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  • Das nervt mich! Bloggerschnack November 25

    Das nervt mich! Bloggerschnack November 25

    Das Bloghexenforum bietet jeden Monat ein Thema für den Bloggerschnack. Im November 25 geht es um die Schattenseiten des Bloggens. Eigentlich ist das Ganze für mich eine sehr erfreuliche Aktivität, und trotzdem gibt es ein paar Aspekte, bei denen ich sage: Das nervt mich!

    Das nervt mich am rechtlichen Drumherum

    Es könnte alles so schön sein. Freundliche Menschen schreiben über ihre Vorstellungen von der Welt, ihren Alltag und merkwürdige Begebenheiten. Tauschen Wissen, Anleitungen und Inspirationen aus. Und dann gibt es ein paar, die sich mit ihren Webseiten nicht an Selbstverständlichkeiten halten. Also tritt die Gesetzgebung auf den Plan und reguliert, leider oft mit dem groben Hammer Ich erinnere mich noch lebhaft an die Welle um das Impressum und die Datenschutzerklärung.

    Wie entsprechende Gesetze am Ende aussehen nervt mich regelmäßig. Gesetzestexte sind sowieso oft sehr verklausuliert formuliert, aus welchen Gründen auch immer, und damit geht es schon los. Was hätte aber dagegen gesprochen, dass der Staat zeitgleich mit der DSGVO rechtssichere Blöcke zur freien Verwendung anbietet, aus denen Bloggerinnen sich ihre verpflichtenden Texte zusammensetzen hätten können? Stattdessen ist jede:r Einzelne auf sich gestellt, ob nun mit Rechtsabteilung oder ohne.

    Auch mit Textgeneratoren kann es interessante Erfahrungen geben: Vielleicht ist es nicht allen so wichtig, dass ihre Datenschutzerklärung 100% plausibel ist. Aber für mich passte da einiges nicht und das Ende vom Lied war, dass ich für einen Text, den ich auf meiner Seite gar nicht verwende, eine Lizenz bezahlt habe, nur um weiteren Ärger zu vermeiden. Denn dieser gesetzliche Aufwand lockt eine Menge Menschen auf den Plan, die gerne andere mit oder ohne Grund abmahnen. Man kann es ja mal versuchen.

    Eine andere rechtliche Grundlage dreht sich die Barrierefreiheit. Den meisten von uns fällt gar nicht auf, wie schwierig der Zugang zu Blogs und Webseiten für Menschen mit Einschränkungen (unter anderem) der Sinne ist. Einen Blog so barrierearm zu gestalten wie möglich ist aber generell sinnvoll und echte Inklusion sollten wir eigentlich alle auf dem Schirm haben.

    Der Zeitplan für das Barrierefreiheits-Stärkungs-Gesetz ist allerdings mal wieder nicht ideal gelaufen. Weil noch gar nicht alle Content-Management-Systeme und sonstigen Softwarepakete den Anforderungen entsprechen, darf jedes betroffene Unternehmen sich sein eigenes barrierearmes Süppchen kochen und mit CSS-Schnipseln die Defizite der genutzen Baukästen ausbügeln. Oder gleich ihre Webseiten von Hand selbst bauen.

    Dass die Barrierefreiheit jetzt wieder in einem Kuddelmuddel endet, hätte bei der Gesetzesplanung klar sein können. Es wäre wirklich toll, wenn es bei kommenden Aktionen anders liefe.

    Das nervt mich am technischen Drumherum

    Wie schon erwähnt, wäre es super, wenn Systeme wie WordPress schon von sich aus barrierefrei wären. Doch je mehr ich mich damit befasse, umso mehr fallen mir die Baustellen auf. Und es ist aus meiner Sicht nervig, noch ein weiteres Plugin zu installieren wie ein notdürftiges Pflaster. Wobei ich von unterschiedlichen Seiten dann noch lese, dass die diversen Accessibility-Plugins gar nicht so sinnvoll sind oder in manchen Fällen noch die Dinge verschlimmbessern.

    Manchmal nervt mich auch, wenn Blogposts nicht so aussehen, wie ich sie gerne hätte. Oder wenn in der Mobil-Ansicht alles irgendwie verquer ist. Ich fuchse mich gerne in Dinge rein, gerade auch im technischen Bereich. Allerdings stelle ich hinterher oft fest, wie viel Zeit ich wieder für ein Detail verbracht habe, sodass ich mich mit meinem eigentlichen Tagesprogramm dann extrem beeilen muss.

    Meine Blog-FOMO nervt mich

    Die Kommentare, die in letzter Zeit deutlich mehr geworden sind, freuen mich sehr. Auf der anderen Seite möchte ich auch gerne bei anderen Menschen kommentieren. Aber dafür muss ich die Blogs erst einmal lesen. Aktuell folge ich dem Blogbot der Content Society, den Blogs50Plus und dem Bloghexenforum. Einerseits regt mich das zu neuen Ideen für eigene Blogartikel an. Andererseits hat die Situation etwas von einem Kind im Bonbonladen.

    Also komme ich immer weniger hinterher. Inzwischen steht an zwei Tagen in der Woche auf der Liste: „Blogposts lesen, kommentieren oder löschen“. Aber auch das dämmt die Flut nur halbwegs ein. Da muss ich noch einen anderen Weg finden, mit meiner FOMO umzugehen. Also der „fear of missing out“ oder der Furcht, etwas zu verpassen. Besonders merke ich das, wenn wieder der Sommer der Blogparaden ausbricht und mir im Grunde bei ungefähr 50 Themen etwas zum Bloggen einfällt.

    Immerhin ist dieser Nervanlass selbstgemacht. Das heißt, dass ich es in der Hand habe, ihn zu ändern, auch wenn es etwas anstrengend werden könnte.

    Mitmenschen, die mich nerven

    Ich verstehe Spammer nicht. Natürlich ist mir auf einer rationalen Ebene die Absicht dahinter klar. Aber es wäre mir persönlich extrem fremd, andere Menschen mit lieblos zusammenformulierten Kommentaren und Mails die Postfächer vollzukleistern. Oder sie mit noch liebloseren KI-Bots zu überschütten. Wie selbstverständlich wir es hinnehmen, dass wir mit Antispam-Plugins arbeiten müssen und immer mal wieder neue Filterbegriffe auflisten, das macht mich sehr nachdenklich und es nervt mich ganz grundsätzlich.

    Es könnte alles so schön sein. Ist es aber nicht immer. Und ich sage mir immer wieder, dass es sich nicht lohnt, sich darüber zu ärgern. Vielleicht glaube ich mir das auch irgendwann mal hoffentlich.

    Das nervt gar nicht

    In meinem Blog schreibe ich nach meinen eigenen Regeln. Genauso sehe ich keinen Grund mich aufzuregen, wenn andere Blogger:innen

    • hauptsächlich ranten
    • über eigentlich schon gründlich ausdiskutierte Themen bloggen (Das mache ich sogar manchmal selbst, fürchte ich…)
    • Werbelinks einbauen
    • keine Kommentarfunktion anbieten
    • mich per Popup zum Newsletterabo bewegen wollen
    • generell anders schreiben als ich
    • an mich irgendwelche Erwartungen haben

    Zum Glück habe ich die Freiheit, für mich uninteressante Überschriften gar nicht erst anzuklicken. Oder den betreffenden Tab einfach zu schließen. Außerdem lebe ich gelassen damit, anderer Menschen Erwartungen an meinen Blog nicht zu erfüllen.

    Solange es nicht menschenfeindlich wird, gilt für mich in der Blogosphäre: Come as you are. Leben und leben lassen. Und das ist das Schöne daran, dass ich das Gleiche so auch von anderen erfahre. Jedenfalls von denen, die mir wichtig sind.

    Mich nervt auch mein überquellender Entwürfeordner nicht. Er sagt mir nur, dass ich noch eine ganze Menge Vorrat habe, bevor mir nichts mehr zum Bloggen einfällt. Das wird wohl in diesem Leben nicht mehr passieren.

    Weitere Beiträge zum Bloggerschnack Nov 25

    Was nervt dich am Bloggen?

    Gibt es Dinge, die dir beim Bloggen auf die Nerven gehen? Sind das eher inhaltliche, technische oder zwischenmenschliche Aspekte? Und wie gehst du mit dem Nervpotential um?

    Fediverse-Reaktionen
  • Linear oder gestreamt – Freiheit trifft auf Unterhaltung

    Linear oder gestreamt – Freiheit trifft auf Unterhaltung

    Immer am Dritten eines Monats gibt es ein neues Thema für die Blogparade . Im November 2025 wollen Erik und Jürgen wissen, wie wir fernsehen, linear oder gestreamt. Wieder mal eine Frage, zu der mir eine Menge einfällt.

    Linear oder gestreamt – Kurzgefasst

    kleiner türkiser Cartoonvogel
    • Feste Sendezeiten nervten mich schon als Kind.
    • Heute genieße ich das vielfältige Angebot zum Streamen.
    • Der ARD-Vorsitzende persönlich erklärt Nachteile am linearen Sendekonzept.
    • Streaming wirkt sich auf das Klima aus.

    Linear festgebunden

    Ich wurde 1973 geboren. Immerhin hatten wir zunächst vier Sender: ARD, ZDF, WDR3 und NDR3. Eigentlich war Fernsehen damals ein schönes Ritual: Jeden Nachmittag kamen die gewohnten Serien, die wir um die Hausaufgaben und andere Aktivitäten herum drapierten. Mittags gab es den Videotext mit Dudelmusik und nachts rauschte das Fernsehen (YouTube-Video).

    Auf der anderen Seite hat mich als Kind das lineare Fernsehen oft genervt. Als die letzte Folge Pinocchio lief, mein Vater aber unbedingt zum Familienspaziergang aufbrechen musste. Oder als meine Schwester beim Einkaufen fast geplatzt wäre, weil ihr aufging, dass sie gerade „Die Sklavin Isaura“ verpasste. Oder wenn im Wohnzimmer gar nichts ging, weil mein Bruder seinen RTL-Samstag zelebrierte.

    In meiner Londonzeit lernte ich die BBC zu schätzen. Mein Mann und ich nahmen ziemlich jeden Tag eine oder zwei Serienfolgen mit dem Videorecorder auf, die wir uns dann abends ansahen. Als DVDs aufkamen, hatten wir plötzlich noch viel mehr Freiheit für Serienmarathons. Trotzdem haben wir auch dann und wann „normal“ ferngesehen, in Brunsbüttel über Kabel und später in Halstenbek wieder über Antenne.

    Mit der Standardumstellung sind wir raus

    Als auf DVB-T2 umgestellt wurde, zogen wir Bilanz. Unser alter Fernseher funktionierte noch einwandfrei, konnte aber mit dem neuen Signalstandard nichts anfangen. Wir hatten schon einen Fire-TV-Stick und nutzten ansonsten den Fernseher hauptsächlich für DVDs. Daher haben wir uns keinen Receiver oder gar einen neuen Fernseher angeschafft.

    Mit dem Stick haben wir Zugriff auf diverse Sender. Für uns reichen die vollständig aus, denn darüber hinaus stehen ja noch die verschiedenen Streaming Dienste zur Verfügung. Der Stick ist noch das ältere Modell, bei dem wir für Alexa einen extra Knopf drücken müssen, damit sie merkt, dass wir etwas von ihr wollen. Und wenn wir die Steckerleiste ausschalten, hat sie überhaupt keinen Strom mehr. Wir sind einfach nicht so wild darauf, belauscht zu werden.

