Jeden Tag tanzen – Meine Challenge im Mai 26

Nahaufnahme einer selbstgebrannten CD mit der Aufschrift Mixtape Spätsommerabend 2010, Feeling Groovy und einem fröhlichen Smiley

Das war jetzt schon meine fünfte Monatschallenge im Jahr 2026. Mein Plan ist es, jeden Monat in einem abgeschlossenen Zeitrahmen eine neue (oder ehemalige) Gewohnheit auszuprobieren. Ohne das Versprechen, dass ich sie dann für immer beibehalte, aber immer mit der Option dazu. Und im Mai 26 wollte ich jeden Tag tanzen.

Dieser Beitrag erklärt, was meine Absicht dahinter war, wie die Challenge gelaufen ist und was ich dabei eventuell sogar gelernt habe.

Warum wollte ich jeden Tag tanzen?

Erstens ist Tanzen einfach gesund. Es ist eine kleine Cardio-Einheit, trainiert das Rhythmusgefühl (gut für das Gehirn!) und lässt sich nebenbei mit dem ansonsten eher langweilen Aufräumen kombinieren. Tanzen ist eher niedrigschwelliger Sport, jedenfalls so, wie ich es betreibe. Und ich brauche dazu keine Ausrüstung und keine Vorbereitung außer etwas Musik.

Zweitens stelle ich fest, dass ich früher mehr getanzt habe. Früher waren einfach mehr Partys und damit mehr Anlässe. Obwohl ich traditionell immer eher unsportlich war, hat es mir immer Spaß gemacht. Zwischenzeitlich habe ich sogar mal orientalischen Tanz gelernt, auch wenn ich davon viel wieder vergessen habe.

Und heute sitze ich viel zu viel, was mir mein Bewegungsapparat alles andere als dankt. Meine COVID-Nachwirkungen und der bunte Strauß an Spezialeffekten der Wechseljahre haben sich ungünstig zusammen gestapelt. Meine Muskeln fühlen sich schlapp und verkatert an, was mich zu oft dazu verleitet, sie weniger zu nutzen, was die Situation nur schlimmer macht. Zeit zum Aufraffen also, aber mit Spaßfaktor.

Wie bin ich vorgegangen?

Ursprünglich wollte ich mir extra eine Tanzplaylist zusammenstellen. Stattdessen habe ich ein paar wiedergefundene MP-Dateien auf meinem Smartphone geparkt für die Woche Urlaub auf Amrum. Für Zuhause habe ich spontan alte CDs durchgeblättert auf der Suche nach Musik, die ich schon ewig nicht mehr gehört habe.

Auf dieser Basis habe ich dann einfach jeden Tag zufällig um die drei Stücke abgespielt und dazu getanzt. Meistens in der Küche, weil da relativ viel Platz ist. Ich hatte keine Ansprüche daran, wie ich dabei aussehen würde, mein Motto war wirklich „Tanze, als würde dich niemand sehen!“

Es hat mich auch meistens niemand gesehen, außer meinem Mann. Der hat manchmal sogar mitgemacht, manchmal auch nur gegrinst.

Jeden Tag tanzen – Einsichten

Diese Monatschallenge war bisher die unterhaltsamste. Ich habe großartige Musik wiederentdeckt, meine Muskeln bewegt und Spaß dabei gehabt. Weil die Bewegungshäppchen so klein waren, hat mich daran auch nichts überlastet.

Mir ist duch das Jeden Tag Tanzen überhaupt erst bewusst geworden, wie viel Platz in unserer Küche ist. Dieses Bewegungspotential darf genutzt werden.

Schon ziemlich früh im Mai hat sich etabliert, dass ich diese tägliche Challenge „Tanzpause“ genannt habe. Und das ist genau, was sie ist: Mal hochkommen aus der sitzenden Haltung und auch aus dem Nachdenken oder Schreiben oder was auch immer ich denke, stundenlang machen zu sollen.

Schreiben und Denken sind richtig schöne Aktivitäten. Und gleichzeitig kann mein Gehirn dann und wann mal eine Pause gebrauchen. Vor allem das generell niedrige Level an Absicht, Planung und Bewertung haben mir merklich gut getan.

Was ich in den Juni mitnehme

Im Juni mache ich jeden Tag selbst Musik. Weil ich mir zu den vorhandenen vierundzwanzig Stunden keine zusätzliche Zeit schnitzen kann, werde ich vermutlich nicht mehr jeden Tag eine Tanzpause machen. Trotzdem habe ich vor, vor allem die alten MP3- und CD-Sammlungen noch weiter auf Tanzbarkeit zu überprüfen.

Besonders bei Aufgaben aus dem Bereich Hausarbeit werde ich wieder mehr Musik nebenbei abspielen. Früher habe ich das häufig gemacht, jetzt für mich wiederentdeckt. Es fegt sich deutlich angenehmer, wenn im Hintergrund etwas Metal (YouTube-Link) läuft. Oder Neunzigermusik (YouTube-Link). Oder der Barbie-Soundtrack (YouTube-Link).

Meine bisherigen Challenges

„Jeden Tag tanzen“ war mein fünftes Monatsprojekt. Bisher habe ich

Tanzt du auch gerne?

Macht Musik es dir auch leichter, dich zu bewegen? Tanzt du überhaupt gerne? Lieber alleine oder lieber in Gesellschaft?

Und hast du bei einem Hobby auch mal den Faden verloren und dich dann über das Wiederentdecken gefreut?


Im Juni heißt meine Monatschallenge „Jeden Tag Musik machen“. Offensichtlich mag ich Musik aktiv genauso wie passiv.

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Fediverse reactions

Kurzzeitig Forscherin in der Chemie, danach Lehrerin an Schulen in Schleswig-Holstein, jetzt als Nachhilfelehrerin selbstständig. Nach einer Rundreise durch die Stationen Ostwestfalen, Niedersachen, England, Potsdam und Dithmarschen bin ich wieder zurück im Kreis Pinneberg, wo alles begann.

Interessiert an meinen Mitmenschen und dem Wohl des Planeten, Sprachen, Mathematik, Naturwissenschaften und allgemein am Lernen an sich. Noch mehr über mich erfährst du auf meiner NowPage und meiner Über-Mich-Seite.


Kommentare

Ein Kommentar zu „Jeden Tag tanzen – Meine Challenge im Mai 26“

  1. @blogangela
    Das klingt richtig gut 💃

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