Monatsrückblick August 26 – Vom Baden und Zugfahren

Eine Frau steht bei einem farbenprächtigen Sonnenuntergang am Strand, mit den Füßen im Wasser und das Gewicht zur Sonne hin gedret. Sie ist nur als Umriss zu sehen und hat offenbar eine Jacke um die Hüften gebunden.

Entgegen dem bisherigenTrend erscheint dieser Monatsrückblick August 26 schon am sechsten September. Mein Sommer war ein Mix aus Erholung, Schattensuche und neuen musikalischen Obsessionen. Wer weiß und diese neue Motivation zum Bloggen bleibt mir den September über erhalten?

Was hatte ich im August 26 vor und was ist daraus geworden?

Aus dem Juli 26 habe ich gelernt, mir eine kurze Liste zu schreiben. Ursprünglich war das ein Versehen, weil ich den Junirückblick veröffentlicht hatte, bevor ich mir detailliert etwas für den Folgemonat vorgenommen hatte. Die vielen Haken haben mir dann sehr gefallen. Die Liste für August lautete:

  • eine Woche Langeoog ✓
  • mit dem Sauerteig Brote backen ✓
  • wieder in den Schuljahresrhythmus eingrooven ✓
  • wieder zur Prüfdemo in Hamburg gehen ✓
  • mein Bookbeat-Abo täglich nutzen ✓

Das Schuljahr ging allerdings richtig ruckelig los, weil kein Stundenplan zum anderen passte. Ich schiebe jetzt noch Termine hin und her und hoffe, dass ich die neuen Schüler:innen auch noch einigermaßen gut in meiner Woche untergebracht bekomme.

Familienurlaub auf der Insel

Meine Schwägerin und mein Schwiegervater verbringen seit Jahren einen großen Teil der Sommerferien auf Langeoog. Mein Mann hat sie dort schon ein paarmal besucht und dieses Jahr hat es dann auch für mich gepasst. Obwohl, eigentlich nur so mittel, weil ich dadurch die letzte Sommerferienwoche in Schleswig-Holstein nicht Zuhause war und nicht für die Vorbereitung auf das kommende Schuljahr zur Verfügung stand. Auf der anderen Seite liebe ich die Nordsee einfach.

Auch wenn es meine Schwägerin gerne anders gehört hätte: Im Vergleich ist Amrum unerreichbar. Auf Langeoog scheint es keine Bauvorschriften gegeben zu haben oder noch zu geben. Jedenfalls ist der bewohnte Bereich mit einem Sammelsurium an Gebäuden bedeckt, bei denen nicht viel zueinander passt. Viele quaderförmige Betonsünden, nicht so hoch wie in Westerland, aber genauso klotzig.

Außerdem ist es auch unlogisch, von Halstenbek aus bis nach Ostfriesland zu reisen, um dort eine Fähre auf eine Insel zu besteigen. Dafür haben wir genug eigene Nordseeküste in Schleswig-Holstein. Trotzdem war der Urlaub eine runde Sache, bis auf den unbarmherzigen Sonnenschein vielleicht. Oder wie meine Schwiegerfamilie das nennt: Das schöne Wetter. Ich bin einfach eine Schattenpflanze.

Bei der Rückreise merkte ich deutlich, dass ich auf der Insel vom Energielevel her auf Kredit gelebt habe. Nächstes Jahr muss mein Mann wieder alleine nach Langeoog, denn eigentlich hätte ich im Anschluss noch ein paar Tage zur Akku-Erholung gebrauchen können. Während einer Wanderung oder auch einer Fahrradtour merke ich oft nicht, wie sie mich ermüdet. Erst wenn ich mich danach in ein Sofa fallen lasse, fällt mir so richtig auf, wie viel mich die körperliche Aktivität gekostet hat.

Der Wegweiser hätte es fast unter dem Stichwort „Möglichkeiten“ in meinen Beitrag zum Projekt52 geschafft. Unter den diversen Optionen war die Genussmanufaktur aber eine solide Wahl. Als ich in dieser Bäckerei fagte, welche Brotsorten vegan seien, bekam ich ein fröhliches „Alle!“ als Antwort. Das habe ich anderswo schon anders erlebt, wenn auch noch nicht in Rio de Janeiro oder Hong Kong.

