Es ist schon der achte Januar und ich habe meine ToWants für das 1. Quartal 26 nicht nicht geschrieben? So geht es nicht weiter. Der Jahreswechsel ist schließlich traditionell die Zeit zum Bilanzziehen und Pläneschmieden. Obwohl, eigentlich kommt das Schmieden für mich eher Anfang Februar, die ersten Januartage sind eher dem gemütlichen Reinkommen ins neue Jahr gewidmet.
Und dann gucke ich auch noch darauf, was in den vergangenen ToWant-Quartalen liegen blieb. Wo ich mich immer noch und mal wieder heillos im Zeit- und Energieaufwand verschätzt hatte. Und was sich letztlich als ToDochNichtWants herausstellte. Das ist für mich nur eine der hilfreichen Lektionen aus der ganzen Aktion, die ich jetzt immerhin seit Oktober 23 betreibe.
Was 25 liegen blieb
- Sportliche Aktivitäten wie Yoga, Laufen, Muskeltraining
- Mathe-Quizze auf meiner Seite anbieten
- Größere Aktionen rund um das Haus wie Hecke kürzen, Gartenschuppen sortieren
- Meine Webseite vereinfachen
- Kreatives wie Gedichte für Projekt52 oder unfertige Persönlichkeiten meines inneren Teams zusammenzunähen.
Das ist weniger, als ich gedacht hatte. Und eigentlich sind die meisten Punkte keine ToDochNichtWants, sondern ich bin einfach nicht dazu gekommen oder hatte nicht die Energie dazu. Damit kann ich leben. Und hoffe, dass mit zunehmend mehr Energie und hoffentlich immer besserem Überblick über meine Zeit wenigstens die Muskeln wieder zunehmen werden.
Das Mathequiz streiche ich offiziell endgültig. So wichtig ist es nicht, dass ich mich frustriert durch diverse PlugIns wühle, von denen mir keins richtig gefällt oder mir gar überlege, wie ich das technisch selbst zusammen basteln könnte. Diesen Anteil meiner mentalen Kapazität gebe ich frei für andere Dinge.
Meine To-Wants für das 1. Quartal 26
Grundsätzlich nehme ich keine durch die Blume umformulierten ToDos in die Liste auf. Außerdem ist meine Liste nicht so gemeint, dass ich alles abhaken muss oder will. Sie ist eine Erinnerung und eine Vorratskammer an schönen Aktivitäten, die mir gut tun, die mir aber ansonstent vor lauter Alltag tendenziell leicht durch die Finger gleiten.
Entsprechend meinem Motto für 26 („Feeling Groovy“) richte ich die ToWants wenigstens zum Teil daran aus, dass ich mich in meinen Routinen gemütlich einrichte, um sie noch nachhaltiger und leichtgängiger zu machen.
Online
- Ich verabschiede mich bewusst von den diversen Videos, die ich auf YouTube „ganz sicher demnächst“ nochmal sehen wollte.
- Ich lösche den geschäftlichen YouTube-Kanal.
- Den Blog-Bonbonladeneffekt reduziere ich, indem ich Blogs per Feedreader folge und auch da noch einmal gründlich priorisiere, was mir wirklich so sehr am Herzen liegt, dass ich es tatsächlich lese.
- Gemeinsam mit meinem inneren Team nehme ich mir jeden Tag neu vor, online-Debatten an mir vorbeiziehen zu lassen als die Zeitverschwendung, die sie sind.
- Den Januar über betreue ich eine Gemeinschaftsaktion, die begleitend zum Veganuary jeden Tag Informationen, Unterhaltsames oder erprobte Rezepte vorstellt.
Körperlich
- Jeden Tag neu gebe ich meinen Muskeln im Rahmen meiner Zeit- und Energiekonten die Chance, wieder stärker zu werden.
- Ich genieße die Bewegung draußen, zähle meine Schritte, aber hänge mein Herz nicht an eine konkrete Zahl.
- Ich lege mir ein Laufband zu, damit ich mich auch bewege, wenn es draußen so sehr regnet und weht, dass nicht mal ich mich vor die Tür begeben möchte.
Mein Zuhause
- Hier finde ich eine Balance zwischen Ordnung und Ruhebewahren.
- Mit Cass und ihren Clutterbugvideos lasse ich immer weiter Kram los.
- Ich nutze weiterhin digitales Konfetti, um mich zu langweiligen, aber notwengigen Aufgaben zu motivieren.
Gewohnheiten
- Die Furchen meiner Morgen- und Abendroutinen vertiefe ich durch tägliche Wiederholung.
- Jeden Tag überlege ich mir, welchen Gefallen ich der Zukunftsangela tun möchte.
Denn wie ich von Neelix in Voyager gelernt habe: It’s nice to be nice. Und es ist etwas ganz anderes, mir vorzustellen, wie sich Zukunftsangela freut, als mir zu sagen: „“Komm mach das jetzt, dann hast du es hinter dir!“ Zukunftsangela ist wirklich immer total gerührt und die Gegenwartsangela freut sich mit ihr mit. Dass diese Art von Motivation funkioniert, genieße ich, ohne sie unnötig zu hinterfragen. - Aus meinen täglichen Aufgaben bei Habitica nehme ich ein paar heraus, damit ich zeitlich Luft für etwas Sport habe.
- Ich messe die Zeiten für verschiedene Aktivitäten, um realistischer einschätzen zu können, was überhaupt in einen Tag hinein passt.
- Nach dem Vorbild von Astrid Engel findet jeden Monat bei mir eine persönliche Challenge statt. Im Januar verbrauche ich so meine Lebensmittelvorräte, damit sie beim nächsten Decluttering nicht wieder abgelaufen sind.
Kreatives
- Das ist eigentlich mehr ein ToNotWant: Nachdem ich 25 zwölf Kurzgeschichten geschreiben habe, nehme ich 26 nicht aktiv an deadlinesforwriters teil, lese aber noch Geschichten anderer aus dem vergangenen Jahr nach.
- Im Januar nehme ich an der Challenge „Fragments of Your Imagination“ (Link zu einem Googledokument) teil. Letztlich lässt diese sich an jedem beliebigen Datum anfangen, aber mir tut die Regelmäßigkeit gut, jeden Tag auf Pixelfed ein neues Bild zu teilen. Und ich lerne dabei etwas über Reticula und Fragmente, ein Zentangle-Konzept, das ich bisher nicht angefasst habe.
- Im Anschluss suche ich mir eine neue Zentangle-Challenge.
- Für das Projekt52 beobachte ich wieder meine Umgebung nach passenden Motiven. Und wenn ich dabei zu einem Gedicht inspiriert werde, ist das ein Sahnehäubchen.
Kultur und Umgebung
- Wegen des großen Erfolges gehe ich jeden Monat einmal eine längere Runde zum Spazierwandern.
- Aus dem gleichen Grund suche ich mir touristische Ziele in meiner Region heraus und besichtige sie.
- Im Januar sehe ich mir die KZ-GEdenkstätte Neuengamme an.
- Sobald der Schnee nachlässt, halte ich wieder die Augen offen für Metalkonzerte in der großen Nachbarstadt.
Hast du ToWants für 26?
Das sind sie also, meine ToWants für das 1. Quartal 26! Nimmst du dir auch quartalsweise oder in einem anderen Zeitrahmen Aktivitäten vor? Was ist dir dabei wichtig? Und hast du auch im Laufe der Zeit so viel über dich und deine Motivationsknöpfe gelernt?



Schreibe einen Kommentar