Bloggen und Social Media – Bloggerschnack Februar 26

Kachel mit folgendem Text: Bloggerschnack Bloggen und Social Media

Im Februar ist für den Bloggerschnack meine Content-Strategie gefragt. Habe ich überhaupt eine und wie verbinde ich Bloggen und Social Media? Besagter Schnack ist eine monatliche Gemeinschaftsaktion des Bloghexenforums. Die Themen stehen vorher fest und alle, die dazu Redebedarf haben, bloggen bis zum Ende des Monats darüber und verlinken sich gegenseitig. So entsteht ein Netzwerk von Informationen zu diversen Aspekten des Blogger:innenlebens.

Auf welchen Plattformen bin ich aktiv und wie oft?

Ich bin an mehreren Stellen im Fediverse präsent. Und zwar habe ich meinen Blog mit dem ActivityPub-Plugin als eigene Instanz eingebunden, dazu noch einen Mastodonaccount und ein Pixelfedprofil.

Auf der Microbloggingplattform Mastodon gucke ich mehrmals täglich in meinen Feed. Ich folge dort mehreren Hundert anderen Profilen und vielen spannenden Hashtags, wodurch sich oft interessante Gespräche ergeben.

Seit ich meinen privaten Account gelöscht habe, trete ich auf Mastodon nur noch mit dieser einen Identität auf. Das führte dass das ursprünglich etwas herum dümpelnde Businessprofil jetzt intensiver in den Austausch kommt.

Zunächst hatte ich etwas Bedenken, ob ich dann noch so authentisch würde auftreten können wie mit dem privaten Profil. In der Realität läuft das allerdings problemlos. Denn auf meinem Blog bin ich ja auch ich selbst, warum sollte ich in einem sozialen Netzwerk meine Persönlichkeit nicht zeigen können?

Die Bilderplattform Pixelfed habe ich während des Inktobers und zur Januarchallenge „Fragment of Your Imagination“ täglich genutzt. Zwischenzeitlich schaue ich dort seltener hinein und teile auch nicht so häufig Bilder, obwohl ich es mir immer wieder vornehme. Denn für die Hashtags Meermittwoch, Fensterfreitag, Bloomscrolling und SilentSunday habe ich an sich schon einen üppigen Vorrat an Bildern elektronisch abgelegt.

Meine eigene Instanz füttere ich jedes Mal, wenn ich hier im Blog auf „Veröffentlichen“ klicke. Inzwischen steht auch ein „Social Web“ Fenster im Backend zur Verfügung, auf dem ich anderen Menschen folgen könnte. Das nutze ich allerdings nicht, denn zum Lesen, Liken, Kommentieren und Boosten anderer Personen reicht mir mein Mastodonprofil.

Es ist vermutlich aufgefallen, dass weder Meta noch YouTube noch Pinterest auf meiner Liste stehen. Den YouTube-Kanal und meinen privaten Facebook-Account habe ich im Februar 2025 gelöscht.

Wo teile ich was, wie und warum?

Meistens teile ich meine Blogbeiträge nicht noch einmal über meinen Mastodon-Account. Dadurch, dass ich den Hashtag immer verwende, werden die Artikel automatisch vom Bot „Journalism & Comment“ geboostet. Das gibt mir schon einiges an Reichweite. Den Mastodon-Account nutze ich eher für direkte Konversationen mit anderen Menschen, auch abseits von meiner Webseite und meinem Nachhilfeunternehmen, obwohl die Profilbio hierhin velinkt.

Dafür teile ich Blogbeiträge anderer Menschen über Mastodon, wenn ich sie gut finde und sie mehr Menschen zugänglich machen möchte. Immer wieder nehme ich mir vor, das noch häufiger zu machen und auch andere Menschen dazu anzuregen, diese Möglichkeit zu nutzen. So ein „Hey, guck mal! Hier hat jemand etwas richtig Spannendes geschrieben“ kostet nichts und diejenigen, die es nicht interessiert, können einfach weiter scrollen.

Pixelfed nutze ich für meine Bilder, sowohl Projekt52-Photos als auch Selbstgemaltes und Zentangle. Für die erwähnte „Fragment of Your Imagination“-Challenge habe ich beschlossen, diese Bilder nicht in meinem Blog zu zeigen wie noch im Inktober, sondern sie in meiner ToWant-Liste und meinem Monatsrückblick auf den Januar zu erwähnen und dann auf die Pixelfed-Collection zu verlinken. So habe ich weniger eher inhaltsarme Blogbeiträge und trotzdem gehen diese kreativen Werke nicht unter. Bisher plane ich aber, die Projekt52-Ergebnisse weiterhin einmal im Monat zu verbloggen.