    Seit der Signalumstellung sehen wir kaum noch linear fern. Hauptsächlich schalten wir manchmal abends Nachrichten ein, entweder in der ARD oder auf 3Sat. Bei letzterem sparen wir uns im Vergleich zum ZDF die Werbung für Gebissreiniger und für Tablettenfür den Bereich der Verdauungsprobleme.

    Wir abonnieren keinen Streamingdienst auf Dauer. Stattdessen warten wir jeweils, bis eine interessante Serie komplett hochgeladen ist, bingen die dann und gucken nach und nach alles andere an, was sich sonst noch für eine Watchliste eignet. Danach ist meist die Konkurrenz wieder mit ihrem Angebot soweit, dass wir sie für ein paar Monate abonnieren. Ich mag diese Flexibilität und Unabhängigkeit sehr.

    Über das Thema Selbstbestimmung habe ich auf meinem Blog schon geschrieben, und selbst wenn es etwas hoch gehängt klingt: Auch die Frage, was ich wann sehe, fällt für mich darunter. Und wenn wir uns dafür entscheiden, einen Abend mit YouTube-Videos über die US-Politik zu verbringen, dann ist das so.

    Auch das ist eine Art Ritual: Am Montag wird John Oliver gestreamt, am Dienstag die Daily-Show-Folge mit Jon Stewart und ansonsten Stephen Colbert, solange es seine Late Show noch gibt.

    Gestreamtes von den Öffentlich-Rechtlichen

    „Linear oder gestreamt“ ist nicht einmal eine Frage der Anbieter. Denn auch die Mediatheken von ARD und ZDF nutzen wir regelmäßig, unter anderem für Satireshows, Dokus und Filme. Zum Beispiel die Sörensen-Krimis und die faszinierende, aber auch frustrierende Serie „Die Affäre Cum-Ex„.

    Diese Angebote unterstützen wir sowieso mit unseren Gebühren. Und das ist aus meiner Sicht auch sinnvoll. Zudem sind die öffentlich-rechtlichen Mediatheken großzügig befüllt mit einer mehr als abwechslungsreichen Auswahl an Videos und Audiodateien unterschiedlicher Längen. Dazu gehören auch Filme in Originalfassungen, die wir sehr gerne ansehen.

    Und die Nachfrage in Form von Klicks entscheidet in den Planungsgremien darüber, welches Format weiter unterstützt wird. Das habe ich im Podcast „Talk ohne Gast“ von Moritz Neumeier erfahren, einem ausdrücklichen Fan der Öffentlich-Rechtlichen. Er hat eine Comedy-Reihe, für die er immer wieder dazu aufruft, sie möglichst bald nach dem Erscheinen in der Mediathek anzusehen statt auf YouTube. Denn die YouTube-Klicks gehen nicht in die Entscheidung für eine weitere Förderung mit ein.

    Einen Haken haben die Mediatheken von ARD und ZDF allerdings: Entsprechend der Depublizierungspflicht müssen Beiträge nach festgelegten Zeiträumen wieder offline genommen werden. Manche Nachrichten verschwinden so schon nach sieben Tagen wieder.

    Was sagt der Vorsitzende der ARD?

    Gerade in der letzten Folge des erwähnten Podcasts ging es um die Zukunft der Frage „Linear oder gestreamt?“ Ausnahmsweise gab es doch einen Gast, und zwar Florian Hager, den aktuellen ARD-Vorsitzenden. Neben der Tatsache, dass jüngere Generationen eher kurze Formate auf TikTok konsumieren, das traditionelle Fernsehverhalten also ein Auslaufmodell ist, erklärte Hager einen entscheidenden Nachteil der linearen Programme:

    „Früher war es ja klar, wenn du eine Doku machst, muss die 45 Minuten lang sein, weil der Sendeplatz 45 Minuten ist. Wenn’s eigentlich viel geiler gewesen wäre, 80 Minuten zu erzählen: Geht nicht, musst du alles kürzen. Und wenn’s einfach nicht so richtig ist: Musste halt strecken auf 45 Minuten. Und das siehst du den Inhalten an.“

    Florian Hager in Talk ohne Gast vom 6.11.2025

    Unter dem Prinzip „Sendeplatz“ leidet also eventuell die Qualität. Siehe meinen Kommentar zur letzten Folge von „Bosettis Late Night“, die extrem davon profitiert hätte, wäre sie länger gewesen. Dann hätte das sehr spannende Gespräch gründlicher ausdiskutiert werden können. In mancher Beziehung bringt es wirklich Vorteile, alte Vorstellungen zu überdenken.

    Der Klimaeinfluss gestreamter Sendungen

    Gestreamte Inhalte werden für alle Nutzer:innen individuell bereit gestellt. Das erfordert in den Rechenzentren mehr Energieeinsatz als ein zentrles lineares Angebot. Daher verursacht es auch unter Umständen mehr CO2-Emissionen. Hier würde es helfen, wenn die Streamingplattformen auf reinen Ökostrom setzten. Wenn du möglichst klimaschonend streamen willst, hat Utopia ein paar Tipps.

    Unterm Strich ist die Geschichte komplex. Aber hier sind die Punkte, die ich beherzige:

    • Inhalte nicht einfach im Hintergrund unbeachtet streamen
    • Nicht die höchste Bildqualität wählen
    • Was mich doch nicht interessiert, ausschalten
    • Über WLAN streamen

    Linear oder gestreamt? Selbstbestimmung!

    Die Zeiten der vier Programme sind zum Glück vorbei. Und gleichzeitig ist das Überangebot an Informationen und Unterhaltung auch nicht immer hilfreich. Für unsere mentale Gesundheit und auch unseren Einfluss auf die Klimakrise lohnt es sich, bewusst fernzusehen, statt sich berieseln zu lassen.

    Von der Entwicklung hin zu individuellerem Konsum kann allerdings die Qualität der Inhalte profitieren. Und vielleicht finde ich ja bei Gelegenheit noch irgendwo die letzte Pinocchio-Folge.


    Wie sieht es bei dir aus?

    Siehst du lieber linear oder gestreamt fern? Oder siehst du überhaupt nicht fern? Was sind für dich dabei die bedeutendsten Beweggründe?

    Fediverse-Reaktionen
  • WMDEDGT im November 25

    WMDEDGT im November 25

    Es ist wieder soweit, Frau Brüllen fragt, was wir den ganzen Tag machen. Immer am Fünften eines Monats notieren diverse Blogger:innen den Tag über ihre Erlebnisse in einem digitalen Tagebucheintrag. Entsprechend folgt hier mein WMDEDGT im November 25. So langsam fühlt sich das nach einer Gewohnheit an.

    Obendrein sieht der November bei aller modrigen Kompostigkeit hier und da auch zauberhaft bunt aus. Vor allem bei guter Beleuchtung. Also gibt es noch ein Beitragsbild mit Blümchen.

    Ruckeliger Start in den Tag

    Dafür, dass ich gerade mein Nervensystem mit Nikotinpflastern durchfege, wache ich ziemlich müde auf. Allerdings werde ich doch auch ungewöhnlich schnell wacher. Heute ist Mittwoch und Abgabetermin bei DeadlinesForWriters. Habe ich meine Geschichte fertig? Natürlich nicht. Von 1200 Wörtern existieren gerade mal 433. Immerhin habe ich eine genaue Vorstellung davon, was noch passieren wird und wo der Hauptcharakter Paul hin soll.

    Nächstes Jahr werde ich diese Schreibchallenge pausieren. Aber einmal möchte ich es endlich schaffen, 12 Geschichten in 12 Monaten zu erzählen. Seit 2022 bin ich dabei und dieses Jahr ist das erste, in dem ich tapfer durchgehalten habe. Weil ich die Sorte Person bin, die erst unter Druck richtig in Bewegung kommt, habe ich einen großen Teil der Geschichten immer am Abgabetag fertig bekommen. Was der Mensch sich freiwillig für einen Stress macht.

    Zwei goldene Abzeichen an einem Tag

    Auf der anderen Seite motiviert mich meine Habit-Tracker-App gleich beim Frühstück. Für meine abgehakten Habits droppt eine Erdbeere, mit der ich den kleinen Schattenwolf füttern kann. Eigentlich isst er am liebsten Schokolade, aber auch dieses ungeliebte Futter reicht, um ihn zu einem ausgewachsenen Wolf zu machen. Damit habe ich alle 90 Reittiere beisammen und noch reichlich Eier und Schlüpfelixiere in meiner Vorratskammer. Mit dem neu geschlüpften kleinen Schattenwolf habe ich erreicht, was ich eigentlich zum Jahresende hin angedacht hatte: 90 Haustiere schlüpfen lassen, zu großen Tieren durchfüttern und nochmal neu nachschlüpfen lassen. Was den Menschen doch so alles motivieren kann.

    Für die 90 Reittiere und die 90 nachgeschlüpften kleinen Tiere habe ich zwei brandneue Orden in meinen Achievements!

    Prokrastinieren mit ToDos

    Einerseits stehen diese Dinge wirklich auf meinem Programm. Wenn ich sie bis heute Abend nicht abgehakt habe, klaut Habitica mir morgen früh Gesundheitspunkte. Also habe ich

    • Bilder von png auf webp umgebastelt
    • WordPress-Grundlagen gelernt
    • Barrierefreiheits-Grundlagen gelernt
    • die Treppe gefegt und die Teppiche im Eingangsbereich sowie vor meinem Unterrichtsraum gesaugt
    • Arbeitsblätter aussortiert, die ich nie im Leben mehr einsetzen werde
    • Altpapier aus dem Haus gebracht

    Leider ist um 10:30 Uhr die Liste abgearbeitet. Jetzt hilft es nichts mehr, jetzt muss ich Paul durch alle Irrungen und Wirrungen zu seinem Date begleiten, damit ich heute Abend die Story hochladen kann.

    Buchstäblich kurz nach zwölf

    Um zehn nach zwölf hat Paul sein Date fast ruiniert und gerade noch so das Ruder rumgerissen. Bei 1212 Wörtern höre ich auf und freue mich über eine Portion Meal-Prep-Gemüse mit Tofu. Dazu höre ich zwei Artikel von Perspektive Daily an. Eine weitere neue Gewohnheit, die ich aktuell etabliere, um Doomscrolling durch die neuesten YouTube-Videos zu vermeiden. Heute geht es um das deutsche Gesundheitssystem.

    Außerdem richte ich einen Mastodon-Account für einen Bildungsverein ein. Es geht um Mensch-Tier-Bildung, die Workshops an Schulen anbieten, bei denen Kinder altersgerecht lernen, wie es Tieren in der Landwirtschaft geht. Ich habe mich angeboten, dieses Profil zu erstellen und betreuen, weil ich die Arbeit des Vereins toll finde und sowieso gerne Zeit im Fediverse verbringe.