Auf der Rückfahrt nutzen wir in Oldenburg die Möglichkeit, das Auto aufzuladen. Dort haben wir beide studiert und uns im Laborpraktikum kennengelernt. Seitdem hat sich in der Stadt viel getan, aber der Schlossgarten ist immer noch genauso überwältigend schön mit seinen alten Bäumen, verschlungenen Pfaden und dekorativen Brücken. Immer, wenn ich da bin, denke ich, ich sollte öfter mal hin. Weil ich in meinem Leben so oft umgezogen bin, geht mir das aber mit vielen Orten so 😉

Pruefdemo Hamburg

Eine Frau auf einem öffentlichen Platz. Sie trägt ein schwarzes Shirt mit zwei Piratenschädeln. Hinter ihr sind weitere Teilnehmer:innen einer Demonstration.

Der Organisation hinter den Prüfdemos bin ich so dankbar. So gut wie jeden Monat geben sie mir die Gelegenheit, viele andere Menschen zu treffen, die sich genau wie ich Sorgen um dieses Land, unsere Freiheit und die Solidarität in der Gesellschaft machen. Es gibt immer eine inspirierende Anmoderation, mitreißende Musik und einen nicht zu langen und nicht zu kurzen Umzug durch die Hamburger Innenstadt.

Auch wenn wir gar nicht in Hamburg wohnen, demonstriere ich dort mit. Und mit mir viele andere Menschen aus Schleswig-Holstein. Die verfassungsrechtliche Überprüfung der „als gesichert rechtsextremistisch eingestuften Partei“ hat unser Landtag schon beantragt. Zudem gibt es in Kiel keine Prüfdemos und von mir aus gesehen liegt Hamburg dichter dran und ist mit der S-Bahn erreichbar.

Im August sollten wir aus dem ausgedruckten aktuellen Gutachten über die Verfassungswidrigkeit der AfD Tulpen für den Hamburger Senat falten. Das war deutlich friemeliger, als es sich das Planungsteam wohl vorgestellt hatte, nächstes Mal würde ich Papierschiffchen vorschlagen, die sind auch hanseatisch passend 😀

Kommendes Wochenende ist dann wieder Prüfdemo, mit Bosse als musikalischer Untermalung.

Was habe ich im August 26 gesehen

Mein YouTube-Algorithmus ist gut erzogen. Unter anderem schlug er mir ein Video von Ann Russel zum Thema Toilettenzugang (YouTube-Link) vor. Sie ist Britin und erklärt auf der einen Seite Reinigungstricks, auf der anderen Seite ihre Sicht auf die Welt.

Im verlinkten Video reagiert sie auf eine junge Frau, die ein Sicherheitsmann nicht auf die Frauentoilette gehen ließ. Sie hatte sportliche Kleidung und eine kurze Hose an und das Originalvideo war ein bisschen augenzwinkernd gemeint. Ihr war schon klar, dass sie tendenziell etwas männlich wirkte. Und trotzdem wurde ihr in Kommentaren vorgeworfen, dass sie sich nicht wundern müsse, wenn sie so unweiblich auftritt und dann für einen jungen Mann gehalten wird.

Der Punkt, den Ann Russel macht, ist mathematisch. Es gibt viel mehr cis Frauen als trans Frauen. Und unter den cis Frauen gibt es reichlich von uns, die nicht in das Klischee passen, auch optisch nicht. Als ich kurze Haare hatte, reagierten in meinem Umfeld Menschen irritiert, sowohl auf der Straße als auch unter meinen Schüler:innen. Und wenn trans Menschen verweigert wird, die Toilette zu benutzen, die für sie passt, dann schlägt das zahlenmäßig auf nicht konforme Frauen zurück.