Die Meditationen, die ich auf YouTube hochgeladen hatte, haben inzwischen auf meiner Webseite ihr Zuhause. Im Nachhinein war es fast übertrieben, dafür einen YouTube-Kanal einzurichten. Eigentlich hatte ich zwischenzeitlich noch Reels und Lernvideos geplant, allerdings ist das im allgemeinen ToDo-Alltag und der guten alten Prokrastination untergegangen, am Ende wohl auch kein Verlust. Sollte ich irgendwann doch noch einmal Mathe- oder Englischvideos erstellen, richte ich dafür einen PeerTube-Account ein.

Wie fügen sich meine Inhalte zusammen?

Seit der Löschung meines privaten Mastodonprofils sind die Komponenten Blog, Mastodon und Pixelfed wie von selbst organisch zusammengewachsen. Der Vorteil am Fediverse ist, dass alles verbunden (oder wieder Name sagt föderiert) ist und von verschiedenen Plattformen aus gesehen wird. Daher muss ich mir keine Gedanken machen, was ich wie oder wo teilen möchte. Ich muss auch alles grundsätzlich nur einmal teilen, wer mir folgt, sieht es so oder so. Dadurch sind Bloggen und Social Media für mich jetzt eine ziemlich nahtlose Einheit.

Erfahrungen und Lektionen aus der Vergangenheit

Das Hamsterrad und die Pyramide

Als ich noch meine Blogposts auf Meta teilte, brachte mir das so gut wie gar nichts. Weil mein Blog nichts verkaufen soll, sah ich auch nicht ein, Werbung zu schalten, also für Geld meine Reichweite künstlich und vorübergehend zu erhöhen. Ich bin zudem nicht die Sorte Person, die gerne für sich Werbung macht oder sich aufdrängt.

Meta war für mich ein recht sinnloses Hamsterrad. Es teilte mir regelmäßig mit, ich solle häufiger posten und eigentlich auch gerne mal Reels aufnehmen. Ich habe nicht einmal Probleme damit, Videos von mir aufzunehmen oder zu zeigen. Aber den Aufwand halte ich in diesem Fall nicht für gerechtfertigt.

In meinen Augen strampeln sich in den sozialen Netzwerken viele Menschen relativ fruchtlos ab. Wirklich nennenswerte Aufmerksamkeit bekommt nur der obere Teil der Pyramide, der eventuell noch Kurse in Meta-Strategien verkauft. Und dann haben wir noch nicht über die rechtslastigen Tendenzen der Plattform-Oligarchen gesprochen. Bei Interesse hält die Webseite zum Digitalen Unabhängigkeitstag reichlich Informationen bereit.

Haltung statt Strampeln

Erstaunlicherweise läuft mein Blog ohne Meta um Welten besser. Ich habe mehr Freude am Schreiben und erreiche die Menschen, die meine Beiträge gerne lesen, ganz ohne Reels und ohne Contentstrategie. Ohne Verkaufsbsichten für meinen Blog kann ich ganz locker veröffentlichen, ganz wie Judith Peters sagt:

Blog like nobody’s reading!

Judith Peters

Offenbar ist für Texte mit dieser Haltung im Hintergrund eine Menge Nachfrage. Und mit den richtigen Hashtags erziele ich lieber echte Reichweite als nur scheinbare. Meine wichtigsten Kriterien für das Thema Bloggen und Social Media sind inzwischen diese:

  • Schreibe über das, was dich bewegt, und was dich interessiert.
  • Vernetze dich dort, wo du dich wohl fühlst und du selbst sein kannst.
  • Vertraue auf den Prozess.

Eine Einschränkung hätte ich aber noch: Auch im Fediverse halten sich nicht nur permament nette und entspannte Personen auf. Dort schreiben und kommentieren immer noch Menschen mit allen sich daraus ergebenden Gruppendynamiken. Seit ich das realisiert habe, achte ich noch mehr auf mein Bauchgefühl, wenn mir jemand von Anfang an anstrengend erscheint. Hoffentlich hilft das, unnötige Konflikte noch mehr zu vermeiden, oder wenigstens beim nächsten Mal besser vorbereitet zu sein.

Wie siehst du das?

Wie verbindest du die Konzepte Bloggen und Social Media?

Hast du deine Haltung dazu auch schon einmal radikal geändert? Oder hat sich deine Strategie über lange Zeit bewährt?

Oder hast du, ähnlich wie ich, gar keine ausdrückliche Strategie?

Weitere Beiträge zu „Bloggen und Social Media“

Bisher haben diese Personen mitgemacht, die Liste werde ich immer wieder aktualisieren:

Fediverse reactions

Kurzzeitig Forscherin in der Chemie, danach Lehrerin an Schulen in Schleswig-Holstein, jetzt als Nachhilfelehrerin selbstständig. Nach einer Rundreise durch die Stationen Ostwestfalen, Niedersachen, England, Potsdam und Dithmarschen bin ich wieder zurück im Kreis Pinneberg, wo alles begann.

Interessiert an meinen Mitmenschen und dem Wohl des Planeten, Sprachen, Mathematik, Naturwissenschaften und allgemein am Lernen an sich. Du willst mehr wissen? Lies meine NowPage oder meine Über-Mich-Seite.


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