    Nach dem Mittagessen geht es ans Editieren. Ich entferne Tipp- und Grammatikfehler, überflüssige Wörter und merkwürdige Formulierungen. Stattdessen füge ich hier und da noch ein paar erklärende Sätze ein und schlage Synonyme nach. Dieses Kurzgeschichtenprojekt hilft immerhin dabei, mein Englisch lebendig zu halten und immer mal wieder neuen Slang zu lernen. Mein größtes Problem ist immer noch die Zeichensetzung.

    Die letzte Story, fällig am 3. Dezember, soll nur 300 Wörter lang sein. Ich trage sie mir mal für mein langes Wochenende auf Amrum Mitte November ein. Vielleicht schreibe ich diese Geschichte ja wirklich mal nicht auf den letzten Drücker und die Hoffnung stirbt bekanntlich zuletzt. Auf der Insel will ich auch noch Geschichten andere Teilnehmender lesen und kommentieren. Das hat in letzter Zeit auch gelitten und es gehört eigentlich zum Deal dazu.

    Mit dem Schrittzähler zur Deutschstunde

    Mit diesem Arbeitsweg kann ich gut leben.

    Am Nachmittag gehe ich zu einem Schüler außer Haus. Dieses Schuljahr sind alle meine Auswärtstermine zu Fuß erreichbar. Das finde ich sehr praktisch, denn so komme ich auch mit meinem Schrittzähler ganz gut voran. Von irgendetwas muss ja die Kondition kommen. Der nächste Termin ist dann bei mir Zuhause und direkt im Anschluss hätte ich eigentlich nach Wedel los gesollt. Dort findet das Treffen der Omas gegen Rechts statt.

    Leider ist Wedel vom ÖPNV her für mich schlecht erreichbar und ich habe da kaum Ortskenntnis. Im Dunklen einen Parkplatz zu suchen zählt nicht gerade zu meinen Lieblingshobbys, daher bin war schon vorher den ganzen Tag unterschwellig mächtig nervös. Ich wollte mein erstes Treffen mit dieser Gruppe nicht mehr weiter vor mir herschieben. Auf der anderen Seite achte ich inzwischen mehr auf meine Bedürfnisse und es wäre einfach richtig stressig geworden.

    Also sage ich schweren Herzens ab. Fühle mich einerseits bisschen drückebergerig, andererseits bin ich zufrieden mit mir, dass ich so gut auf mich aufpasse. Den Abend lasse ich mit 5153 Schritten auf dem Konto bei einem Franzbrötchen, einer Einheit aus dem Duolingo-Schachkurs und ein paar YouTube-Videos über die Mamdani-Wahl ausklingen.


    Soweit zu meinem WMDEDGT im November 25. Wie war dein fünfter November?

    Fediverse-Reaktionen
  • Monatsrückblick Oktober 25 – Schon wieder Ferien!

    Monatsrückblick Oktober 25 – Schon wieder Ferien!

    „Das ist ja zu schön, um wahr zu sein!“

    So reagierte einer meiner neuen Schüler Anfang des Monats. Ich durfte ihn online auf seine Klausur in „Mathe für BWL“ vorbereiten und für vieles, was ihm in den Vorlesungen extrem kryptisch vorkam, lieferte ich ihm überraschend einfache Übersetzungen. Bei der Gelegenheit fiel mir wieder auf, wie kompakt und auf den ersten Blick unverständlich die Sprache der Mathematik wirkt.. Meinen Monatsrückblick Oktober 25 schreibe ich in den Herbstferien, die fast alle meiner Schüler:innen netterweise frei machen.

    Wobei sie dieses Schuljahr auch jede Gelegenheit zur Erholung nutzen sollten. In Schleswig-Holstein und Hamburg lagen die Sommerferien ungewöhnlich spät. Entsprechend werden November und Dezember mit Klausuren und Arbeiten vollgepackt sein. Denn die Lehrkräfte müssen ja irgendwie bis zu den Zeugniskonferenzen wieder ein paar Noten zusammen sammeln.

    Der größte Haken am Oktober war die Erkältung. Seit 2020 hatte ich kaum Infektionen, bis auf Corona im September 23. Jetzt hat es mich nochmal erwischt und ich war auf diese Halsschmerzen und das Geschniefe gar nicht mehr vorbereitet. Immerhin kein SARS-CoV-2 und einigermaßen erträglich.

    Was hatte ich im Oktober 25 vor und was ist daraus geworden?

    • zum Inktober jeden Tag etwas zeichnen und bei der Gelegenheit meinen Zentangle-Muskel reaktivieren 👍
    • hoffentlich durch die Oktober-Ausgabe der Blogparade „relevant“ inspiriert werden 👍
    • an der Habitica-Kostümchallenge teilnehmen: Das war mir doch zu viel Aufwand 😀
    • Mit einer anderen Habitica-Challenge jeden Tag etwas lernen: Für jeden Tag hat es nicht gereicht, aber in der zweiten Oktoberhälfte habe ich regelmäßig die Onlinekurse von WordPress bearbeitet. Also halbwegs 👍
    • mit der 30-Tage-Clutterbug-Challenge sedimentierten Kram loswerden 👍
    • nochmal über die A7 wandern und nachgucken, ob die Bäumchen dort immer noch so spirrelig aussehen und wie sich die Schrebergärten gemacht haben: Das schiebe ich in den November, auch weil ich dann für 30 Tage ein Deutschlandticket habe, das abgefahren werden will.
    • eine weitere Kurzgeschichte schreiben 👍
    • ins Kino gehen 👍 (Downton Abbey)
    • weiter mit Nordic Walking meine Kondition stärken: Bin eher spazieren gegangen, das aber tapfer.
    • am Blogtoberfest teilnehmen 👍
    • meinen YouTubeablgorithmus auf Kreatives und Erbauliches umerziehen 👍 Da geht aber noch ein bisschen mehr 🙂
    • keine weiteren Aufträge annehmen. So wie es gerade ist, läuft es ideal. 👍

    Dafür, dass die Liste so lang ist, bin ich super zufrieden mit der Anzahl der Daumen nach oben.

    „Heave Ho, Out You Go!“

    Die Clutterbug-Challenge wollte ich schon länger ausprobieren. Ende September habe ich sie mir dann einfach in die Oktoberpläne gesetzt und das hat richtig gut funktioniert.

    Worum geht es? Die Aufräumexpertin Cas hat einen Plan für dreißig Tage zusammengestellt, bei der jeden Tag fünf Minuten entrümpelt wird oder mindestens fünf Dinge gefunden werden, die das Zuhause verlassen. Begleitet von Sprüchen wie in obiger Überschrift.

    Ein großer Pluspunkt ist die wirklich kurze Zeit, die ich jeden Tag investiert habe. Solche niedrigschwelligen Aktionen brauche ich, um aktiv zu werden, statt zu prokrastinieren. Allerdings komme ich alleine oft nicht auf diese simple Idee. Stattdessen nehme mir gerne mindestens fünfzehn Minuten vor, soll ja auch etwas bringen. Und der Unterschied kann schon eine Menge ausmachen, ob etwas dann nur Plan bleibt oder Realität wird.

    Auch die Auswahl an „Tatorten“ ist sehr hilfreich. Genauso wie die sehr nachsichtige Art, mit der Cas uns in ihren Videos ermutigt, Dinge loszulassen, die ihre Aufenthaltsdauer bei uns schon längst überschritten haben. Umgekehrt geht sie sehr sanft damit um, wenn wir etwas eben doch noch nicht hergeben wollen. Mich hat sie damit sehr effektiv abgeholt und motiviert.

    Ich habe an allen dreißig Tagen der Challenge meine fünf Minuten erledigt. Dabei fand ich auch immer eine Handvoll Kram, der mir heute nicht mehr auf der Seele liegt. Als es darum ging, ein Kinderzimmer oder ein Auto zu entrümpeln, habe ich stattdessen nochmal meinen Hobbyfriedhof besichtigt, auch als Bastelregal bekannt. Wahnsinn, wie befreiend die Erlaubnis wirkt, da rigoros durchzusortieren.

    Ich werde diese Gewohnheit noch eine Weile weiter führen. Allerdings nicht mehr täglich und nur so lange, bis ich mit der Menge an Kram in meinem Zuhause einverstanden bin. In ihrem Begleit-PDF schreibt Cas:

    „I give you permission to suck“

    Cas Clutterbug

    Und seltsam: Mit dieser Erlaubnis entspannt sich mein inneres Team und alle ziehen mit.

    Herbstfarben

    Der Oktober hat optisch super abgeliefert. Von den spektakulären Sonnenaufgängen über die Rosen im Regen zum goldleuchtenden Laub vor blauem Himmel. So war es leicht, wirklich jeden Tag für ein paar Schritte vor die Tür zu gehen.

    Das unscharfe Bild mit den Blättern gehört zu meinem Beitrag zum Projekt52. Das Stichwort war „Gönn ich mir“ und wenn ich mir im Herbst etwas gönne, dann mit den Füßen durch jeden, aber auch wirklich jeden Laubhaufen durch zu rascheln. Im Herbst bin ich manchmal innerlich fünf Jahre alt und sauge die Farben, den Wind und auch den Regen auf wie ein Schwamm.

    Kreativ durch den Oktober

    Neben den Photos zu den vier Stichworten für das Kreativprojekt Projekt52 standen 31 Zeichnungen für den Inktober an. Dabei stellt der Initiator Jake Parker jedes Jahr eine Liste mit Begriffen zusammen, einen für jeden Tag im Oktober. Und dann wird dazu passend assoziiert und gewerkelt..

    Im Original ist das tatsächlich in schwarzer Tinte auf weißem Papier gemeint. Allerdings habe ich viele farbenfrohe Aquarellbilder und auch digitale Kunstwerke gesehen. Es war inspirierend, wie unterschiedlich die Teilnehmenden die Prompts jeweils interpretiert haben. Manche Begriffe waren sehr weit auslegbar, manche in ihrer ursprünglichen Bedeutung sehr dicht beieinander, zum Beispiel Ragged und Shredded.

    Die Aktion war mir schon vor ein paar Jahren aufgefallen. Dieses Mal überwog die Neugier die Zweifel. Und es hat sich für mich sehr gelohnt: Jeden Tag ein Bild hochzuladen, auch wenn ich nicht mit allen davon gleich zufrieden bin, hat sehr gut getan. Und durch die relativ hohe Frequenz hatte auch die negative innere Stimme kaum eine Chance, mich ins Grübeln zu bringen, ob das immer die ideale Umsetzung aller Prompts war.

    Die Challenge ist eine super Übung darin, sich nicht mit anderen zu vergleichen. Manche Teilnehmende haben extrem detaillierte Bilder eingereicht. Manche scheinen mir Kunstprofis zu sein. Meine Messlatte war, dass ich überhaupt ein zum jeweiligen Prompt einigermaßen passendes Bild fertig bekommen habe. Likes waren nur ein Sahnehäubchen.

    Außerdem war diese Aktion eine tolle Gelegenheit, ein früheres Hobby aus dem Friedhof heraus zu reaktivieren. Zentangle ist anscheinend dem Fahrradfahren ähnlich. Jedenfalls hat mein Muskelgedächtnis in den meisten Fällen sehr brav mitgespielt.

    Nächstes Jahr bin ich sehr wahrscheinlich wieder mit dabei. Es sei denn, die Begriffe sprechen mich überhaupt nicht an. In den kommenden Wochen möchte ich die hier erzeugte kreative Welle noch ein bisschen weiter reiten, allerdings nicht mehr unbedingt mit einem Ergebnis pro Tag.

