdem bilden Referate regelmäßig die Grundlage der nächsten Arbeit oder Klausur. Das heißt, es wäre wünschenswert, wenn möglichst viele der Vortragenden im Hinterkopf hätten, dass sie ihr Publikum mitnehmen und (so gut es geht) solide informieren. Je nach Beliebtheit des betreffendes Faches ist das mehr oder weniger einfach machbar. Als Mathelehrerin habe ich leider schon extrem langweilige Ansätze gesehen, die über das übliche „Mathe ist nichts für mich“ noch unnötig hinausgingen.

    Die Vorbereitungsphase

    Recherche

    Fang rechtzeitig an. Ich bin wirklich nicht das große Vorbild, wenn es darum geht, Dinge nicht vor mir herzuschieben. Aber hier kann ich nur empfehlen: Fang für gute Präsentationen rechtzeitig an. Sobald du die Aufgabe hast, recherchierst du am besten direkt los.

    Wenn du unbedingt eine KI fragen musst, dann behalte im Hinterkopf: KIs halluzinieren manchmal, wenn ihnen Fakten fehlen. Gleiche die Ergebnisse mit anderen Quellen ab, denn spätestens im Vortrag fällt es sonst auf, wenn du Phantasiefakten behauptest und auf Nachfragen nicht erklären kannst, wie du darauf gekommen bist.

    Es gibt solide online-Lernplattformen. Unter anderem sind das:

    Dazu kommen unzählige Lernvideos auf YouTube. Du kannst davon ausgehen, dass die Aufgabe für dein Referat eine gängige Fragestellung ist, die du mehrfach online beantwortet findest, so dass du eigentlich auch ohne KI auskommst.

    Mentale Vorbereitung

    Erinnerst du dich an langweilige Präsentationen? Weißt du, was daran jeweils so einschläfernd war? Mein Tipp:

    Mache genau das nicht.

    Versetze dich in die Perspektive der Menschen, die sich deinen Vortrag anhören werden. Mute ihnen für gute Präsentationen keine schlechten Folien zu! Versuche stattdessen, eine Geschichte zu erzählen, statt einfach nur deine Aufgabenstellung und deren Bearbeitung herunter zu rattern.

    Deine Leitfrage ist die Grundlage dieser Geschichte. Wie interessant du den Vortrag ausgestaltest, liegt tatsächlich bei dir. Stell dir vor, du ziehst los wie eine Figur in einem Abenteuer und sollst eine Antwort finden. Du sammelst beim Recherchieren kleine Bausteine, fügst sie zusammen und bastelst auf dieser Grundlage deine Folien. Das mag etwas hoch gehängt klingen, aber so schaffst du eher einen Spannungsbogen, als wenn du dich durch die Aufgabe durchschleppst.

    Wirst du vor deinem Kurs oder deiner Klasse vortragen? Dann brauchen die Antworten mehr Details. Denn in diesem Fall sollen die Anderen eventuell auf dieser Basis einen Test, eine Arbeit oder eine Klausur bestehen.

    Besteht dein Publikum nur aus einer Prüfungskommission? Dann lass die kleinen Einzelschritte weg und erkläre nur in groben Zügen, wie du auf deine Ergebnisse gekommen bist. Die Lehrkräfte, die sich das anhören, brauchen die kleinteiligen Informationen nicht und wollen nur sehen, dass du die Grundprinzipien verstanden hast und erklären kannst. In diesem Fall verwende lieber mehr Zeit und Energie darauf, die Ergebnisse vor dem Hintergrund deiner Leitfrage überzeugend zu deuten.

    Die sprechende Gliederung

    Damit geht es schon los. Mein Eindruck ist, dass es „alle so machen“, weil es „alle so machen“. Aber eine Gliederung ist nach der Begrüßungsfolie der erste Eindruck von einem Referat. Und hier werden die Zuhörenden oft schon direkt abgehängt. Vergleiche dazu die folgenden Beispiele:

    Die erste Folie liefert keinerlei Informationen. Dass es eine Leitfrage und Quellenangaben gibt, ist eine Selbstverständlichkeit. Genauso ist es nicht überraschend, dass du Aufgabenstellungen hast, die zu bearbeiten sind. In Wirklichkeit soll eine Gliederung dem Publikum grob mitteilen, worum es in der Präsentation gehen wird. Dafür sind ein paar aussagekräftige Stichworte nötig, die ganz kurz den Inhalt der Aufgaben auf den Punkt bringen.

