Mein Motto 2026 – Feeling Groovy

Am Ende meines Jahresrückblicks 2025 habe ich mir mein Motto 2026 gegeben. Das mache ich, seit ich mit Judith Peters diese Jahresrückblicke schreibe. In den ersten Jahren hatte das noch gar nicht so viel Wirkung auf mich und meinen Alltag. 2025 habe ich rückblickend wirklich gestaunt, was so eine Frage ausmachen kann, wenn wir sie im Unterbewusstsein wirken lassen.

Bevor ich über die Idee hinter meinem neuen Motto schreibe, blicke ich zurück, wie sich meine Mottosituation seit 2022 entwickelt hat.

Bild: WikimediaImages auf Pixabay

Meine Mottos der letzten Jahre

2022 – „Den Faden weiterspinnen“

Das Jahr 2021 habe ich viel mit Knotenlösen verbracht, außerdem mit der Arbeit an einem „mentalen Pulli“, der mir hilft, genau im richtigen Maß mit der Außenwelt im Kontakt zu sein. Die neu gewonnenen Erkenntnisse wollte ich weiterentwickeln und den Faden nicht aus der Hand verlieren.

2023 – „Ich gieße meine Wurzeln“

Damit war gemeint, den vorher versponnenen Faden tiefer im Bewusstsein zu verankern. Die Erkenntnisse aus dem Kopf in den Bauch einsickern und dort Wurzeln schlagen zu lassen. Außerdem ging es mir auch damals schon um Selbstfürsorge, einen Themenbereich, der später eine eigene Kategorie in meinem Blog bekam. Ich wollte nicht nur beim Einsickern zusehen, sondern aktiv etwas dafür tun.

2024 – „Ich lerne mich immer wieder neu kennen“

Am Ende des Jahres 2023 stand die Erkenntnis, dass ich nie „fertig“ sein und immer „Work in Progress“ bleiben werde. Also beschloss ich, das Ganze offen anzugehen und absichtlich aus meinem Jahr ein Lernprojekt zu machen. Lernen ist sowieso echt krass. Und eine Nebenabsicht war es, dafür ein ganzes Jahr nicht an mir zu arbeiten, einfach nur zu beobachten.

2025 – „Was soll passieren?“

Ende 2024 habe ich beschlossen, weiterhin nicht an mir zu „arbeiten“. Stattdessen war 2025 Zeit für ein bisschen bewusste Politur, kleine, aber gezielte Perspektivwechsel. Alles mit ausreichend Leichtigkeit aber auch mit einer gewissen Intention. Dafür habe ich mir diese Frage ganz unverfroren von Moritz Neumeier geklaut. Sie ist eine Mischung aus:

  • Was will ich wirklich?
  • Wie kann ich dazu beitragen, dass es Realität wird?
  • Und außerdem: Was soll schon passieren?

Im Dezember 2025 war ich von mir selbst beeindruckt, was alles passiert ist, und wie sanft ich dabei mit mir umgegangen bin.

Da scheint sich doch ein roter Faden durch zu ziehen, in dem die von mir eigentlich ungeliebte Paradoxität einen großen Anteil hat. Insofern überrascht mich mein neuer Wahlspruch auch nicht, der mir im Dezember 2025 in den Sinn kam und sich nicht mehr verabschieden wollte. Es ist beileibe nicht so, dass diese Mottos ein Ergebnis rationaler Denkprozesse wären 😉

Mein Motto 2026

Im Jahr 2025 habe ich endlich Routinen entwickelt, mit denen alle meine inneren Anteile zurecht kommen. Ein Teil von mir hatte sich nach dieser Struktur der Gewohnheit gesehnt, ein anderer Teil hat mein Leben lang alles Routinenhafte abgelehnt und erfolgreich sabotiert. Mit etwas digitalem Konfetti haben allerdings sich Morgen- und Abendroutinen eingeschlichen, und ich habe ganz sanft wiederkehrende Aufgaben über die Woche verteilt. Die erstaunlicherweise passieren.

In diesen neuen Furchen will ich noch mehr zuhause sein, Sie noch leichtgängiger für alle Persönlichkeiten in meinem Team machen. Ich möchte mich nachhaltig eingrooven und dieses Gefühl, dass Dinge immer leichter werden, je öfter ich sie mache, intensiv erleben.

Ich möchte der Zukunftsangela immer wieder kleine Gefallen tun und das gleichzeitig nicht als Verpflichtung verstehen. Sondern als etwas, was das Team organisch und fast wie von selbst erledigt, weil alle etwas davon haben.

Im Song „The 59th Street Bridge Song“ singen Simon und Garfunkel:

„I got no deeds to do
No promises to keep
I’m dappled and drowsy and ready to sleep
Let the morning time drop all its petals on me“

Paul Simon & Art Garfunkel

Idealerweise stelle ich mir das Grooven in meinen Gewohnheitsfurchen ungefähr so locker-leicht vor wie diese Blütenlätter des Morgens, die da herunter rieseln. Also los:

Das Schöne an Idealen ist ja, dass wir sie nicht erreichen müssen. Sie helfen stattdessen dabei, dass das Bewusstsein einen Punkt zum Anpeilen hat. Und ich sage es mal so: Was soll passieren? Ende 2026 weiß ich mehr 🙂

Hast du ein Motto 2026?

Legst Du dir auch für jedes Jahr einen Wahlspruch oder ein Wort zurecht, um dein Bewusstsein daran auszurichten? Wie sind deine Erfahrungen damit und was hat sich für 2026 ergeben?

Oder ist das Konzept eines Jahresmottos nicht dein Ding?

So oder so, es ist noch früh genug im Jahr, um dir ein wunderbares 2026 zu wünschen!

Fediverse reactions

Kurzzeitig Forscherin in der Chemie, danach Lehrerin an Schulen in Schleswig-Holstein, jetzt als Nachhilfelehrerin selbstständig. Nach einer Rundreise durch die Stationen Ostwestfalen, Niedersachen, England, Potsdam und Dithmarschen bin ich wieder zurück im Kreis Pinneberg, wo alles begann.

Interessiert an meinen Mitmenschen und dem Wohl des Planeten, Sprachen, Mathematik, Naturwissenschaften und allgemein am Lernen an sich. Du willst mehr wissen? Lies meine NowPage oder meine Über-Mich-Seite.


Kommentare

Eine Antwort zu „Mein Motto 2026 – Feeling Groovy“

  1. Liebe Angela,

    ich gebe mir seit einer Weile ein Wort des Jahres und ich finde auch, dass es wirkt. „Bewegung“ und „Haltung“ waren dabei, weil sie so schön mehrdeutig sind. In der Rückschau hat vor allem „Bewegung“ viel ausgelöst: Ich habe meinen ersten Butoh-Kurs belegt, bin nach Jahrzehnten zum ersten Mal wieder Auto gefahren und habe meine Umzug in die Wege geleitet.
    Für 2026 ist das Motto ein Wortspiel „Wabi Sabi statt Larifari“ geworden, das ist ganz organisch beim Schreiben des Rückblicks entstanden. Da steckt sehr viel drin, vor allem Konzentration und Langsamkeit. Bin gespannt, was da kommt.

    Frohes Neues und liebe Grüße, Astrid

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