Wenn wir nicht mit trans Menschen solidarisch sein wollen, ist es allerdings aus Eigeninteresse sinnvoll, die von manchen angestrebte Toilettenüberwachung kritisch zu sehen. Wenn überhaupt Toiletten nach Geschlechtern getrennt werden müsssen. Um uns ungehindert erleichtern zu können, müssen wir uns eventuell noch mehr dem System anpassen. Dazu haben ich jedenfalls wenig Lust. Ähnliches gilt für die heraufbeschworene Ablehnung von trans Frauen im Frauensport, die hauptsählich dafür sorgt, dass cis Frauen als männlich verdächtigt werden.

„And this is just a way, apart from the trans panic thing, of people trying to force women to dress and behave in a suitably feminine manner.“

Ann Russell

Dieses Video passt übrigend sehr gut zu meinem Beitrag zur Blogparade Frauensolidarität. Vor allem zu dem Punkt, dass zur Solidarität nicht nur der Blick auf cis Frauen gehört. Wenn wir wegsehen, wie vordergründig anderen Menschen Rechte genommen werden, merken wir zu spät, dass es vielleicht die ganze Zeit darum ging, uns in ein bestimmtes Bild von Weiblichkeit zu pressen.

Was habe ich im August 26 gehört?

Unerwartete Fahrt mit dem Tekkno Train

Wie genau es dazu kam, habe ich vergessen. Aber mein Monatsrückblick August 26 wäre nicht komplett ohne das Phänomen, dass sich Electric Callboy mit ihrer Treuherzigkeit in mein Bewusstsein gewieselt haben. Und das mir, die ich wirklich fast alle Musikgenres gerne höre, bis auf Schlager, Jazz und Techno. Immerhin schummeln sie mir keinen Jazz unter.

Die Band war mir vorher schon unter ihrem alten Namen bekannt. Aber irgendwie hatte es nie richtig gezündet. Und ich weiß nicht mehr, welches Video mich jetzt in den Tekkno-Strudel hinein gezogen hat, eventuell das zum Einhorn-Song (YouTube-Link). Was es beim besten Willen nicht besser macht.

Jedenfalls ist Party-Core mein neuester Kaninchenbau, an dem ich mich satthören muss, bis ich im November mit der Monatschallenge „Nur noch Musik von Frauen laufen lassen“ einsteige. Vielleicht war es auch Ratatata (YouTube-Link), das ist wenigstens eine Kooperation mit einer Frauenband.

Was mich so fasziniert, an dem heillosen Drall in Richtung Schlager und Tekkno sowie den meistens alles andere als tiefgründigen Texten vorbei betrachtet, ist der Wunsch der Band, den Zuhörenden für die Zeit eines Konzertes oder Albums eine heitere Zeit zu gestalten. Und etwas mehr Heiterkeit kann zumindest ich aktuell wirklich gebrauchen. Besser ich tanze zu diesem wilden Genremix durch die Küche, als dass ich wieder bei deprimierenden Videos über Trump hängenbleibe und vergleiche, wie viel MAGA-Verhalten auch in Deutschland schon zu beobachten ist.

Dass die Band ihren Namen geändert hat, als sie schon ziemlich bekannt war, respektiere ich auch sehr. Die Aktion hätte tatsächlich brandingmäßig nach hinten los gehen können. Das ist der Umgang mit Kritik an an Sprache, den ich mir wünsche. Unterm Strich fasst dieser YouTube-Kommentar unter dem Video zu Tekkno Train (inklusive einiger Szenen mit der Dampflok auf dem berühmten Viadukt) es passend zusammen:

Screenshot aus YouTube. Übersetzt steht dort: Harry, ich glaube wir haben den falschen Zug genommen. Halt den Mund Ron, der hier ist es! Dieser Kommentar gefiel über 2400 anderen Menschen.

Bleibt mir nur, mich auf 2027 und ihren Auftritt in Wacken zu freuen. We got the moves. Und: I was born enough.

Und alle so still

Meine Monatschallenge im August 26 drehte sich um Hörbücher. Diesen Roman von Mareike Fallwickl habe ich jetzt zu 90 % fertig gehört und hoffe, das Ende enttäuscht nicht. Die Rezensionen dazu, von bis gestern keine gelesen hatte, gehen stark auseinander und das kann ich gut nachvollziehen.