    Zusätzlich machen im zweiten Bild eingerückte Unterpunkte die Struktur des Vortrages auf den ersten Blick deutlich. Es steht außerdem die gesamte Fläche zum Beschriften zur Verfügung. Tipp: Mit etwas mehr Abstand zwischen den Zeilen sieht eine Folie gleich deutlich freundlicher aus.

    Leider habe ich die erste Variante häufig zu sehen bekommen. Eine dicht gedrängte Liste mit nichtssagenden Worthülsen ist aber das erste Signal für das Publikum, dass es jetzt so richtig uninteressant werden dürfte.

    Gute Folien für gute Präsentationen

    Mehr Bilder, weniger Text

    Eine angenehme Optik ist auch für alle folgenden Folien hilfreich. Hier noch einmal ein direkter Vergleich:

    Die erste Folie zeigt einen Textblock. Dieser ist ein aus einem anderen Dokument kopiertes Bild. Der Kontrast ist zu niedrig und der Mix aus verschiedenen Schriftarten auf jeden Fall optisch fragwürdig. Der Folientitel ist genauso inhaltsleer wie der angekündigte Unterpunkt in der Gliederung es schon versprach. Die ganzen Sätze im Bild verleiten dazu, sie einfach vorzulesen. So ein Einstieg lässt die Zuhörenden garantiert einschlafen.

    Für die zweite Folie habe ich nur die Hintergrundgeschichte als ganzen Satz eingefügt. Die Aufgabenteile b) und c) bekommen eigene Folien. Dadurch ist mehr Platz für eine Grafik, an der in eigenen Worten erläutert werden kann, wie mit der Zeit die Medikamentenmenge abnimmt:

    „Hier könnt ihr schön sehen, dass es bei 7,5 Milligramm losgeht und dann…“

    Das Diagramm erweitert sich mit folgenden Teilaufgaben um weitere Punkte und Linien. So entsteht eine zusammenhängende Geschichte, mit der du dein Publikum mitnehmen kannst. Selbst wenn sie Textaufgaben an sich nicht sonderlich spannend finden.

    Was macht gute Folien sonst noch aus?

    • Aussagekräftige Folienüberschriften: Worum geht es in wenigen Worten?
    • Kontrast und Schriftgröße: Stelle dich ein paar Meter entfernt und sieh dir die Folien auf deinem Tablet oder Computer an. Ganz ehrlich: Kannst du das Geschriebene lesen?
    • Text nicht als Screenshot, sondern als Text copypasten: So kannst du die Aufgabenstellung farblich und von der Schriftart her anpassen.
    • Formeleditor statt handschriftlich eingefügter Buchstaben: So sieht deine Folie deutlich einheitlicher aus und es fällt leichter, sich auf den Inhalt zu konzentrieren.
    • Diagramme und erklärende Bilder: Nicht nur im Fach Mathematik helfen Bilder die Zusammenhänge anschaulich zu erklären.

    Die Folien sind deine Moderationskarten! Sie sollten genau die Stichworte enthalten, die du brauchst, um die Inhalte vorzutragen.

    An die Zielgruppe angepasste Folien

    Zuletzt vergleiche ich noch einmal Slides für ein Referat vor Mitschüler:innen und eins vor Lehrkräften.

    Im ersten Fall geht die vortragende Person kleinschrittig vor. Auf dem Weg zur Ableitung nennt sie die wichtigen Regeln und stellt die einzelnen Komponenten vor. So kann der Kurs das Ergebnis nachvollziehen. Natürlich braucht dieser Vortrag dann mehr Folien.

    „In der Funktion sehen wir einen Malpunkt, daher müssen wir die Produktregel anwenden. Außerdem ist die e-Funktion verkettet. Die 13 fällt beim Ableiten weg. Also stelle ich u und v auf und…“

    Bei der zweiten Variante gibt die vortragende Person nur das Endergebnis als Ableitung an. Sie setzt k‘ direkt mit Null gleich, lässt dann aber die Einzelschritte für das Auflösen wieder weg.

    „Um die Extrempunkte zu finden, muss ich erst k‘ bestimmen und dann gleich Null setzen. Weil die e-Funktion nicht Null werden kann, ergeben sich wie hier zu sehen, die beiden Lösungen…“

    Dadurch sind die Folien deutlich kompakter. Entsprechend kann in der gleichen Zeit in einer Prüfungs-Präsentationsleistung mehr Inhalt präsentiert werden. Das kalkulieren die Lehrkräfte natürlich bei der Formulierung der Aufgabenstellungen ein.