    Alle meine Inktober25-Bilder gibt es in meinem Pixelfedprofil.

    Was habe ich im Oktober 25 gehört?

    Medien rauben uns Lebenszeit. Wie wir uns wehren können

    Die neueste Folge des Podcasts „Wind und Wurzeln“ von Marina Weisband beschäftigt sich damit, wie Internetplattformen unsere Aufmerksamkeit an sich fesseln. Was mich begeisterte, war die Erinnerung an das Konzept des konstruktiven Journalismus. Dieser liefert nicht ausschließlich „Gute Nachrichten“, sondern wenige Artikel, dafür gründlich recherchiert und lösungsorientiert. Eine erfrischende Alternative zur sonstigen Click-Bait-Dusche.

    In dieser Podcastfolge kommt unter anderem Maren Urner als Neurowissenschaftlerin zu Wort. Sie erklärt, warum wir so oft dem Doomscrolling in die Falle tappen. Han Langeslag von Perspective Daily erklärt, wie sich durch veränderte Formen der Berichterstattung und des Nachrichtenkonsums unsere Sicht auf die Welt ändert. Und wie sich das dann umgekehrt auf die Welt auswirkt.

    Jetzt bin ich sehr motiviert, regelmäßig Perspektive Daily zu lesen. Das hilft hoffentlich auch beim YouTube-Doom-Fasten.

    Was habe ich im Oktober 25 gesehen?

    Die Zerstörung der Zerstörung der CDU

    Neben „Downton Abbey – Das große Finale (Nun aber wirklich der letzte Teil, ganz bestimmt!)“ nutzten wir die 3Sat-Mediathek für die aktuelle Folge von „Bosetti Late Night“. Sarah Bosetti hat sich für diese Ausgabe überlegt, die CDU zu retten, und bespricht diesen Plan unter anderem mit vier Gästen.

    Gilda Sahebi kritisiert die Unionsparteien im Ganzen. Bianca Praetorius ist als Klimaaktivistin in die CDU eingetreten, um ihr Herzensthema dort von innen zu vernetzen. Stephan Meyer hat sich als Landrat von Görlitz gegen einen AfD-Kandidaten durchgesetzt und berichtet von seinen Erfahrungen auf der regionalen Ebene. Der Politikwissenschaftler Jens Hacke trägt zusätzliche Einschätzungen bei.

    Die Mischung ist konstruktiv und rund. Das einzige Problem an der Sendung ist der viel zu kurze zeitliche Rahmen. Dadurch werden die unterschiedlichen Sichtweisen nur angerissen und ich würde mir eine Anschlussdebatte mit den gleichen Gäst:innen (wie Sarah Bosetti gerne sagt) in der nächsten Folge wünschen. Vielleicht hätte der Comedyblock mit Cristoph Sieber ausfallen können. Trotzdem aus meiner Sicht eine sehenswerte Sendung.

    Was habe ich im Oktober 25 gebloggt?

    Monatsrückblick September 25 – Eine Zahl hat’s nicht geschafft
    Beim Monatsrückblick September 25 gibt es ein paar Perspektivwechsel, Schönes für die Seele und Optimismus für das nächste Schuljahr.

    WMDEDGT im Oktober 25 – Herzlichen Glückwunsch, Herr N.
    Das WMDEDGT im Oktober 25 eröffnet eine Tradition: An diesem Tag werde ich vermutlich immer Geburtstagskuchen zeigen.

    Wie ich mich fortbewege
    Für die relevant-Blogparade erkläre ich, wie ich mich fortbewege. Wann, unter welchen Bedingungen und warum.

    To-Want-Liste für das 4. Quartal 25
    Meine To-Want-Liste für das 4. Quartal 25! Was möchte ich bis Silvester 2025 gerne erleben, lernen oder sehen? Und was habe ich bisher aus dem Projekt ToWant gelernt?

    Blogstatistiken – Bloggerschnack Oktober 25
    Meine Antwort auf die monatliche Umfrage des Bloghexenforums. Im Oktober 25 berichte ich über meine Haltung zu Blogstatistiken.

    Vegane Würstchen – Wo ist das Problem?
    Warum vegane Würstchen kein Problem sind, das wir durch Sprachverbote in den Griff bekommen müssen und was stattdessen besprochen gehört.

    Lernzettel schreiben oder lernen – Wo ist der Unterschied?
    Viele meiner Schüler:innen schreiben regelmäßig Lernzettel. Aber wie sinnvoll ist diese Vorbereitungsmethode wirklich?

    Bürgergeld, Stadtbild, Brandmauer – Was können wir tun?
    Die Regierung spricht über Bürgergeld, Stadtbild und Brandmauer. Worum geht es eigentlich und was können wir tun?

    11 Dinge, die ich als bloggende Unternehmerin 2025 anders mache
    Als bloggende Unternehmerin habe ich über die Jahre viel gelernt. Hier erfährst du, was ich heute nicht mehr oder anders mache und warum.

    Projekt52 Oktober 25
    Mein Beitrag zum Kreativprojekt Projekt52 im September 25. Die Stichpunkte: „Es war einmal“, „Zug“, „Action“ und „Gönn ich mir!“

    Magical Shortcuts
    Mein Beitrag zu DeadlinesForWriters im Oktober mit dem Stichwort „Excellence“ und der Wörterzahl 1800.

    Außerdem fünf Blogbeiträge zum Kreativprojekt Inktober25. Insgesamt komme ich so auf 16 Blogposts.

    Monatsrückblick Oktober 25 in Mastodönekes:

    Diese neue Kategorie habe ich mir bei Uschi Ronnenberg von IchTuWasIchKann abgeguckt. Manches im Fediverse möchte ich mir merken, aus den unterschiedlichsten Gründen. Ein paar dieser Perlen tauchen ab jetzt in meinen Monatsrückblicken auf.

    Herbst ist doof

    „Ein Gedicht.

    Nass.
    Kalt.
    Windig.
    Nass und Kalt.
    Kalt und windig.
    Windig und nass.
    Nass und kalt und windig.
    Herbst ist doof.“

    Tina

    Mein Mann fühlte sich sehr verstanden. Im Gegensatz dazu habe ich selbst keine Ahnung, was Tina meint 😉 Trotzdem sehr poetisch.

    Gravity

    „Those stories about tech bros and their race to put humans on other planets or live in space, and they frame these massive strokes of ego as somehow benefiting the entire human race.

    The vast majority of people on earth are trying to escape poverty, not gravity.“

    Ewen Bell

    Ein Zitat für die Wand: Die meisten Menschen wollen der Armut entkommen, nicht der Gravitation.

    ToWants im Oktober 25

    Für meine Monatsrückblicke werde ich ab jetzt auch immer nachsehen, wie die ToWants laufen. Diese Punkte waren im Oktober sehr erfreulich:

    • 30-Tage-Decluttering-Challenge – Sehr erfolgreiches Konzept!
    • die frischen Temperaturen genießen – Hat sehr gut getan!
    • Grundlagen von WordPress – Da waren ein paar neue Erkenntnisse dabei, unter anderem zum Rasterblock.
    • Blogartikel rund um die Schulmathematik – Dafür habe ich über Ansichten zum Lernzettel geschrieben
    • 250 veröffentlichte Blogartikel zum Jahresende – Aktueller Stand sind 247 (inklusive diesem Monatsrückblick Oktober 25) 😀
    • Arbeitsfreies Wochenende – Habe ich durchgezogen!
    • Webseite immer barriereärmer – Die Farbkontraste sind deutlich besser und es gibt mehr „sprechende Links“
    • zum Jahresende 90 groß gezogenene Haustiere in Habitica – aktueller Stand sind 87! Das geschenkte Extrafutter zu Halloween hat nochmal einen Schub gegeben 😀
    • Duolingo-Schachkurs – Schachmatt habe ich rauf und runter geübt, als nächstes lerne ich Spielanfänge. Der Kurs macht immer noch viel Spaß!

    Was mir an der ToWant-Liste gut gefällt: Sie ist nicht nur Wunschzettel an mich selbst und eine Erinnerungshilfe, sondern auch eine Teststrecke für Vorhaben. Wenn etwas mehrfach in den Anschlussmonat weiter geschleift wird, will ich es vielleicht doch gar nicht so sehr. Und das ist ja auch eine Erkenntnis.

    Und was war sonst noch los?

    Die bunten Schirme haben Menschen bei der Hamburger Stadtbild-Demo vor dem kalten Dauerregen geschützt.

    Die bestellten Nikotinpflaster kamen in einem hoffnungslos überdimensionierten Paket, die neue Matratze war dagegen so kompakt vakuumiert und eingerollt, dass der Karton beunruhigend klein wirkte.

    Immerhin, eine Katze passte hinein.

    Vorherige Oktoberrückblicke

    Für den Monatsrückblick Oktober 25 blättere ich noch weiter zurück, was in den Vorjahren los war. So langsam ergibt sich eine Kette von Blogartikeln, an denen ich ablese, wie sich mein Leben entwickelt hat.

    Oktober 23: Vor zwei Jahren tat ich mir ziemlich leid, dass mein Energiekonto so leer gesogen war. Dafür hat mich immerhin das erste Blogtoberfest auf eine Spur gesetzt, auf der sich mein Verhältnis zum Wollen und Müssen grundlegend geändert hat.

    Oktober 24: Im Vorjahr habe ich furchterregende Dinos gesehen und Nirvana vom Flügel gehört. Dass das schon wieder so lange her ist kann ich kaum glauben.

    Was habe ich im November 25 vor?

    • Mal wieder mit den Four Agreements beschäftigen. Ich habe sie bei Leslie Fightmaster kennen gelernt und das Gefühl, aktuell brauche ich eine Wiederholung dringender als je zuvor.
    • Ich werde in Sachen UnplugTrump meinen YouTube-Kanal löschen und zu PeerTube umziehen. So weit der Plan.
    • Mit den Nikotinpflastern aus dem Paket befreie ich meine Synapsen von Spikeproteinbruchstücken. So weit der Plan.
    • Ich verbringe ein langes Wochenende auf Amrum.
    • Die Clutterbugchallenge wird fortgesetzt, wenn auch nicht täglich.
    • Meine elektronische Sammlung von Photos wird unter anderem unter den Hashtags Bloomscrolling, ThinkTrunkTuesday und SilentSunday geteilt.
    • Wir werden ein Testament aufsetzen.
    • Es findet mehrmals Nordic Walking und einmal ein Ansatz zur Laufrunde statt.
    • Ich werde nochmal über die A7 wandern und nachgucken, ob die Bäumchen dort immer noch so spirrelig aussehen und wie sich die Schrebergärten gemacht haben.
    • Das schwarze Leinen vernähe ich endlich zu einer Hose. Mit Taschen!

    Wie war dein Oktober 25?

    Und so endet mein Monatsrückblick Oktober 25. Schreibst du auch mehr oder weniger regelmäßig Rückblicke? Was sind deine Erfahrungen damit?

    Mir hat zum Einstieg die Anleitung von Judith Peters geholfen. Bei ihr findest du auch ihren eigenen Monatsrückblick auf den Oktober 25 mit der Möglichkeit, deinen zu verlinken.