Das Buch ist in einem Wort gesagt drastisch. Fallwickl zeichnet ein schonungsloses Bild davon, was mit unserem System passieren würde, wenn Frauen sich nicht mehr für Care-Arbeit zur Verfügung stellen. In der Geschichte legen sie sich draußen schweigend auf dem Boden. Ohne Schilder, ohne Slogans. Und nach und nach brechen unter anderem Pflege, Krankenversorgung und Lieferketten zusammen, bis sogar das österreichische Militär zum Einsatz kommt.

Die unterschiedlichen beteiligten Personen spielen ein Spektrum von möglichen Reaktionen durch. Solidarisch organisierte und gewaltbereite Männer genauso wie erschöpfte und unsolidarische Frauen. Bisher findet die Gewalt außerhalb der beschriebenen Szenen statt, was mir entgegen kommt, denn mein Gehirn kann damit nicht gut umgehen. Die Geschichte ist auch so teilweise bedrückend genug, allerdings auf eine angemessene Weise, wie ich finde.

Was dieses Buch für mich außerdem interessant macht, ist dass eine meiner Schülerinnen es für die Schule lesen und vorstellen musste. Einerseits sind wir uns oft neben dem Matheunterricht einig, dass der Deutschlektürenkanon viel zu einseitig auf alte Bücher von Männern ausgerichtet ist, in dem Frauen mehr Deko sind oder Opfer, an denen die männlichen Protagonisten wachsen.

Andererseits frage ich mich, ob für ausgerechnet diese Schülerin es nicht auch ein anderer feministischer und kapitalismuskritischer Roman hätte sein können, der nicht ganz so erschütternd und sprachlich herausfordernd ist. Ich habe später nicht mehr mit ihr darüber sprechen können, weil sie aus Stundenplangründen nicht mehr in meinem Kurs ist. Aber persönlich bin ich sehr gespannt auf das Ende. Hoffen wir das Bestmögliche.

Was habe ich im August 26 gebloggt?

Es kamen immerhin sieben Beiträge zusammen. Fünf davon ab dem 28. August, als ich merkte, dass der Monat fast vorbei war.

Projekt52 Juli 26 – Selbstgemacht, Sammlung, Sonnenstrahl, Ball
Meine vier Bilder zum Projekt52 Juli 26 passend zu den Stichworten „Selbstgemacht“, „Sammlung“, „Sonnenstrahl“ und „Ball“.

Jeden Tag Vokabeln lernen – Meine Challenge im Juli 26

Im Juli 26 lautete meine Monatschallenge „Jeden Tag Vokabeln lernen“. Jetzt ist der Klingonischkurs bei Duolingo viel weniger mysteriös.

Monatsrückblick Juli 26 – Metal und Zitronenkuchen

Mein Monatsrückblick Juli 26: Ich habe im Staub getanzt und war mit ganzer Seele Fan, bis hin zum Kuchennachbacken.

Frauensolidarität

Mein Beitrag zu Sylvia Tornaus Blogparade „Frauensolidarität“. Was brauchen wir dazu überhaupt und wovon wünsche ich mir mehr?

12tel-Blick August 26

Obwohl es im August großzügig regnete, war bei meinem Spaziergang zum 12tel-Blick August 26 der Himmel blau.

Projekt52 August 26 – Von Möglichkeit bis Glücksgefühl

Meine fünf Bilder zum Projekt52 August 26 passend zu den Stichworten „Möglichkeit“, „Sprung“, „Upcycling“, „Grenzen“ und „Glücksgefühl“.

Meine ältesten Blogartikel – Bloggerschnack August 26

Für den Bloggerschnack August 23 nehme ich meine ältesten Blogartikel noch einmal unter die Lupe, wie sie heute auf mich wirken.

Monatsrückblick August 26 in Mastodönekes:

Der vergangene Monat war im Fediverse gewohnt spannend. Hier sind meine mit Lesezeichen markierten Lieblinge an bewegenden, berührenden und witzigen Posts:

„Do good things and talk about them. And if good things are done to you, for you, around you, also talk about then.