    Wie du dich auf den eigentlichen Vortrag vorbereitest

    Fang rechtzeitig an! Dann hast du nämlich auch reichlich Zeit, den Vortrag zu üben. Und zwar mehrfach alleine, um zu testen, ob du in der vorgegebenen Zeit fertig wirst.

    Extra-Tipp: Die meisten sprechen in der Vortragssituation schneller als normal. Rechne also damit, dass du schneller fertig bist, als gedacht. Wenn du in Ruhe zuhause deutlich unter dem Zeitlimit bist, füge noch mehr Inhalt zu. Vielleicht eine extra Folie oder ein paar mehr Stichworte zum Hintergrund deines Themas.

    Anschließend trage deinen Vortrag mehrfach netten Menschen vor. Das können Familienangehörige sein oder auch Freund:innen. Wichtig ist, dass sie dir wohlgesonnen sind und du dich entspannt fühlst. Frage sie hinterher,

    • wo sie dich nicht verstanden haben
    • ob es besonders langatmige Abschnitte gab
    • ob es irgendwo zu schnell ging
    • welche Folien unklar waren oder nicht genug Kontrast hatten
    • welche zusätzlichen Informationen sie sich gewünscht hätten

    Wenn du rechtzeitig anfängst, bekommst du so noch wertvollen Input. Damit kannst du deine Präsentation deutlich verbessern, bevor du sie in der Schule oder an der Uni hältst.

    Am besten ist es, wenn du dein Referat so oft vorgetragen hast, dass du das Gefühl hast, du brauchst eigentlich keine Kärtchen mehr.

    Das Ende einer Präsentation

    Ganz am Ende stehen natürlich die Quellen und die übliche Danksagung. Vorher beantwortest du aber noch deine Leitfrage. Und zwar wiederholst du hier noch einmal kurz und knapp die Ergebnisse deiner Aufgaben, die zu dieser Antwort beitragen. So machst du aus der Geschichte ein rundes Paket.

    Oft sehe ich, dass hier irgendwelche anderen Dinge aufgelistet werden, die aus irgendeiner der Quellen (oder der KI-Auskunft) stammen, aber mit dem Mittelteil der Präsentation nichts zu tun haben. Stell dir vor, du hörst ein Märchen über einen Zwerg, der eine Reihe von Abenteuern erlebt. Und das Märchen endet mit „Und so hat die Schneiderin den Krug vor dem Versinken gerettet“, obwohl weder die Schneiderin noch der Krug Teil der Geschichte waren.

    Am Ende bringst du keine neuen Figuren ins Spiel, die dein Publikum nur verwirren. Denn das Ende ist dazu da, dass du alle Fäden noch einmal zusammen knüpfst. Damit kannst du sie schließlich mit einer Danksagung verabschieden, sodass sie glücklich bis ans Ende ihrer Tage leben. Oder so ähnlich.

    Gute Präsentationen bereiten dich auf die Zukunft vor

    Das alles klingt nach ziemlich viel Aufwand. Und gleichzeitig ist es so, dass in vielen Berufsfeldern Vorträge zu Alltag gehören. Das Prinzip hinter der Vorbereitung auf gute Präsentationen hilft dir generell: In Vorstellungsgesprächen, beim Verkaufen eines Produktes oder wenn du Menschen von etwas überzeugen willst. Und sei es, dass du eine Webseite gestaltest.

    Der moderne Begriff dafür ist Storytelling. Wenn du die Zuhörenden an einem roten Faden durch dein Referat führst, bekommst du hoffentlich nicht nur eine gute Note dafür. Du hilfst deinen Mitschüler:innen bei der kommenden Arbeit und bist ihnen ein Vorbild, das nicht macht, was „alle machen“.

    Ich hoffe, du siehst in Zukunft Vorträge nicht mehr als lästige Aufgabe, die du mit möglichst wenig Einsatz an Zeit und Energie hinter dich bringst. Vielleicht verstehst du sie ab jetzt stattdessen als Trainingseinheit für eine der wichtigen Fähigkeiten in deinem Leben.

    Wenn ich in Zukunft nur noch gute Präsentationen sehe, lebe auf jeden Fall ich bedeutend glücklicher bis ans Ende meiner Tage.