    Blühst du im Herbst auch so auf? Oder siehst du eher mit Sorge auf die kommenden dunklen Tage?


    Dir hat dieser Beitrag gefallen? Auf meinem Blog erscheinen regelmäßig Monatsrückblicke wie dieser.

    Fediverse-Reaktionen
  • Inktober 25 Teil 5

    Inktober 25 Teil 5

    Zum Abschluss der Oktober-Zeichenchallenge präsentiere ich meine fünf Zeichnungen für Inktober 25 Teil 5. Ich bin ganz begeistert davon, dass ich durchgehalten und jeden Tag ein Bild hochgeladen habe, auch wenn ich nicht mit allen gleich zufrieden bin. Im Septemberrückblick habe ich das Ganze spontan beschlossen, auch wenn ein Teil von mir sich fragte, ob ich als absoluter Nichtprofi da richtig bin.

    Allerdings ist das aus meiner Sicht genau der Punkt an dieser Challenge. Durch die zufällig zusammen gewürfelten Prompts und den täglichen Abgabetermin wird im Prozess die Instanz im Gehirn ausgehebelt, die gerne alles tiefsinnig und ordentlich haben will, bevor es mit der Welt geteilt wird. Und dann schleicht sich auf leisen Sohlen die Inspiration, der Flow und der Spaß in die Aktivität.

    Die Bilder für Inktober 25 Teil 5

    Die 31 originalen Inktober-Stichworte haben insgesamt ganz gut für relativ abstrakte Zentangle-Zeichnungen funktioniert. Bei der Zwiebel habe ich ein Muster verwendet, das Unyun heißt. Und den Pokal im letzten Bild widme ich mir, weil ich so tapfer dran geblieben bin. Auch wenn ich viel Spaß damit hatte, meinen Blick für Formen und Muster in Zentangle-Kacheln neu zu entdecken.

    Von links oben nach rechts unten: Zwiebel – skelettartig – Lektion – vakant – Preis

    Die vorausgegangenen Bilder findest du hier:

    In meinem Pixelfed-Profil siehst du alle meine Bilder zu dem 31 Prompts.

    Wie regst du deine Kreativität an?

    Gibt es Challenges, an denen du regelmäßig teilnimmst? Oder hast du andere Strategien, um deine:n innere Kritiker:in abzulenken? Und wenn du kreativ tätig bist, wo kann ich deine Werke bewundern?


    Wenn dir dieser Beitrag oder sogar die ganze Reihe Gefallen hat, findest du mehr Selbstgemachtes in meinem Blog.

    Fediverse-Reaktionen
  • Story Challenge October 2025 – Excellence

    Story Challenge October 2025 – Excellence

    My contribution to the deadlinesforwriters short story challenge October 2025. The prompt was „excellence“ and the required word count was 1800.

    Picture by Pexels on Pixabay with a turquoise filter applied by me.

    Magical Shortcuts

    Zoe ran into her room and slammed the door shut behind her. Why couldn’t her mother leave her alone? She fell headlong on her bed in between yesterday’s outfit and her plush animals.

    At first glance, Zoe’s room looked just like any other fourteen-year-old’s. Posters of musicians her parents had never heard of and a large mirror on her wardrobe. There were also the black hand-painted symbols on the insides of her windows, as well as a crystal ball with a price tag still attached, resting in a holder on her desk.

    Zoe groaned into the mattress and hit her pillow with a fist. A ringing behind her made her lift her head enough so she could stare at the intruder.

    Her mother’s head floated in the air near the closed door and said, “Are you sure you don’t want me to help you figure it out? I remember my first year and how we all struggled with the Scintilla. It will get easier, I promise!”

    “Mum! What have I told you about appearing in my room? Don’t! That’s what I said!”

    Zoe’s mother at least had the decency to look contrite. “Okay, I hear you. Whenever you want dinner, come downstairs!” And with that she disappeared.

    Zoe sat up and fished for the spellbook from her bag, weighing it in her hand. Today hadn’t gone great at all. Trisha had been the only one to produce some measly sparks, and not even in the right colour.

    When the ringing sounded again, Zoe was ready to jump into a tantrum. But it was only Bea, whose older sister sometimes gave her extra pointers. She had masterered Appearing during the summer, and Zoe was willing to not be weird about it, Bea being her best friend and all.

    “What’s up?” Bea asked.

    “This whole magic school thing sucks. I wish I’d been born into a non-magical family. How am I supposed to figure the sparkles out until Monday? It’s Friday tomorrow! Up until last grade in normal school, everything was easy or at least manageable. This just isn’t me! I guess tonight I will ask my parents to let me transfer back again.”

    “No, Zoe! Please don’t! Look, I haven’t been able to do Scintilla yet either. My whole family tells me the first spell you learn is the hardest. We’ll just have to work at it, right?”

    “Ugh!” Zoe smashed her face into her pillows again so she couldn’t see Bea biting her lower lip.

    “Please don’t mention anything to your parents tonight. If you stay quiet about it, maybe there is a shortcut that my sister may have told me about. See you tomorrow!”

    Zoe registered the sound of Bea disappearing, but she didn’t move for another while. She wondered if the story about this spell was just a big wind-up. Eventually, she was hungry enough to traipse downstairs for dinner. On the way she checked her reflection in the mirror. Weird how she was the only ginger in her entire school. So much for clichés.

    She spent some time tossing and turning that night. In the end Zoe hadn’t asked her parents to transfer her back, even though she knew they wouldn’t object. Grandma would, though. She was traditional and had actually worked as a village witch. When Mum and Dad had moved into the city there had been grumbling and frowning for weeks.

    Zoe had expected things to go more smoothly. However, Professor Mason had told them that magic was less a thing of genetics and more a product of persistence. It was just that non-magical families mostly weren’t interested in having their children trained at magic schools.

    An image came up in her mind. A memory of herself sitting with her grandmother in the garden and watching her throw fireballs at the mosquitoes. With a smile on her face, Zoe fell asleep at last.

    The next morning she met a grinning Bea at the school gates. They went inside, ready to face the last few classes for the week. Also Trisha, who apparently had spent Thursday night practicing. She didn’t seem to ever want to stop making grand gestures, sweeping bright turquoise sparks all through the hall.

    Zoe’s face turned glum again.

    “Wait and see what the library has in store for us.” Bea winked and nudged her best friend.

    Some classes were for normal subjects like maths and PE, fortunately. Their magical school was one of the modern types that openly advertised and prepared the students for all kinds of careers besides just village witches. So these were the classes that gave Zoe the opportunity to relax and just work on some nice equations or dodge balls thrown at her by the opposite team.

    When the bell rang for the last time, Bea grabbed Zoe’s hand and pulled her in the direction of the library. The librarian threw them a suspicious look from behind her counter.

    “What is it you’re looking for? Don’t you have a weekend to run off into?” she called after them.

    Bea, however, went straight for the section at the back, where the books looked medieval. The sign atop the bookshelf read “Advanced Studies”.

    Zoe pulled her hand out of Bea’s grip and looked around.

    “Is this right? We’re anything but advanced, Bea. Are you sure this is what Lillian meant?”

    “I’m certain. When I came home and told her how we had failed the Scintilla so royally, she just laughed and sparkled at me for a bit on purpose. I had to nag her the entire afternoon until she caved and came clean. All this time I had thought she was just that much more talented than everyone else. Thing is, she hadn’t been able to get the sparks right at first, either. At some stage, an older student had told her about a secret spell.”

    “What kind of secret spell?”

    “It’s called Brevis. Basically a shortcut that increases your magic ability so you’re able to do all the other spells with ease.”

    Zoe’s eyes widened. Good old Lillian! At least she had shared this with her younger sister and, by extension, with Zoe. This was going to help immensely.

    Once they had found the right book, they opened it. They were going to take the fact that it instantly presented the correct page as a good sign. There it was, a long description of ingredients and magic words under the heading “Brevis”, just like Lillian had promised.

    Both of them took pictures with their smartphones and scanned the ingredients list. Some of the stuff they would be able to get from the school lab. Some they actually had at home. Getting it all done before Monday seemed more than realistic. They stuffed the book back onto the shelf and treated each other to a fist bump.

    Later in the evening, Zoe sat on her circular rug, an assortment of candles and mostly bits of plants in front of her. She wondered if she should risk trying the spell now or postpone it until tomorrow when her parents would be out visiting Aunt Hilda. She picked up a translucent piece of rock and weighed it in her hands.

    The knock on the door made the decision for her. At least Mum had accepted the rule of no appearing, so Zoe got up, opened the door a tiny bit, and looked out through the crack.

    “What is it?”

    “I just wondered if you would like to watch TV with us? Or maybe sit and talk? If not, that’s okay too, you know. You know, right, Zoe?”

    “Yes Mum, I know.” Zoe opened the door a fraction wider and leaned out to hug her mother.

    “Good night, Darling!” Mum shouted at the door, closed again already.

    The next morning, Zoe couldn’t wait for her parents to leave the house. She heard their car starting the same moment Bea’s face rang into her field of vision.

    “Have you tried the spell out yet? I would have loved to do this together, but as I said, Lillian swears it only works when performed solitary.”

    “No, I was just going to get to it. Have you?”

    “Not yet. But I will. This will work. Do you think it’ll work?”

    Zoe laughed. “It better. And now you go back and level up your magics while I do the same here, and let’s meet later in the afternoon to compare results.”

    Bea nodded and faded away with a wink.

    Two hours later, Zoe was stomping around in her room, sweating and swearing. This stupid little image was just too fiddly to zoom in on on the stupid little screen. One thing was for sure: Brevis was not at all easier than Scintilla. She wondered if she should instead go back to just practicing sparks, because it felt like Monday was approaching fast and she had nothing to show for her efforts. And soon her parents would be back and maybe knocking on her door again, maybe even asking questions.

    She took a deep breath, wiped her hair out of her face, and sat down again in the center of her rug. This just had to work. There was no way she was going to knuckle through the studying and practicing for every damn spell on her way to graduation. She would get this to work even if she had to go through the ritual again and again for, well, probably another two hours or so. Right. Back to work.

    Zoe closed her eyes and repeated the formula she knew by heart at this point. She felt her will focus at a point between her eyes like a sharp knife. She opened her eyes, shivering, and performed the sweeping gestures described in the ancient textbook. What happened was not what she expected. What happened was a shower of shiny sparks cascading from out of her fingertips.

    Zoe also hadn’t expected a piece of parchment to drop out of thin air with a loud pop. It fell onto her rug, curls of smoke rising gently from its scorched edges.

    It said the following:

    “Congratulations on mastering the alternative Scintilla! Well done! If someone has given you the information for this spell, know that they also failed at first and also tried to shortcut their way to graduation. Unfortunately, there is no shortcut. There is growing from practice and from supporting each other. That said, please pass on the story of the Brevis to anyone who needs it, but keep the truth a secret!”

    Well. Zoe couldn’t wait to have a chat with Bea. She folded her arms and leaned back, her brow furrowed.

    Then she said the magic words again and drew the sigils in the air with her hands. Those turquoise sparks were pretty damn impressive after all.



    Like my contribution to the story challenge October 2025? On my blog you can find and read more of my stories!