Because knowing may inspire others. Because folks feel lonely and caught in endless doom. Because we sometimes need a push to do something: it’s easier if we know there is someone else, even of they are just a voice on the little screen in our pockets. Because we need to combat the negativity bias.“

Dr. Victoria Grinberg

„hätte gern Fritzefrei“

Be Krawallküre

„Man kann nicht ehrenamtlich retten, was andere hauptamtlich kaputt machen.“

Nochmal Be Krawallküre

„Gelegentlich laut OMMM brüllen. Dann geht es eigentlich.“

Nike Leonhard

„Warum zeichnet mein Gehirn eigentlich schöne Erinnerungen mit einer Kartoffel auf und für jegliche schlechte Erinnerung steht Christopher Nolan mit der IMAX Kamera bereit!?“

Brokkoli-Muskel-Skeletor

„Das Problem mit Rassismus, Klassismus, Mysoginie, Queerfeindlichkeit und allem anderen, das Hass erzeugt und verbreitet ist, dass am Ende alle verlieren. Weil wenn Menschen anderen Menschen nichts mehr gönnen, wird eben niemand mehr schöne Sachen machen.

Das ist der Zweck solcher Hasskampagnen: Es soll allen schlechter gehen, dann ist es leichter, dafür zu sorgen, dass alle neidisch auf die schauen, denen es nur für einen Moment besser gehen könnte als ihnen.“

Jens Scholz

„Gentle reminder, when someone is sharing some small piece of resistance they have done, DO NOT SHIT ON IT. Do not tell them it isn’t enough or it’s still bad because blah blah other stuff…

Everyone is tired and overwhelmed and trying to find some accessible way they can push back. Cheer that!

Celebrate the small; celebrate the imperfect.

No single action is gonna solve everything, but a whole bunch of small actions start the sea change.

Don’t punch down when we all need lifting up.“

Valerie

„Aufm Dorf braucht’s keine KI.
Was das Dorf über Dich weiß, ist auch ohne zur Hälfte falsch.“

Impfmilf

„Zwei Dinge sollte es in einer sozialen Demokratie nicht geben: Überreichtum und Obdachlosigkeit. Beides könnten wir problemlos beenden.“

Anne

„You shouldn’t have to know that the nazis will come for you at some point to not support nazis in the first place. You should just not support them coming for anyone.“

Stuart

„Schon mal vorab: Die ganzen „Wir bauen die Mauer wieder auf“-Sprüche, die Sonntag kommen werden, machen nichts besser. Es braucht dann Solidarität mit all den Menschen, die in Gegenden mit rechtsextremer Dominanz leben und trotzdem ihre Stimme erheben.

Deswegen einfach nochmal vielen Dank an all die engagierten Menschen in der Provinz. Ihr seid super. Ich wünschte, ihr würdet mehr Unterstützung bekommen ❤️“

Pia Lamberty

Und was war sonst noch los?

Eine kleine braune Glasflasche mit Fliederduftöl

Für den Frühling 2027 trainiere ich meine Riechnerven mit diesem Fliederduftöl. Damit sie nicht wieder vergessen wie meine Lieblingsblüten riechen.

Granitpfosten an einem Straßenrand. Das Gras um die Pfosten herum ist trocken und gelb, auf die Steine hat jemand leuchtend blaue Herzen gesprüht.

Jemand sprüht immer wieder Herzen auf diese Granitstelen und hat wohl eine neue Farbdose angebrochen. Vorher waren die immer rot, auf jeden Fall optisch erfreulich.

Kastanienblätter am Baum, großenteils schon hellbraun und zusammengerollt.

Die Kastanien in Halstenbek und Umgebung glauben, es sei schon Herbst. 2027 werde ich mal beobachten, ob das normal ist oder dem trockenen Sommer geschuldet.

Screenshot aus der Duolingoapp. Auf orangefarbenem Hintergrund deutet eine kleine Eule mit einer Sonnenbrille im Gesicht nach unten auf die Zahl 1600

Runde Zahlen sind genau mein Ding. Entsprechend habe ich mich über diese 1600 Tage Duolingo gefreut. Inzwischen frische ich damit sogar mein staubiges Schullatein auf.