    Fediverse-Reaktionen
  • Wolfenoot – der Tag der Wölfe, Hunde und Freundlichkeit

    Wolfenoot – der Tag der Wölfe, Hunde und Freundlichkeit

    Fast hätte ich es vergessen: Heute, am 23. November ist Wolfenoot. Diesen Feiertag hat vor einigen Jahren ein Siebenjähriger beschlossen. Er fand, dass Hunde und Wölfe es verdient haben, gefeiert zu werden, außerdem war er ein großer Anhänger von kleinen Geschenken und anderen freundlichen Gesten. Heute wurde ich auf Mastodon durch einen Post wieder daran erinnert. Und vielleicht findest du ja auf deinen Social Media unter dem Hashtag noch mehr Beiträge.

    Mach deine Feiertage selbst

    Im August drehte sich die relevant-Blogparade um genau diese Art von Feiertagen. Manchmal ergibt sich das Datum aus einem Geburtstag oder aus einer Zahlenfolge wie dem 14. März für Pi-Day. Manchmal, wie im Fall von Wolfenoot, hat jemand den Termin einfach so festgelegt.

    Ich verfolge jedes Jahr mit großer Begeisterung den Jahreskreis. Der dreht sich in ziemlich gleichmäßigen Schritten durch die Jahreszeiten und astronomischen Eckpfeiler der Erdumlaufbahn. Gleichzeitig finde es es erfreulich, wenn Menschen sich ihre Anlässe zum Feiern einfach selbst festlegen. Niemand muss warten, bis die Nacht besonders kurz ist, um besinnlich zu sein.

    Uns Menschen macht es aus, dass wir Dinge von uns aus mit Bedeutung erfüllen. Und wenn es dann noch ausdrücklich um Freundlichkeit geht, bin ich sofort dabei, selbst wenn ich gar keinen Hund habe, und für das Beitragsbild meine Schwester anschreiben musste. Auch da hat der Geist der Familie weiter geholfen und sie hat sich über die Gelegenheit gefreut, in ihrem elektronischen Album zu blättern.

    Und wann ist Slogg?

    Von Wolfenoot habe ich zum ersten Mal durch Mark Green gehört. Er ist Teil eines Podcasts, der allerdings aktuell gerade ruht. Mark fällt im Januar immer besonders die Decke auf den Kopf, wenn die gemütliche Weihnachtszeit schon vorbei ist, und der Januar sich so richtig schön kalt und grau hinzieht. Die Wiederkehr der Sonne wurde ausgiebig gefeiert, aber so richtig kommt sie eine ganze Weile nicht in Schwung.

    Also hat Mark den Feiertag Slogg ausgerufen. Im „miserabelsten Monat des Jahres“ ist die Zeit, lustige Hüte aufzusetzen, warme Getränke zu trinken und sich mit lieben Menschen eine gute Zeit zu machen.

    Das Bild ist tatsächlich aus dem Januar, unser Baum steht immer, bis es wirklich nicht mehr geht.

    Offiziell findet Slogg am dritten Samstag im Januar statt. Allerdings ist dieser Feiertag ausdrücklich beweglich und kann begangen werden, wenn die Not am größten ist. Ich habe mehrfach eine meiner Wackenmützen aufgesetzt und zu Slogg Grüße in meinen Meta-Profilen verteilt. 2026 werde ich das wohl nur im Fediverse machen.

    Im Podcast „The Wonder“ erzählte Mark Green also von Wolfenoot und ich freue mich gerade sehr, dass die unbekannte Person mich freundlicherweise im Fediverse daran erinnert hat. Und jetzt bin ich hier, um den Geist der Freundlichkeit mit dir zu teilen.

    Wie sieht es bei dir aus?

    Wann bräuchtest du einen Feiertag, einfach so, außer der Reihe? Was wäre für dich wert, es bewusst zu feiern?

    Gibt es einen willkürlich festgelegten „Tag des/der XY“, der für dich Bedeutung hat?

    Und falls du einen Hund hast, richte ganz liebe Grüße von mir aus!

    Fediverse-Reaktionen
  • Probleme mit Mathe – Was ich bei der Nachhilfe beobachte

    Probleme mit Mathe – Was ich bei der Nachhilfe beobachte

    Wer unter uns hat keine Probleme mit Mathe? Als Nachhilfelehrerin für unter anderen Mathematik ist mir das besonders bewusst. Dieses Fach erscheint der Mehrheit sehr kompliziert und es ist dadurch auch nicht gerade populär.