  • Projekt52 Oktober 25

    Projekt52 Oktober 25

    Das fühlt sich an wie Zielgerade. Mit den Bildern für Projekt52 Oktober 25 bin ich für meine Verhältnisse früh dran. Die Stichworte haben mir fast alle etwas gesagt, bis auf Action. Ich bin echt keine energiegeladene Person und arbeit auch nicht beim Film. Zum Glück ergab sich eine Gelegenheit für Action in Hamburg

    Am Ende des Jahres werde ich 52 Beiträge in einem Blogbeitrag zusammengefasst präsentieren. Du kannst meinen aktuellen Bildern auch auf Pixelfed folgen.

    Die Beiträge zum Projekt52 Oktober 25

    Es war einmal

    Der arme Trollazubi Enno vom Eibenwald hatte sich ein bisschen zu lange ein Wortgefecht mit der Waldfee Wilma geliefert. Ganz kurz sah er sich als Sieger und warf ihr den arrogantesten Blick zu, den er im Repertoire hatte. Leider ging in dem Moment die Sonne auf. Immer, wenn Wilma dieser Tage an ihm vorbeifliegt, muss sie dreckig lachen.

    An dieser Figur kommen wir bei einer unserer Spazierrunden vorbei. Und dann denke ich oft, ich hätte auch gerne eine Statue im Garten. Allerdings finde ich, die sehen erst dann gut aus, wenn sie schon deutlich verwittert sind. Armer Enno.

    Zug

    Nur weil das Stichwort so heißt, muss nicht zwingend ein Zug im Bild sein, oder? Neulich ging ich mal wieder für ein paar Besorgungen zu Fuß. Dabei führte mein Weg einen Teil der Strecke direkt an der Bahnlinie nach Hamburg entlang. Diese Anlagen habe echt ihre eigene Ästhetik, besonders in der Oktobersonne.

    Action

    Grauer Himmel, buntes Stadtbild: Auf Hamburg ist Verlass! Wenn Solidarität gefragt wird, gibt es Aktion auch im kalten Nieselregen.

    Gönn ich mir!

    Ich liebe den Herbst und sauge die Farben und die Frische auf wie ein Schwamm. Um durch das Laub zu rascheln werde ich nie zu alt sein. Beim Versuch, im Gehen Bilder zu machen, kam dieses Ergebnis heraus. Es repräsentiert haargenau, wie sich so eine Raschelaktion anfühlt und anhört.

    Meine bisherigen Beiträge für Projekt52

    Seit Januar habe ich bisher noch kein Thema ausgelassen:

    Außer auf meinem Blog findest du meine P52-Beiträge auch auf Pixelfed. Wenn du mir auch dort folgst oder wenn dich das motiviert, auch von Instagram dorthin zu wechseln, würde ich mich sehr freuen!

    Ansonsten erscheinen in meinem Blog regelmäßig Beiträge in der Kategorie „Selbstgemacht“.

  • 11 Dinge, die ich als bloggende Unternehmerin 2025 anders mache

    11 Dinge, die ich als bloggende Unternehmerin 2025 anders mache

    Vor mehr als zehn Jahren habe ich mich selbstständig gemacht. Seit dem Neubau meiner Webseite 2020 bin ich zudem regelmäßiger bloggende Unternehmerin. Mit der Zeit habe ich einige Dinge in meinem Verhalten und Geschäftsmodell geändert. Manches langsam über Jahre hin, anderes in aller Konsequenz erst 2025.

    Die folgenden Punkte sind nicht nach Bedeutung oder Tiefgründigkeit sortiert. Sie tragen alle an ihrer Stelle im Kleinen wie im Großen langfristig zu meinem Wohlbefinden bei. Und, so der Spoiler für mein Fazit, das ist die eigentliche Motivation hinter allen diesen Änderungen.

    • Für mein Wohlbefinden und die Freude an meiner Tätigkeit habe ich ein paar neue Gewohnheiten und Haltungen entwickelt.
    • Hauptsächlich geht es darum, dass ich mich an die erste Prioritätsstufe setze, um dann umso nachhaltiger für meine Schülerinnen präsent sein zu können.
    • Mein Fokus liegt auf dem Unterrichten, nicht dem Disziplinieren.
    • Durch Mealprep, eine schlanke WordPress-Pluginliste, minimalistisches Zeitmanagement und Aussortieren von Lernmaterialien und Social Media Profilen sorge ich dafür, dass ich befreit blogge und unterrichte.

    Ich arbeite nicht mehr für Franchise-Unternehmen

    Seit 2014 bin ich selbstständige Nachhilfelehrerin. Als ich 2016 nach Halstenbek zog, war es für mich zum Einstieg einfach, für ein großes Unternehmen als Honorarkraft zu arbeiten. In dieser Zeit habe ich viel gelernt. Und ich bin gleichzeitig sehr zufrieden, dass ich dort wieder ausgestiegen bin.

    Hätte ich ein Kind, würde ich es nicht bei einem der großen Nachhilfeanbieter anmelden. Deren Schwerpunkt liegt nicht auf Lernfreude und einem gestärkten Selbstbewusstsein. Sondern auf der Dividende für die Investoren. Das zeigt sich auch im Umgang mit den Lehrkräften. Die arbeiten mit großen und zusammen gewürfelten Lerngruppen für eine unangemessen niedrige Vergütung. Weil ich meinen Wert kenne, der allerdings dort nicht gesehen wurde, habe ich relativ bald umgestellt auf fast nur noch Unterricht mit meinem eigenen Unternehmen.

    Einmal in der Woche unterrichte ich noch Gruppen für „die Lerncoaches“ in Halstenbek. Dieses Institut gehört einem Nachhilfelehrer, der auch auf die Honorarverträge beim großen Unternehmen keine Lust mehr hatte. Er investiert sehr viel Liebe und Energie und würdigt sowohl mich als auch die Schüler:innen merklich. Trotzdem ist auch er bei meiner Terminplanung auf Prioritätenstufe zwei.

    Ich renne nicht mehr Rechnungen hinterher

    In meinen Anfangsjahren habe ich genug Lehrgeld gezahlt, buchstäblich. Am Ende des Monats rechne ich die tatsächlich stattgefundenen Stunden ab. Und manche Schüler:innen und deren Eltern musste ich mehrere Male und teils über längere Zeiträume an die Zahlung erinnern.

    Manchmal vergesse ich auch, rechtzeitig zu bezahlen. Und die meisten Eltern reagieren auf Erinnerungen prompt. Das ist für mich überhaupt kein Problem. Andere servieren mir langatmige Ausreden oder verschleppen mehrfach die Überweisungen und ich muss immer wieder nachhaken.

    Ich bin nicht der Typ für Mahnungsverfahren. Wenn Eltern meinen, Rechnungen nicht bezahlen zu müssen, mich aber bitten, die Tochter bitte doch noch mal für die Mathearbeit am nächsten Mittwoch vorzubereiten, dann sage ich inzwischen ganz entspannt Nein und löse solche Verträge auf. Denn es gibt genügend Anfragen von Menschen, die mich zu schätzen wissen und mit mir so ordentlich umgehen, wie ich mit ihnen.

    Ich achte nicht mehr auf goldene Blogregeln

    Mein Blog ist bunt gemischt. Und es geht mir sehr gut damit, seit ich dieses Konzept ganz entspannt durchziehe. Mit meinen Schüler:innen unterhalte ich mich schließlich zwischendurch mal über die Welt und meine Haltung zu ihr. Wenn diese jungen Menschen das ausreichend interessiert, um mich explizit zu fragen, dann sind meine Ansichten auch passend für meinen Blog.

    Und es gibt auch nicht mehr für jeden Beitrag ein neues passendes Photo. Die Serien „Bloggerschnack“ und „Inktober“ bekommen von Hand geschriebene Kacheln aus GIMP. Wie sich herausstellte, schreckt das Menschen nicht davon ab, diese Beiträge zu lesen und zu kommentieren. Im Gegenteil: Seit ich hier meine eigenen Regeln und Maßstäbe befolge, bekomme ich signifikant mehr interessierte Rückmeldungen.

    Natürlich ist es so, dass mein Blog nichts verkaufen soll. Stattdessen ist er dazu gedacht, zu informieren und darüber hinaus potentiellen Schüler:innen und deren Eltern einen Eindruck zu vermitteln, welche bloggende Unternehmerin hinter dieser Webseite steckt. Und das unterscheidet mich von der einen oder anderen Person mit einem Online-Business.

    Ich sorge nicht mehr für Ruhe und Ordnung

    Ein Teil meiner Arbeit als Lehrerin war das Disziplinieren. Genau dieser Teil war ein bedeutender Grund hinter meiner Kündigung. Beim Franchise-Nachhilfeinstitut hatte ich wenig Einfluss darauf, wer in meinen Gruppen saß. Und schon war ich wieder mit Störverhalten konfrontiert, zum Teil massiv.

    Natürlich nehme ich das nicht persönlich. Und mir ist klar, dass hinter Störverhalten andere Ursachen und nicht erfüllte Bedürfnisse liegen. Allerdings bin ich als Nachhilfelehrerin nur begrenzt dafür zuständig. Ich sehe diese Schüler:innen zu selten und habe auch gar nicht das Mandat dazu, um nachhaltig an ihrem Verhalten zu arbeiten. Für die anderen Kinder und Jugendlichen in diesen Gruppen sowie deren Eltern, die für die Nachhilfe extra Geld bezahlen, ist es erst recht nicht zumutbar, wenn eine Einzelperson wiederholt den Unterricht sprengt.

    In der 1:1-Nachhilfe verhalten sich Kinder mir und dem Lernen gegenüber tatsächlich anders. Das ist mit ein Grund, aus dem ich selbst keine Gruppenstunden anbiete. Bei den Lerncoaches habe ich mehrere Male einzelne Schüler:innen aus meinen Gruppen nehmen lassen. Das ist ein Privileg gegenüber meiner früheren Tätigkeit als Lehrerin, in der ich an der Klassenzusammensetzung so gut wie nichts ändern konnte.

    Ich hamstere keine Arbeitsblätter mehr

    Als Lehrerin im Schuldienst habe ich viele Arbeitsmaterialien selbst erstellt oder gesammelt. Einen Teil davon habe ich nach meiner Kündigung aussortiert, allerdings lagern immer noch viele Blätter in meinem Unterrichtsraum. Und dann und wann sortiere ich sie neu oder stelle die Hängeregisterkartons in anderer Reihenfolge in die Regale. Ganz selten wandern sogar ein paar Blätter in den Papierkorb.

    In den seltensten Fällen nutze ich diese Blätter wirklich. Vieles ergibt sich aus der Gesprächssituation. Manchmal beziehen wir uns in einer Nachhilfestunde auf mysteriöse Mitschriften aus der Schule oder nicht verstandene Aufgaben. Die einzigen gehamsterten Arbeitsblätter, die ich oft einsetze, sind ehemalige ESA-, MSA- und Abituraufgaben.

    In der Bilanz bescheren mir so die meisten dieser Papierstapel mehr mentale und tatsächliche Räumarbeit, als dass ich von ihnen profitiere. Denn ich sehe sie in meinem Unterrichtsraum herumstehen und habe immer latent das Bedürfnis, „für Ordnung zu sorgen“. Merke: Papierstapel sind auch dann Papierstapel, wenn sie um 90° gedreht wurden und in Hängemappen herum stehen. Entsprechend hole ich mir nichts mehr neu dazu.