Vorherige Rückblicke

Für den Monatsrückblick August 26 schlage ich wieder in meinem Blog nach, was ich in den Vorjahren erlebt habe. Mit jedem weiteren Jahr lohnt es sich mehr, dass ich regelmäßig diese Rückblicke schreibe.

August 23: Die Lüneburger Heide hat als Meer aus lila Blüten überzeugt und die Ostsee als auch richtig schöner Ort zum Schwimmen. Auch wenn sie eigentlich zu plüschig für meine Vorstellung von einem Meer ist.

August 24: Ich habe eingesehen, dass die Sommerferien nicht das geeignete Zeitfenster sind, um „endlich mal alles Liegengebliebene zu erledigen“, als das sie erscheinen. Und dann kam in meinem Garten eine reiche Ernte von drei Kichererbsen zusammen. Zum Trost habe ich Petzibücher im dänischen Original gelesen.

August 25: Mein Termin der COVID-Ambulanz Kiel fand statt. Und auch wenn sich darauf keine konkreten Therapieschritte ergaben, hat mir die Auskunft, die Müdigkeit würde von sich aus ausheilen, erstmal Hoffnung gemacht. Wacken war extrem matschig, die Boberger Dünen erwartungsgemäß sandig.

Was habe ich im September 26 vor?

  • eine Reihe neue Schüler:innen aufnehmen und kennenlernen
  • mit einer Habitica-Gruppenchallenge mal wieder ein bisschen die Gerümpelecken angehen
  • jeden Tag früh ins Bett gehen und sehen, was das mit meiner Fitness macht
  • das ToWant einer neu zusammengestellten Morgenroutine ernsthaft angehen
  • die Ausstellung „Katzen!“ in Hamburg sehen
  •  Fear Factory (YouTube-Link) in der Hamburger Markthalle genießen
  • älter werden
  • Ende September eine neue ToWant-Liste schreiben

Das war mein Monatsrückblick August 26. Schreibst du auch mehr oder weniger regelmäßig Rückblicke? Hier findest du den August 26 bei Judith Peters, die mich überhaupt erst zum regelmäßigen Verbloggen von Monatsrückblicken gebracht hat..

Wie war dein Sommer 26? Hast du neue Musik oder neue Bücher kennengelernt? Und wie hältst du deine Laune derzeit über Wasser?


Auf meinem Blog erscheinen regelmäßig Beiträge wie dieser in der

Fediverse reactions

Kurzzeitig Forscherin in der Chemie, danach Lehrerin an Schulen in Schleswig-Holstein, jetzt als Nachhilfelehrerin selbstständig. Nach einer Rundreise durch die Stationen Ostwestfalen, Niedersachen, England, Potsdam und Dithmarschen bin ich wieder zurück im Kreis Pinneberg, wo alles begann.

Interessiert an meinen Mitmenschen und dem Wohl des Planeten, Sprachen, Mathematik, Naturwissenschaften und allgemein am Lernen an sich. Noch mehr über mich erfährst du auf meiner NowPage und meiner Über-Mich-Seite.


Kommentare

3 Kommentare zu „Monatsrückblick August 26 – Vom Baden und Zugfahren“

  1. Ich lese deine Rückblicke (und alles andere ) immer gernem, ich bin nur gerade so schlecht im kommentieren 🙂

    1. Liebe Katja,
      das geht mir ganz genauso! Der Tag hat zuwenig Stunden für all das spannende Zeug im Internet! Und raus an die frische Luft muss der Mensch ja auch noch 😀
      Liebe Grüße
      Angela

  2. Hallo liebe Angela

    Das mit den Granitstelen finde ich irgendwie süß.
    Das erfreut einem doch irgendwie den Tag. Es sind halt eben doch die kleinen Dinge im Leben 😀

    Für mich war der August viel zu schnell rum. Nun ist September, bald Oktober und zack dunkle Jahreszeit.

    Ich freu mich schon wieder auf dem Frühling xD

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