    Der folgende Artikel dreht sich ausdrücklich um Schüler:innen, die keine Lernstörung wie Dyskalkulie oder ähnliche komplexere Schwierigkeiten haben. Ich biete Nachhilfe in mehreren Fächern an und trotzdem unterrichte ich fast nur Mathematik. Bei meinen Schüler:innen leidet die Leistung in Mathematik nicht an grundlegenden Lernschwächen und oft sind es nur sehr kleine Stellschrauben, die einen ganz neuen und leichteren Zugang zu diesem Fach ermöglichen.

    • Schwierigkeiten in Mathe liegen oft an Verunsicherung oder Glaubenssätzen.
    • Im Unterricht gibt es häufig zu viel Druck und zu wenig Zeit. Manchmal stimmt auch einfach die Wellenlänge zwischen Lehrkraft und Schüler:in nicht.
    • Es ist aber nie zu spät: Wir können Glaubenssätze hinterfragen und als Eltern und Lehrkräfte betroffenen Kindern und Jugendlichen wieder mehr Sicherheit vermitteln.

    Was steckt oft hinter dem Problem mit Mathe?

    Probleme beginnen oft früher

    In einer Testung auf Bundesebene aus dem Jahr 2024 verfehlten vierunddreißig Prozent der Neuntklässler:innen die Mindeststandards für die Abschlussprüfung der zehnten Klasse in Mathematik. In der zehnten Klasse waren es noch vierundzwanzig Prozent, die diesen Mindeststandard nicht erreichten. Im internationalen Vergleich war das ziemlich enttäuschend.

    Es fängt oft schon in der Grundschule an. Ein Teil der Kinder stürzt sich mit Wissensdurst in die Welt der Zahlen und Rechenzeichen. Viele können schon zählen und sind ganz unvoreingenommen stolz auf ihre Kompetenzen. Bei anderen kippt die Laune schnell in Richtung „Mathe ist nichts für mich“. Was ich unglaublich schade finde.

    Imageprobleme und Glaubenssätze

    Oft gilt Mathematik auch als uncool. Später in der Pubertät nimmt diese Einschätzung häufig noch zu, wenn Jugendliche ihre persönliche Identität entwickeln und viele von ihnen sich an denen orientieren, die selbstbewusst die Trends setzen. Und da steht Mathematik als Interesse eher selten auf den vordersten Plätzen.

    Auf der anderen Seite ist dieses Fach ein Bestandteil der Prüfungen nach der neunten und zehnten Klasse. Cool oder nicht, hier kommt niemand an der Mathematik vorbei. Erst recht nicht in der Oberstufe, in der manches Abitur durch schlechte Noten in Mathe am seidenen Faden hängt. Der dadurch empfundene Zwang noch ist ein zusätzliches Problem.

    Am Ende der Schullaufbahn ist dann für viele die anfängliche Begeisterung komplett verpufft. Das, wofür menschliche Gehirne meiner Ansicht nach unter anderem gemacht sind, scheint mysteriös und überflüssig.

    Natürlich gibt es Kinder mit echten Lernstörungen wie zum Beispiel Dyskalkulie. Bei vielen meiner Schüler:innen beobachte ich allerdings, dass ihrem Verständnis der Mathematik eher Glaubenssätze und grundlegende Verunsicherungen im Wege stehen.

    Was sind diese Glaubenssätze?

    Glaubenssätze sind das, was wir über die Welt annehmen. Wir entwickeln sie aufgrund von Erfahrungen mit unserer Umwelt und festigen sie durch Wiederholungen. Neutral formuliert helfen sie uns, diese Erfahrungen zu erklären und einzuordnen. Manchmal blockieren diese Glaubenssätze allerdings auch unser Potential nachhaltig.

    Probleme mit Mathe gehen bei Kindern und Jugendlichen ohne Lernstörungen zum Teil auf Annahmen wie diese zurück:

    • Mathematik mit Buchstaben verstehe ich nicht.
    • Mädchen sind nicht so gut in Mathe.
    • Mathe ist mehr etwas für Nerds.
    • Mathe brauche ich im Leben nicht.
    • Jetzt habe ich schon so große Lücken, das hole ich eh nicht mehr auf.
    • Mein Lehrer sagt, ich kann Mathe nicht, der wird es ja wohl wissen.
    • Meine Eltern waren auch schlecht in Mathe.
    • Sachaufgaben verstehe ich nicht.

    Wo findet die Verunsicherung statt?

    Wer häufig genug an Arbeiten, Klausuren und Tests scheitert, zweifelt die eigenen Kompetenzen an. Und verliert auch die Motivation und Lernfreude.