    Eine Weile habe ich noch mit dem Gedanken gespielt, selbst Arbeitsblätter zu entwerfen und hier zum Download anzubieten. Aktuell ist mein Lebensmotto eher „Weniger ist mehr!“ und ich bin dabei zu lernen, dass mein Tag nicht genug Stunden hat, um all das zu machen, was mir so vorschwebt. Wenn ich irgendwann mal wirklich nichts zu tun haben sollte, wird für diese Blätter dann die große Stunde schlagen. Aber dann nicht für mich zum Hamstern, sondern als Lernangebot für Schüler:innen.

    Ich habe das Akkordion-Plugin gelöscht

    Lightweight Accordion habe ich oft und gerne genutzt. Bis WordPress den Details-Block einführte, der genau dieselbe Aufgabe erfüllt. Weil ich gerne meine Plugin-Liste so knapp wie möglich halte, habe ich die alte Variante aussortiert. Das hieß allerdings in meinen Artikeln über Aufgaben im Matheabitur eine Menge Umarbeitung. Denn dort hatte ich das Akkordion sehr großzügig eingesetzt.

    Mein nächster Wunsch wäre ein Gutenberg-Slider-Block. Denn mein aktuelles Slider-Plugin wird auch demnächst aussortiert, weil es keine Updates mehr gibt. In meinem Beitrag Bloggerschnack – Meine Lieblings-Plugins schreibe ich noch mehr darüber, was auf meiner Liste steht und was nicht (mehr). Je mehr solcher hilfreichen Blöcke WordPress von sich aus zur Verfügung stellt, desto schlanker kann ich meine PlugIn-Sammlung gestalten.

    Ich nutze Meta nicht mehr

    Mir war Meta schon im Januar nicht mehr zuzumuten. Und immer wenn ich denke, diese Netzwerke hätten das ultimative Level an Enshittification erreicht, legen sie noch eine Schippe drauf. Entsprechend lese ich immer wieder, dass auch andere Menschen keine Lust mehr haben, sich vor den Insta-Karren spannen zu lassen.

    Schon Anfang 2025 hat mir nicht gefallen, wie ich über immer neue Stöckchen hopsen sollte. Die Werbung dort, die mir mit vorwurfsvollen Gesichtern und entgegengestreckten Handflächen entgegen rief, ich solle doch endlich aufhören, Fehler XY zu machen!!! Zusätzlich die gruseligen KI-Bilder, die mir mit ihren unnatürlichen Texturen und unplausiblen Verbindungen zwischen den Bildelementen den Magen umdrehen.

    Nach dem Ausstieg habe ich nach anderen Möglichkeiten der Vernetzung gesucht. Und Folgendes gefunden:

    Letztgenanntes Plugin hat aus meiner Webseite meine eigene mit dem Fediverse verbundene Instanz gemacht. So wird jeder Blogartikel automatisch geteilt und bekommt mit den richtigen Hashtags versehen eine organische Reichweite. Andererseits täuschen Instagram und Facebook mit ihrem Algorithmus mehr Reichweite vor, die am Ende deutlich weniger wert ist.

    Insgesamt setze ich spätestens mit dem Jahr 2025 mehr auf Relevanz als auf Reichweite. Und seitdem bekomme ich viele Kommentare und einen tiefer gehenden Austausch über das, was mir am Herzen liegt.

    Als ich noch Meta bespielt habe, war das wie das Rufen in ein lautes Vakuum hinein. Nie wieder werde ich Beitragsbilder in mehreren Formaten zurechtbasteln und der Business-App hinterher hecheln, nur um am Ende doch in der Pyramide der Aufmerksamkeitsökonomie unterzugehen.

    Ich nehme mir nicht mehr zu viel vor

    Gerade dieses Jahr hat sich mein Verhältnis zu ToDos nachhaltig und tiefgreifend gewandelt. Meine Habittracker-App Habitica trägt dazu ganz entscheidend bei. Mit einer blinkenden elektronischen Karotte habe ich mich dazu gebracht, eine lange Liste an Vorhaben zu realisieren und mich gleichzeitig von Punkten zu verabschieden, die weder wirklich „zu tun“ noch auf meiner wahren Wunschliste irgendwo oben waren.

    In den letzten Jahren bin ich immer wieder an die Grenzen meiner Löffel geraten. Und zwar weil ich gleichzeitig im Grunde den ganzen Tag über Mathematik sprechen könnte und manchmal nicht gerne Nein sagen mochte. Während ich die vielen Nachhilfestunden wirklich genossen habe, hat manchmal am Abend mein Gehirn geknistert. Und das post-COVID hat noch eine extra Portion Löffel geklaut.

    Heute bin ich sehr stolz auf mich, dass ich weiß, wann es genug ist. Meine Wochenenden sind mir heilig und ich habe einigen Eltern für dieses Schuljahr sagen müssen, dass ich keine weiteren Termine vergeben kann. Sollte etwas frei werden, habe ich sie auf der Liste stehen. Bis dahin achtet diese bloggende Unternehmerin bei aller Gewinnorientierung auf sich und ihren Energiehaushalt.

    Ich überlasse meine Ernährung nicht mehr dem Zufall

    Früher kam es vor, dass die Mittagszeit mich überraschte. Dann gab es mehr Nudeln als Gemüse und auf die Dauer fand ich das selbst unbefriedigend. Auch hier hat mir Habitica geholfen, Routinen zu etablieren. Jeden Sonntag koche ich vier Portionen gemüsereiches Mittagessen für die Woche vor. Dieses Meal Prep ist ein Liebesbrief an die zukünftige Angela, die sich von Montag bis Donnerstag unkompliziert und schnell gesunde Mahlzeiten zubereiten kann.

    Zusätzlich steht jeden Samstag die Vorbereitung meiner Overnight Oats für die Woche an. Auch damit sorge ich sehr nachhaltig für mich. Je älter ich werde, umso wichtiger ist es mir, gesund satt zu werden. Das hilft mir auch, wenn ich vormittags als bloggende Unternehmerin in einen Schreib-Flow hinein gerate und erst realisiere, dass es Mittagszeit ist, wenn sich der Magen meldet.

    Ich plane keine Projekte mehr in den Sommerferien

    Im August 2024 verwendete ich dieses Bild in einem Beitrag über meinen aktuellen Claim:

    Balkengrafik mit dem Titel: Wann ich mal so richtig aufräume. Zwei kurze Balken sind beschriftet mit Im Schuljahr und In den Sommerferien. Darunter ein langer Balken, in dem steht: Alle Jubeljajhre

    Dieses Phänomen habe ich schon als Lehrerin beobachtet. Im Schuljahr verlegte ich Pläne für Projekte (wie zum Beispiel „Gartenschuppen entrümpeln“) auf die Sommerferien. Denn Unterrichten ist energieintensiv und da wollte ich mir nicht noch die Nachmittage mit Entrümpelung vollstellen.

    In den Sommerferien war ich allerdings teils unterwegs und teils mit Kräftesammeln ausgelastet. Wie auch immer, ich schob die Projekte mental weiter an den Anfang des nächsten Schuljahres, wenn ich „sowieso im Flow“ sein würde.

    Letztlich war diese Verschieberei nur Anlass für ein permanentes schlechtes Gewissen. Wie gesagt, mein aktuelles Motto lautet „weniger ist mehr“ und ich erledige das, was ich schaffe, wenn ich es schaffe. Meine Erholungsphasen fülle ich auf jeden Fall nicht mehr mit einer unrealistisch langen Liste an Aufgaben, die bei näherer Betrachtung gar nicht so existenziell wichtig sind.

    Ich plane nichts mehr quer zu meinem inneren Zeitplan

    Mit manchen Terminen liebäugele ich seit Langem. Einer davon ist das Treffen des Klimabündnisses Halstenbek. Der andere ist die Blognacht von Anna Koschinski. Und beide hatte ich so oft in meinem Kalender stehen und habe mich zu beiden nicht ein einziges Mal durchringen können. Weil sie zu einer für mich ungünstigen Zeit stattfinden.

    Ich lese immer wieder tolle Beiträge, die am Freitagabend in gemeinsamer Runde bei der Blognacht entstanden sind. Und gleichzeitig hat ein großer Teil meines inneren Teams einen Horror davor, den Freitagabend so zu verbringen. So trivial sich das auch anhört, zu dieser Zeit sitze ich mit meinem Mann gemütlich im Wohnzimmer und schwelge in Serien. Wie fruchtbar dieses Co-Blogging auch sein mag, ich habe es losgelassen, um einen Ausdruck meiner Gen-Z-Schüler:innen zu verwenden.

    Ähnlich unglücklich liegt das Treffen des Klimabündnisses. Ich möchte sehr gerne in diesem Themenbereich lokal aktiv werden. Gleichzeitig sind die Termine immer so, dass ich meine letzte Nachhilfestunde für den Tag absagen oder mich direkt zum Treffen hinbeamen müsste. Hier diskutiere ich noch mit mir, ob ich den entsprechenden Zeitblock bei der nächsten Terminplanungsrunde einfach pauschal freihalte.

    Was ich nicht mehr mache: Mir solche Aktivitäten trotzdem in den Kalender schreiben, verstreichen lassen und dann ein schlechtes Gewissen haben. Nicht den Veranstaltenden gegenüber, denn die wussten ja gar nicht, dass ich mich in meiner Vorstellung angemeldet hatte. Aber auch nicht mir gegenüber, denn ein Teil hatte ja von vorneherein aus guten Gründen protestiert.

    Fazit: Ich bin als bloggende Unternehmerin meine Priorität Nummer 1

    Alle elf Veränderungen haben eine Gemeinsamkeit. Und zwar, dass ich ich immer mehr lerne, mich an die erste Stelle zu setzen. Einerseits, um so besser für meine Schüler:innen, meine Aktivitäten für die Welt und generell für meine Tätigkeit als bloggende Unternehmerin da sein zu können. Andererseits, weil ich mir das wert bin.

    Die Punkte, die ich zum Teil in den letzten Jahren, teils aber auch erst 2025 geändert habe, gehören also grundsätzlich weniger in die Kategorie „Wie ich mein Unternehmen möglichst effizient gestalte“ sondern in den Themenbereich der Selbstfürsorge. Da schließt sich auch der Kreis zu meinem Beitrag über meine Bestimmung. Mein Jahresmotto 2023 lautete:

    Ich gieße meine Wurzeln.

    Angela, Dezember 2023

    2023 plante ich in dieser weiteren Judith-Peters-Aktion für meine Bestimmung Folgendes:

    „Ich will für mich diesen Schieberegler [zwischen Nichtstun und Vollgas] finden, ihn kennen lernen und immer besser einstellen können. Und damit Vorbild sein für andere, die vielleicht auch zwischen ihren Zielen und Träumen hängen. Die glauben, wenn nicht mindestens ein TEDx-Vortrag dabei rumkommt, können sie es auch lassen.“

    Wer hätte gedacht, dass ich innerhalb von zwei Jahren auf diesem Weg soviel weiter sein würde? Zum großen Teil hat sich diese Entwicklung auch durch das Bloggen ergeben. Und so hoffe ich, meine Aktivitäten als bloggende Unternehmerin auch in Zukunft immer mehr an mir und meinem inneren Kern auszurichten.