    Zu viel Druck, zu wenig Zeit

    Es ist normal, dass Lernstoff immer komplizierter wird, je weiter wir vorankommen. Ich selbst bin an der Stelle auch oft frustriert und mein Interesse an neuen Hobbys lässt nach, sobald ich mich mehr bemühen muss, als ich möchte. Schulfächer können wir allerdings nicht so einfach loslassen. Besonders nicht die Mathematik.

    In unserem Bildungssystem haben Lehrkräfte und Schüler:innen tendenziell zu viel Druck und zu wenig Zeit. Zum Beispiel lagen die Sommerferien 2025 in Schleswig-Holstein und Hamburg extrem spät. Das neue Schuljahr beginnt mit Zeitnot und Klausurenstress. Das sind keine idealen Bedingungen, um in Ruhe mathematische Konzepte zu erläutern und zu verstehen.

    Und leider bauen viele dieser Konzepte aufeinander auf. So hast du sehr wahrscheinlich Probleme, Wahrscheinlichkeiten zu berechnen, wenn du bei der Bruchrechnung ausgestiegen bist. Leider ist im normalen Schulalltag neben Stundenausfall, Lehrkräftemangel und diversen Extraaktivitäten oft nicht genug Raum, um grundlegende mathematische Strategien ausführlich genug zu vermitteln und zu festigen. Als ich noch Lehrerin im Schulbetrieb war, scheiterte mein guter Vorsatz, regelmäßig Kopfrechenübungen zu veranstalten, im hektischen Schulalltag.

    Auch die klassischen Textaufgaben, die eigentlich unter allen Aufgabentypen unseren Alltag am meisten abbilden, bekommen meistens nicht genug Raum. Wenn sie daher ohne ausreichendes Strategietraining einfach nur vorgesetzt werden, verhärten sich auch hier Verunsicherungen und Abneigungen mit der Zeit. Sie kommen in Prüfungen und Arbeiten besonders oft vor, gleichzeitig habe ich den Eindruck, dass sie am meisten Furcht und Schrecken erzeugen.

    Die Pandemie hat zu den Kenntnislücken noch zusätzlich beigetragen. So berechtigt die meisten Maßnahmen auch im Rückblick waren: Die meisten meiner Schüler:innen haben bei der Online-Beschulung während der Lockdowns viele Grundbausteine verpasst und dadurch größere Lücken als die Jahrgänge vor ihnen. So wirken spätestens in der Oberstufe manche Arbeitsaufträge noch unverständlicher.

    Von der Grundschule zur Mittelstufe

    Zwischen der Grundschule und der Sekundarstufe I liegt ein besonders spürbarer Bruch. Einige meiner Schüler:innen berichten, dass sie in der Grundschule „Mathe konnten“, dass es aber ab der fünften Klasse bergab ging. Dieser Verlust an wahrgenommener Selbstwirksamkeit verstärkt die Probleme zusätzlich.

    Mit dem Schulwechsel ändern sich mehrere Dinge auf einmal: Der Klassenverband, die Zahl der Lehrkräfte und die Art, Inhalte zu vermitteln. Neue Fächer kommen dazu und meistens ist der Weg zur Schule weiter. Zu diesen tiefgreifenden Veränderungen kommen neue Inhalte im Fach Mathematik. In der sechsten Klassenstufe steht die Bruchrechnung auf dem Programm, ab der siebten die Terme. Diese beiden Themen sind aus meiner Sicht die Stellen, an denen besonders viele Schüler:innen aussteigen.

    Spannungen zwischen Schüler:innen und Lehrkräften

    Regelmäßig knirscht es zwischen Lehrkräften und Kindern oder Jugendlichen. Das muss nicht immer absichtlich sein, manchmal passt einfach die Wellenlänge oder die Art zu erklären nicht. Immer wieder beobachte ich, wie sich nach dem Wechsel einer Lehrkraft die Probleme mit Mathe anscheinend in Luft auflösen.

    Die Angst vor einer Lehrkraft kann zu Blockaden in Arbeiten und Klausuren führen. Die schlechten Noten verstärken dann bei der Lehrkraft eventuell den Eindruck, es mit einem hoffnungslosen Fall zu tun zu haben. Wir Lehrer:innen sind uns oft gar nicht bewusst, wie tief eine nebenbei gemeinte Bemerkung sich in den Gehirnen von Kindern und Jugendlichen festsetzen und dort zur Bildung destruktiver Glaubenssätze führen kann.

    Lernkonzepte verschiedener Schultypen

    Auch die Schulform hat einen Einfluss. Mein Referendariat habe ich noch an einer Hauptschule abgeleistet. Im Seminar lernten wir, möglichst viele Lernkanäle anzusprechen und Mathematik mit den Händen begreifbar zu machen. Meine eigenen Klassen habe ich später zum Beispiel einen Ar (10 Meter mal 10 Meter) mit Straßenkreide auf den Schulhof malen lassen. Am Ende stand die ganze Klasse in der Mitte des Quadrats und bewunderte ihr Gemeinschaftswerk.

    Viele meiner heutigen Schüler:innen, die an den umliegenden Gymnasien zur Schule gehen, erzählen eher von einem akademischen Ansatz. Grundsätze werden zügig vorgetragen, Nachfragen sind eher nicht gerne gesehen. Niemand von ihnen hat zum Beispiel in der Bruchrechnungseinheit Papierstücke oder ähnliches zerschnitten.

    An der Person Maria Montessori erscheinen bei näherer Betrachtung Schattenseiten. Das Mathematik-Lernmaterial würde allerdings vielen Schüler:innen, gerade auch an Gymnasien das Begreifen buchstäblich erleichtern. Gerade auch in der Mittelstufe sind Themen zum Beispiel wie Gleichungen nicht sehr anschaulich. Und es hilft erstaunlich viel, wenn dabei Kärtchen oder ähnliches angefasst, auf die andere Seite eines Gleichheitszeichens bewegt und dabei zur Vorzeichenumkehr umgedreht werden.

    Was kaum jemand über Probleme mit Mathe sagt

    Es ist nie zu spät

    Es ist nie zu spät. Nicht zum Auffüllen der Lücken und nicht, um die Freude an diesem Fach wiederzufinden.

    Mathematik ist gar nicht so wichtig für den Rest des Lebens. Wer den Dreisatz und die Grundlagen der Prozentrechnung beherrscht, kommt mit dem größten Teil der alltäglichen mathematischen Herausforderungen zurecht. Eventuell hilft beim Heimwerken noch die korrekte Volumen- und Flächenberechnung.

    Mathe ist für das Leben gar nicht so wichtig

    Vieles aus dem Mathematikunterricht brauchst du nur für die nächste Arbeit oder Klausur. Und damit für deine Zeugnisnote. Also letztlich für deinen Abschluss und deine Chancen auf eine gute Karriere. Das können wir ehrlich anerkennen, ohne damit zu sagen, dass Mathe total bedeutungslos wäre. Diese Haltung nimmt auch ein bisschen den Erwartungsdruck.

    Gleichzeitig tut es dem Gehirn gut, Mathematik zu lernen. Die Nebeneffekte sind ein gutes Verständnis für Logik und die Kompetenz, Probleme zu lösen. außerdem gilt: Wer Diagramme sicher lesen kann, ist weit weniger manipulierbar.

    Mathematik gibt uns Problemlöse-Kompetenz

    Es ist vieles nicht so schlimm, wie es aussieht. Mathematik ist in vielen Punkten eine Art Fremdsprache, die teils lange Geschichten in sehr kompakten Paketen aus Buchstaben und Zahlen ausdrückt. Wenn du die Vokabeln nicht lernst, ist es so ähnlich, als hättest du einen Text in einer unbekannten Sprache vor dir. Das heißt nicht, dass du Mathe grundsätzlich nicht verstehst, sondern dass dir Vokabeln fehlen, die du dir aneignen kannst.

    Mathematik ist mehr als Türmchenrechnen. Es geht darum, Probleme zu lösen und die Welt wenigstens zu einem Teil besser zu verstehen. Je mehr wir uns von der Vorstellung lösen, dass wir nur ein paar Zahlen nehmen und in irgendeine Formel einsetzen, umso leichter fallen auch Textaufgaben. Denn die sind eigentlich ein viel sinnvolleres Abbild unserer Welt und unseres Alltags als reine Päckchen zum Abarbeiten.

    Probleme mit Mathe aus meiner Sicht

    Für mich als Nachhilfelehrerin bedeuten Probleme mit Mathe nicht, dass jemand kein Talent für dieses Fach hätte. Bisher habe ich in wirklich jedem Fall Aha-Momente miterlebt, in denen der jeweiligen Person klar wurde, dass das Allermeiste nicht so schwierig ist, wie es aussieht.