    Mal sehen, über welche Veränderungen ich dann ich ein paar Jahren berichten werde.


    Vielleicht findest du dich ja in manchen Dingen wieder. Oder du stellst fest, dass du in mancher Beziehung ganz andere Prioritäten setzt. So oder so freue ich mich über Rückmeldungen.

    Dir hat dieser Beitrag gefallen? Auf meinem Blog findest du weitere Artikel über das Lernen und meine Haltung zum Bloggen.

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  • Inktober 25 Teil 4

    Inktober 25 Teil 4

    In meinem September-Rückblick plante ich den Oktober über an einer Zeichenchallenge teilzunehmen. Und zwar wollte ich nach der Zentangle-Methode insgesamt 31 Bilder als Beiträge für den Inktober zeichnen. Hauptsächlich schwarz-weiß und ganz nostalgisch mit Tinte auf Papier. In meinem Pixelfed-Profil siehst du alle bisher entstandenen Bilder. Heute gibt es die Bilder aus der Kalenderwoche 43: Mein Inktober 25 Teil 4.

    Die Bilder für Inktober 25 Teil 4

    Die Liste des Inktober-Originals enthält 31 Begriffe. Diese sind mehr oder weniger einfach als relativ abstrakte Zentangle-Zeichnung umsetzbar. Unter dem Hashtag finden sich sehr verschiedene Interpretationen, mit mehr oder weniger tiefgründiger Botschaft.

    Von links oben nach rechts unten: Rivalen – Explosion – Knopf – Firefly – Rowdy – Inferno – Puzzling.

    Firefly und Rowdy habe ich nicht übersetzt, weil ich mich an zwei Serien anlehne. Die eine heißt Firefly, und dreht sich um ein Raumschiff. Am 23.10.2025 sah ich zu meiner Freude eine Menge weiterer Bilder, die sich auf die Serie „Firefly“ bezogen.

    Die andere Serie heiß Scrubs und es kommt ein ausgestopfter Hund namens Rowdy drin vor. Mit der Assoziation war ich allerdings alleine.

    Auch bei Puzzling habe ich den englischen Begrriff übernommen. Denn da passte das Puzzle-Muster so schön.

    Bisher habe ich jeden Tag ein Stichwort umgesetzt. Die vorausgegangenen Bilder findest du hier:

    Bist du auch dabei?

    Nächstes Jahr mache ich wieder mit. Und ich kann diese Übung empfehlen, wenn du dir wieder regelmäßig kleine Kreativeinheiten gönnen und dich dabei mit vielen anderen Menschen weltweit verbinden willst.

    Sag mir gerne, wo du deine Bilder veröffentlicht hast, dann gucke ich mir dort gerne an, was dir zum Inktober 25 Teil 4 eingefallen ist. Seit meinem Besuch einer Gemäldeausstellung im September habe ich mir vorgenommen, mir bewusst mehr Schönes für die Seele zu gönnen. Und bisher habe ich sehr viel Schönes zum Inktober gesehen.

    Jetzt sind nur noch fünf Stichworte offen. Also habe ich im November wieder mehr Zeit für andere kreative Projekte. Ich bin selbst gespannt.


    Hat dir dieser Beitrag gefallen? Dann findest du in meinem Blog noch mehr dieser Art unter der Kategorie „selbstgemacht„.

    Fediverse-Reaktionen
  • Bürgergeld, Stadtbild, Brandmauer – Was können wir tun?

    Bürgergeld, Stadtbild, Brandmauer – Was können wir tun?

    Die Begriffe Bürgergeld, Stadtbild und Brandmauer prägen die Nachrichten. Wie bei den veganen Würstchen sehe ich darin allerdings hauptsächlich Nebelkerzen, um die Bevölkerung zu polarisieren und mit fruchtlosen Debatten zu beschäftigen. Im Unterschied zu pflanzlichen Produkten, die so oder so gegessen werden, werden hier aber Zielscheiben auf Personen aus marginalisierten Gruppen gezeichnet.

    Überzogene Ankündigungen beim Bürgergeld

    Lange hat unsere Regierung angekündigt, mit Sanktionen gegen Menschen im Bürgergeldbezug zweistellige Millardenbeträge zu mobilisieren. Zuletzt stellte sich heraus, dass bei Anwendung der angekündigten Maßnahmen eher 86 Millionen Euro eingespart werden können. Und das setzt voraus, dass diese Maßnahmen mit der Verfassung konform sind.

    Es ist sehr unplausibel, dass die Herren Merz und Linnemann das nicht vorher wussten. Auch Bärbel Bas muss gewusst haben, dass bei den wenigen „Totalverweigerern“ für den Behördenaufwand nur sehr unangemessen wenig zu holen ist, als sie sagte:

    „Wer mitmacht, der hat überhaupt nichts zu befürchten“

    Bärbel Bas, Morgenmagazin ARD

    Das klingt nicht halb so beruhigend, wie sie es gemeint haben könnte. Bei der aktuellen globalen politischen Entwicklung hätte ich mir hier eine andere Formulierung gewünscht. So antworte ich mit Timothy Snyder, der in „On Tyranny“ schrieb:

    „Don’t obey in advance“

    Timothy Snyder

    Merz und das Stadtbild

    Mitten in die Aufregung um das Bürgergeld herum problematisierte Herr Merz dann noch das „Stadtbild“. Und zwar im Kontext der Migration. Er brauchte keine Details hinzu zu fügen, damit wir wussten wen er meint. Auch andere Mitglieder der Union verteidigten diese Rhetorik damit, dass ja wohl alle Menschen in Städten das gleiche Problem empfinden.

    Wieder wird Gefühl vor Realität gesetzt. Befindlichkeit schlägt Wirklichkeit. Und wieder kann ich nicht glauben, dass die Beteiligten nicht wissen, was sie da machen und sagen.

    Es gibt hauptsächlich zwei Möglichkeiten. Entweder wissen sie es wirklich nicht besser und sind nicht kompetent für ihre verantwortungsvollen Posten. Oder sie setzen diese Narrative ganz bewusst ein. Beides ist aus meiner Sicht beunruhigend.

    Dass Frauen als Argument vorgeschoben werden, ist noch besonders bemerkenswert. Denn auf der anderen Seite sind Frauen stärker gefährdet, in Armut zu geraten. Arme Frauen sind dann allerdings als potentielle Totalverweigerinnen wieder verantwortlich für das, was in Deutschland schief läuft.

    Die Brandmauer – Fantasie und Wirklichkeit

    Im späteren Verlauf bekannte sich Herr Merz zur Brandmauer gegen die AfD. Deren „Inhalte und Positionen seien unvereinbar mit den Werten der Christdemokratie und damit auch der CDU“.

    Ist das so? Die Merz-Regierung blockiert im Klimaschutz, will keine Diskussion über Steuern für Überreiche, stattdessen Menschen an der Armutsgrenze zum Teil 100% der Bezüge streichen. Zusätzlich gibt es in der EU wieder Grenzkontrollen, mehr Abschiebungen und Herr Merz verwendet rassistische Formulierungen um das gefühlte Stadtbild herum. Alles nahtlos mit den Grundsätzen und Werten der AfD kompatibel.

    Aus meiner Sicht besteht die Brandmauer der Union aktuell zum Teil eher aus Wunschdenken statt aus Prinzipien. So wird das Halbieren nicht funktionieren.

    Was ist das eigentliche Problem an der Debatte um Bürgergeld, Stadtbild und Brandmauer?

    Neben der Ablenkung von existenziellen Krisen schafft die Merz-Regierung Sündenböcke. Sie stellt marginalisierte Gruppen mit wenig Einfluss zur allgemeinen Diskussion und macht sie für tatsächliche und gefühlte Fehlentwicklungen der Gesellschaft verantwortlich.

    Wie das aus Sicht der Betroffenen wirkt, beschreibt Anwar in seinem TikTok-Video sehr nachvollziehbar:

    „Wisst ihr eigentlich, was das bedeutet, wenn der eigene Bundeskanzler jemanden hasst? Wenn der eigene Bundeskanzler jemanden nicht respektiert?“

    Anwar

    Und darum geht es: Das Problem ist nicht die Differenz zwischen Milliarden und Millionen. Oder die Abschieberate an den Grenzen. Sondern dass in diesem Land Menschen beschämt und in Angst und Schrecken versetzt werden, deren einziges Vergehen es ist, dunkle Haare zu haben oder arm zu sein. Diese Menschen zahlen den Preis für die Rhetorik und die politischen Entscheidungen unserer Regierung.

    Ich finde das untragbar. In einem Blogbeitrag von Bob Blume zur Frage, was er eigentlich gegen rechts hat, las ich ein sehr treffendes Zitat:

    „Jeder ist jemand.“

    George Tabori

    Wir sehen in den USA wie in einer Kristallkugel, in welcher Art von Staatsform wir uns wiederfinden könnten. Wenn wir nicht rechtzeitig aufhören, uns frustriert zurückzuziehen. Wenn wir nicht diese vielen Menschen sehen, die jemand sind und deren Würde gerade sehr massiv angetastet wird. Bis hin zum Anstieg der Gewalt gegen Obdachlose.

    Was können wir tun?

    Wir sollten uns nicht in eine endlose Diskussion um Bürgergeld, Stadtbild und Brandmauer hinein ziehen lassen. Stattdessen lohnt es sich, unsere Aufmerksamkeit denen zu schenken, die uns als Sündenböcke präsentiert werden.

    In den sozialen Medien schreiben Menschen unter über ihre Erfahrungen. Über Post von Behörden, die manchmal zu spät kommt, so dass sie Termine nicht einhalten können und trotzdem mit Sanktionen belegt werden.

    Die Organisation Sanktionsfrei von Helena Steinhaus hilft in solchen Fällen und informiert generell über die Absurditäten hinter dem Bürgergeld und die Auswirkungen auf die Betroffenen. Obdachlosenmagazine wie Hinz und Kunzt bieten Einblicke in die Angst der Menschen im Bürgergeldbezug vor dem weiteren Abstieg.

    Und wenn wir Betroffenen aufmerksam zugehört haben, ist es an der Zeit, laut zu werden. Briefe an Politiker:innen zu schreiben. Uns Organisationen wie den Omas gegen Rechts anzuschließen. Auf Portalen wie Demokrateam nach Demos in unserer Nähe zu suchen, eventuell selbst Demos anzumelden. Letzteres ist deutlich weniger kompliziert als viele denken mögen,

    Wer sich von all den erdrückenden Nachrichten überfordert fühlt, kann nebenbei bewusst Gute Nachrichten abonnieren. Auf deutsch helfen die PsychologistsForFuture und Martin Oetting (YouTube-Link) auf dem Weg zurück in die Selbstwirksamkeit. Aktuell folge ich außerdem den Videos des Ripple Effect Institutes (YouTube-Link) um Klarheit und Motivation zu finden.

    Wenn du weitere konstruktive Wege heraus aus der Spaltung und Überforderung und zurück in eine zielgerichtete und solidarische Gemeinschaft weißt, schreibe sie gerne als Kommentar unter diesen Beitrag.


    Hat dir dieser Beitrag über Bürgergeld, Stadtbild und Brandmauer gefallen? Du findest auf meinem Blog weitere Artikel zu den Themen Gesellschaft und Haltung.

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