    Vor kurzem sagte ein BWL-Student in einer Online-Nachhilfestunde wörtlich:

    „Das ist alles? Das ist ja zu schön, um wahr zu sein!“

    Und das nur, weil auch er geglaubt hatte, diese vielen Buchstaben seien zu kompliziert für ihn. Außerdem, weil in seiner Schulzeit offensichtlich nicht die Zeit war, die teils sehr kompakte Sprache der Mathematik zu klären.

    Ich begleite junge Menschen dabei, in aller Ruhe und mit einer entspannten Haltung die Schlüssel zum Verstehen zu finden. Und ich wünsche mir diese Entspannung für noch deutlich mehr Menschen.

    Was können wir konkret tun?

    Als Schüler:innen

    Wenn du einen der Glaubenssätze bei dir oder bei Menschen in deinem Umfeld wieder erkennst: Versuche ihn zu hinterfragen. Ist es wirklich so, dass du Mathe nicht kannst? War dieses Fach schon immer so komisch, oder hat sich das im Lauf der Jahre so entwickelt? Hat es einen Lehrkräftewechsel gegeben, bei dem sich deine Beziehung zur Mathematik geändert hat?

    Du musst deinen Lernerfolg und deine Freude am Lernen nicht an deinem Lehrer oder deiner Lehrerin festmachen. Auch wenn du von dieser Person abhängig bist, was die Noten angeht. Und auch wenn du nicht einfach die Lehrkraft austauschen kannst. Trotzdem hast du die Möglichkeit, von einer großen Zahl an Online-Ressourcen gegen Probleme mit Mathe zu profitieren. Es gibt Lernapps, Mathevideos und verschiedene andere Angebote, zum großen Teil kostenlos. Entscheide dich dafür, deinen Teil der Verantwortung für deine Lernfreude zu übernehmen.

    Als Eltern

    Betrifft es dein Kind? Dann lohnt es sich abzuklären, ob nicht doch eine Lernstörung vorliegt. Denn dann hilft auch alles Üben nur begrenzt weiter. Viele Lehrkräfte sind auch kooperativ, wenn du Kontakt mit ihnen aufnimmst. Als ich einmal ein Halbjahr lang sehr schlechte Arbeiten schrieb, hat meine Mutter meinen Lehrer angerufen und er war froh über dieses Gesprächsangebot. Neben der Überlegung, für dein Kind Nachhilfe zu buchen, hast du noch die bedeutenden Optionen, ein gutes Vorbild zu sein und außerdem möglichst frühzeitig durch Gesellschaftsspiele mathematische Grundsteine zu legen.

    Bei manchen Kindern sind die Probleme mit Mathe sehr grundlegend. Dann lohnt es sich, möglichst frühzeitig abzuklären, ob eine echte Rechenschwäche vorliegt und ob das Lind von Lerntherapie profitieren würde.

    Als Lehrkräfte

    Wenn du selbst eine Lehrkraft bist, hast du im System Bildung nur begrenzt Freiraum. Diesen bitte ich dich aber zu nutzen. Sei so offen gegenüber Fragen wie möglich, auch wenn sie gefühlt zum hundertsten Mal gestellt werden. Nimm dir extra Zeit für die Bruchrechnung und die Terme. Lass deine Schüler:innen Mathematik mit den Händen begreifen so oft es geht. Erinnere dich daran, warum du dieses wunderbare Fach studiert hast und versuche, deine Begeisterung dafür zu vermitteln. Und sei auf der anderen Seite so ehrlich, die Bedeutung der Mathematik nicht höher zu hängen, als sie ist.

    Fazit: Wir haben mehr in der Hand, als wir denken.

    Als Schüler:innen, Lehrkräfte und Eltern sind wir nur kleine Rädchen im Bildungssystem. Und gleichzeitig haben wir die Freiheit, uns für eine positive Haltung der Mathematik gegenüber und für unser Vorbildverhalten zu entscheiden.

    Wenn wir uns von den gängigen Glaubenssätzen verabschieden und gleichzeitig die Bedeutung der Mathematik realistisch einschätzen, dann wird aus einem angstbesetzten Fach hoffentlich für viele von uns die ermächtigende Errungenschaft der Menschheit, die sie am Ende ist.

    Wie stehst du zur Mathematik?

    Gab es in deiner Schulzeit Probleme mit Mathe? Hast du eine Vorstellung, woran das lag?

    Wenn es Schwierigkeiten gab: Was hätte dir geholfen?


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